Wissenswertes

Wissenswertes über Land und Leute


1.1 Allgemeine Übersicht

Flagge Wahrzeichen
 
Größe: 357.021 qkm
Einwohnerzahl + Zusammensetzung:
Stand 2008: 82.099.232
Hauptstadt + größere Städte:
Hauptstadt Deutschlands
Berlin löste 1991 Bonn als Hauptstadt Deutschlands ab, doch erst mit der Fertigstellung des Bundeskanzleramtes im Jahr 2001 war der Umzug der Regierung von Bonn nach Berlin abgeschlossen.
Deutschlands Hauptstadt ist eine facettenreiche Stadt, geprägt von den verschiedenen Kulturen der Menschen, die in ihr leben, verteilt auf 12 Bezirke mit einer Gesamtfläche von 892 km². Dabei sind alle Stadtteile mit dem gut ausgebauten U- und S-Bahnnetz verbunden. Wer mit Berlin nur eine staubige Großstadt verbindet liegt falsch: der Tiergarten, die grüne Lunge der Stadt, der große Müggelsee mit seinen Strandbädern sowie der Spreewald sind beliebte Ausflugsziele in der Metropole und bieten diverse Möglichkeiten zur Entspannung und Freizeitgestaltung.
Einige Wahrzeichen der Stadt sind beispielsweise der Alex, der 368 Meter hohe Fernsehturm, oder das berühmte Brandenburger Tor, das seit dem Jahr 2001 in neuem Glanz erstrahlt und täglich zahlreiche Besucher anlockt. Nicht zu vergessen: der Berliner Bär, das Wappentier der Stadt.
Mit seinen 30 Universitäten und Hochschulen ist Berlin „Ort der Bildung“. Dazu kommen 170 Museen und 51 Bühnen, die die kulturelle Landschaft colorieren. Die Museumsinsel ist mit dem bekannten Pergamonmuseum, dem Alten Museum, der Alten Nationalgalerie, dem Bodemuseum, dem Museum für Spätantike und Byzantinische Kunst, dem Münzkabinett, der Skulpturensammlung und der Kindergalerie auf der ganzen Welt bekannt.
Die Hackeschen Höfe, der Gendarmenmarkt, die Gedächtniskirche und der Berliner Dom sind weitere Sehenswürdigkeiten, die Berlin so einzigartig machen:
Die Hackeschen Höfe sind eine Ansammlung verschiedener Läden und Cafes. Das kulturelle und geschäftliche Leben pulsiert hier. Tagsüber ist ein reger Betrieb in den Einkaufsläden und kleinen Cafes. Abends erwacht hier das Nachtleben in den kleinen Kneipen und Restaurants.
Der Gendarmenmarkt wird von den eindrucksvollen Bauten des Deutschen Doms, des Französischen Doms und des Schauspielhauses eingerahmt. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde er restauriert, da er im Krieg schwer beschädigt worden war. Die Gedächtniskirche befindet sich direkt am Kurfürstendamm. Die beschädigte Kirche wurde als Mahnmal erhalten und auch baulich erweitert.
Diese Stadt besitzt nicht nur unzählige architektonische Highlights, sondern auch eine große Portion Flair, Lebenslust und Extravaganz. Berlin schenkt jedem Besucher verzaubernde und unvergessliche Erinnerungen.

Hamburg
Zweitgrößte Stadt Deutschlands ist mit 1,7 Millionen die Hansestadt Hamburg. Der Hamburger Hafen ist ebenfalls der zweitgrößte in ganz Europa und prägt die Stadt und ihre Wirtschaft. Der wirtschaftsstarke Stadtstaat beheimatet 90 Konsulate. Viele kulturelle Angebote sind Anziehungspunkte für Touristen aus der ganzen Welt. Beliebt sind beispielsweise eine Hafenrundfahrt sowie ein Besuch der Speicherstadt. Die auf Eichenpfählen errichteten Lagerhäuser, mit ihrer Anbindung an das Wasser als auch an das Festland wurden für die Lagerung von Kaffee, Tee und auch Gewürzen genutzt. Heute befinden sich zudem auch Museen und Agenturen in dem riesigen Komplex. Außerdem befindet sich hier das größte Orientteppichlager der Welt. Der Bau der Speicherstadt begann 1883. Nach schweren Beschädigungen im ersten und zweiten Weltkrieg wurde sie bis 1967 wieder restauriert. Ein Weiteres Highlight für jeden Hamburgbesucher ist natürlich die Reeperbahn. Neben dem Rotlichtviertel haben sich hier Clubs, Bars und Diskotheken etabliert, die auch täglich zahlreiche Touristen anlocken. Das Schmidt Theater und das Operettenhaus befinden sich ebenfalls im Bezirk der Reeperbahn und locken mit ihrem Charme auch kulturell interessierte Menschen. Die sieben Bezirke der Stadt sind mit einem U- und S-Bahnnetz miteinander verbunden. Viele Grünflächen abseits des Großstadttrubels bieten Platz für Erholung.
Der Hamburger Dom ist übrigens kein sakrales Gebäude, sondern ein großes Volksfest mitten in Hamburg und ebenfalls ein absoluter Publikumsmagnet. Dreimal im Jahr zu unterschiedlichen Jahreszeiten findet diese Kirmes statt: der Winterdom begeistert im November und Dezember die Besucher und wird Dommarkt genannt. Der Frühling wird mit dem Frühlingsdom, dem sogenannten Frühlingsfest, im März und April begrüßt. Im Sommer findet dann der Sommerdom statt, welcher auch als Hummelfest bezeichnet wird. Der Fischmarkt ist ein weiteres Highlight, das viele Touristen anzieht. Besonders beliebt ist der Fischmarkt an den Sonntagen, der in Altona unter freiem Himmel stattfindet. Hier kann man nicht nur die Marktschreier bewundern, sondern auch lebende Hühner, Kaninchen und diverse andere Dinge kaufen.

München
München ist Bayerns Landeshauptstadt und beheimatet 1, 7 Millionen Einwohner. Diese Stadt ist in Deutschland ein sehr wirtschaftsstarker Standort, aber auch unzählig viele Museen schmücken die bayerische Metropole. Neben der Kultur lockt das weltberühmte Oktoberfest Touristen sowie Stars und Sternchen an. Bier und Brezeln sorgen für das leibliche Wohl. Für den nötigen Schwung sorgen verschiedene Fahrgeschäfte. Dieses Fest blickt auf eine lange Tradition zurück und ist nicht nur bei echten Bayern die Attraktion des Jahres.
Bayern ist weltweit für das Schloss Neuschwanstein bekannt. Aber es gibt noch viele weitere romantische Schlösser. Das prächtige Nymphenburg befindet sich im Münchner Westen. Die großzügige Anlage hat einen großen Schlossgarten mit einem opulenten Bau in barocker Schönheit. Das Museum im Schloss zeigt allen Besuchern das Geburtszimmer von König Ludwig II. In der kunstvoll angelegten Parkanlage befinden sich weitere zauberhafte Bauten wie die Amalienburg, die Badenburg, die Pagodenburg und die Magdalenenklause. München ist nicht nur Stadt der prachtvollen Bauten, sondern auch Stadt des Genusses: Die Restaurants und Cafes in der Innenstadt bieten Erholungspunkte. Sehr beliebt auch bei den Einwohnern Münchens sind dazu die verschiedenen Märkte. Der Viktualienmarkt bietet Feinkost, Trubel und Abwechslung. Hier kann man in dem zentral gelegenen Biergarten die Vereinigung von urbanem Flair und der Gemütlichkeit Bayerns erleben. Der Elisabethmarkt ist die erste Adresse für frische Lebensmittel aller Art. Dieser Markt, der nach der österreichischen Kaiserin Sissi benannt wurde, blickt auf eine 100-jährige Tradition zurück. Für Fans von Rummel und Kirmes ist der Auer Dult genau die richtige Empfehlung. Dreimal im Jahr kann man hier schlemmen, schlendern und shoppen. Außerdem sorgen Fahrgeschäfte für den nötigen Nervenkitzel. Ende April lädt der Maidult zur Vergnügung ein. Im Juli findet der Jakobidult statt und im Oktober der sogenannte Kirchweihdult.
Die Vielfalt der bayerischen Landeshauptstadt verwöhnt ihre Gäste und lässt sie immer wiederkehren. Wem die Stadt zu trubelig wird, der kann schnell mitten in die bergige Natur Bayerns mit saftigen Almen und strahlend blauem Himmel flüchten.

Köln
Köln am Rhein ist multikulturell und abwechslungsreich: die größte Stadt in Nordrhein Westfalen beheimatet insgesamt 996.690 Einwohner, neun Stadtbezirke und 86 Stadtteile gliedern das Bild von Köln. Diese Stadt am Rhein hat eine 2000-jährige Geschichte, auf die sie zurückblicken kann.
Der Kölner Dom, das dritthöchste Kirchengebäude auf der ganzen Welt und Wahrzeichen der Stadt, ragt weit über das Stadtbild hinaus und beeindruckt mit seinem imposanten Bau. Die aufwendigen Restaurationsarbeiten helfen, den ehemaligen Glanz dieser römisch-katholischen Kirche wieder neu zu unterstreichen. Der gotische Bau liegt direkt am Hauptbahnhof und ist der Touristenmagnet in Köln. Der Karneval ist die fünfte Jahreszeit in Köln und stellt die gesamte Stadt auf den Kopf. Das ausgelassene Feiern in der gesamten Innenstadt wird von den bekannten Karnevalsumzügen dominiert. Aber auch Weiberfastnacht wird hier kräftig gefeiert. Spezielle Läden für Kostüme bieten das ganze Jahr über eine große Auswahl an verschiedenen Kostümen an.
Literatur, Kunst und Kultur fühlen sich in der Stadt am Rhein besonders wohl. Schriftsteller wie Heinrich Böll und Günter Wallraff waren hier zuhause. Das Museum Ludwig und das Germanisch-römische Museum sind für Kunstinteressierte die erste Adresse. Theater, Oper, Philharmonie und Musical-Dom runden das kulturelle Angebot ab.
Viele Plattenfirmen, Medien-Agenturen und Fernsehsender haben in Köln ihren Sitz. Außerdem trifft man viele Studenten in dieser Universitätsstadt. Das städtische Leben wird von zahlreichen Cafes und Restaurants geprägt. Das Nachtleben pulsiert in zahlreichen Clubs, Bars und Diskotheken.
Auch tagsüber kann man die Metropole mit Shoppingstreifzügen erkunden. Die bekannte Schildergasse ist gesäumt von verschiedenen Einkaufsmöglichkeiten. Auch die Hohe Gasse, die Breite Straße und das belgische Viertel sind beliebte Einkaufsviertel.

Frankfurt am Main
Mit 660.000 Einwohnern ist Frankfurt die fünftgrößte Stadt in Deutschland. In der Finanzmetropole haben viele große Banken ihren Sitz und prägen das Stadtbild: nachts kann man die leuchtende Skyline Frankfurts mit seinen Wolkenkratzern bewundern. Zudem sind hier einige wichtige Verkehrsknotenpunkte zu finden: der Frankfurter Flughafen ist der größte Deutschlands. Auch der Frankfurter Hauptbahnhof in ist ein wichtiger und großer Verkehrspunkt. Nicht zuletzt das Frankfurter Autobahnkreuz, welches das meist befahrene in Europa ist, zeigt die Verbundenheit der Mainmetropole mit der ganzen Welt.
Diese geschäftige Stadt ist geprägt von Betriebsamkeit aber auch von genussvoller Lebensart. Die vielen bepflanzten Flächen ermöglichen den Bewohnern ein Wohnen im Grünen und in den Parks kann man sich vom Lärm der Großstadt erholen. Die vielen charmanten Apfelweinstuben laden zum Verweilen ein. Das Nachtleben pulsiert in Frankfurt genauso, wie das tägliche Leben. Alle Literaturinteressierten treffen sich jährlich auf der weltbekannten Frankfurter Buchmesse. >
Amtssprache:
Deutsch
Währung: In Deutschland gilt der Euro. 1 Euro = 100 Cents
Zeitzone: UTC +1 MEZ; UTC+2 MESZ (März - Oktober)
Religion: Katholiken (89%), Orthodoxe (1,3%), Protestanten (0,4%), Andere (9%)
Nationalfeiertage 3. Oktober, Tag der deutschen Einheit
Religion: Deutschland ist ein christliches geprägtes Land. Durch Einwanderungen wurden auch andere Religionen eingeführt. 25,7 Prozent der Deutschen sind Mitglieder in der römisch-katholischen Kirche. 25, 1 Prozent gehören der evangelischen Kirche an. Die Prozentzahl der Konfessionslosen ist mit 23, 8 Prozent zu beziffern. In Deutschland leben auch viele Muslime, so gehören dem Islam 3,3 Prozent an. Die Mitglieder der Freikirchen nehmen 1,5 Prozent ein. Neue Religionen sind mit 1 Prozent, der Buddhismus mit 0,25 Prozent, jüdische Gemeinden mit 0,11 Prozent und der Hinduismus mit 0,11 Prozent in der Statistik der Religionsgemeinschaften vertreten.
Geographische Lage: Deutschland befindet sich in Mitteleuropa. Der Bundesstaat besteht aus folgenden 16 Bundesländern: Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Bremen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Berlin, Nordrhein Westfalen, Hessen, Thüringen, Sachsen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Bayern, Baden Württemberg. Deutschland grenzt an neun Staaten an. Die Nachbarn sind Frankreich, Schweiz, Österreich, Tschechien, Polen, Dänemark, Niederlande, Belgien und Luxemburg.



1.2 Geschichte

2. Jahrhundert v. Chr. die Germanen treten mit den Römern in Kontakt
9 n. Chr. TVarus- Schlacht im Teutoburger Wald
800 Karl der Große wird Kaiser
962 Otto I., der Große, Gründung des „Heiligen Römischen Reiches“
1024 König Friedrich Konrad II.
1138 das Geschlecht der Staufer
1152 Friedrich von Schwaben wird König Friedrich I. Barbarossa
1212-1250 Friedrich II. regiert
1355 Modalitäten der Königswahl werden festgelegt
1356 Goldene Bulle als Festlegung der Beschlüsse
1437 Albrecht V. von Österreich wird König
1452–1454 Johannes Gutenberg erfindet den Buchdruck
1517–1618 Reformation durch die Thesen Martin Luthers, Gegenreformation der katholischen Kirche für eine innere Reform
1618-1648 Dreißigjähriger Krieg
1648-1789 Aufklärung unter Friedrich dem Großen
1803 Säkularisierung
1789-1819 Französische Revolution inspiriert auch Deutschland
1814-1848 Vormärz, Deutscher Bund entsteht, Industrialisierung führt zu wirtschaftlichem Aufschwung
1848/1849 Deutsche Revolution
1871 Gründung der Deutschen Reiches, der König erhält den Titel des Deutschen Kaisers
1873 Wirtschaftskrise „Gründerkrach“
Bismarckreich
1883 Einführung einer Krankenversicherung
1884 Einführung einer Unfallversicherung
1889 Einführung einer Rentenversicherung
1888 Dreikaiserjahr, der 1. Weltkrieg bricht aus
1913-1933 Weimarer Republik, das Frauenwahlrecht wird beschlossen
1925 Paul von Hindenburg wird zum Reichspräsidenten gewählt
1929 Ausbruch der Weltwirtschaftskrise
1933 Adolf Hitler wird zum Reichskanzler ernannt, die NSDAP wird zur einzigen Partei, alle anderen werden verboten, Antisemitismus, Verfolgung politischer Gegner
1939 Beginn des 2. Weltkrieges
1945 Ende des 2. Weltkrieges
1945-1949 Besatzungszeit in Deutschland, es entstanden die sowjetische Besatzungszone und die westliche Besatzungszone
1949 Gründung der Bundesrepublik Deutschland (BRD) und der Deutschen Demokratischen Republik (DDR), das Grundgesetz wird verkündet
1961 die DDR baut eine Grenzmauer zum westlichen Deutschland
1989 Fall der Mauer
1990 Wiedervereinigung von DDR und BRD


1.3 Politik

Die Germanen waren Völker, die nördlich der Alpen und östlich des Rheins lebten. Als im 2. Jahrhundert v. Chr. die Germanen mit den Römern in Kontakt kamen, übernahmen sie römische Verhaltensweisen und Angewohnheiten. So traten auch Germanen in die römische Armee ein. Die bekannte Varus- Schlacht 9 n. Chr. erzählt von dem Cherusker Arminius (Hermann), der im Teutoburger Wald den römischen Varus besiegt.
Die Germanen bildeten nach dem Zerfall des römischen Reiches große Verbünde. Die Franken waren ein Zusammenschluss der Germanen mit viel Einfluss. König Chlodwig (466-511) legte das Christentum als offizielle Religion fest.
Karl der Große (768-814), Sohn des Pippin, bekräftigt seine Macht im Jahre 800 mit der Kaiserkrone. Das große Reich Karl des Großen zerfiel nach seinem Tod in drei Bereiche: Lotharingien, das westfränkische und das ostfränkische Reich. Das West- und ostfränkische Reich blieben bestehen.
Otto der Große (936-973) wurde in Aachen zum König gekrönt und missionierte für das Christentum im Osten. 962 wurde er zum Kaiser gekrönt. Nach den Ottonen wurde das Geschlecht der Salier mit König Friedrich Konrad II. (1024-1039) mächtig. Das Geschlecht der Staufer mit König Friedrich I. Barbarossa folgte. Der Welfe Heinrich der Löwe (1129-1195) wurde Herrscher über Bayern. Friedrich II. (1194-1250), Enkel von Friedrich I. Barbarossa, wurde nach dessen Tod Kaiser.
Im 16. Jahrhundert reformierte Martin Luther die evangelische Kirche. Die Bauernkriege und der Dreißigjährige Krieg zogen über Deutschland. Am 24. Oktober 1648 wurde der westfälische Frieden in Münster besiegelt. Friedrich Wilhelm von Brandenburg (1640-1688) kam nach den unruhigen Zeiten als Kurfürst an die Macht und ordnete das Reich. Bald wurde er König Friedrich I. in Preußen. Ihm nachfolgend stärkte Friedrich II., der „alte Fritz“, die zentralistische Struktur des Staates.
Das 18. Jahrhundert ist geprägt von der Aufklärung. Von den Ideen der französischen Revolution inspiriert, hoffte auch Deutschland auf Liberalisierung. Doch der Wiener Kongress (1815) führte nicht zum gewünschten Ergebnis, denn die Staatsgewalt wurde nicht aufgeteilt, sondern blieb beim Oberhaupt des Staates.
Deutschland wird in der nächsten Zeit als Flickenteppich beschrieben. Die industrielle Revolution steht bevor. Auf dem Wartburgfest (1817) wird von Studenten die Einheit Deutschlands gefordert. 1841 komponierte Hoffmann von Fallersleben das Deutschlandlied als Hymne für die deutsche Einheit.
Otto von Bismarck führt mit Renten-, Unfall- und Krankenversicherung als preußischer Ministerpräsident große Veränderungen in das Deutsche Reich ein. Das Deutsche Reich wurde am 18. Januar 1871 gegründet und der preußische König wurde deutscher Kaiser. Wilhelm II. setzte sich 1888 auf den Thron und entließ Bismarck. Deutschland erstarkte und wurde ein Industriestaat. England fühlte sich bedroht und ging mit Frankreich und Russland ein Bündnis ein. Das Wettrüsten unter den Staaten mündete im 1.Weltkrieg. Nach den verheerenden Folgen des Krieges floh der Kaiser und die Ära der Weimarer Republik begann. 1919 wurde eine Nationalversammlung gewählt. Friedrich Ebert wurde Reichspräsident. Der Versailler Vertrag legte Deutschland Bedingungen wie Entmilitarisierung und Reparationszahlungen auf, die es erfüllen sollte. Die schlechte wirtschaftliche Lage und der psychische Druck durch die alleinige Anerkennung der Kriegsschuld belastete Deutschland.
Die nationalsozialistische NSDAP konnte bei den Wahlen im Jahr 1929 die Mehrheit erringen. 1933 wurde Adolf Hitler Reichskanzler und konnte durch das Ermächtigungsgesetz auch ohne Parlament Gesetze beschließen. Durch die sogenannte „Gleichschaltung“ wurden die Grundrechte außer Kraft gesetzt. Das gesamte öffentliche Leben wird durch die Pressezensur und absolute Kontrolle gehemmt und überwacht. Die Judenverfolgung forderte mit den Konzentrationslagern und Verfolgungen durch die SS viele Opfer. Der Antisemitismus und die Verfolgung politischer Gegner sind die schrecklichen Gesichter des Nationalsozialismus. Der 2. Weltkrieg ist die Folge der Abwehr der Beschlüsse des Versailler Vertrages von Seiten Deutschlands und die Auseinandersetzung mit den anderen Ländern. Der 2. Weltkrieg dauert bis zum Jahre 1945.
Nach dem 2. Weltkrieg wurde Deutschland geteilt. Es entstanden die DDR (Deutsche Demokratische Republik) und die BRD (Bundesrepublik Deutschland). 1990 wurde das Grundgesetz dann für das vereinigte Deutschland die Grundlage. Deutschland ist Rechtsstaat, der demokratisch, föderal und sozial geprägt ist.
Die verschiedenen Parteien bestimmen das Bild der Politik in Deutschland. Seit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland im Jahre 1949 sind die Parteien CDU/CSU, SPD und FDP im Parlament zu finden. Die Wahlen in Deutschland sind sogenannte Verhältniswahlen. Es gibt eine Hierarchie im Wahlsystem. Die wahlberechtigte deutsche Bevölkerung wählt den Bundestag, der sich aus den Abgeordneten der verschiedenen Parteien zusammensetzt. Der gewählte Bundestag entscheidet dann über den Posten des Bundeskanzlers. Der Bundeskanzler ist verantwortlich für das Ausarbeiten von Handhabungen für die Innen- und die Außenpolitik, zudem werden die Bundesminister von dieser Person vorgeschlagen. Der Bundeskanzler wiederum schlägt einen Kandidaten für den Posten des Bundespräsidenten vor. Der Bundespräsident ist das Oberhaupt der Bundesrepublik und hat vor allem repräsentative Aufgaben. Die Bundesregierung ist die ausführende Instanz, sie besteht aus dem Bundeskanzler und den Bundesministern. Der Bundestag wählt auch das Bundesverfassungsgericht. Dieses ist das oberste Gericht, welches über das Grundgesetz wacht. Zudem wählt die Bevölkerung auch noch das Landesparlament. Das Landesparlament erstellt dann die Landesregierungen für die einzelnen Bundesländer. Politiker aus dem Landesparlament stellen die Bundesversammlung, die aus Mitgliedern des Bundestages besteht und den Bundespräsidenten wählt. Die Landesregierung stellt den Bundesrat und wählt dann das Bundesverfassungsgericht zusammen mit dem Bundestag. Deutschland ist Mitglied in der Europäischen Union (EU).

1.4 Wirtschaft

„Made in Germany“ ist auch heute noch, in Zeiten der Niedriglöhne und Arbeitsplatzverlagerungen, ein absolutes Gütesiegel. Kleine und mittelständische Unternehmen prägen das Bild der deutschen Wirtschaft. Hinzu kommen noch viele Selbstständige und auch Freiberufler. Die kleinen bis mittelständischen Unternehmen sind oftmals Familienunternehmen mit langer Tradition, wie beispielsweise Handwerksunternehmen.

Gute und funktionierende Verkehrsanbindungen schaffen die Möglichkeit eines mobilen Deutschlands. Der Frankfurter Flughafen und der Hamburger Hafen sind die Umschlagplätze für internationale Güter.

Die Automobilbranche, der Maschinenbau, die Elektrobranche und die Chemiebranche sind stark vertretene Industriezweige in Deutschland. Aber nicht nur diese klassischen Branchen sind stark vertreten, auch zukunftsorientierte und umweltbewusste Innovationen befinden sich auf dem Vormarsch. Nanotechnologie ist hier das Stichwort, denn sie ist verantwortlich für die Entwicklung von Photovoltaikanlagen und extrem leichten Baustoffen für die Automobilbranche.

1.5 Flora und Fauna

Flora
Deutschland befindet sich in der gemäßigten Klimazone. Das Wetter wechselt öfters und der Wind weht meist aus westlicher Richtung. Zum großen Teil wird die Flora von den Laub- und Nadelwäldern gestaltet. Die Laubwälder weisen vor allem Rotbuchen auf. In den Fluss- und Seeregionen Deutschlands sind Mischwälder aus Eichen und Buchen anzutreffen. Insgesamt sind 29,5% von der ganzen Fläche Deutschlands mit Wäldern bedeckt.
Heidelandschaften sind in Dresden, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Nordrhein Westfalen und Brandenburg zu finden. Moorlandschaften sind eine weitere Prägungsart der deutschen Flora.
Eine große Fläche wird in Deutschland dazu verwendet, Nutzpflanzen anzubauen. Die Flusstäler in Deutschland werden für den Weinanbau genutzt.

Fauna
Die Laubwälder Deutschlands sind von folgenden Säugetierarten geprägt: Hirsche, Rehe, Füchse Wildschweine und Marderarten. Otter und Biber sind an Flüssen und Bächen zu finden. Greifvögel wie Seeadler, Steinadler, Falken und Bussarde sind auch in Deutschland anzutreffen. Im Wasser finden sich verschiedene Fischarten. Die Ost- und Nordsee beheimatet Seehunde und vielfältige Vogelarten im Wattenmeer.

1.6 Klima und Wetter

Die prägnanten Jahreszeiten in Deutschland sind der Sommer, mit Temperaturen zwischen 25 und 30° C und der Winter mit Durchschnittstemperaturen von 0 bis -5° C, was man als gemäßigt kalt bezeichnen kann. Typischerweise hat die Küste wechselhafteres Wetter als der Rest des Landes vorzuweisen, wobei die Nordsee selber auf nahezu angenehme Wassertemperaturen zwischen 10 und 25° C kommt, die Ostsee ist etwas kühler. Die Hauptreisezeit in Deutschland ist während der Schulferien, daher im Sommer zwischen Juni und August, im Winter zwischen Dezember und März.

1.7 Stars und Berühmtheiten

Schauspieler

Heinz Ehrhardt
Heinz Erhardt wurde 1909 in Riga geboren und kam im Alter von 10 Jahren nach Deutschland. Mit 15 Jahren kehrte er zurück, jedoch ohne sein Abitur zu beenden und begann eine Lehre in einem Musikaliengeschäft in Leipzig, auf Wunsch des Großvaters, der ihn als Nachfolger seiner Musikalienhandlung und Konzertagentur wünschte. Doch Ehrhardt studierte Klavier und Komposition am Leipziger Konservatorium. Das erste Mal stand er 1932 auf der Bühne in Riga. Das Engagement im Jahr 1938 bei dem "Kabarett der Komiker" in Berlin war sein Durchbruch. In Deutschland wird er ein beliebter Schauspieler und Komiker in den 1950-er, 60-er und 70-er Jahren. Zudem verfasste er Gedichte und Klavierkompositionen. Mit dem Film „Der müde Theodor“ im Jahr 1957 erlangte er einen großen Bekanntheitsgrad. Es folgten Filme wie „Willi Winzig“, „Ohne Krimi geht die Mimi nicht ins Bett“ (1962), „Der Haustyrann“ (1958), „Unser Willi ist der Beste“ (1971) und „Willi wird das Kind schon schaukeln“ (1971). Im Jahr 1971 erlitt der Schauspieler einen Schlaganfall, der ihn an der weiteren Ausübung seines Berufes hinderte. Am 70.Geburtstag erhält Heinz Erhardt das Große Bundesverdienstkreuz. Am 5. Juni 1979 verstirbt Heinz Ehrhardt nach langer Krankheit.

Karlheinz Böhm
Karlheinz Böhm wurde am 16. März 1928 in Darmstadt geboren. Bereits seine Eltern sind als Dirigent und Sopranistin mit Kultur und Kunst verwurzelt. 1948 besuchte er die Schauspielschule und war Regieassistent. In diesem Jahr hatte er bereits seine erste kleine Rolle in dem Film „Der Engel mit der Posaune“. Als Kaiser Franz Joseph wurde er in den Jahren 1955-1957 in der weltbekannten Filmreihe „Sissi“ berühmt. Für sein soziales Engagement für Menschen in Äthiopien erhielt er das Bundesverdienstkreuz mit Stern.

Mario Adorf
Mario Adorf wurde im Jahr 1930 geboren. An der Münchner Schauspielschule wurde er entdeckt und spielte in der Landser Trilogie "08/15" mit. Für die Rolle in dem Film "Nachts, wenn der Teufel kam" von Regisseur Robert Siodmak im Jahr 1957 bekam er den Bundesfilmpreis. Es folgten die erfolgreichen Filme wie „Allein gegen die Mafia", "Der große Bellheim", "Der Schattenmann" und "Die Affäre Semmeling". Mario Adorf hatte als Schauspieler auf der Bühne und auch im Fernsehen großen Erfolg. 1992 brachte er sein Buch „Der Mausetöter“ heraus. Im Jahre 2005 verarbeitete er den Tod seiner Mutter in dem Buch „Mit einer Nadel bloß".

Til Schweiger
Am 19 Dezember 1963 wurde Til Schweiger geboren. Im Jahre 1986 begann er sein Studium an der Schauspielschule des Kölner Theaters. Es folgte eine Karriere als Synchronsprecher. In der bekannten deutschen Vorabendserie „Lindenstraße“ bekam er dann seine erste Rolle. Die Komödie „Manta Manta“ und „Der bewegte Mann“ machten ihn in Deutschland bekannt. 1993 gründete er seine eigene Produktionsfirma. Im Jahre 2003 stand er neben Angelina Jolie in dem Film „Lara Croft: Tomb Raider - Die Wiege des Lebens“ vor der Kamera. Für seine Filme wurde er schon mehrmals mit dem Bambi ausgezeichnet.

Literaten

Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)
Der berühmte Dichter und Denker Johann Wolfgang von Goethe wurde 1749 in Frankfurt geboren. In Leipzig studierte er Rechtswissenschaften. Schon im Jahr 1771 hatte er sein erstes Werk „Götz von Berlichingen“ vollendet. Mit dem Briefroman „Die Leiden des jungen Werther“ im Jahr 1774 wurde er berühmt. Die große Menge an Romanen, Gedichten und Dramen zeigt seine ständige Geschäftigkeit. Goethe ist als Universalwissenschaftler zu bezeichnen, da er sich nicht nur den Geisteswissenschaften, sondern auch den Naturwissenschaften widmete. So verfasste er zum Beispiel die naturwissenschaftlichen Werke „Metamorphose der Pflanzen“ (1790), „Metamorphose der Tiere“ (1806) und die „Farbenlehre“ (1810). Berühmte und wichtige Werke Goethes sind der „Faust I-II“ (1808,1833), „Der Erlkönig“ (1782) und „Wilhelm Meisters Lehrjahre“ (1796). Der Schriftsteller hat sich unter anderem mit den Themen Humanität, Erkenntnisdrang und Wahrheitsliebe beschäftigt.

Friedrich Schiller (1759-1805)
Im Jahre 1759 wurde der bekannte Schriftsteller in Marbach geboren. Er studierte Medizin an der Militärakademie. Mit den Werken von Philosophen und Schriftstellern beschäftigte er sich in seiner Freizeit. Im Jahr 1781 hatte er schon sein erstes Werk „Die Räuber“ vollendet. Das Werk hatte großen Erfolg und Schiller wandte sich ab vom Militärdienst. Durch eine Professur in Jena konnte er seinen Lebensunterhalt sichern und sich der Lehre und Forschung widmen. Er brachte die Monatszeitschrift „die Horen“ heraus. Weitere bekannte Werke Schillers sind zum Beispiel „Kabale und Liebe“ (1783), „Don Carlos“ (1787) und „Die Jungfrau von Orleans“ (18081). Am 9. Mai 1805 verstarb Schiller in Weimar.

Thomas Mann (1875-1955)
Thomas Mann wurde 1875 in Lübeck geboren. Im Jahr 1894 veröffentlicht er sein erstes Werk „Gefallen“ in „Die Gesellschaft“. Der Roman „Die Buddenbrooks “ (1901) machte Mann weltweit bekannt. Weitere berühmte Werke des Schriftstellers sind „Königliche Hoheit“ (1909), „Der Tod in Venedig“ (1913) und „Der Zauberberg“ (1924). Charakteristisch für den Schreibstil Manns sind die ausführlichen Beschreibungen und verschränkten Satzkompositionen. Mann erhielt 1929 für den Roman „Die Buddenbrooks“ den Nobelpreis für Literatur in Stockholm. 1941 siedelte er nach Kalifornien um und betrieb dort einen Radiosender. 1952 kehrte er nach Europa zurück.

Heinrich Böll (1917-1985)
In Köln wird Heinrich Böll im Jahr 1917 in ärmliche Verhältnisse hineingeboren. Nach dem Abitur beginnt Böll eine Buchhändlerlehre, die er abbricht. Auch das Universitätsstudium wird von der Einberufung zur Wehrmacht unterbrochen. Nach den Eindrücken des Krieges schreibt Böll Romane und Kurzgeschichten, die den Krieg und die NS-Zeit verarbeiten. 1953 schreibt er den Roman „Und sagte kein einziges Wort“. Böll wendet sich nun den politischen Gegenwartsproblemen der Zeit zu und verarbeitet sie in Essays. 1957 schließt er die Arbeit an dem Werk „Irisches Tagebuch“ ab. Kritische Auseinandersetzungen mit der katholischen Kirche folgten. Als Mitherausgeber der Zeitschrift „Labyrinth“ versucht er ein christlich geprägtes Gegenmodell zum existierenden politischen und gesellschaftlichen Modell zu entwerfen. In den Jahren 1964 bis 1969 konzentriert sich Bölls Arbeit auf das Schreiben von Essays. 1967 erhält er den Georg-Büchner-Preis der Deutschen Akademie für Dichtung und Sprache. Im Jahre 1972 folgt die Verleihung des Nobelpreises für Literatur. Trotz Krankheit engagiert sich Böll in den Jahren 1981 bis 1985 in der Friedensbewegung. 1985 verstirbt Heinrich Böll.

Bertolt Brecht (1898-1956)
Bertolt Brecht wird 1898 unter dem bürgerlichen Namen Eugen Berthold Friedrich Brecht geboren. Er beginnt zwar das Studium der Medizin und Naturwissenschaften, interessiert sich aber nur für das Schreiben und die Literatur. Schon am 29. September 1922 findet in München die Uraufführung des Brechtschen Stücks "Trommeln in der Nacht" statt. Bekannt ist Brecht für seine Parabel- und Lehrstücke. Die von ihm geschriebenen Theaterstücke brechen mit der ursprünglichen Form des aristotelischen Theaters und werden als episches Theater bezeichnet, das durch Verfremdungseffekte das Publikum zum Nachdenken anregen soll. Durch den Bruch mit den Strukturen des traditionellen Theaters, wollte Brecht eine neue Form des Theaters erschaffen. Bekannte Stücke des Schriftsteller sind zum Beispiel „Die Dreigroschenoper“(1928), „Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui“ (1941) sowie „Mutter Courage und ihre Kinder“ (1941) und „Galileo Galilei“ (1943)

Philosophen


Immanuel Kant (1724-1804)
Immanuel Kant wurde im Jahr 1724 geboren. Der weltbekannte Philosoph wurde durch seine Definition der Aufklärung berühmt: „Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit“. Kant setzte auf den Gebrauch des Verstandes als Ausweg aus der menschlichen Unselbständigkeit. Mit seiner „Kritik der reinen Vernunft“ (1781) verfasste er einen Meilenstein in der Philosophiegeschichte. Die menschliche Vernunft ist der zentrale Punkt in der Kantschen Theorie. Im Jahr 1788 brachte Kant das Werk „Kritik der praktischen Vernunft“ heraus. Bekannt ist der Autor auch für seinen kategorischen Imperativ geworden: „Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde“. Weitere bekannte Werke des Philosophen sind „Grundlegung der Metaphysik der Sitten“ (1785), „Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft“ (1793) oder auch „Die Metaphysik der Sitten“ (1797).

Georg Wilhelm Friedrich Hegel (1770-1831)
Der einflussreiche Philosoph wurde 1770 geboren. Er gilt als Vertreter des deutschen Idealismus. Sein Verdienst ist die Einflechtung der historischen Dimension in die philosophischen Überlegungen. Durch das Handeln der einzelnen Menschen manifestiert sich die Vernunft und sie bewirkt das Entstehen von Historie. Mit dem Werk „Phänomenologie des Geistes“ (1807) wurde Hegel berühmt. Auch die Schriften „Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften“ (1816) und „Grundlinien der Philosophie des Rechts“ (1821) sind bekannt.

Karl Marx (1818-1883)
Im Jahr 1818 wurde Karl Marx geboren. Er revolutionierte mit seinen Schriften die Welt, denn sie übten einen großen Einfluss auf das Denken kommunistischer Strömungen aus. Die Analyse der Gesellschaft war der Ausgangspunkt von Marx. Der Kapitalismus war für ihn Schuld an den gesellschaftlichen Umständen. Er war Chefredakteur der Rheinischen Zeitung in Köln. Nach dem Studium der Schriften von Friedrich Engel „Zur Lage der arbeitenden Klasse in England“ (1845) entfaltete er eine Philosophie, die sich auf das Handeln konzentriert. Die Geschichte ist nach Marx ein Kreislauf, der sich aufgrund wirtschaftlicher Gegebenheiten wiederholt. Das wohl berühmteste Werk von Marx ist „Das Kapital. Kritik der politischen Ökonomie“ in drei Bänden (1867-1894).

Künstler

Albrecht Dürer (1471-1528)
Albrecht Dürer wird 1471 geboren. Seine vielfältigen künstlerischen Fähigkeiten werden in Zeichnungen, Holz- und Kupferstichen und Radierungen sichtbar. Die Ausbildung durch den Vater zum Goldschmied schenkte ihm schon früh die kreativen Fertigkeiten. Berühmte Werke des Künstlers sind „Die vier apokalyptischen Reiter“ (1498), „Die vier Apostel“ (1526) oder auch „Melencolia I“ (1514). Aufgrund der damals neuartigen Druckmöglichkeiten, nach Erfindung des Buchdrucks, konnten die Holzschnitte schnell und einfach vervielfältigt werden, so dass sie bekannt wurden.

Joseph Beuys 1921-1986)
Beuys interpretierte den Kunstbegriff neu und wurde mit seinen Inszenierungen, unter anderem immer wieder mit Fett und Filz, bekannt. Diese ungewöhnlichen Kunstobjekte verwendete er aufgrund eines Kriegserlebnisses im Jahr 1943. E stürzt als Kampfflieger ab und überlebt nur deshalb, da ihn die Einwohner mit Filz umhüllten und ihn einsalbten. Diese Erfahrung prägt sich dem Künstler so stark ein, dass er diese beiden Elemente immer wieder in seinen Kunstwerken aufgreift. Aber auch in der Bildhauerei wird er künstlerisch tätig. Bekannt wurde er durch Aktionskunst, die in den 1950-er und-60er Jahren verstärkt geschaffen wurde. Bei der sogenannten Aktionskunst kann das Publikum und seine Reaktionen miteingebunden werden. Die Vereinigung von Theater und bildender Kunst ist geprägt von situativer Spontaneität, denn der Künstler plant nur die Grundzüge der Aktion.

Caspar David Friedrich (1774-1840)
Der bekannte romantische Maler wurde 1774 geboren. Der Künstler ist für seine Landschaftsdarstellungen berühmt. Schon in der Jugendzeit genoss Friedrich Zeichenunterricht. Er absolvierte ein Studium an der Königlichen Kunstakademie in Kopenhagen von 1794 bis 1798. Im Jahr 1810 entstand das erste Werk mit dem Titel „Der Mönch am Meer“. Bekannt sind auch die Gemälde „Frau im Fenster“ (1822) und „Der Wanderer über dem Nebelmeer“ (ca. 1817). Die Natur interpretierte Friedrich als Spiegel menschlicher Regungen. Nicht die naturgetreue Abbildung, sondern das Einflechten von Emotionen zeichnet seine Werke aus. Die Kunst war seiner Meinung nach dazu da, zwischen den von Gott geschaffenen Elementen Mensch und Natur zu vermitteln. So findet man häufig religiöse Konnotationen in seinen Bildern.

Max Ernst (1891-1976)
Max Ernst, der 1891 geboren wurde, ist ein Vertreter des Surrealismus und des Dadaismus. Zeichen- und Malunterricht erhält er bereits in frühen Jahren von seinem eigenen Vater. Während seines Studiums kommt er mit dem Expressionismus in Berührung und lässt sich davon inspirieren. Er war Dichter, bildender Künstler und Maler. Mit dem Ausprobieren von ganz anderen Techniken zur Herstellung eines Kunstwerkes, wie beispielsweise Collage, Grattage (Abkratzverfahren), Übermalungen und Frottage (Durchreibeverfahren), bricht er mit traditionellen Arbeitsmethoden. 1929 veröffentlicht Ernst seinen ersten Collageroman „La femme 100 têtes“ (Die hundertköpfige/kopflose Frau). Ernst sammelte für die Herstellung des Collageromans viele verschiedene Zeichnungen und Stiche, die er in neuer Komposition zusammensetzte. Bekannte Gemälde des Künstlers sind unter anderem „Die Jungfrau züchtigt das Jesuskind vor drei Zeugen“ (1926), „Die Erwählte des Bösen“ (1928) und „Die Versuchung des Heiligen Antonius“ (1946).

Designer

Karl Lagerfeld
1933 wurde der deutsche Modedesigner in Hamburg geboren. Der Sohn eines Dosenmilch-Fabrikanten wuchs in gutsituierten Verhältnissen auf. Zusammen mit seiner Mutter wanderte er 1953 nach Paris aus. Das Lycée Montaigne und eine Privatschule besuchte er in Frankreich. Die Markenzeichen des Designers sind seine große dunkle Sonnenbrille und der Zopf. Mode und Kosmetiklinien tragen seinen Namen. Der international bekannte Modedesigner war auch als Kostümbildner tätig.

Joop
Der im Jahr 1944 geborene Wolfgang Joop entdeckte sein Interesse an der Mode durch eine Teilnahme an einem Modewettbewerb. Seine 1978 vorgestellte Pelzkollektion brachte ihm den Durchbruch. Danach wurde er als Repräsentant der deutschen, preußischen Mode gedeutet. Für seine spätere Arbeit in der Modewelt wurde er mit Preisen wie dem „Fil d'or“ und dem „Golden Spinnrad“ der Europäischen Seiden-Komission ausgezeichnet.

Musiker

Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Bereits mit 18 Jahren wurde Bach nach einer musikalischen Ausbildung Organist. Von dem weltberühmten Musiker des Barock sind über 1000 Kompositionen überliefert, die, abgesehen von der Oper, sämtliche musikalische Gattungen abdecken. Bekannte Kompositionen des Musikers sind die „Matthäus-Passion“, die „Johannes-Passion“, das „Weihnachtsoratorium“ und das „Himmelfahrtsoratorium“.

Richard Wagner (1813-1883)
Nach kurzer musikalischer Ausbildung wurde Wagner Hofkapellmeister. In dieser Zeit schrieb er die Stücke „Der fliegende Holländer“, „Tannhäuser“ und „Lohengrin“. Als er aufgrund der Mairevolution Dresden verließ und nach Zürich ging, schrieb er dort Teile des „Rings der Nibelungen“, „Die Walküre“ und auch „Tristan und Isolde“. Im Jahre 1864 wurde er vom König Ludwig II. eingeladen und konnte an seinem Hof wirken. So wurde Wagner ein Theater gewidmet, welches nur seine Stücke aufführte. Die Leitmotive, die er den Personen in den Stücken zuordnet, sind bestimmend für seine Werke. Das künstlerische Mittel der Leitmotive tritt in verschiedenen Kunstrichtungen auf und zieht sich, wie ein roter Faden, durch das gesamte Kunstwerk. Als Leitmotive nutzt Wagner Tonfolgen und Klänge. Der Musiker wird als Erneuerer der europäischen Musik bezeichnet.

Herbert Grönemeyer
Der bekannte deutsche Musiker wurde 1956 in Göttingen geboren. Bereits zu Schulzeiten war er im Schulchor tätig. Später arbeitete er als Pianist im Schauspielhaus Bochum. Grönemeyer wirkte nicht nur auf musikalischem Gebiet, er wurde auch schauspielerisch aktiv. 1981 spielte er in dem Film „Das Boot“ von Wolfgang Petersens mit. Seine Musik hat große Erfolge zu verzeichnen. Bekannte Alben sind zum Beispiel „Chaos“ (1993), „Bleibt alles anders“ (1998) und „Mensch“ (2002).

Die Ärzte
Die erfolgreiche deutschsprachige Punk-Rockband gründete sich 1982. 1993 gründete sich die Gruppe mit den Mitgliedern Farin Urlaub, Bela B. Und Rodrigo Gonzalez nach vorheriger Trennung erneut. Der Ursprung aus der Punkszene wurde durch verschiedene Einflüsse wie Pop und Rock überlagert. Die Texte zeichnen sich durch Ironie aus. Beschäftigung mit aktuellen Themen, aber auch Balladen und Liebeslieder sind im Repertoire der Band zu finden.

Udo Lindenberg
Der Musiker wurde 1946 in Westfalen geboren. 1969 gründet er seine erste eigene Band mit dem Namen „Free Orbit“. Er war zwischendurch auch immer wieder als Schauspieler tätig, so zum Beispiel 1980 in dem Film „Panische Zeiten“. Das Markenzeichen des Musikers ist sein tief in die Stirn gezogener Hut. Neben Schauspielerei und Musik widmet er sich auch der Malerei. Lindenberg behandelt Themen, die in der Gesellschaft diskutiert werden, aber auch menschliche und private Inhalte. Bekannte Alben des Musikers sind unter anderem „Galoxo Gang“ (1976), „Panische Nächte“ (1977), „Odyssee“ (1983) und „Stark wie Zwei“ (2008).

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