Kommunikation/Medien

Kommunikation und Medien

6.1 Post

Ein Postamt gibt es in fast jedem italienischen Ort. Allerdings muss man sich auf Wartezeiten einstellen. Nicht nur, dass hier alles etwas ruhiger angegangen wird, die Italiener begleichen am Schalter auch ihre Telefon-, Strom- und Wasserrechnungen und die Rentner bekommen am Monatsanfang ihre Rente ausgezahlt. Aber nicht nur am Schalter muss man sich auf Wartezeiten einstellen, auch die Postkarte an die Lieben zuhause dauert etwas länger.

Tipp: Stecken Sie die Karte in einen Umschlag. Briefe kommen schneller an. Schnell heißt dabei aber nicht zwei Tage sondern eher sechs bis sieben Tage. Für ganz Eilige gibt es die „Posta Prioritaria“, mit der das Ziel angeblich nach maximal drei Tagen erreicht wird. Der Versand kostet auf diesem Weg etwa 50% mehr. Den Vermerk „Luftpost“ kann man sich übrigens sparen, Briefe und Karten nach Mitteleuropa werden grundsätzlich per Luftpost befördert.

Briefmarken (Francobolli) kann man außer in der Postfiliale auch in Tabakgeschäften oder Souvenirshops kaufen. Eine Postkarte ins europäische Ausland kostet 0,45 €, der Brief 0,60 €. Souvenirs sollte man besser persönlich zu Hause abliefern. Ein Paket aus Italien kann man ab ca. 27,- € verschicken, was recht teuer.

Die Öffnungszeiten können in den einzelnen Regionen variieren, üblich sind:

Mo.- Fr. 8.15 – 14.00 Uhr
Sa. 8.30 – 13.00 Uhr

Telefonieren kann man in italienischen Postämtern übrigens nicht, sie sind allein für den Brief- und Paketdienst oder für Bankgeschäfte zuständig.

6.2 Zeitung

Auch im Urlaub möchte man nicht auf die tägliche Zeitung verzichten. Für viele gehört dieses Medium zum morgendlichen Ritual. In Italien gibt es eine Menge verschiedener Zeitungen, Zeitschriften und Magazine, einige davon auch in deutscher Sprache.

Jede Region Italiens hat ihre eigenen Zeitungen, insgesamt kommt man auf rund 80 Tageszeitungen. Von diesen gibt es drei, die sich ausschließlich auf Sport konzentrieren und montags die größte Auflage haben. Grundsätzlich unterscheiden sich die Zeitungen nach ihrem Inhalt, in Nachrichten- und Informationszeitungen (Gazetten); Sport- und Finanzzeitungen und unabhängige Zeitungen. Die größten und auflagenstärksten des Landes sind:

Mailand - „Corriere della Sera“ (Auflage:880.000)
Rom - „La Repubblica“ (Auflage: 610.000)
„La Gazetta dello Sport“ (Auflage: 420.000)
„Il sole 24 Ore“ (Auflage 410.000)
„La Stampa“ (410.000)

Die bedeutendsten italienischen Nachrichtenagenturen sind die Agenzia Gionalistica Italia (AGI), Agenzia Nazionale Stampa Associata (Ansa) und Inter Press Service (IPS).

Es gibt außerdem auch deutschsprachige Zeitungen wie „Dolomiten-Tageblatt der Südtiroler“, „Die neue Südtiroler Tageszeitung“, Südtirol 24h“ oder die „FF-Die Südtiroler Wochenzeitung“ die über Italien berichten. An Flug- oder Bahnhöfen und in Zeitungsgeschäften größerer Städte kann man aber auch ein paar heimische Zeitungen bekommen.

6.3 Radio

Musik kennt keine Grenzen, sagt man. Wer Radio hört, der hört aber nicht nur Musik, sondern auch Nachrichten und Berichte. In Italien gibt es Radiosender, die Sendungen in deutscher Sprache ausstrahlen:

Radio Televisione Italiana - RAI
Rundfunkanstalt Südtirol – RAS
Radio Gherdëina Dolomites
Radio CBG Verona (auf FM 94;95,3 und 95,6 Mhz)
Radio Europa 23 (auf FM 91;100,1 und 102,3 Mhz)

Neben Sendungen in deutscher Sprache, sendet der Radiosender RAI halbstündlich auch Straßenzustandsberichte und Verkehrsmeldungen auf Deutsch.

Hits aus den aktuellen Charts kann man aber auch im italienischen Radio hören. Musik von Hip Hop über Rock/Pop, House und den neuesten Hits bis hin zu klassischer Musik spielen die vielen italienischen Radiosender, wie z. B. Radio Populare Network, Radio RTL, Radio Montecarlo oder Radio Italia Solo Musica und viele, viele weitere.

Der weltweit bekannteste Radiosender Italiens ist allerdings kein Musiksender, sondern „Radio Vatikan“. Dieser Hörfunksender hat die Aufgabe, über die Tätigkeiten des Vatikan und allgemein über die katholische Lehre zu berichten. Die Sendungen werden in die ganze Welt ausgestrahlt. Radio Vatikan sendet übrigens auch täglich, zu verschiedenen Uhrzeiten auf verschiedenen Kurzwellen-Frequenzen, in deutscher Sprache.

6.4 Telefon

Wer aus einer Telefonzelle telefonieren möchte, sollte eine Telefonkarte, entweder die Carta Telefonica der italienischen Telekom oder eine internationale Karte, die Scheda, haben. Diese kann man für 2,50 € bzw. für 5,- € in Tabakgeschäften, Bars und Zeitungsläden oder manchmal auch an Hotelrezeptionen kaufen. Mit der internationalen Telefonkarte kann man nicht nur vom öffentlichen Telefon, sondern auch vom Handy oder aus dem Festnetz telefonieren. Das Guthaben kann man nach Eingabe einer Geheimnummer, die sich auf der Karte befindet, abtelefonieren.

Mit dem Mobiltelefon kann man, nach Einwahl in ein italienisches Handynetz (Omnitel-Vodafone, Telecom Italia oder Wind), fast überall problemlos telefonieren. Funklöcher gibt es in ganz Italien so gut wie keine mehr. Das Handy bucht sich automatisch in das stärkste Netz ein. Man sollte also im Vorfeld die Tarife der Anbieter vergleichen und den günstigsten Anbieter bereits zuhause im Menü des Handys einstellen. Zusätzlich zu den Gebühren des jeweiligen Netzanbieters kommt noch die sogenannte Roaming-Gebühr. Gespräche mit dem Handy sind immer sehr teuer, vor allem, wenn man selbst angerufen wird. Die Anrufe, auch auf die Mailbox, werden über Deutschland umgeleitet und der Angerufene muss die Weiterleitungsgebühren übernehmen.

Tipps:
1.) Deaktivieren Sie die Rufumleitung Ihres Handys!
2.) Falls Sie viel telefonieren oder eventuell länger in Italien bleiben möchten, kaufen Sie sich eine SIM Karte einer italienischen Mobiltelefongesellschaft. Sie kostet ca. 50,- €.
3.) Zwischen 22.00 und 08.00 Uhr kann man werktags günstiger telefonieren
4.) Wie wäre es mit einem R-Gespräch? Hierbei übernimmt der Angerufene die Kosten für das Telefonat. Dazu ruft man die kostenlose Nummer (0800-172-0049) der Telekom in Frankfurt an und kann sich, Einverständnis vorausgesetzt, mit dem gewünschten Teilnehmer in Verbindung setzen.

Die Vorwahl von Deutschland nach Italien ist 0039 + die jeweilige Ortsvorwahl einschließlich der 0. Wer von Italien nach Deutschland telefonieren möchte, der wählt die 0049 und die Ortsvorwahl ohne die 0.

6.5 Internet

Veranstaltungen finden, Dienstleistungen anbieten, Reisen buchen, Spezialisten suchen und E-Mails schreiben. Das Internet ist auch in Italien unentbehrlich geworden und die Angebote so vielfältig wie in Deutschland. Die meisten großen Städte, Ferien- und Badeorte in Italien haben bereits ihre eigenen Websites und der Zugang ist mit zahlreichen Anbietern möglich.
Internetcafés gibt es in allen großen und vielen kleinen Städten. In Florenz sorgen ca. 16, in Mailand etwa 18 und in Rom rund 25 Internetcafés für das Surfen, Chatten und Mailen weltweit.
Wer ein Hotel mit Internetzugang sucht, hat in Italien garantiert eine große Auswahl. Die meisten Hotels bieten eine WLAN Verbindung an. So kann man auch im Urlaub mit seinem Laptop die E-Mails abrufen, sich die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt anzeigen lassen, oder im Notfall auch einen Arzt finden.
Wer zuhause einen bestehenden T-online oder AOL Zugang hat, kann auch in Italien über diesen ins Internet gehen. Hierbei fallen allerdings zusätzliche Kosten an. Eine andere, kostengünstigere Möglichkeit ist die Einwahl mit dem Handy via GPRS oder UMTS ins Internet. Dazu besorgt man sich eine Prepaidkarte eines lokalen Mobilfunkanbieters. Die Kosten sind im Vergleich zu Deutschland recht günstig und man kann den Dienst wieder abmelden, wenn man nach Hause fährt. Die Netzbetreiber in Italien bieten teilweise sehr günstige Flatrates oder Pakete an. So kann man beim Anbieter 'Wind' für ca. 20,- € ein Transfervolumen von 1 GB, oder für ca. 30,-€ sogar 5 GB bekommen, gültig für einen Monat.

6.6 Literaturtipps

In vielen Büchern aus und über Italien kann man einiges über Land & Leute erfahren, sich über Kunst und Geschichte informieren oder Lustiges und Kurioses lesen. Dann gibt es noch Romane, Krimis und Thriller, die im Urlaub nicht fehlen dürfen oder für kulinarische Genüsse, das italienische Kochbuch.

    Beppe Severgnini - Überleben in Italien (2007) – Eine Reise durch die verschiedenen Regionen Italiens mal anders. Die Höhen und Tiefen des italienischen Wesens werden hier augenzwinkernd erörtert.Susann Sitzler, Grüezi und Willkommen. Die Schweiz für Deutsche. Ch. Links, Berlin, 2004
  • Olaf Borkner-Delcarlo – Italien für Anfänger (2007) – Eine sehr lesenswerte Lektüre für alle, die nach Italien auswandern oder sich über die Wirren des Alltags amüsieren möchten. Bella Italia mal anders, Bürokratie statt Urlaubsfeeling.
  • J.W. Von Goethe – Italienische Reise 1786-1788 (2004) – Ein Klassiker unter den Reisebeschreibungen
  • Klaus Stefan Freyberger – Das Forum Romanum - Ein Muss für alle, die sich für die Geschichte des Römischen Reichs interessieren.
  • Stefan Maiwald – Laura, Leo, Luca und ich. Wie man in einer italienischen Großfamilie überlebt – beschreibt das Leben inmitten einer italienischen Großfamilie und wie neben der italienischen Frau auch noch eine riesige Familie heiratet.
  • Regine Igel – Das andere Venedig – wahre Kriminalgeschichten aus der Lagunenstadt - Jeder der Krimis mag, wird dieses Buch mögen, jeder der an Italien interessiert ist, wird es spannend finden.
  • Cornelia Schinharl – Süditalien – Küche und Kultur – kulinarische Genüsse aus dem Land der Zitronen neben Reiseberichten und Reportagen.
  • Donna Leon – Commissario Brunetti – Der 'Commissario' ermittelt in Venedig. Gezeigt werden die spannenden Krimis übrigens auch im Deutschen Fernsehen (ARD).
  • Andrea Camilleri – Commissario Montalbano – Die Kriminalromane über den sizilianischen Commissario Salvo Montalbano wurden in mehrere Sprachen übersetzt. Die Deutsche TV Premiere hatte der etwas schrullige Commissario, der auf der Seite der Hilflosen steht, komplizierte Fälle aufklärt, hohe moralische Ansprüche hat und gutes Essen liebt, 2001 im ZDF.
  • Jan Weiler – Maria, ihm schmeckts nicht ! Geschichten von meiner italienischen Sippe – Die heitere und äußerst amüsante Geschichte vom Bestsellerautor, über den italienischen Schwiegervater Antonio und der angeheirateten Sippschaft, ist seit dem 6. August 2009 auch in den Deutschen Kinos zu sehen. In den Hauptrollen: Christian Ulmen, Mina Tander und Lino Banfi.



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