Sprachführer

Sprachführer – zur besseren Verständigung

13.1 Begrüßung und Verabschiedung

In Deutschland verbindet man häufig die verbale Begrüßung / Verabschiedung mit der entsprechenden Gestik, d. h. mit einem Winken, einem Händeschütteln oder, bei einer engeren Verbundenheit, mit einer Umarmung bis hin zu einem Kuss. Die gängigsten Grußworte haben wir hier für Sie aufgeführt:

„Guten Morgen“
„Guten Tag“
„Guten Abend“
„Hallo“
„Hi“
„Grüß Gott“
„Grüß dich“
„Moin“
„Mahlzeit“
„Servus“
„Willkommen“
„Auf Wiedersehen“
„Gute Nacht“
„Tschüss“
„Ciao“

13.2 Vokabeln

Neben der deutschen Landessprache, die häufig auch in Dialekten gesprochen wird, vermitteln die Schulen in erster Linie die Weltsprache Englisch. Als weitere Fremdsprachen folgen Französisch, Latein und Russisch. Mittlerweile wird auch Spanisch immer beliebter. Aufgrund der hohen Zuwandererquote aus vielen anderen Ländern wird neben Deutsch auch häufig noch die Muttersprache verwendet, vor allem Türkisch, Russisch und Polnisch.

Hier einige Übersetzungen aus verschiedenen Dialekten:

Berlinerisch
Affenschleuder- eine Schaukel
Asche - Geld (auch Knete, Kies, Mäuse, Moos, Penunse)
Atze - Schwester / Bruder (Wat macht deen Atze?)
Biene - hübsches Mädchen
ein Blondes - Berliner Weißbier
Bulette - Frikadelle
Drehhahnbräu - Leitungswasser
Eskimoflip - Wasser mit Eiswürfeln
die Falle - das Bett
auf den Federball gehen- ins Bett gehen
Feuamelda - eine rote Nase, Schnupfnase
Flöten jehn - verloren gehen
Husche - kurzer Regenschauer
Jammaholz - Klavier
knast haben - Hunger haben
Kuhkaff - kleiner Ort
Lauseharke - Kamm
Molle ein Glas Bier (Molle mit Korn = Berliner Gedeck: Bier und ein Schnaps)
Muckefuck - (Ersatz-) Kaffee, Malz-Kaffee
Nahkampfdiele - Disco
Zaster - Geld
zwitschern - Schnaps trinken
Kölsch Ääpel, Äädappel- Kartoffel
Abtrett, Abtredde- Toilette
Bajaasch - Gepäck
Balbutz - Friseur
Botteramm - Butterbrot
Brüdche - Brötchen
Dä (kurz ausgesprochen)- Bitte sehr
Erbel - Erdbeere
Flöcke Pitter - Durchfall
Flönz - Blutwurst
Foderkaat - Speisekarte
Hämmche - Eisbein, Schweinshaxe
halve Hahn (Kölsches Gericht) -Roggenbrötchen mit altem Holländer Käse
Himmel un Äd (Kölsches Gericht)- Gebratene Blutwurst mit Kartoffelbrei & Apfelmus
jöcke - reisen
Kackhüsje - Toilette
Knieß, Knös, Knüüß- Schmutz, Dreck
lazze - bezahlen
malad - krank
Mostert - Senf
Panz, Pänz - Kind, Kinder
Plümmo - Oberbett (genauer: Federbett)
Quellmann - Pellkartoffel
Schaaf - Schrank
Schabau - Schnaps
Schloot - Salat

Bayrisch
Abort - Toilette
Biafuizl - Bierdeckel
Boazn - Wirtshaus Boeflamotte -Soßfleisch (ähnlich dem Sauerbraten, jedoch mit heller Soße (Beizbrühe mit Zuckereinbrenne))
Datschi - mit Zwetschgen (also Pflaumen) belegter Blechkuchen (Hefeteig)
Diridare - Geld
Eadepfe - Kartoffel (Erdapfel)
Ebia - Erdbeere
Fleischpflanzal - Frikadelle, Bulette
Fuchzga - 50 Euro
Fuchzgal - 50-Cent-Stück
Guatl - Bonbon oder Plätzchen
Gloobiaschdn - Klobürste
Heisl (Häusl) - Toilette
Hoibe - ein halbes-Liter-Glas Bier
Hoagart'n - gemütlicher Abend mit Musik, Gesang, Gedichten und Amüsantem
Jobn - Jacke
Keandlfressa - Müsli-Esser (=Vegetarier)
Kufern - Koffer
Kadar - Katarrh bzw. Schnupfen
Labn - Balkon
Maß, (Subs/Einheit)- ein Liter
Merse - Danke!
Milli - Milch
oa oa - ein Ei
Obazda - Paste aus Käse und Gewürzen
Reibadatsche - Kartoffelpuffer
Semme - Brötchen
zoin - zahlen

Plattdeutsch
Aftheek - Apotheke
antrecken - anziehen
Appel - Apfel
Beer - Bier
Benzinkutsch - Auto
betahlen=betohlen- bezahlen
Boodmantel - Bademantel
Boodstuuv - Badezimmer
Buddel - Flasche
Büxen - Hosen
Fleesch - Fleisch
Fohrrad=Pettomobil=Drohtesel -Fahrrad
Garoosch - -Garage
Gastuv - Gaststube
Karken=Kark - Kirche
Kees - Käse
Keesblatt - Tageszeitung
Klönkassen=Klöönkassen- Telefon
Klütenkööm - Eierlikör
Knipptasch - Geldbörse
kööpen=köpen - kaufen
Koken=Kooken - Kuchen
Koppien - Kopfschmerzen
Melk - Milch
Middageeten - Mittagessen
Pannkoken - Pfannekuchen
Putzbüdel=Babutz- Friseur
schiermooken - saubermachen
smöken - rauchen
Sük - krank
Tähndokter=Thändoktersch- Zahnarzt
töben=töven - warten
verkollen - erkältet
Warksteed - Werkstatt

13.3 Körpersprache und Gesten

In Deutschland gibt es in der zwischenmenschlichen Kommunikation eine große Anzahl von Gesten, die, je nach Religion und kultureller oder sozialer Herkunft, sehr unterschiedlich sein können. Einige Wichtige stellen wir Ihnen hier vor:

• Hand ausstrecken und den Daumen nach unten zeigen: Ablehnung
• Hand ausstrecken und den Daumen nach oben zeigen: Zustimmung, Okay geben
• Zeigefinger an die Stirn oder Schläfe tippen: „einen Vogel zeigen“, jemanden als dumm betiteln
• Hände umfassen, so dass diese ineinander liegen: Gruß, Übereinstimmung, Gratulation
• Handflächen zweier Personen klatschen einander ab: Gruß
• Handflächen gegeneinander schlagen: Klatschen als Beifall, Zustimmung oder Lob
• Handfläche oder Faust auf einen Tisch schlagen: emotionaler Ausdruck von Wut; einer Aussage Nachdruck verleihen
• einen Arm hochheben und von rechts nach links schwenken: Winken als Grußhandlung
• die Handfläche vor dem eigenen Gesicht von rechts nach links schwenken: Beleidigung, Zeichen für „Idiot“
• den Arm kurzzeitig senkrecht nach oben halten und die Handinnenfläche (meistens mit gespreizten Fingern) zeigen: Grußhandlung aus der Distanz
• beide Arme senkrecht in Richtung Himmel strecken: Zeigen von Freude
• Schultern einmal oder mehrmals nach oben ziehen: Zeigen von Ahnungslosigkeit oder Gleichgültigkeit
• den Oberkörper einer anderen Person mit beiden Händen oder einer Hand umarmen: Gruß oder Ausdruck der Verbundenheit bei Trauer, Freude u. ä.
• Kopf auf und ab bewegen: Nicken als Zustimmung oder als Zeichen eines Beginns
• Kopf von links nach rechts drehen: Kopfschütteln als Ablehnung
• mit dem Bein eine Trittbewegung ausführen: Person / Tier fortjagen; starke Ablehnung
• mit dem Bein auf den Boden stampfen: Zeichen von Wut
• die Nase rümpfen: Ausdruck der Ablehnung oder Wahrnehmung eines unangenehmen Geruches
• ein oder beide Lider evtl. mehrfach öffnen und schließen, dabei eine Person ansehen: Zwinkern als Flirtzeichen oder verschmitzter Kommentar
• Augen rollen, die Pupillen nach oben richten: mit jemanden oder etwas überdrüssig sein
• der Mund berührt die Lippen oder die Wange einer anderen Person: Kuss als freundschaftliche oder familiäre Grußhandlung, Zuneigung
• Aus- oder Anspucken: Zeichen von energischer Abneigung
• Stirn runzeln: Nachdenklichkeit oder Tadel
• Nase runzeln und Nasenlöcher blähen: Ekel oder Abscheu

13.4 Straßen- und Hinweisschilder

In Deutschland gibt es jede Menge Gebote und Verbote im Straßenverkehr, die durch eine Vielzahl von Hinweis- und Straßenschildern kenntlich gemacht werden: Gefahrzeichen, Vorschriftzeichen, Richtzeichen und Grünpfeile. Mit all diesen Verkehrszeichen finden Sie einen regelrechten Schilderwald auf den deutschen Straßen. Einige Wichtige und Ungewöhnliche haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Tempolimits und Richtgeschwindigkeiten auf deutschen Straßen

Pkw und Motorrad
innerorts: 50 km/h
außerorts: 100 km/h
Autobahn: Richtgeschwindigkeit 130 km/h

Pkw mit Anhänger
innerorts: 50 km/h
außerorts: 80 oder 100 km/h (je nach Zulassung)
Autobahn: 80 oder 100 km/h (je nach Zulassung)


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