Ein- und Ausreise

Ein- und Ausreise – so klappt’s problemlos

7.1 Ausweise und Pässe

Ausweis, Pässe
Einen Personalausweis muss jeder deutsche Bürger ab dem 16. Lebensjahr besitzen. Für Kinder unter 16 Jahren war bis zum Jahr 2007 ein Kinderpass üblich, jetzt können auch Kinder unter 16 Jahren einen Personalausweis bekommen. Dieser Lichtbildausweis dient der Identifizierung der jeweiligen Person. Angaben zur Person wie Name, Wohnort, Augenfarbe, Größe und eine individuelle Personalausweisnummer sind auf dem Ausweis zu finden. Neben dem Personalausweis gibt es noch den Reisepass. Dieser wird für Reisen außerhalb der EU benötigt. Für Reisen innerhalb der EU benötigt ein deutscher Bürger nur den Personalausweis. Reisepass und Personalausweis müssen seit einiger Zeit mit einem biometrischen Lichtbild versehen sein. Der Reisepass speichert seit dem Jahr 2007 zudem noch die Fingerabdrücke des Passinhabers auf einem Chip. Beantragt werden die Dokumente in den zuständigen kommunalen Pass- und Ausweisbehörden. Der Reisepass muss bei der Einreise nach Deutschland noch mindestens vier Monate gültig sein.

Führerschein
Der Führerschein für einen PKW kann in Deutschland ab dem 18.Lebensjahr gemacht werden. Nach dem Besuch einer Fahrschule werden eine theoretische und eine praktische Prüfung abgelegt. An den Erwerb des Führerscheins schließt sich eine Probezeit an. Der Führerschein für einen Roller kann mit 16 Jahren, der für ein Mofa bereits mit 14 Jahren absolviert werden. Motorrad- und LKW-Führerscheine können gesondert ab dem 18., 21. oder 25. Lebensjahr gemacht werden. Seit 1999 gibt es den scheckkartengroßen Euroführerschein, der in der EU gültig ist. Eine neue Regelung erlaubt die Fahrprüfung mit 17 Jahren abzulegen, wenn bei jeder Fahrt bis zur Vollendung des 18.Lebensjahr eine Person, die einen gültigen Führerschein besitzt, mitfährt.

Bei einem vorübergehenden Aufenthalt in Deutschland sind alle Führerscheine gültig, die im Heimatland des Urlaubers auch gültig sind. Bei der Mitführung eines nationalen Führerscheins wird eine Übersetzung des Dokumentes benötigt, wenn der Führerschein in einem Nicht-EU-Staat oder in einem Nicht-EWR-Staat (Europäischer Wirtschaftsraum) ausgestellt wurde, er nicht in deutscher Sprache verfasst ist oder er nicht dem Übereinkommen über den Straßenverkehr (8.11.1968) entspricht. Wenn Führerscheine mitgeführt werden, die in Andorra, Hongkong, Monaco, Neuseeland, San Marino, Schweiz und Senegal ausgestellt wurden, benötigt der Inhaber keine deutsche Übersetzung.

Allergiepass
Ein Allergiepass verzeichnet alle Stoffe, die Allergien bei dem Besitzer auslösen. Es empfiehlt sich, diesen Pass immer dabei zu haben, damit in Notfällen Ärzte und Helfer über die Allergien des Betroffenen informiert sind. Ein Allergiepass muss von einem Arzt unterzeichnet werden.

7.2 Visum

EU-Bürger benötigen zur Einreise nach Deutschland kein Visum. Bürger, die aus Staaten einreisen, für die die Europäische Gemeinschaft die Visumspflicht aufgehoben hat, können sich ebenfalls ohne Visum, allerdings nur bis zu drei Monaten pro Halbjahr in Deutschland aufhalten.

Man unterscheidet der Erteilung zwischen kurzfristigen Visa (Schengen-Visa) und Visa für einen längerfristigen Aufenthalt. Kurzfristige Visa werden für Aufenthalte unter drei Monaten vergeben, allerdings nur, wenn die Reise in die Bundesrepublik vom Einreisenden selbst oder von einem in Deutschland wohnhaften Gastgeber finanziert wird. Zudem muss eine Reisekrankenversicherung für den Reisenden vorliegen. Es werden außerdem individuelle Belange des Antragstellers, wie Rückkehrbereitschaft und persönliche Interessen in Betracht gezogen, bevor ein kurzfristiges Visum erteilt wird.

Bei Aufenthalten von Nicht-EU-Bürgern, die länger als drei Monate dauern, ist ein Visum für einen längerfristigen Aufenthalt Pflicht. Dieses erhält man in den Auslandsvertretungen der Bundesrepublik Deutschland in den jeweiligen Ländern, aus denen ausgereist wird.

Einreisende, die Staatsangehörige Australiens, Israels, Japans, Kanadas, Neuseelands, der Republik Korea und der Vereinigten Staaten von Amerika sind, können das Visum auch nach der Einreise beantragen. Alle anderen jedoch, müssen das Visum vor der Einreise im Heimatland beantragt werden, was bis zu drei Monaten dauern kann.

7.3 Impfung

Es gibt keine zwingend notwendigen Impfungen, die vor der Einreise nach Deutschland durchgeführt werden müssten. Wer in Gebiete Deutschlands mit erhöhtem Zeckenrisiko, wie Baden Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz, und Thüringen reist, kann sich eine Zeckenschutzimpfung gegen die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) verabreichen lassen. Der allgemeine Impfschutz sollte unabhängig von Reisen immer gewährt sein. Ältere Menschen oder Menschen mit schwachem Immunsystem lassen sich häufig Grippeimpfungen verabreichen.

7.4 Verkehrsmittel

Das Straßennetz ist in Deutschland gut ausgebaut. Autobahnen und Bundesstraßen ermöglichen ein schnelles Vorankommen mit dem Auto. Auch die Landstraßen sind weitestgehend ausgebaut und gut befahrbar. Wer sich nicht ans eigene Steuer setzen möchte, kann das verzweigte und ausgebaute Netz der öffentlichen Verkehrsmittel nutzen. In großen Städten verkehren neben Bus und Bahn auch meist U- und S-Bahnen. Diese befördern im Minutentakt viele Menschen von Stadtteil zu Stadtteil.
Kleinere Städte haben zumindest einen Bahnhof und Haltestellen für Busse. Ländliche Orte werden meist nur von Bussen angefahren. Nicht nur an Land hat man in Deutschland gute Verkehrsanbindungen, denn auch das Netz der Flughäfen bietet Mobilität für Reisende. Der Flughafen in Frankfurt ist Deutschlands größter Flughafen und neben dem Transport der Passagiere auch für Fracht aller Art zuständig. Weitere große Flughäfen in Deutschland sind in Düsseldorf, München, Köln/Bonn und Hamburg. Die Verkehrsmittel beschränken sich natürlich nicht auf das Land und die Luft. Auch zu Wasser kann man reisen: auf den Flüssen Deutschlands, wie beispielsweise dem Rhein, kann man Flussschifffahrten unternehmen. Die großen Kreuzfahrtschiffe legen im Hamburger Hafen an.

7.5 Maut und sonstige Gebühren

Personenkraftwagen können Autobahnen ohne Mautzahlungen benutzen. Lastkraftwagen und Fahrzeugzusammensetzungen mit einem zulässigen Gesamtgewicht ab 12 Tonnen müssen in Deutschland für die Nutzung der Autobahnen eine Maut entrichten. Das System „Tool-Collect“ regelt die Mautabrechnung. Entweder ist im Fahrzeug ein Gerät eingebaut, welches die Abrechnung automatisch erledigt (On-Board Unit) oder der Fahrer bucht an einer der über 3000 Mautstellen-Terminals oder die Buchung wird im Internet vollzogen. Die Höhe der Maut errechnet sich aus der Anzahl der gefahrenen Kilometer und der Anzahl der Achsen.

7.6 Umweltzonen

In einigen deutschen Städten existieren sogenannte Umweltzonen, dazu gehören: Berlin, Köln, Hannover, Düsseldorf, Berlin, Dortmund, Wuppertal, Duisburg, Mühlheim an der Ruhr, Oberhausen, Bottrop, Essen, Gelsenkirchen, Bochum, Recklinghausen, Bremen, Frankfurt am Main, Mannheim, Karlsruhe, Heilbronn, Ilsfeld, Pleidelsheim, Ludwigsburg, Mühlacker, Pforzheim, Leonberg, Stuttgart, Herrenberg, Tübingen, Reutlingen, Schwäbisch Gmünd, Ulm, München. Diese Zonen wurden eingerichtet, da an vielen Punkten eine hohe Feinstaubbelastung gemessen wurde. Durch die Institution der Bereiche soll die Umweltbelastung durch Autos verringert werden. Je nach Schadstoffausstoß des Fahrzeuges können sich die Besitzer Umweltplaketten zulegen. Die drei Farben grün, gelb und rot markieren die verschiedenen Schadstoffklassen. Die Schilder, die eine Umweltzone ankündigen zeigen auch an, welche Umweltplaketten für diesen Bereich zugelassen sind. Fahrzeuge ohne Plakette dürfen diese Bereiche nicht durchfahren. Die Umweltplaketten erhält man bei den Kommunen und Städten. Fährt man ohne Plakette oder Ausnahmegenehmigung unberechtigterweise in eine Umweltzone ein, verstößt man gegen die Straßenverkehrsordnung und muss mit einem Bußgeld in Höhe von 40 Euro und 1 Punkt im Verkehrszentralregister Flensburg rechnen.

7.7 Haustiere

Pass, Impfungen
Für die Einführung von Haustieren nach Deutschland wird ein EU-Heimtierpass benötigt. Auf diesem Pass werden alle Impfungen des Tieres verzeichnet. Mit einem Mikrochip (ISO-Norm 11784 oder 11785) oder bis zum Jahr 2011 mit einer Tätowierung müssen Hunde, Katzen und Frettchen versehen sein. Eine amtliche Veterinärbescheinigung in der Mirkochipnummer oder die Tätowierung verzeichnet sind muss ebenfall mitgeführt werden. Die Tollwutschutzimpfung ist Pflicht für ein Haustier, welches nach Deutschland mitgebracht wird. Diese Impfung muss mindestens 30 Tage und höchstens 12 Monate vor der Einreise durchgeführt werden. Wenn man aus einem Land einreist, in dem Tollwut existiert und der Seuchenstatus nicht bekannt ist, muss ein Gutachten über die Antikörper vorliegen. Weitere Impfungen sind nicht vorgeschrieben.
Falls noch kein EU-Heimtierpass vorliegt kann übergangsweise auch der vorherige Impfpass verwendet werden, wenn dieser vor dem 3. Juli 2004 ausgestellt wurde und noch die gültige Tollwutschutzimpfung ausweist. Die Einfuhr von Haustieren aus Israel nach Deutschland erfordert weitere Voraussetzungen. Neben der Kennzeichnung mit einem Mikrochip (ISO Norm 11784 oder 11785) müssen auch ein 10 Tage vor der Einreise vom Bezirksveterinär ausgestelltes Amtsärztliches Gesundheitszeugnis, ein Impfpass und ein Nachweis der Blutuntersuchung bezüglich der Tollwut-Antikörper vom Veterinärmedizinischen Institut Beit Dagan (mindestens 30 Tage nach der Impfung und mindestens 3 Monate vor der Einreise nach Europa) mitgeführt werden.

Hundestrände
An Deutschlands Stränden gibt es gesonderte Abschnitte, die sogenannten Hundestrände. An der Nordsee gibt es Hundestrände zum Beispiel in Büsum, Friedrichskoog, Dorum-Neufeld und Föhr. An der Ostsee finden sich in Eckernförde, Grömitz, Timmendorfer Strand, Boltenhageb, Rostock-Warnemünde, Binz und Göhren. Ist ein Strandabschnitt nicht als Hundestrand gekennzeichnet ist das Mitführen von Hunden meist verboten. Schilder an den jeweiligen Strandabschnitten zeigen an, ob ein Hundeverbot gilt.

7.8 Stromspannung

Die Stromspannung in Deutschland beträgt 230 Volt.

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