Lecker Essen & Trinken in Österreich.Die österreichische Küche ist ein Genuss.

Ausflugtipps – sehen und erleben

Essen – einfach mal probieren



3.1 Landestypische Küche

Essen und Trinken in Österreich

Österreichische Restaurants und Gaststätten haben in der Regel eine gut geführte Küche, so dass jeder hier etwas nach seinem Geschmack finden wird. Die Gerichte sind oft herzhaft, deftig und kalorienreich aber dennoch gut verträglich.

Mittagessen wird in größeren Restaurants zwischen 12.00 und 14.00 Uhr, in kleineren Gaststätten oft auch früher angeboten. Den Nachmittagskaffee, auch „Jause“ genannt, trinkt man zwischen 16.00 und 17.00 Uhr. Abendessen kann man ab 18.00 Uhr genießen.

Vom einfachen Wirtshaus oder der Aprés-Ski Hütte bis hin zum Gourmet-Restaurant findet man in Öster-reich einfach alles, für jeden Geschmack das richtige, von der Umgebung bis zur Speisekarte.


Preiskategorien:

Preiswert: bis 10,- Euro

Erschwinglich: 10,- - 20,- Euro

Fein & Teuer: über 20,- Euro


Speisekarte

Die österreichische Küche ist nicht nur sehr vielfältig, sondern verrät auch süddeutsche, böhmische, kroatische, ungarische, slowenische und italienische Einflüsse des ehemaligen Vielvölkerstaates. So wurden aus Ungarn das Gulasch, aus Böhmen die Mehlspeisen und aus Mailand das Schnitzel in die österreichi-sche Küche übernommen. Überwiegend werden diverse Fleisch- und Mehlspeisen angeboten, die köstlich schmecken aber die man leider weder leicht noch kalorienarm nennen kann. Das Angebot an verschiedenen Süßwasserfischen und die Qualität der Wildgerichte sind übrigens auch hervorragend.



Landestypische Spezialitäten auf der Speisekarte


Suppen...

Die Fischbeuschlsuppe ist eine Suppe mit Fischrogen und Gemüse – ein Muss für alle Fischliebhaber!

Rinderbrühe wird gerne mit Einlagen wie Markknödel, Grießnockerl und Nudeln serviert. Typische Suppeneinlagen sind aus Nudelteig geriebene Gerstl, als Backerbsen bezeichnete ausgebackene Brandteigtropfen, aus zerschnittener Biskuitmasse hergestellte Schöberl und die in Streifen geschnittenen Pfannkuchen für die berühmte Frittatensuppe. Zu allen Suppenvarianten kann man eine Semmel oder Weckerl knabbern, wie die Brötchen in Wien genannt werden.


Fleisch, Geflügel, Wild... und kuriose Namen

Die wohl bekannteste Fleischspeise ist das Wiener Schnitzel, ein paniertes Kalbsschnitzel, dessen Rezept ursprünglich aber nicht aus Österreich sondern aus Mailand stammt. Rindfleisch gibt es in vielen Variati-onen, wobei der Lungenbraten und der Tafelspitz zu den besten Rinderlendenstücken gehören und die meist mit Apfelkren (Apfelmeerrettich) serviert werden. Beinfleisch, Tellerfleisch und Kruschpelspitz, also durchwachsenes Rindfleisch, wird häufig mit einer leckeren Schnittlauchsauce angeboten. Ein Genuss für alle Fleisch-Fans ist der typische Wiener Esterházyrostbraten, der aus einem Rippenstück gewonnene Braten wird mit gewürztem Wurzelwerk serviert. Wer es scharf und gut gewürzt mag, sollte sich das mit viel Pfeffer und reichlich Paprika gewürzte ungarische Gulasch nicht entgehen lassen.

Die Bezeichnungen der Speisen auf der Speisekarte machen bereits Appetit auf mehr. Ein Jungfernbraten z.B. ist eine mit Kümmel gebratene Schweinelende; Krenfleisch ist ein mit der Schwarte gesottenes Spanferkel mit Meerrettich.


Schöpsernes ist Hammelfleisch, Hackfleisch kennt man unter der Bezeichnung Faschiertes. Geräuchertes heißt Geselchtes, Kaiserfleisch entspricht dem Kasseler Rippenspeer und Stelze ist Eisbein. Aus der Kalbslunge und dem -herz kommt das sauer zubereitete und geschmorte Wiener Beuschl oder Lüngerl.

Sehr beliebt und immer wieder gern gegessen werden verschiedene Geflügelgerichte wie die gefüllte Ganselbrust, Kapaun in Sardellensauce, gebratene Schnepfen oder der Fasan im Speckhemd. Panierte Hähnchen nennt man hier Backhendl und kleine gespickte Geflügelrouladen heißen Kalbsvogerln.

Wer Fleischlaberl bestellt, bekommt eine Frikadelle und wer Hunger auf ein Wiener Würstchen hat, muss ein “Frankfurter” bestellen (in Frankfurt dagegen “Wiener”).

Die beliebtesten Wildgerichte sind Wildschwein, Hirschragout, Reh- und Hasenrücken serviert mit Speck oder in Rahmsauce mit Knödel. Deftig, deftig, deftig...


Wussten Sie schon...?

... dass gekochte Fledermaus nicht der zum Essen zubereitete flatternde Nachtschwärmer, sondern ein saftiges, zartes Stück Muskelfleisch vom Rind ist. Serviert mit Safran, Semmeln oder Erdäpfeln ein wahrer Gaumenschmaus.


Fisch

Landestypische Fischgerichte sind neben der Fischbeuschlsuppe Wurzelkarpfen, Fogoschfilet (Zander) oder gedünsteter Wels


Gemüse

Erdäpfel, also Kartoffeln gibt es verschiedenartig zubereitet. Heurige Erdäpfel sind z.B. neue Kartoffeln, geröstete Erdäpfel hingegen Bratkartoffeln.

Sprossenkohl ist Rosenkohl, Kukuruz ist Mais, Karfiol heißt Blumenkohl, Paradaiser steht für Tomaten und Fisolen für grüne Bohnen. Meerrettich heißt hier Kren, Kopfsalat ist Häuptesalat, Vogerlsalat steht hier für Feldsalat und wer Schwammerln bestellt bekommt Pilze serviert.


Mehlspeisen... süße Verlockungen & Co.

Was wäre die österreichische Küche ohne die berühmten Mehlspeisen, bei denen Mehl nicht einmal den Hauptbestandteil dieser Köstlichkeiten darstellt.


Weltberühmt sind die Salzburger Nockerln, die vor allem aus Luft bestehende Leckerei, umhüllt von Zucker, Eiern und Mehl. Strudel aus dünnem Nudel- oder Butterteig hergestellt, gefüllt mit diversen Leckereien, gilt neben den Schmarren als beliebteste österreichische Nachspeise. Zu den begehrtesten Strudeln zählen wohl der Millirahmstrudel mit Vanillesauce und der Apfelstrudel garniert mit Schlag bzw. Obers (Schlag-sahne). Palatschinken oder Topfenpalatschinken ist ein süßer, mit Quark (Topfen) gefüllter Eierpfannkuchen.

Der weltberühmte Kaiserschmarrn ist ein dicker Rosinenpfannkuchen, der nach dem Backen in Zucker und Butter gebraten und in kleine Stücke gerissen wird, äußerst lecker aber leider auch sehr kalorienreich und nicht gerade zur gesunden Ernährung gehört. Knödel in allen Variationen gehören genauso zu Österreich wie die Berge. Topfenknödel, Germknödel (Powidl), Marillen- und Aprikosenknödel findet man auf den meisten Speisekarten. Versuchen sollte man auch die köstlichen Buchteln oder Wuchteln, gefüllte Rohr- oder Dampfnudeln, aber unbedingt auch die Dobostorte, ein mit Schokoladencreme gefüllter Biskuitkuchen.

Das absolute Muss auf der Dessertkarte bildet übrigens den krönenden Abschluss, die mit Aprikosenmarmelade gefüllte Sachertorte! Hiervon sollte sich jeder Österreich-Urlauber mindestens ein Stück gönnen, wohl auch weil aufgrund der berühmten Sacher-Torte in den 1950er-Jahren in Wien ein Tortenstreit entbrannt ist. Damals bekriegten sich zwei Konditoreien um den Anspruch, die originale Sachertorte herzustellen. Man einigte sich: Sacher darf die Originale Sachertorte herstellen, die Konditorei Demel fertigt sie und verziert die Torte mit dem Eduard-Sacher-Torte-Siegel. Da die Sachertorte eine der wenigen Mehlspeisen mit langer Haltbarkeit ist, eignet sich diese übrigens als optimales Mitbringsel von der Österreich-Reise.


Die vielfältigen Mehlspeisen der österreichischen Küche wie Strudel, Aufläufe, Puddings, Knödel, Torten, Eierkuchen, Dampfnudeln, Schmalzgebäcke usw. können einen tatsächlich ins Schwärmen geraten lassen. Genießen sollte man die Leckereien allerdings in Maßen. Nicht das Mehl lässt um die Linie bangen, sondern wohl eher der Zucker und das Fett.

Tipp: Beim Urlaub im Salzburger Land vergessen Sie nicht die berühmten Mozartkugeln. In Salzburg gibt es zwei Konditoreien, die die kleinen Leckereien noch per Hand herstellen


Kleine (kulinarische) Sprachhilfe


Obers Sahne
Schlagobers Schlagsahne
Kipferl Hörnchen
Eierspeise Rührei
Wecker Brötchen
Fleischlaberl Frikadellen
Erdäpfel Kartoffeln
Topfen Quark
Buchteln gefüllte Rohrnudeln
Geröstete Bratkartoffeln
Schlutzkrapfen gefüllte Teigtaschen
Golatschen gefüllte Hefe- oder Mürbeteigtaschen
Bauernschmaus geräuchertes Fleisch mit Sauerkraut und Knödeln oder Kartoffeln
Kalbsvögerl geteilte Kalbshaxe


Das Beste zum Schluss... Wiener Kaffeespezialitäten

Die Kaffeekarte ist oft so lang wie die eigentliche Dessertkarte und die Wahl des Kaffees nach dem Essen stellt sich als wahre Herausforderung dar. Die Grundlage für alle Wiener Kaffeespezialitäten bildet stets der Mokka. Wer sich im Dschungel der vielen Spezialitäten nicht auskennt und einen einfachen “Kaffee” bestellt, bekommt in der Regel einen “Braunen”, also Mokka mit wenig Milch serviert. Ein Glas Wasser gehört in einem guten Wiener Kaffeehaus übrigens stets zum Kaffee.


Kaffee-Lexikon für Österreich-Besucher, denn einfach nur “Kaffee” ist hier zu wenig


Brauner Mokka mit wenig Milch
Dunkel mit ganz wenig Milch
Einspänner heißer Mokka mit Schlagsahne
Eiskaffee kalter Mokka mit Vanilleeis und Schlagsahne
Espresso Mokka aus der Espressomaschine
Gestreckt mit Wasser verlängert
Gold goldbraune Melange
Kaffee ohne Kaffee koffeinfrei
Kaffee verkehrt wenig Mokka mit viel Milch
Kaisermelange Mokka mit Eidotter
Kapuziner dunkelbraune Melange
Kurz besonders stark
Melange mitteldunkler Milchkaffee
Mokka schwarzer, starker Wiener Kaffee
Mokka gespritzt Mokka mit einem Schuss Kognak
Obers gespritzt Sahne mit einem Spritzer Mokka
Portion Kaffee Mokka mit Milch zum Selbstmischen
Schale Tasse
Schwarzer Mokka
Schwarzer gespritzt Mokka mit einem Schuss Rum
Teeschale Tasse Milch
Teeschale Obers gespritzt Tasse Sahne mit etwas Mokka
Türkischer Mokka auf türkische Art, bei dem das Kaffeemehl und der Zucker mitgekocht werden
Weißer koffeinfrei

3.2 Restaurants

nach oben

Wie bereits erwähnt, wird das Mittagessen in größeren Restaurants zwischen 12.00 und 14.00 Uhr, in kleineren Gaststätten oft auch schon früher angeboten. Den Nachmittagskaffee, auch „Jause“ genannt, trinkt man zwischen 16.00 und 17.00 Uhr. Abendessen kann man ab 18.00 Uhr genießen. Zum deftigen Essen kann man z.B. ein Bier genießen oder sich einen erlesen Wein, vielleicht aus der Region, vorstellen lassen.

Restaurantempfehlungen sind immer schwierig und natürlich vom persönlichen Geschmack abhängig, dennoch wollen wir ein paar Restaurants und Cafés vorstellen:

Oberösterreich:

„Kraut & Rüben“ im schönen Bad Ischl ist einzigartig in dieser Umgebung. Angeboten werden neben Hausmannskost viele vegetarische Speisen. Eine Spezialität ist Straußenfleisch...

Ein Hauptgericht kostet hier zwischen 5,50 EUR und 11,00 EUR

Burgenland:

Das „Restaurant Schnepfenhof“ am Neusiedler See hat eine eigene Hausschlachtung und bietet eine gehobene bürgerliche Küche mit verschiedenen saisonalen Gerichten. Eine eigene Schnapsbrennerei und Vinothek gehören ebenfalls zum Schnepfenhof. Trotz der vielen Sitzplätze (120 Stück) sollte man hier besser reservieren.

Salzburger Land:

Im „Café Fürst“ in Salzburgsind dem Gast süße Momente sicher. Hier ist übrigens auch die Geburtsstätte der berühmten Mozartkugel, der verführerischen Komposition aus Marzipan, Schokolade und Nougat. Gönnen Sie sich ein paar Leckereien...

Zell am See:

Der „Gasthof Steinerwirt“ bietet lebendige Traditionen in gemütlicher Atmosphäre. Saisonale Angebote und ausgesuchte Weine laden ein, eine besondere Gastfreundschaft zu erleben. Der Gasthof ist sehr zentral gelegen und befindet sich nur ca. 3 Gehminuten vom Kurzentrum und der Bergbahn entfernt. Immer mitten Geschehen...

Wien:

Nicht nur unzählige Sehenswürdigkeiten gibt es in Wien zu entdecken, die Restaurants bieten hervorragende Speisen an und die Kaffeehäuser zählen zu den besten weltweit.

Wiener Küche, nach Rezepten aus der Kaiserzeit, kann man bei Zithermusik und Kerzenschein im historischen „Restaurant Piaristenkeller“ genießen. Das Restaurant hat nur abends geöffnet...

Wen der Heißhunger auf Buchteln, hausgemachte Torten und Kuchen oder sonstige Mehlspeisen und Snacks überkommt, sollte unbedingt das „Café Hawelka“ besuchen. Unweit vom Stefansdom befindet sich dieses (übrigens eins der letzten großen Literaten- und Künstlerkaffeehäuser) altbekannte Café mit wirklich gutem Service und natürlich exzellentem Kaffee. Eine Spezialität sind die hausgemachten Buchteln...

Guten Appetit!

3.3 Rezepte

nach oben

Tafelspitz mit Apfelmeerrettich Sauce (für 4 Personen)

750 g  Rindfleisch (Tafelspitz)

600 g  Lauchringe

500 g  Möhren in Scheiben

300 g  Petersilien-Wurzel in Scheiben

500 g  kleine geschälte Kartoffeln

       1  Lorbeerblatt

       1  Zwiebel

       2  Gewürznelken

           Salz

für die Sauce:

        2  kleine säuerliche Äpfel (geschält und fein gewürfelt)

        3  EL Mehlschwitze (klassisch hell)

        3  EL Creme fraiche

        2  EL frisch geriebener Meerrettich

        1  TL Rinderbrühe (Instant)

        1  TL Zitronensaft

            Zucker

Zubereitung:

Das Fleisch in ¾ l kochendes Salzwasser geben und zugedeckt bei schwacher Hitze ca. 1 ½ Stunde kochen lassen.

Kartoffeln, das Gemüse, das Lorbeerblatt und die mit Nelken gespickte Zwiebel hinzufügen und weitere 30 Minuten garen. Anschließend das Fleisch, Gemüse und die Kartoffeln warm stellen.

Die Brühe durchsieben, ½ l abmessen, die gewürfelten Äpfel dazugeben, weich dünsten, mit dem Pürierstab pürieren, aufkochen lassen und mit Mehlschwitze binden.

Zum Schluss Creme fraiche und Meerrettich unterrühren und die Sauce mit Rinderbrühe, Zucker und Zitronensaft abschmecken.

Den Tafelspitz in Scheiben schneiden und mit Gemüse, Kartoffeln und der Sauce servieren.

 

Kaiserschmarrn

      4     Eier

 30 g     Zucker

      1     Prise Salz

      1     Päckchen Vanillezucker

      1     Aroma – Rum oder Zitrone

375 ml  Milch

125 g    Mehl

             Butter

             Puderzucker

 

Zubereitung:

Eier trennen und das Eiweiß steif schlagen. Eigelb, Zucker, Salz, Vanillezucker und Aroma schaumig rühren. Die Milch und das Mehl nach und nach zugeben und den Eischnee unterheben. Den Teig jetzt ½ Stunde quellen lassen.

Butter in einer Pfanne erhitzen, den Teig portionsweise von beiden Seiten ausbacken und mit einer Gabel auseinanderrupfen. Zum Schluss mit Puderzucker bestreuen. Sauerkirschen aus dem Glas passen hervorragend dazu. Mmmhhh...

3.4 Verträglichkeit

nach oben

 

Alle Preise inkl. USt. Irrtum vorbehalten.

Copyright © 2016 Kuren & Wellness powered by Reisebüro Helios. Alle Rechte vorbehalten.