Heilfasten – darum sind Fastenkuren so gesund [ März 29th, 2016 ] Posted in » Fastenkuren

SaftfastenFasten – für viele steht dieses Wort für Verzicht, Entbehrungen und eine schlimme Zeit ohne Genuss. Es stimmt, beim Fasten wird auf all die Genüsse verzichtet, die man sich sonst im Leben so gönnt. Und es stimmt auch, dass dies zu Beginn sicher nicht ganz einfach ist. Dennoch gibt es so viele positive Wirkungen auf die Gesundheit und das Wohlbefinden, dass viele Menschen dies gerne regelmäßig auf sich nehmen weil sie wissen, dass sie sich hinterher sehr viel wohler fühlen.

Was genau ist Fasten?

Generell versteht man unter Fasten den bewussten Verzicht auf feste Nahrung, entweder teilweise oder auch ganz, und das über einen zuvor festgelegten Zeitraum. Beim Heilfasten ist es zusätzlich noch so, dass hier das Ziel eines besseren Wohlbefindens oder einer besseren Gesundheit erreicht werden soll. Viele Fastenwillige führen eine solche Fastenkur zu Hause durch. Dies ist auf jeden Fall durchführbar, aber nicht unbedingt ratsam. Wer sich zu solch einer Kur zu Hause entscheidet, sollte auf jeden Fall während der Zeit Urlaub nehmen. Zudem sollte auch immer zuvor der Hausarzt konsultiert werden. Der Beginn einer jeden Fastenkur ist eine gezielte Darmentleerung. Je nach Art der Fastenkur gibt es danach entweder nur Flüssigkeit wie Wasser und Tee, oder auch kleine Mengen an Obst und Gemüse. Weitere Arten des Fastens sehen auch andere Vorgehensweisen vor.

Der Frühling – die ideale Zeit für eine Fastenkur

Gerade im Frühling streben viele Menschen eine Fastenkur an. Im Vordergrund steht hier der Winterspeck, der sich im Laufe der Monate und vor allen Dingen über die Weihnachtsfeiertage angesammelt hat, und sich hartnäckig auf den Hüften hält. Gleichzeitig kann man den Körper von allen Giftstoffen und unnötigem Ballast befreien. Der beste Weg für eine erfolgreiche Fastenkur ist hier das Heilfasten in einem darauf spezialisierten Hotel.

Hier stehen qualifizierte Ärzte zur Verfügung, die den gesamten Verlauf der Fastenkur überwachen und gegebenenfalls entsprechende Schritte einleiten können. Viele Hotels bieten solche Fastenkuren an, allerdings unterscheiden sich die meisten voneinander.

Unterschiedliche Fastenkuren

Es gibt einige sehr beliebte Fastenkuren, die sehr häufig angeboten werden. Dazu zählt auf jeden Fall das Heilfasten nach Buchinger, diese Fastenkur ist ein absoluter Klassiker. Hier ist es so, dass während der Kur lediglich Gemüsebrühe, Wasser und Säfte zu sich genommen werden dürfen. Mit Hilfe von Einläufen und Darmspülungen wird der Körper zudem entgiftet und entschlackt.

Eine andere Art der Fastenkur ist das Fasten nach F.X. Mayr. Wer sich nicht an den Gedanken gewöhnen kann, gar nichts essen sondern nur trinken zu dürfen, ist mit dieser Kur sicherlich besser bedient. Die F.X. Mayr Kur ist auch bekannt als „Milch-Semmel-Diät“. Aber Vorsicht, dies bedeutet nicht, dass man den ganzen Tag nach Herzenslust Semmeln und Milch zu sich nehmen darf. Die Semmeln werden gegessen, dazu gibt es nur löffelweise die Milch. Die restliche Milch wird auf keinen Fall getrunken.

Am einfachsten ist sicherlich das bekannte und beliebte Saft-Fasten. Wie der Name es schon andeutet, nimmt man während der Fastenzeit nur Obstsäfte und Gemüsesäfte zu sich. Etwas komplizierter dagegen ist die klassische Schrothkur. Hier wechseln sich nicht nur Trocken- und Trinktage ab, auch Packungen, Diät und Bewegung gehören zu dieser Kur dazu. Daher empfiehlt sich bei der Schrothkur immer eine Aufenthalt in einem speziellen Kurhotel.

F.X. MayrDie Fastenkur mit dem Urlaub verbinden

Viele Menschen entscheiden sich heute dafür, ihren Urlaub mit Heilfasten zu verbinden. So kann man nicht nur unter ärztlicher Aufsicht seinen Körper richtig reinigen und entschlacken, sondern kann auch gleichzeitig die vielen Sportmöglichkeiten nutzen und die reizvolle Umgebung genießen. Abnehmen, entschlacken, mehr Bewegung und den Stress abschütteln – ganz einfach den Urlaub mit einer Fastenkur kombinieren!

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Sanfte Hilfe direkt aus der Natur mit den besten Heilpflanzen gegen aufkommende Wehwehchen

Draußen ist es kalt, stürmisch, und bei vielen kündigen sich gerade wieder die ersten Vorboten von unterschiedlichen Wehwehchen an. Wer dann nicht gleich wieder zum Arzt laufen möchte, oder auch die angebotenen Mittel aus der Apotheke kaufen möchte, der kann sich auch in der Natur umsehen, denn gegen die meisten Wehwehchen ist definitiv auch ein Kraut gewachsen.

Schon seit vielen Jahrhunderten haben sich Naturarzneien bewährt, und heute liegen diese Arzneien von Mutter Natur wieder voll im Trend. Viele sind ganz einfach die ganzen chemischen Mittel aus der Apotheke leid und wollen wieder zurück zur Natur. Diese Menschen haben auch vollkommen recht, denn diese Heilkräuter sind sehr wirksam. Vielleicht ist die Herstellung manchmal etwas aufwändiger, als nur eine Packung zu öffnen, aber dafür entfallen sämtliche Chemikalien.

Sehr gut für die Seele eignet sich Johanniskraut. Dieses Kraut hat wunderbare gelbe Blüten, und in vielen Untersuchungen konnte bis heute eine stimmungsaufhellende Wirkung definitiv belegt werden, die dieses Johanniskraut hat. Allein schon eine Einnahme über zwei Wochen sorgt dafür, dass die Wirkstoffe einen viel ausgeglichener und auch gelassener machen. Hier hat man die Möglichkeit, Präparate in der Apotheke zu kaufen, die sehr hochdosiert sind. Wer unter starken nervlichen Belastungen leidet, der kann auch Arzneitees mit Johanniskraut nutzen, um die damit einhergehende Unruhe zu bekämpfen.

Schon seit vielen Jahren ist die Ringelblume dafür bekannt, dass sie eine heilende Wirkung hat. Das ist auch der Grund, warum sie in sehr vielen Salben und Cremes verarbeitet wird. Die Ringelblume besitzt eine desinfizierende Wirkung, sie wirkt sehr gut bei einer entzündeten und auch ansonsten angegriffenen Haut. Auch kleine Wunden kann man mit ihr wunderbar behandeln. Dafür eignet sich am besten eine Salbe. Aber auch als Tee kann man diese Pflanze nutzen und sich auch innerlich etwas Gutes tun. Die Ringelblume kann als Tee Beschwerden von Magen und Galle lindern, und zudem ist sie sogar in der Lage, Durchfall zu stoppen. Alles, was man dafür machen muss ist, zwei Teelöffel an frischen oder auch getrockneten Blüten mit einer Tasse heißem Wasser zu übergießen.

Man sollte diesen Tee für zehn Minuten ziehen lassen, am besten zugedeckt. Anschließend abseihen, getrunken werden sollte er auf jeden Fall lauwarm.

Der Sonnenhut ist zwar als Begriff bekannt, dennoch verwenden ihn die wenigsten Menschen bisher. Dabei hat er eine solch gute Wirkung für die Abwehr, dass man ihn auf jeden Fall nutzen sollte. Im Sonnenhut enthalten sind vor allen Dingen Flavonoide und viele ätherische Öle. Das sind alles Wirkstoffe, die in der Lage sind, die körperliche Abwehr richtig gut zu stärken. Wer es sich einfach machen möchte nutzt ganz einfach ein Produkt aus der Apotheke, das man lutschen kann. Alternativ kocht man Wasser und macht sich aus dem Kraut des Sonnenhuts ganz einfach einen wirksamen Tee. Diesen Tee sollte man dann drei Mal am Tag trinken, am besten wirkt er, wenn man ihn zwischen den Mahlzeiten trinkt.

Sanddorn wird auch sehr gerne als „Zitrone des Nordens“ bezeichnet. Das hat natürlich seinen Grund, und der ist im hohen Gehalt an Vitamin C zu finden. Diese kleinen, orangefarbenen Beeren haben sage und schreibe rund zehnmal so viel dieses Vitamins vorzuweisen als die Zitrone. Das ist ja noch nicht alles, dazu kommen noch Vitamin E, Betacarotin, Eisen, Mangan und auch die wichtigen B-Vitamine. So kann der Sanddorn die Energiereserven des Körpers auffüllen. Wer unter Erschöpfung leidet oder gar bereits ein angeschlagenes Immunsystem besitzt, der sollte auf jeden Fall täglich drei Esslöffel vom Saft des Sanddorns trinken. Sogar äußerlich kann man Sanddorn anwenden, und zwar bekämpft es als Sanddornöl Neurodermitis, und auch bei trockener Haut wird es gerne genutzt.

Wer öfters Probleme mit der Blase hat und die Goldrute nicht kennt, sollte dies auf jeden Fall schnell nachholen. In den schönen Blüten der Goldrute sind sehr viele Bitterstoffe und Gerbstoffe enthalten. Auch ätherisches Öl ist hier zu finden. Diese Stoffe haben eine sehr entspannende und auch entkrampfende Wirkung, und zwar auf die Muskulatur der Harnwege. Zudem sind sie auch noch schön entzündungshemmend. Ein weiterer Effekt, nämlich die harntreibende Wirkung sorgt dafür, dass Keime aus der Blase sehr schnell wieder herausgeschwemmt werden. Für den Tee gibt es bereits fertige Mischungen zu kaufen, natürlich kann man auch hier aus dem Kraut selbst einen Tee herstellen, der rund zwanzig Minuten ziehen sollte. Wenn es ganz akut ist, dann kann man auch schon einmal vier Mal am Tag eine Tasse davon trinken.

Auch vorbeugend kann diese Pflanze wirken, und zwar bei einer Nierenschwäche oder auch gegen eine Blasenentzündung.

Ein Schnupfen hat so gar keine Chance, wenn man die Hagebutte dagegen einsetzt. Auch in diesen kleinen roten Früchten steckt sehr viel Vitamin C. Dazu kommen in diesem Fall noch einige Mineralstoffe und auch Flavonoide, die antibiotisch wirken. Da ist es kein Wunder, dass die Hagebutte sehr gerne genutzt wird für die Bekämpfung der ungeliebten Erkältungen. Gleichzeitig reinigen sie auch wunderbar den Darm, denn in den Hagebutten sind auch sehr viele Pektine enthalten. Bevorzugt trinkt man die Hagebutten ja als Tee, aber auch als Mus oder Marmelade werden sie gerne genutzt.

Dezember 15th, 2015 | Leave a Comment

850 Jahre alt aber immernoch aktuell – die Heilkunde der Hildegard von Bingen

Vor 850 Jahren wusste Hildegard von Bingen bereits, wie Heilkräuter und Lebensmittel die Gesundheit erhalten. Derzeit erlebt die Äbtissin ein Comeback – in der Medizin und auf der Kinoleinwand. Die Gesichter sind ungeschminkt, die Locken unter Nonnentracht verborgen. In ungewöhnlichen Rollen sind Schauspielerinnen derzeit im Kino zu bewundern. Anlass ist die Filmbiographie der Hildegard von Bingen (1098 – 1179), einer Wegbereiterin der modernen Alternativmedizin.

Die Ordensfrau zählte nicht nur zu den größten Mystikerinnen des Mittelalters, die mit den Mächtigen Europas korrespondierte. Sie verfasste auch zahlreiche Schriften zu Gesundheit und Ernährung. In ihrem Werk „Physica“ beschrieb Hildegard von Bingen die Heilkräfte von Pflanzen, Mineralien, Tieren und Naturerscheinungen. Sie verband antike Überlieferungen mit Volksmedizin und eigenen Beobachtungen oder Visionen.

Die Basis für eine stabile Gesundheit sah die Äbtissin in einer maßvollen, ausgewogenen Ernährung. Ihre Favoriten bildeten Getreide, gedünstetes Gemüse, Obst und Kräuter. Besonders schätzte sie Dinkel, er galt ihr als „bestes Getreide, fettig und kraftvoll und leichter verträglich als alle anderen Körner“.

Tatsächlich bestätigte die Forschung viele Einsichten der Nonne. Dinkel enthält biologisch hochwertige Eiweiße, komplexe Kohlenhydrate und mehr als 40 Mineralien und Spurenelemente.

Auch die beiden Hildegard-Lieblinge Fenchel und Edelkastanie punkten mit inneren Werten. Im Gemüsefenchel steckt doppelt so viel Vitamin C wie in Orangen, und die leicht verdaulichen Maronen überzeugen mit Kalium, Eisen, Magnesium, allen B-Vitaminen und etlichen anderen Vitalstoffen.

Nicht immer ging es bei Hildegard sanft zu. Für die innere Reinigung empfahl sie auch Methoden wie Schröpfen oder Aderlass. So sollten „schlechte Säfte“ verbannt werden. Die Lehre von den Körpersäften entstand in der Antike und fand bis ins 19. Jahrhundert in der Medizin Anwendung. Ungewöhnlich mutet auch an, dass sie Erdbeeren und Pfirsiche als „Küchengifte“ schmähte.

Als Kirchenfrau betonte Hildegard von Bingen naturgemäß eine spirituelle Lebensweise. Hinter vielen Krankheiten vermutete sie ein gestörtes Verhältnis zu Gott, das Körper und Seele aus dem Lot bringe. Auch dieser Ansatz, der die Rolle der psychischen Gesundheit betont, ist aktuell. Der Forschungszweig lehrt auch, wie Gebete oder Atemübungen helfen, Körper und Seele gesund zu halten. Dieses ganzheitliche Prinzip hat die Nonne bereits vor 850 Jahren beschrieben – eine visionäre Leistung!

November 24th, 2015 | Leave a Comment

Heilkräuter für das Wohlbefinden – die Naturapotheke für Frauen

Wer kennt es nicht, trockene Schleimhäute, nicht heilende Wunden und entzündete Partien. Aber zum Glück ist gegen diese Hautprobleme ein Kraut gewachsen, genauer gesagt ein Blümchen. Die Rede ist von der Ringelblume. Sie wirkt am besten als Balsam. Dafür kocht man 10 g Blütenblätter in 100 ml Olivenöl 15 Minuten lang.

Dann abseihen und mit 10 g Bienenwachs aus der Apotheke härten. Diesen Balsam dann dünn auf die entsprechenden Stellen auftragen. Die ätherischen Öle in dem Balsam hemmen die Entzündungen. Die beste Wirkung kann man erzielen, wenn man gleichzeitig auch von innen nachhilft mit einem Ringelblumentee.

Wenn mal wieder die Melancholie im Anmarsch ist oder auch ganz einfach einmal der Schwung fehlt, dann hilft die Minze. Im Minzöl gibt es Terpene und Menthol, sie verhelfen zu einem wachen Geist und starken Nerven. Dafür braucht man einfach nur ein paar Tropfen in die Duftlampe geben. Wenn man den Eindruck hat, dass eine Erkältung im Anmarsch ist, dann kann man auch zwei Minzblätter aufbrühen, dann ein Tuch damit tränken und wie ein Zelt über das Gesicht legen, so kann man am besten inhalieren.

Wenn einen die Grippe mal wieder voll im Griff hat, die Atemwege dicht sind und einen das Gefühl begleitet, der Kopf wäre aus Watte, dann kann man sich ganz einfach wehren – mit Waldkiefer. Sie wirkt am besten in einem Vollbad. In den Nadeln sind Terpene enthalten, die ein echtes Tonikum für die Atemwege sind, und das enthaltene Kiefernöl regt zum Entgiften und Durchbluten an. Für ein schönes Vollbad nimmt man einfach 2 EL getrocknete Nadeln und einen viertel Liter Wasser und bereitet daraus einen Sud zu, den man dann in das Badewasser gibt. Die Faustregel für ein solches Bad lautet, höchstens 20 Minuten bei 36 Grad in der Wanne bleiben.

Wer öfters Probleme mit kalten Händen oder auch Füßen hat, der sollte es einmal mit Rosmarin versuchen, denn dieses Kraut ist ein echter Spezialist und zwar in Bezug auf die Durchblutung. Am besten kann man sich hier ein Fußbad herstellen. Dazu befüllt man einfach eine Fußwanne mit kaltem Wasser und eine zweite mit warmem Wasser, in das man eine Tasse Rosmarinsud, hergestellt aus einem Teelöffel gebrühtem Kraut, hineingibt. Dann badet man die Füße zunächst zwanzig Minuten im warmen Kräuterbad, dann für circa 10 bis 20 Sekunden die Füße in das kalte Wasser geben. Diesen Vorgang wiederholt man zweimal und endet mit dem kalten Bad. Wer Rosmarin als Tee anwendet, der wärmt damit die Bauch- und auch Beckenorgane.

Wenn der Mund- und Rachenraum entzündet ist, ein schlimmer Husten einen plagt oder auch bei Bauchweh kann man sich für eine Besserung auf das Mittelmeerkraut Thymian verlassen. Thymian enthält antiseptische Substanzen, Thymol und Carvacrol. Thymian ist als Erkältungstee, Verdauungstee oder auch Gurgellösung einsetzbar. Dafür nimmt man einfach einen Teelöffel Grün und kocht es mit einer Tasse Wasser auf. Dann fünf Minuten ziehen lassen. Auch wenn man öfter das lästige Gefühl des Harndrangs hat, dann ist Thymian nützlich, denn regelmäßige Sitzbäder mit je 5 Tropfen ätherischem Thymianöl helfen hier bestens.

Unruhe, Schweißattacken in der Nacht und ein kühler Kopf ist nicht zu sehen? Dann hilft Salbei. Wenn man einen Tee aus Salbei zubereitet, dann enthält dieser ein östrogenartiges Hormon und auch ätherische Öle, die gegen diese Symptome helfen. Dafür einen Teelöffel Salbei mit einem viertel Liter Wasser aufbrühen und nach 10 Minuten abseihen. Davon mehrmals täglich eine Tasse trinken und auch zwei Stunden vor dem Schlafen gehen eine.

Schafgarbe hilft gut bei krampfartigen Schmerzen in den unteren Organen. Das Öl der Schafgarbe kann im Tee seine volle Wirkung entfalten. Es entkrampft den Verdauungstrakt und das wirkt sich zudem positiv auf Gebärmutter und Rückenmuskulatur aus. Auch hier einen Teelöffel voll mit einer Tasse Wasser aufgießen und nach 10 Minuten abseihen. Von diesem Tee kann man bis zu 5 Tassen täglich trinken.

Wenn irgendetwas aus dem Lot geraten ist, beispielsweise ein Durchfall ohne erkennbaren Grund auftritt, dann kann man sich mit einem Wunderkraut aus der Apotheke behelfen. Der Name – Frauenmantel. Auch dieses Kraut wirkt am besten als Tee. Die darin enthaltenen Flavonoide stabilisieren das Gefäßsystem, und sie regen zusammen mit den Gerbstoffen ein Ausschwemmen an. Für den Tee drei Teelöffel Kraut mit einer Tasse Wasser aufbrühen und zehn Minuten ziehen lassen. Davon kann man drei Tassen täglich zu sich nehmen.

Hildegard von Bingen nannte das Kraut Herztrost, uns ist das zitronige Duftkraut als Melisse bekannt. Es ist bestens in der Wirkung, wenn einem irgendwie alles über den Kopf wächst. Dafür nimmt man ein schönes Entspannungsbad am Abend. Eine Handvoll Blätter mit einem Liter heißem Wasser aufgießen, das dann nach zehn Minuten in das Badewasser geben. Am besten gibt man das Grün in einen verknoteten Filter und dann auch gleich mit in das Badewasser hinein. Die ätherischen Öle knipsen die Reizüberflutung aus. Wer keine Blätter zur Verfügung hat, der kann sich auch mit zehn Tropfen Melissenöl, das man mit Sahne verrührt, behelfen. So kann man vermeiden, dass das pure Öl auf der Haut brennt.

Und auch für die Augen gibt es ein Kraut, das bei Überanstrengung hilft – Augentrost. Er wirkt als Aufguss, man nimmt einen Teelöffel getrocknetes Kraut und eine Tasse Wasser, das lässt man fünf Minuten ziehen und seiht das ganze dann ab. Mit getränkten Wattebäuschen, die man auf die Augen auflegt, kann man diese kurieren, oder auch bis zu sechs Tassen täglich trinken, so kann man das durch die Überanstrengung oft auftretende Kopfweh wegspülen. Sebastian Kneipp, allen als Kräuterpfarrer bekannt, empfahl einen Tee aus Augentrost auch als magenstärkendes Mittel.

November 23rd, 2015 | Leave a Comment

Schönheit aus dem Blütenreich – Kosmetikwirkstoffe aus Blüten und Heilkräutern

Kosmetikwirkstoffe aus dem Reich der Blüten und Heilkräuter – sie zählen heute zu den wichtigsten Wirkstoffen in der Kosmetik, und mit ihrer Hilfe lassen sich die fünf gängigsten Beauty-Probleme lösen.

Bei Entzündungen sind Ringelblume und Salbei die richtigen Kräuter.

Salbei gilt als echtes Multitalent. Die leicht filzigen Blätter der Pflanze sollen einer vorzeitigen Hautalterung vorbeugen. Schweißausbrüche kann sie verhindern, und außerdem soll sie die Fruchtbarkeit erhöhen. Die bekannteste Wirkung des Salbei wurde durch eine Studie der Uni Freiburg/Breisgau bestätigt. Salbei kann demnach Entzündungen genauso gut hemmen wie schwach dosiertes Cortison. In der Kosmetik wird Salbei daher oft in Produkten gegen unreine und entzündete Haut angewendet.

Die Ringelblume – von ihr wurde bereits im Jahre 1818 berichtet. Von ihrer heilenden Wirkung wurde zuerst in der allerersten Ausgabe des französischen amtlichen Arzneibuches berichtet. Sie stammt ebenso wie Arnika und Kamille aus der Familie der Korbblütler. Die Wirkung der schnelleren Heilung bei Verbrennungen und Wunden ist wissenschaftlich erwiesen. Sie beruhigt und spendet Feuchtigkeit, daher wird sie gerne in Cremes und Bädern eingesetzt.

Minze und Rosmarin machen müde Haut wieder munter.

Schon die alten Römer wussten, dass Minze gut schmeckt und erfrischt. Das ätherische Öl dieser Pflanze kann aber noch viel mehr. Starke schmerzstillende Wirkungen wurden bereits in neurologischen Studien erwiesen. Wenn man es auf die Haut aufträgt, dann kann es Nervenschmerzen lindern. Dies kann sehr vorteilhaft bei einer Herpeserkrankung sein. Bei Kopfschmerzen auch einfach einen Tropfen Minzöl auf die Schläfen geben. Mäuse hat es sogar vor Tumoren und auch radioaktiver Strahlung bewahrt. In der Kosmetik verwendet man die Minze gerne wegen seiner kühlenden, abschwellenden und auch belebenden Wirkung. Sie wird aber auch bei entzündlichen Hautunreinheiten eingesetzt.

Rosmarin ist nicht nur ein schmackhaftes Küchenkraut, es regt auch den Kreislauf an, verbessert das Erinnerungsvermögen und fördert die Konzentration. Das Öl gewinnt man nicht nur aus den nadeligen Blättern, sondern auch aus den blütentragenden Spitzen. Es fördert die Durchblutung, man macht sich das zu nutze, um für eine bessere Durchblutung der Kopfhaut zu sorgen, und daher ist es oft als Zutat in Schuppenshampoos zu finden. Auch in Entspannungsbädern gibt es diese Zutat oft zu finden. Darüber freuen sich dann die sportgeplagten Muskeln. Außerdem enthält das Öl noch antioxidative Carnosol- und festigende Ursolsäure. Daher werden die Extrakte des Rosmarins auch gerne in Anti-Aging-Cremes verwendet.

Um Feuchtigkeit zu spenden eignen sich sehr gut Aloe Vera und das Wilde Stiefmütterchen.

Aloe Vera – auf ihren Saft verzichtet kaum eine alternative Heilmethode. Er ist in der Lehre des Ayurveda ebenso zu finden wie in der Traditionellen Chinesischen Medizin. Wer sich allerdings die Pflanze nach Hause holen möchte, der sollte unbedingt aufpassen, denn es gibt 400 verschiedene Arten, aber nur der Aloe Vera Barbadensis kann eine gesundheitsfördernde Wirkung nachgewiesenen werden. In ihr sind bereits 150 Wirkstoffe nachgewiesen worden, und davon ist Acemannan der bekannteste. Er soll gegen Viren, Bakterien und Pilze helfen und die Abwehrkräfte aktivieren. Das Gel der sehr fleischigen Blätter dieser Pflanze besteht zu 90% aus Wasser, daher wird es als hervorragender Feuchtigkeitsspender in Cremes und Lotionen eingesetzt.

Das Wilde Stiefmütterchen sieht zum einen sehr hübsch aus, und im Gegensatz zum Gartenstiefmütterchen gilt es auch als Heilpflanze. Es soll bei Hautausschlägen und Ekzemen helfen. Interessant für die Kosmetikindustrie sind auch die enthaltenen Flavonoide. Diese schützen die Zellen der Haut gegen freie Radikale. In Studien wurde außerdem herausgefunden, dass schon geringe Konzentrationen dieses Extrakts der Haut helfen, Feuchtigkeit besser zu speichern.

Melisse und Sanddorn – die natürlichen Waffen gegen die vorzeitige Hautalterung.

Die Melisse wird im Volksmund auch Herztrost genannt. Sie wurde bereits im Mittelalter in jedem Klostergarten angebaut. Durch ihren Duft erleichtert sie das Einschlafen. Aber Melissenöl hilft auch gegen Herpesbläschen und enthält zudem Antioxidantien. Diese können wiederum die freien Radikale binden und so die Hautzellen gegen schädliche Umwelteinflüsse wie Luftverschmutzung oder auch UV-Strahlen schützen. Die Extrakte der Melisse wirken zudem antibakteriell und beruhigend auf gereizte Haut.

Sanddorn – es ist sehr mühsam, die kleinen Beeren zu ernten, aber die Mühe lohnt sich in jedem Fall. Sie sind prall gefüllt mit ungesättigten Fettsäuren, Vitaminen, Mineralien und auch Spurenelementen. Sie enthalten je nach Sorte mehr Vitamin C als Zitrusfrüchte. Dies stärkt das Immunsystem und die Haut. Es wirkt zusammen mit dem Vitamin E gegen freie Radikale. Dies lässt Wunden schneller heilen und festigt zudem die Hautstruktur.

Straffend und festigend wirken Schachtelhalm und Birke.

In früheren Zeiten wurde der Schachtelhalm zum Putzen von Metall genutzt, daher stammt auch der Name Zinnkraut. Sie enthält viel Kieselsäure, die das Bindegewebe festigt. Auch die Bildung von Kollagen und Elastin regt sie an. Schachtelhalm wird in der Kosmetik gerne in Spezialpflegeprodukten für Hals, Gesicht oder Augen eingesetzt.

Die Birke – ihr Saft galt bereits zu Zeiten der Germanen als Schönheitstrunk. Wenn es äußerlich aufgetragen wird, kann es gegen Cellulite helfen. Die lästigen Dellen bestehen aus Wassereinlagerungen im Gewebe. Der Extrakt wird aus den Blättern der Bäume gewonnen, er regt die Hautdurchblutung an und kann so abgelagertes Wasser ausschwemmen.

September 10th, 2015 | Leave a Comment

Die beliebte Kräuterstempelmassage als attraktive Wellnessbehandlung

Die Kräuterstempelmassage stammt vermutlich aus Indien. Aber auch der asiatische Raum kommt als Herkunftsland in Frage. Die Kräuterstempelmassage wird vor allem sehr oft mit einer Ayurveda-Behandlung kombiniert. Die Stempel bestehen meist aus Tüchern aus Baumwolle, alternativ wird auch Leinen verwendet. Die Tücher werden mit den verschiedenen Heilkräutern gefüllt.

Die Zusammensetzung der Kräuter ist abhängig von den Wellnesswünschen des jeweiligen Gastes, der bei einem Wellness Wochenende günstig behandelt wird. Da die Kräuter einen intensiven Duft ausströmen, nimmt der gesamte Behandlungsraum die entspannte Atmosphäre auf.

Die warmen Stempel, die auch an schmerzende Körperstellen gehalten werden können, wirken dann augenblicklich lindernd. Darüber hinaus haben die Kräuterstempel eine starke Wirkung auf das Immunsystem, sind also besonders für Menschen geeignet, die schwere Erkrankungen durchgemacht haben und sich nur schlecht erholen und zu diesem Zweck einen Wellnessurlaub gebucht haben.

Ein weiteres Phänomen ist die Anregung des Stoffwechsels, das durch die Behandlung erzielt wird. Die gut ausgestatteten Wellnesshotels in NRW beraten die Gäste, die Unterstützung bei der Methode brauchen. Unter dem Begriff Stoffwechselerkrankungen werden viele Krankheiten zusammen gefasst. Erkrankungen der Schilddrüse werden immer häufiger diagnostiziert und können auch bei einem Wellness Wochenende mit der Kräuterstempelmassage gleich mit behandelt werden.

Auch im Bereich Gesundheit kann die Kräuterstempelmassage helfen. Viele Patienten wissen gar nicht, dass in den Naturheilverfahren lindernde Methoden gibt. Gicht fällt ebenfalls unter die Stoffwechselerkrankungen. Da Gicht in Schüben verläuft, leiden die Patienten phasenweise unter den abgelagerten Kristallen der Harnsäure. Gicht muss immer behandelt werden, da sie dauerhafte Schäden an den Gelenken und schließlich auch an den Nieren verursachen kann.

Die Kräuterstempelmassage der Wellnesshotels NRW regt auch die Ausscheidung und damit auch die Entgiftung an. So können akute Schübe abgemildert werden. Die Symptome und die Vorerkrankung des Patienten entscheiden darüber ob die schmerzenden Stellen zusätzlich massiert werden.

Für eine Massage wird der Gast zuerst mit einem speziellen und wohlriechenden Öl eingerieben. Erst dann folgt die Behandlung mit den Kräuterstempeln. Die Temperatur der erhitzten Stempel kann durchaus bis 80°C betragen. Deshalb beginnt man die Behandlung mit einem Abklopfen des ganzen Körpers. Schmerzhaft ist die Behandlung nicht, durch die Hitze fühlt der Gast einen kurzen intensiven Reiz, vergleichbar mit dem Hitzereiz bei der Moxatherapie.

Sobald die Stempel etwas weniger heiß sind, streicht der Therapeut mit dem Stempel in schnellen Bewegungen über die Haut des Gastes. Erst dann werden die energetischen Bahnen, die Meridiane abgestrichen.

Auch wenn die Behandlung an einem Wellness Wochenende günstig möglich ist, sollte sie nur von geschulten Fachkräften durchgeführt werden. Die mitunter hohe Temperatur der Kräuterstempel und die Behandlung der Meridiane setzt gute medizinische Fachkenntnis voraus, wie das bei den Angestellten in den Hotels der Fall ist. Die Kräuterstempelmassage kann bis zu einer Stunde dauern.

Voraussetzung ist eine medizinische Unbedenklichkeit. Menschen mit Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems müssen sich vorab untersuchen lassen. Jede Anregung des Immunsystems und des Stoffwechsels wirkt auch auf den Blutdruck, auch wenn die Folgen der Behandlung ausgleichend wirken, so kann es doch während der Therapie zu einer höheren Belastung der Systeme kommen. Vorbelastete Menschen müssen jedoch nicht auf den Genuss der Kräuterstempelmassage verzichten. Für sie gibt es die Teilbehandlung der betroffenen Körperstellen.

Juni 9th, 2015 | Leave a Comment

Die optimale Frühjahrskur mit Bitterstoffen in Gemüse und Heilkräutern

Bekannt ist er wohl jedem, und viele nehmen ihn gerne in Anspruch – den Magenbitter, der häufig nach alten Klosterrezepten hergestellt wird. Bereits im Mittelalter war bekannt, dass die Bitterkräuter gegen so manche Alltagsbeschwerde helfen. Vor allem wird durch sie die Verdauung reguliert, aber auch das Abwehrsystem und der Gesamtorganismus werden gestärkt. Viele Krankheiten und auch das Unwohlsein haben ihre Ursache in einem nicht intakten Verdauungssystem.

Aber auch die umgekehrte Wirkung kann eintreten. Viele ungesunde Lebensgewohnheiten und Stress wirken sich störend auf Magen und Darm aus. Auch das gesamte weibliche Wohlbefinden wird durch Bitterstoffe gefördert. Unterschiedliche Heilpflanzen sind gut geeignet für viele Unbefindlichkeiten.

Gegen Winterträgheit und auch Frühjahrsmüdigkeit hilft am besten Löwenzahn. Bitterstoffe allgemein regen die Tätigkeit von Galle, Leber und Magen an, so wird der ganze Körper auf Trab gebracht. Löwenzahn ist hier ideal, um zu entschlacken und um Gifte und Stoffwechselschlacken zu lösen. Er putzt den Verdauungstrakt und die Reinigungsorgane aus, was auch sehr wichtig für alle Rheumatiker ist. Hier reicht es auch, etwa für vier bis sechs Wochen täglich zwei bis drei Tassen Löwenzahn-Tee, hergestellt aus Löwenzahnblättern und -wurzeln, zu trinken. Alternativ kann man auch 3 Esslöffel Fertigpresssaft aus dem Reformhaus nehmen. Zusätzlich sollte man mindestens zwei Liter Wasser trinken, denn nur so kann die Ausscheidung von Giftstoffen gefördert werden. Wenn es draußen die ersten frischen Löwenzahnblättchen gibt, kann man diese auch pflücken und geraspelt in einen Salat geben. Damit die Bitterstoffe aber wirken können, darf man sie auf keine Fall mit Zucker oder Honig süßen, denn sie müssen ihren Geschmack behalten.

Schlaffe Haut, Blähungen und allgemeine Verdauungsbeschwerden, viele Menschen kennen das. Oft kommt es auch zu Bauchkrämpfen und Verstopfung durch Stress. Ein kleiner Kur-Urlaub mit der beliebten Schafgarbe kann hier Abhilfe schaffen. Durch die bitteren Substanzen darin wird der Speichelfluss angeregt, und auch die Produktion der Magensäure wird angekurbelt. So wird die Verdauung flüssiger. Zudem kann Schafgarbe auch die Nerven beruhigen. Hier sollte man drei Wochen lang täglich vor den Mahlzeiten zwei bis drei Tassen Schafgarbe-Tee trinken. Ähnlich wirkt auch eine Kur mit Engelwurz-Tee.

Erhöhte Blutfettwerte, Aufstoßen, Völlegefühl, Blähungen und Müdigkeit, das alles kann auf eine Überlastung der Leber hinweisen. Den Stoffwechsel der Leber kann man durch die Artischocke stärken, zudem wird der Gallefluss gesteigert. So werden Fette besser verdaut, und die Cholesterinwerte gesenkt. Um dies zu erreichen sollte man vier Wochen lang drei Mal täglich einen Esslöffel Artischockensaft zu sich nehmen. Dazu isst man noch jeden Tag eine Handvoll Bittersalate.

Hier kommen Radicchio, Rucola oder auch Chicoree in Frage. Auch sehr wirksam ist eine Kur mit Mariendistel-Samen, davon nimmt man dann täglich drei Esslöffel zu sich.

Typische Frauenleiden wie Krämpfe, Blähungen und Kopfweh, die die Regel begleiten, können auch durch den Einsatz von Schafgarbe gelindert werden. So werden die Muskel entspannt, und zudem wird die Durchblutung im gesamten Beckenbereich gefördert. Wer von Wechseljahrsbeschwerden geplagt wird, sollte regelmäßig bittere Kräuter und auch Gemüse essen. Auch bei Erschöpfung und in Erholungsphasen gilt das. Durch sie werden auch Wassereinlagerungen besser ausgespült.

Wer etwas abnehmen möchte, kann auch wunderbar pflanzliche Bitterstoffe dafür einsetzen. Sie regen die Energieverbrennung an und so wird Heißhunger verhindert. Mittlerweile gibt es auch Bitter-Elixiere, die alkoholfrei sind. Sie enthalten Bitterpflanzen wie Wermut, Gelben Enzian, Kalmus, Pfeffer und Ingwer. Sie helfen auch bei Übelkeit, Völlegefühl und Verdauungsbeschwerden.

April 23rd, 2015 | Leave a Comment

Mit Heilkräutern zu Wellness und Wohlbefinden

Unkraut ist nicht gleich Unkraut. Das Hassobjekt der meisten Gärtner hat Olaf Schnelle aus Erfurt als Geschäftsidee entdeckt. Dabei verkauft er Kräuter wie Giersch und Franzosenkraut an Sterneköche in ganz Deutschland. Und auch im heutigen Wellnessangebot findet das Unkraut mit seinen teils heilenden Kräften immer öfter Verwendung.

Dabei war es im Anfang gar nicht als Geschäftsidee gedacht. Dies ist lediglich aus einem Zufall heraus entstanden. Olaf Schnelle machte sich Ende der Achtzigerjahre auf, um seinen Vorbild, dem Hamburger Überlebenskünstler Rüdiger Nehberg, nachzueifern. Der deutsche Survival-Experte ernährte sich seinerzeit bei einer Wanderung von Hamburg bis an das Südende Deutschlands nämlich ausschließlich von dem, was er am Wegesrand fand. Olaf Schnelles Wanderung führte von Erfurt bis an die Ostsee. Dort war der Rand des Weges offensichtlich nicht sehr ergiebig, denn Schnelle knurrte schnell der Magen. Im Harz ging schließlich nichts mehr, es blieben nur noch die Unkräuter.

Im Jahre 1989 begann Schnelle ein Gartenbaustudium, das er als Diplomingenieur für Gartenbau abschloss. Nebenbei arbeitete er als Führer von Kräuterwanderungen rund um Berlin. An der vorpommerschen Küste reifte dann die Idee, mit der Kräuterkultur Geld zu verdienen. Dabei entdeckte er auch die heilende Kraft der Kräuter beim Thema Gesundheit und Wellness.

Zahlreichen Restaurants wurden selbst gesammelte Wildkräuter angeboten, um diese als Kunden zu gewinnen. Es funktionierte. Ralf Hiener, einer der Köche, ist heute sein Geschäftspartner. Die beiden betreiben heute zusammen ein bisher einmaliges, landwirtschaftliches Unternehmen. In der Sommerzeit werden bis zu 80 verschiedene Wild-, Heil- und Würzkräuter erntefrisch an diverse Kunden verschickt. Mittlerweile hat das Unternehmen sogar 8 Gärtnerinnen anstellen können, um einen reibungslosen Ablauf von der Aussaat bis zur Verschickung zu ermöglichen.

Profi-und Hobbyköche sowie diverse Wellness Hotels Deutschland gehören mittlerweile zu den Kunden. Diese entdeckten schnell, dass beispielsweise die Süßdolde nach Lakritz, Bärlauch nach Knoblauch oder Giersch nach Möhre und Petersilie schmeckt. Aber auch Heilpraktiker haben die Kräuter für sich entdeckt und nutzen diese für eine Vielzahl von gesundheitlichen Beschwerden. Bärlauch gegen Bluthochdruck, Arterienverkalkung oder Verdauungsstörungen wird genauso eingesetzt wie die Brennessel, der heilende Kräfte bei rheumatischen Beschwerden nachgesagt werden. Frauenmantel hingegen kann Beschwerden während der Wechseljahre mindern. Ein Wildkräutersalat überrascht nicht nur mit einem außergewöhnlichen Geschmacksbouquet, er liefert dem Körper auch noch mehr Vitamine und Mineralien als ein herkömmlicher Salat.

Diese Art der Ernährung wird mittlerweile auch beim Thema Wellness groß geschrieben. Meist wird beim Wellnessangebot auf die eher langweilige Obst-Gemüse-Körner-Küche gesetzt. Dass soll sich aber bald ändern, denn immer mehr Hotels setzten bei einer gesunden Ernährung auf das ‚Grüne Gold’. Eine fantasievolle Kräuterküche soll nach Meinung von Geschäftsführer Ralf Hiener einen festen Platz im Speiseplan der Wellness Hotels Deutschland bekommen. Dazu gehören auch Vitaldrinks oder Obstsäfte mit frisch gepressten Kräutern. Diese bringen zwischen den einzelnen Wohlfühlbehandlungen den Organismus wieder auf Trab. Auch Kombinationen aus Möhren und Estragon oder Apfel und Giersch haben dabei Powerpotenzial.

Auf diesem Gebiet gibt es also noch einiges zu entdecken. Das bedeutet aber nicht, dass im Bereich Wellness alles auf einer Unkraut-Welle schwimmt. Auch in normalen Restaurants werden Kräuter mit verlockenden Namen wie Gundermann oder Taubnessel immer öfter gekonnt in die Küche integriert, um wohlschmeckende Gerichte zu produzieren. Da muss auch beim Thema Wellness kein neuer Stil erfunden werden.

März 8th, 2015 | Leave a Comment

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