Essen

Essen – einfach mal probieren



3.1 Landestypische Küche

Italiens Küche hat eine Vielzahl an weltberühmten Nationalgerichten zu bieten und gehört zur beliebtesten Küche Europas. Dies liegt vor allem daran, dass gutes Essen für Italiener einen hohen Stellenwert hat. So gehören Pizza, Nudel- und Fischgerichte sowie Eis und Espresso zu den Markenzeichen der italienischen Gastronomie. Insgesamt kann man die kulinarische Küche im Süden und Norden stark voneinander unterscheiden. Im Norden wird eher schwer gegessen. Es werden viele Soßen verwendet. Zum Kochen wird meist Butter oder Schweineschmalz genutzt. Nudeln werden aus Eiern angefertigt. Im Süden dagegen, welches wirtschaftlich ärmer ist, werden Gerichte überwiegend mit Olivenöl zubereitet. Auch spielt hier der Fisch eine große Rolle. Populäre Beilagen sind hier Bohnen, Auberginen und Tomaten. Insgesamt kann man aber sagen, dass viele Sorten Früchte, Gemüse, Kräuter und Gewürze zusammen mit den verschiedensten Fisch- und Fleischsorten die Grundlage der berühmten Küche bilden.

Essenszeiten
Die Essgewohnheiten und Essenszeiten in Italien unterscheiden sich sehr von den üblichen in Nord- und Mitteleuropa. Das Frühstück fällt sehr klein aus und wird meist im Stehen eingenommen. Das Mittag- und Abendessen wird im Verhältnis eher später eingenommen und besteht aus mindestens 3 Gängen. So wird ab frühestens 13:30 Uhr Mittag gegessen und Abendessen gibt es meist nie vor 20:30 Uhr. Im Süden sowie auf Sizilien wird das Abendessen meist erst gegen 22:30 Uhr zu sich genommen.

Frühstück (colazione): Das Frühstück wird meist im Stehen an einer Theke eingenommen und besteht in der Regel aus einem Hörnchen (cornetto) und einem Cappuccino. In manchen Cafes kann auch ein Toast oder ein belegtes Panino (italienisches Gebäck belegt mit Schinken, Salat, Tomaten oder Käse) bestellt werden. In den Touristenregionen wie Südtirol oder oberitalienische Seen fällt das Frühstück wegen der vielen Besucher eher größer aus und passt sich dem nordeuropäischen Standard an.

Mittagessen (pranzo): Da diese wichtige Mahlzeit meist auch die Größte ist, kann sie schon einmal in Restaurants bis zu 2 Stunden in Anspruch nehmen. Man unterscheidet dabei zwischen folgenden Gängen:

L'aperitivo (Aperitiv): Meist ein Campari oder Martini, welches schon auf dem Weg zum Restaurant getrunken wird.
L'antipasto (Vorspeise): Besteht aus kleinen typischen lokalen Spezialitäten und wird meist an einem Buffet selbst zusammengestellt.
Il primo piatto (Erster Gang): Meist ein Nudelgericht, eine Suppe oder ein Risotto.
Il secondo piatto (Zweiter Gang): Besteht aus Fleisch oder Fisch. Wer Beilagen (contorni) dazu haben möchte, muss diese extra bestellen, da man sonst das nackte Stück Fleisch oder Fisch serviert bekommt. Reis oder Nudeln werden dabei nicht als Beilage serviert, da diese schon im ersten Gang verzehrt wurden.
Il dolce (Nachspeise): Besteht oft aus Früchten (frutta) oder einem Eis (gelato)
Il Caffè (Espresso): Ein Espresso schließt immer eine Mahlzeit ab. (Nie ein Cappuccino, da dieser nur zum Frühstück getrunken wird.)
Abendessen (cena): Das Abendessen ist meist etwas leichter als das Mittagsessen. Typischerweise besteht das Abendessen aus einer Suppe (minestra), einem Fleisch- oder Fischgericht und dem Espresso.

Landestypische Gerichte
Durch die Lust am Essen und die frischen und einfachen Zutaten werden ausgezeichnete Speisen erstellt. Doch aus nur wenigen Zutaten wird eine große Variation an Gerichten erstellt. Ganz vorne stehen Pizzen und Pasta. Vor allem die Pizza Margherita sowie Spaghetti Bolognese sind die bekanntesten Gerichte. Doch auch Risotti (Reisgerichte), Bruschetta und Tiramisu haben sich in der Welt durchgesetzt. Dies sind nur wenige der frischen und schmackhaften Gerichte. Ein Besuch in Italien ist somit ein kulinarisches Highlight.

Getränke
Italien hat, was die Getränke angeht, eine Menge an Weinen, Aperitifs, Likören sowie Kaffeesorten zu bieten. Der wohl bekannteste Wein ist der toskanische Rotwein Chianti, welcher aus der Sangiovese-Traube besteht. Auch der Vino Santo ist nennenswert. Beim Genuss sollte aber beachtet werden, dass dieser schon bis zu 18 Prozent Alkohol enthalten kann. Typische Aperitifs sind der Campari und der Martini, welche dazu dienen, den Appetit anzuregen.

Das wohl bedeutendste Getränk Italiens ist der Kaffee. Die Italiener wissen, wie sie diesen zubereiten müssen und verleihen dem Getränk eine spezielle Note. Hier einige der wichtigsten Kaffeesorten:
• Caffè latte – eine Art Milchkaffee bestehend zur Hälfte je aus heißer Milch und Espresso
• Cappuccino – besteht aus ein Drittel Espresso, heißer Milch und Milchschaum; wird meist zum Frühstück getrunken
• Caffè coretto – Espresso mit hochprozentigem Alkohol
• Latte Macchiato – Espresso mit aufgeschäumter warmer Milch

Kleines Vokabular
Damit es bei Bestellungen nicht zu Missverständnissen kommt, hier einige wichtige Begriffe:

Deutsch - Italienisch
Essen - mangiare
Trinken - bere
Hunger - fame
Durst - sete
Rechnung - calcolo
Frühstück - colazione
Mittagessen - pranzo
Abendessen - cena
Besteck - posate
Aschenbecher - portacenere
Bier - birra
Brot - pane
Fisch - pesce
Fleisch - carne
Flasche - bottiglia
Gemüse - verdura
Glas - vetro
Nachtisch - dolce, dessert
Salat - insalata
Schinken - prosciutto
Speisekarte - menu
Suppe - minestra, zuppa
Tisch - tavolo
Stuhl - sedia
Toilette - toilette
Wein - vino
Kaffee - caffè


3.2 Restaurants

Da die Küche Italiens zu den weltbesten Küchen gehört, sollte man sich bei einem Urlaub in Italien den einen oder anderen Besuch in einem lokalen Restaurant nicht entgehen lassen. Auch wenn viele Gerichte bei uns bekannt sind, schmecken sie in Italien anders - nämlich frischer und besser. Wer seinen Hunger stillen möchte, hat eine vielfältige Möglichkeit an Lokalen. Zum besseren Verständnis eine kleine Liste der wichtigsten Lokale:

• La Pizzeria – mit einer klassischen italienischen Pizza kann man selten was falsch machen. In diesen Lokalen bekommen Sie Pizzen serviert, die frischer und leichter als in Deutschland sind. Oft wird dazu ein Wein getrunken.
• Il Ristorante-Pizzeria – hier werden klassische italienische Gerichte serviert. Dazu gehören neben Pizzen Gerichte wie Spaghetti, Risotti, Fleisch- und Gemüsegerichte.
• L'Osteria – Kleines Wirtshaus, welches meist in kleineren Städten zu finden ist. Bietet in der Regel eine kleine Speisekarte mit einfachen Speisen.
• Il Ristorante – ein etwas gehobeneres Lokal, in dem Pizzen oder Paninis nicht zu finden sind. Auch die Preise sind etwas höher.

Sitten in italienischen Gastronomien
Wer ein italienisches Lokal betritt, sollte immer auf einen Kellner warten, der einem einen Tisch zuweist. Denn in Italien ist es nicht üblich, sich seinen Tisch selbst auszusuchen. Eine weitere Besonderheit ist, dass zu dem Preis der Speisen und Getränke auch Kosten für die Bedienung (servizio) und das Gedeck (coperto) berechnet werden können. Die Rechnung wird dabei für den ganzen Tisch gebracht. Für die meisten Kellner ist es eine Zumutung, die Rechnung unter den Gästen am Tisch aufzuteilen. Trinkgeld wird gesondert vom Rechnungsbetrag auf den Tisch gelegt, damit der Kellner direkt einen Überblick hat. Dies ist jedoch kein Muss, da schon Kosten für die Bedienung angerechnet werden.
Eine uns etwas unbekannte Sitte ist, dass jeder Tageszeit ein Kaffee zugeordnet wird. So wird nach dem Aufstehen ein Espresso getrunken, zum Frühstück ein Cappuccino (manchmal auch ein Latte Macchiato) und ab mittags nur noch Espresso.

3.3 Rezepte

Käse-Fondue
Käse-Fondue Eine wirkliche Fondue-Saison gibt es nicht, aber für viele ist es eher ein Wintergericht, das man jedoch das ganze Jahr hinweg genießen kann. Im Sommer kann man ein Fondue beispielsweise als Ersatz fürs Grillen im Garten oder als Grillergänzung zubereiten. Zum Grundrezept gehören traditionell Gruyére und Vacherin, aber auch andere Käsesorten, wie Emmentaler, Tilsiter oder Appenzeller können verwendet werden. Um den Geschmack zu verändern nimmt man am besten Weichkäse wie Gorgonzola. Geschmolzen wird der Käse in einem Keramiktopf bei kleiner Temperatur und gewürzt wird mit Knoblauch, Pfeffer und etwas Kirschwasser. Wenn die Käsemischung zu dünn ist, kann man sie mit Stärkemehl binden, wenn sie zu dick geraten ist, empfiehlt es sich etwas Wein beizugeben. Auf die Fonduegabel muss nicht nur Brot kommen, man kann auch mit Gemüse, wie Champignons, Kartoffeln, aber auch Blumenkohl und Brokkoli experimentieren und ganz Mutige tauchen sogar Birnen-, Apfel, oder Ananasstücke in den Käse. Für eine normale Portion Fondue reichen 200g Käse und 200g Brot pro Person meist aus.

Berner Rösti
für 4 Personen

Zutaten:
1kg Pellkartoffeln vom Vortag
1 TL Salz
4 EL Bratbutter

Zubereitung:
Die Kartoffel schälen und reiben, dann sorgfältig mit dem Salz mischen. Die Butter muss in einer Pfanne erhitzt werden. Wenn sie flüssig ist werden die Kartoffeln hineingegeben und zu einem flachen Kuchen geformt. Zugedeckt (der Hohlraum zwischen Deckel und Rösti sollte so gering wie möglich sein) muss das Rösti 20-30 Minuten braten, damit es seine typische goldbraune Kruste bekommt.

Das Berner Rösti ist das Grundrezept für viele Rösti-Variationen.

Käse-Rösti
250g Käse (Appenzeller, Emmentaler, etc.) reiben und unter die Kartoffeln mischen, dann wie im Grundrezept zubereiten.

Kräuter-Rösti mit Speck
2 Bund Petersilie und Schnittlauch, wie auch 100g Speck fein hacken und mit den geriebenen Kartoffeln vermischen. Bei der Beigabe von Salz sollte man vorsichtig sein, denn das Salz des Specks reicht oft schon aus.

Rösti mit Zwiebeln und Speckscheiben
2 Zwiebeln und 100g Speck in feine Ringe bzw. Scheiben schneiden und unter die Kartoffeln geben, die Zubereitung ist identisch mit dem Grundrezept.

Appenzeller Käsesuppe
für 4 Personen

Zutaten:
1 Zwiebel
30 g Butter
150g Appenzeller
200g dunkles Brot
1L Brühe
200 ml Weißwein
100 ml Sahne
Pfeffer
Salz
Muskat

Zubereitung:
Zwiebeln schälen, hacken und in der Butter anbraten. Das Brot würfeln und eine Stunde in der Brühe einweichen. Den Käse dazugeben und eine weitere Stunde ziehen lassen, dann alles mischen und durch ein Sieb passieren, im Anschluss aufkochen. Zum Schluss kommt die Sahne hinzu, abgeschmeckt wird mit Salz, Muskat und Pfeffer. Die Suppe sollte möglichst heiß serviert werden.

3.4 Verträglichkeit

Das italienische Essen ist in Deutschland sehr bekannt, so dass man auch hier zustande mindestens eine italienische Speise in vielen Restaurants finden kann. Auch ist es keine große Umstellung, wenn man in Italien essen gehen möchte. Die italienische Küche ist auf Grund ihrer Frische und leichten Gewürzen sehr verträglich. Dennoch sollte man in Restaurants aufpassen, da die Mengen sehr groß ausfallen. Ein stark überfüllter Magen kann unter Umständen zu Beschwerden führen. Daher teilen Sie dem Kellner immer rechtzeitig mit, dass Ihnen ein warmer Gang pro Mahlzeit anstellt von den üblichen zwei ausreicht. Typisch italienisch sind dabei Pizza, Pasta, Reis-, Fleisch und Fischgerichte, welche man auch alle in den deutschen Restaurants finden kann. So kann man sich bei Bedarf schon vor der Abreise mit dieser Küche vertraut machen. Die italienische Küche ist so abwechslungsreich, dass für jeden Gaumen etwas Leckeres dabei ist.

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