Heilfasten – darum sind Fastenkuren so gesund [ März 29th, 2016 ] Posted in » Fastenkuren

SaftfastenFasten – für viele steht dieses Wort für Verzicht, Entbehrungen und eine schlimme Zeit ohne Genuss. Es stimmt, beim Fasten wird auf all die Genüsse verzichtet, die man sich sonst im Leben so gönnt. Und es stimmt auch, dass dies zu Beginn sicher nicht ganz einfach ist. Dennoch gibt es so viele positive Wirkungen auf die Gesundheit und das Wohlbefinden, dass viele Menschen dies gerne regelmäßig auf sich nehmen weil sie wissen, dass sie sich hinterher sehr viel wohler fühlen.

Was genau ist Fasten?

Generell versteht man unter Fasten den bewussten Verzicht auf feste Nahrung, entweder teilweise oder auch ganz, und das über einen zuvor festgelegten Zeitraum. Beim Heilfasten ist es zusätzlich noch so, dass hier das Ziel eines besseren Wohlbefindens oder einer besseren Gesundheit erreicht werden soll. Viele Fastenwillige führen eine solche Fastenkur zu Hause durch. Dies ist auf jeden Fall durchführbar, aber nicht unbedingt ratsam. Wer sich zu solch einer Kur zu Hause entscheidet, sollte auf jeden Fall während der Zeit Urlaub nehmen. Zudem sollte auch immer zuvor der Hausarzt konsultiert werden. Der Beginn einer jeden Fastenkur ist eine gezielte Darmentleerung. Je nach Art der Fastenkur gibt es danach entweder nur Flüssigkeit wie Wasser und Tee, oder auch kleine Mengen an Obst und Gemüse. Weitere Arten des Fastens sehen auch andere Vorgehensweisen vor.

Der Frühling – die ideale Zeit für eine Fastenkur

Gerade im Frühling streben viele Menschen eine Fastenkur an. Im Vordergrund steht hier der Winterspeck, der sich im Laufe der Monate und vor allen Dingen über die Weihnachtsfeiertage angesammelt hat, und sich hartnäckig auf den Hüften hält. Gleichzeitig kann man den Körper von allen Giftstoffen und unnötigem Ballast befreien. Der beste Weg für eine erfolgreiche Fastenkur ist hier das Heilfasten in einem darauf spezialisierten Hotel.

Hier stehen qualifizierte Ärzte zur Verfügung, die den gesamten Verlauf der Fastenkur überwachen und gegebenenfalls entsprechende Schritte einleiten können. Viele Hotels bieten solche Fastenkuren an, allerdings unterscheiden sich die meisten voneinander.

Unterschiedliche Fastenkuren

Es gibt einige sehr beliebte Fastenkuren, die sehr häufig angeboten werden. Dazu zählt auf jeden Fall das Heilfasten nach Buchinger, diese Fastenkur ist ein absoluter Klassiker. Hier ist es so, dass während der Kur lediglich Gemüsebrühe, Wasser und Säfte zu sich genommen werden dürfen. Mit Hilfe von Einläufen und Darmspülungen wird der Körper zudem entgiftet und entschlackt.

Eine andere Art der Fastenkur ist das Fasten nach F.X. Mayr. Wer sich nicht an den Gedanken gewöhnen kann, gar nichts essen sondern nur trinken zu dürfen, ist mit dieser Kur sicherlich besser bedient. Die F.X. Mayr Kur ist auch bekannt als „Milch-Semmel-Diät“. Aber Vorsicht, dies bedeutet nicht, dass man den ganzen Tag nach Herzenslust Semmeln und Milch zu sich nehmen darf. Die Semmeln werden gegessen, dazu gibt es nur löffelweise die Milch. Die restliche Milch wird auf keinen Fall getrunken.

Am einfachsten ist sicherlich das bekannte und beliebte Saft-Fasten. Wie der Name es schon andeutet, nimmt man während der Fastenzeit nur Obstsäfte und Gemüsesäfte zu sich. Etwas komplizierter dagegen ist die klassische Schrothkur. Hier wechseln sich nicht nur Trocken- und Trinktage ab, auch Packungen, Diät und Bewegung gehören zu dieser Kur dazu. Daher empfiehlt sich bei der Schrothkur immer eine Aufenthalt in einem speziellen Kurhotel.

F.X. MayrDie Fastenkur mit dem Urlaub verbinden

Viele Menschen entscheiden sich heute dafür, ihren Urlaub mit Heilfasten zu verbinden. So kann man nicht nur unter ärztlicher Aufsicht seinen Körper richtig reinigen und entschlacken, sondern kann auch gleichzeitig die vielen Sportmöglichkeiten nutzen und die reizvolle Umgebung genießen. Abnehmen, entschlacken, mehr Bewegung und den Stress abschütteln – ganz einfach den Urlaub mit einer Fastenkur kombinieren!

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Löffelweise Harmonie – die ayurvedische Küche

Früher hat es dem Steinzeitmenschen das Leben gerettet, und für uns kann es heute dagegen recht gefährlich werden. Gemeint ist hier die Fähigkeit, innerhalb von wenigen Sekunden von null auf hundert durchzustarten. Früher war es so, dass man ein Notfallsystem benötigte, wenn man Mammuts jagen wollte. Auch heute profitieren wir durchaus davon, und zwar beispielsweise wenn wir noch auf den letzten Drücker für eine Prüfung lernen muss. Stehen wir unter Anspannung, dann können wir wirklich ungeahnte Kräfte mobilisieren.

Dennoch sind wir auch manchmal Herausforderungen ausgesetzt, die uns schlichtweg überfordern.

Dann reagiert der Körper so, dass der Hypothalamus im Zwischenhirn eine Hormonkaskade in Gang setzt. Durch diese wird dann die Nebennierenrinde dazu veranlasst, Noradrenalin, Adrenalin und auch Cortisol auszuschütten. Dann werden Atem und auch Herzschlag beschleunigt, gleichzeitig steigt der Blutdruck, und auch die Muskulatur spannt sich an. Dann werden auch die Sinne geschärft, und wiederum auch die Verdauung und der Geschlechtstrieb gedämpft. Erst wenn die riskante Situation vorbei ist machen wir uns dann wieder locker. Problematisch ist Stress eigentlich immer, und wenn er chronisch ist, dann schwächt er sowohl das Immunsystem als auch das Gefäßsystem.

Vor 6000 Jahren kannte man das Wort Stress im Ayurveda noch gar nicht. Aber dennoch kannte man dort bereits die Symptome wie Nervosität, Gelenkschmerzen, gestörter Schlaf, Geräuschempfindlichkeit und auch trockene Haut und Gelenkschmerzen. Das alles weist auf eine sogenannte Vata-Störung hin. Nach der Ayurveda-Lehre ist es so, dass Vata, das Bewegungsprinzip, zusammen mit Pitta, Stoffwechsel, und Kapha, der Struktur, die drei Doshas bildet, die Lebenskräfte im Menschen. Eine dieser Kräfte herrscht in jedem einzelnen Menschen vor. Dadurch wird seine Konstitution bestimmt. Allerdings sollen davon ganz unabhängig die drei Doshas im Körper in Harmonie fließen. Nur dann geht es dem Menschen auch wirklich gut. Wenn diese Doshas gestört sind, kann es zu Krankheiten kommen. Daher ist es so, dass alle Maßnahmen darauf abzielen, das Gleichgewicht zu halten, und zwar durch einen regelmäßigen Lebensstil, Ökomassagen, Meditation, Bewegung und auch Ernährung.

Ayurveda sollte vor allen Dingen als eine vorbeugende Therapie gesehen werden. Eine eventuelle Störung können Ärzte beispielsweise am Puls erfühlen. Wenn Menschen gestresst sind, dann pulsiert er recht schnell und auch flach. Heute sind Vata-Störungen leider recht häufig anzutreffen.

Bei gestressten Patienten verordnen die Ayurveda-Ärzte als erstes Entspannung, Bewegung und auch eine gute Ernährung. Man muss bedenken, dass alles, was wir essen und trinken, unser Wohlbefinden beeinflusst. Idealerweise sollte das Essen immer ein Fest sein für die Sinne. Dabei sollte der Reis schön duften, das Gemüse sollte bunt und knackig sein, ein zerkochtes Einerlei kommt hier nicht in Frage. Auch ein Apfel sollte richtig schön knacken, wenn man hereinbeißt. Ein gesundes Essen macht immer Freude, und es ist aus Lebensmitteln zubereitet, die frisch sind und unbelastet. Auch alle Geschmacksempfindungen sollten in der ayurvedischen Küche enthalten sein. Das macht dann richtig schön satt und auch zufrieden. Wer unter Stresssymptomen leidet, also eine Vata-Störung hat, der bekommt für gewöhnlich zwei unterschiedliche Lebensmittellisten, auf einer steht, was er bevorzugen soll, auf der anderen, was er vermeiden soll.

Zurückhalten sollte man sich mit Nahrungsmitteln, die einen überwiegend scharfen, herben oder bitteren Geschmack haben, denn sie heizen Vata an. Günstig sind hier salzige, süße und auch saure Lebensmittel. Diese reduzieren das nervöse, überdrehte Vata. Die Speisen und die Getränke sollten warm sein, und im Winter auch ruhig etwas schwerer und fetter. So wird das System beruhigt und besänftigt. Jetzt mag man vielleicht meinen, dass man schon immer bei solchen Situationen instinktiv richtig gehandelt hat, wenn man zu Schokolade und Chips gegriffen hat, aber dem ist nicht so. Zwar stimmt hier die Richtung, also salzig und süß, aber dennoch gibt es im Ayurveda keine Zwischenmahlzeiten oder auch Snacks und schon gar kein Fast Food.

Wichtig ist im Ayurveda auch, dass man immer langsam und auch regelmäßig isst. Zwischen den Mahlzeiten sollten schon rund vier bis sechs Stunden liegen. Nur so kann der Körper richtig gut verdauen. Und die geregelten Essenszeiten sind deshalb sehr wichtig, weil sie den Tag strukturieren. Genau das ist in stressigen Zeiten sehr wichtig.

Die Hauptmahlzeit ist hier immer für den Mittag vorgesehen, und dann darf man sich auch so richtig satt essen. Wenn das Frühstück ausfällt, es dies auch nicht so ganz schlimm. Wichtig ist aber, dass das Essen abends immer leicht verdaulich ist. So kann man dann gut schlafen. Zudem sollte man in Ruhe essen und auch in einer schönen Umgebung und vor allen Dingen, ohne dass man nebenbei etwas erledigt.

Auch Disziplin hilft weiter, so schaufelt man nicht unkontrolliert etwas in sich hinein. Durch unregelmäßiges Essen wird die Vata-Energie angefeuert, und das ist dann ein Teufelskreis, der auch meist noch mit einem Bewegungsmangel einhergeht. Dann steigen der Stresspegel und auch das Gewicht.

Allerdings gibt es hier auch eine gute Nachricht, denn niemand muss sich die geliebten süßen Leckereien verkneifen. Ayurveda ist die Lehre, in der diese süße Lust noch durchaus ernst genommen wird. Es gibt sogar manche Kurkliniken, die die Nachspeise noch vor der Hauptmahlzeit servieren.

Dezember 7th, 2015 | Leave a Comment

Die ayurvedische Fußmassage Padabhyanga

Ayurveda ist ein altes indisches Heilverfahren. Die ältesten Hinweise auf diese Heilkunde sind 5000 Jahre alt. Die Heilkundigen haben es sich zum Ziel gemacht, die gesunden Menschen gesund zu erhalten, und die Kranken von ihrer Krankheit zu heilen.

Bei Ayurveda werden die wichtigsten Funktionen des Körpers in Gruppen unterteilt. All diese Gruppen oder Prinzipien zusammen nennt man „Doshas“.

Die „Doshas werden unterteilt in Vata (Atmung, Sinne, Ängste, Bewegung), Pitta (Energie, Stoffwechsel, Sehen) und Kapha (Erscheinungsbild des Körpers, Kraft, Zufriedenheit). Die drei müssen im Gleichgewicht sein, sonst wird man krank.

Die Behandlungen nach Ayurveda können das Gleichgewicht aber wieder herstellen. In Deutschland hat sich die indische Heilkunst in den naturheilkundlichen Praxen, Kurhäusern und Wellnesshotels etabliert. Ayurveda behandelt ganzheitlich. Die Ernährung und die Massagen sind genauso wichtig, wie die philosophischen Ansätze.

Eine besonders wohltuende Massage ist die Padabhyanga. Es handelt sich dabei um eine Ayurvedische Fußmassage, die etwa eine Stunde dauert. Dazu erwärmt der Therapeut das Ghee, ein reines Butterfett. Anschließend werden die Füße und Beine bis zu den Knien massiert. Die Behandlung hat eine sichtbare Wirkung auf die Haut, die auf diese Weise intensiv gepflegt wird. Sie soll außerdem Kraft geben.

Besonders wirkungsvoll ist diese Behandlung, wenn sie am Abend vor dem Schlafengehen durchgeführt wird, denn ihre starke Wirkung entfaltet sie vor allem bei Menschen mit Schlafstörungen. Durch die lange Behandlung werden auch nervöse Patienten deutlich ruhiger. Die Gedanken hören auf zu rasen und der Herzschlag beruhigt sich, der Blick wird klarer. Die Muskeln selbst werden deutlich beweglicher.

In der Schönheitsbehandlung wird Padabhyanga ebenfalls gern eingesetzt, denn durch die Behandlung wird die Hornhaut entfernt und so manche Hautirritation beruhigt. Padabhyanga ist eine sehr sanfte Massage. Sie ist für den Patienten sehr angenehm. Durch die feinstoffliche Verbindung hat die Behandlung auch Einflüsse auf verschiedene Körperfunktionen. So ist die positive Wirkung auf den Kreislauf schnell spürbar. Die Anwendung kann außerdem den Dickdarm anregen.

Ein wesentlicher Bestandteil von Padabhyanga ist die zusätzliche Behandlung der Druckpunkte, die Marma-Punkte. Marma-Punkte finden sich am ganzen Körper, auch an den Füßen, den Waden, den Kniekehlen und vorn auf dem Knie. Patienten, die Padabhyanga nutzen, um gesund zu werden, sollten sich auch zu ihrer Ernährung beraten lassen.

Die Einstellung zur Ernährung ist bei Ayurveda ganz anders, als man nach dem westlichen Verständnis kennt. Grundsätzlich isst man in Ruhe, ohne Hast und mit voller Konzentration.

Auch Unterhaltungen sollten unterlassen werden. Grundsätzlich soll zu festen Zeiten gegessen werden aber nur dann, wenn man auch tatsächlich Hunger hat. Ist der Hunger gestillt, soll die Mahlzeit beendet werden. Es wird auch nur gegessen, um gesund zu werden, bzw. zu bleiben. Deshalb ist die richtige Zusammenstellung der Speise von großer Bedeutung. Ayurveda propagiert die vegetarische Kost.

Vor der Zubereitung der Speisen soll die Qualität geprüft werden. Fast Food oder denaturierte Speisen sind nicht im Sinne von Ayurveda. Vor dem Essen empfehlen die Therapeuten, sich kurz zu sammeln um sich besser auf das Essen konzentrieren zu können. Dazu eignet sich zum Beispiel eine kurze Meditation.

Oktober 29th, 2015 | Leave a Comment

Reinigen und entgiften mit der indischen Heilkunst Ayurveda

Die alte indische Heilkunst Ayurveda ist nicht mehr länger etwas, das nur in Indien angewandt wird. Auch hierzulande wird Ayurveda immer beliebter. Aber um in den Genuss davon zu kommen ist es nicht unbedingt nötig, ein Wellnesshotel aufzusuchen, einiges kann man auch zu Hause anwenden.

Egal ob für Güsse oder auch Massagen, aus der Ayurveda-Medizin sind Öle absolut nicht mehr wegzudenken. Für alle drei sogenannten Dosha-Typen eignet sich das kalt gepresste Sesamöl. Vor der ersten Anwendung sollte man das Öl ganz langsam auf 100 Grad erhitzen. Dann wieder auf Körpertemperatur abkühlen lassen. Diese ganze Prozedur nennt man dann „reifen“. Wem dies zu viel ist, der kann im Handel auch bereits einige fertig gereifte Öle bekommen.

Alle Ayurveda-Ärzte bauen auf Heilpflanzen und auch Heilkräuter, beispielsweise die Indische Stachelbeere. Diese gilt als Energiespender und ihr wird auch eine verjüngende Wirkung nachgesagt. Sie wirkt aber auch gegen Stress, Asthma und auch allgemeine Schwäche. In Bioläden kann man bereits fertige Präparate mit indischen Heilpflanzen kaufen.

Sind wir verspannt oder auch erschöpft, dann kann eine Fußreflexzonen-Massage wahre Wunder wirken. Sie ist sogar in der Lage, Impulse an ganz bestimmte Organe zu senden und somit hilft sie Krankheiten zu heilen. Zwar ist es nicht möglich, eine richtig gezielte Fußreflexzonen-Massage selbst durchzuführen, aber schon eine ganz vorsichtig durchgeführte Ölmassage an den Füßen ist in der Lage, einem eine sehr angenehmen und tiefe Entspannung zu bringen. Man reibt einfach den Fuß und die Wade mit dem Öl ein, und zwar unter einem leichten Druck. Sehr viele recht hartnäckige Verspannungen sitzen gerade unterhalb der Zehen, und das bis hin zur Ferse. Diese kann man mit einem vorsichtigen Reiben auch ganz einfach selbst beseitigen.

In der Ayurveda-Therapie spielen die Doshas eine sehr große Rolle, das sind Energiemuster. Je nachdem, welches dieser Energiemuster bei einer Person vorherrscht, ist derjenige ein Vata, Kapha oder auch Pitta. Der Vata-Typ hat für gewöhnlich eine trockene Haut, er friert meistens sehr schnell und die Menschen dieses Typs sind auch gerne recht mager und haben auch oft Verdauungsprobleme. Beim Pitta-Typen herrscht meistens eine unreine Haut vor. Zudem ist er von einem mittel bis schweren Körperbau. Die Kapha-Typen neigen sehr schnell zu Übergewicht, aber sie haben eine glatte Haut.

Im Ayurveda spielt das Essen eine absolut herausragende Rolle. Eine ganz besondere Bedeutung haben dabei die unterschiedlichen Gewürze. Beispielsweise gilt Kardamom als beruhigend, und die ätherischen Öle des Ingwers wirken entschlackend. Chili ist gut dazu geeignet, den Kreislauf anzuregen. Auch beim Essen wird Rücksicht genommen auf die verschiedenen Dosha-Typen. Vata-Typen sollten eher die Geschmacksrichtungen sauer, süß und salzig bevorzugen, und das Essen sollte auch auf jeden Fall gekocht sein. Die Pitta-Typen können sowohl warm als auch kalt essen, und zwar in den Richtungen süß, bitter und herb. Für die Kapha-Typen gilt, dass sie viel frisches Obst essen sollten, und auch Gemüse ist wichtig, und zwar in den Richtungen bitter, herb und scharf.

Ähnlich wie bei den Füßen ist es auch bei den Händen so, dass auch hier eine Massage Auswirkungen auf den ganzen Körper haben kann. Zudem erzeugt sie auch ein recht tiefes Wohlgefühl. Auch hier sollte man warmes Sesamöl nutzen. Beginnen sollte man die Massage an den Schultern, und dann arbeitet man sich in kleinen kreisenden Bewegungen bis hin zu den Händen vor. Natürlich mit der rechten Hand am linken Arm und umgekehrt. Man zeichnet dabei mit den Daumen kleine Kreise auf dem Handrücken und auch der Handfläche. Danach dann jeden Finger einzeln bis zur Spitze ausstreichen.

Ayurveda-Anwendungen sind grundsätzlich zu jeder Tageszeit möglich, aber dennoch wird jede Tageszeit den Eigenschaften eines Doshas zugeordnet. Vata-Zeit ist von 2 bis 6 Uhr und von 14 bis 18 Uhr. Diese ist gekennzeichnet von Wachheit und Klarheit. Also immer vor sechs Uhr aufstehen. Der Nachmittag gilt allgemein als kreative Zeit.

Die Kapha-Zeit ist von 6 bis 10 Uhr und von 18 bis 22 Uhr angesagt, und sie wird durch Trägheit und Schwere bestimmt. Daher sollte man wenn es geht vor 22 Uhr ins Bett gehen. Die Verdauung ist zu dieser Zeit recht träge, daher sollte man nur leichtes Essen zu sich nehmen.

Die Pitta-Zeit ist von 10 bis 14 Uhr und von 22 bis 2 Uhr. Diese steht für Energie und Hitze. Hier bietet sich ein üppiges Mittagessen an. In der Nacht werden zu dieser Zeit Träume verarbeitet. Abends sollte man keine Ölmassagen mehr anwenden, denn dann werden die so gelösten Giftstoffe nicht mehr abtransportiert.

August 19th, 2015 | Leave a Comment

Ayurveda – weitaus mehr als nur ein paar wohltuende Massagen

Wenn man heute das Wort Ayurveda in einen Raum mit Menschen wirft, dann wird es einige geben, die gleich mit Stichwörtern wie wohltuende Massagen, Öl, Stirnguss und auch vielleicht noch Synchronmassage loslegen werden. Das ist gegenüber der Zeit von vor ein paar Jahren noch eine echte Errungenschaft, denn damals wusste niemand, was Ayurveda überhaupt ist. Mittlerweile findet man in vielen SPAS bereits entsprechende Rubriken auf der Angebotstafel, die ayurvedische Anwendungen anbieten. Dies sind meistens Massagen mit wunderbar wohlriechenden Ölen, die alle Muskeln schön lockern und dabei rundherum entspannen.

Dabei umgibt den Gast noch ein Hauch von Exotik, und das macht die Massage zusätzlich zu einem echten Erlebnis. Allerdings hat dies mit der ursprünglichen Lehre Ayurveda nicht wirklich mehr viel zu tun.

Ayurveda ist eine Heillehre aus Indien, die bereits uralt ist. Hierbei geht es wirklich um weitaus mehr, als um ein paar entspannende Massagen. Seit Jahrtausenden wird Ayurveda bereits in Indien praktiziert. Die Ärzte, die sich zu Ayurveda-Ärzten ausbilden lassen, durchlaufen ein Studium, das mehrere Jahre dauert und auf den alten Heilkünsten beruht, die überliefert wurden.

Bei der Ayurveda-Lehre ist es so, dass grundsätzlich immer der Mensch aber nicht die Krankheit im Vordergrund steht. Dazu kommt noch ein sehr wichtiger Punkt, der diese einzigartige Lehre von unserer herkömmlichen Schulmedizin wesentlich unterscheidet, denn Ayurveda verbietet gar nicht erst, sondern bietet einfach nur. Hier gibt es mehr Gebote aber keinerlei Verbote. Allerdings wirkt Ayurveda nicht so schnell, aber dafür langsam und sicher.

Dazu kommt noch ein wichtiger Punkt, denn gerade in diesen Zeiten nimmt das Interesse an der eigenen spirituellen Weiterentwicklung immer mehr zu, und genau das kann man im Ayurveda finden. Ayurveda geht davon aus, dass man Leiden, Krankheiten und auch Disharmonien immer dort findet, wo das Gleichgewicht der Kräfte gestört ist. Das passiert im Körper, im Kopf, aber auch im engeren Umfeld und in zwischenmenschlichen Beziehungen. Aber auch das Verhältnis zwischen Mensch und Natur kann durchaus gestört sein.

Ayurveda hat ganz individuelle Ansätze, wie man das Gleichgewicht von Körper, Geist und auch Seele wiederherstellen kann. Und es sorgt dafür, dass man es ein leben lang behält. Allein die Übersetzung aus dem Sanskrit, der alten Hochsprache Indiens zeigt, worum es bei Ayurveda geht: „Wissenschaft vom langen Leben“.

Untrennbar mit Ayurveda sind die sogenannten Doshas verbunden. Gemeint sind damit die drei Konstitutionstypen, also Vata, Pitta und Kapha. Diese kann man mit Bioenergien gleichsetzen. Es gilt hier, diese drei Doshas in den Einklang zu bringen und auch zu halten.

Die Bestimmung der Doshas erfolgt immer durch einen Ayurveda-Arzt. Dieser wendet die bereits berühmt gewordene Pulsdiagnose an, aber er achtet auch auf die Beschaffenheit von Haut und Haar sowie dem Körperbau. Zudem fragt er nach der Ernährung und auch nach dem sozialen und emotionalen Umfeld. Wenn die Doshas dann schlussendlich korrekt bestimmt sind kann man wirklich feststellen, ob es hier vielleicht ein Missverständnis gibt, dem man dann mit ausgleichenden Maßnahmen entgegenwirken kann.

Sehr wichtige Komponenten bei der Wiederherstellung und auch beim Halten des wichtigen Dosha-Gleichgewichts sind unter anderem die Ernährung, Meditation, Yoga und auch spezielle Behandlungen, die der Reinigung dienen. Diese bestehen aus Ölmassagen, aber auch aus Güssen, Schwitzkuren, Bädern und Packungen.

Dabei gibt es eine kleine Königsdisziplin unter den Behandlungen, die sogenannte Panchakarma-Kur. Diese darf immer nur in Begleitung eines Arztes absolviert werden, und sie läuft auch nach einer ganz bestimmten Reihenfolge ab. Wer eine solche Panchakarma-Kur bucht, der sollte immer dafür mindestens vierzehn Tage, besser aber noch 21 bis 30 Tage einplanen.

Diese Kur ist eine sehr intensive Reinigung, sie ist ausgesprochen anstrengend und zudem fordert sie auch noch viel, sowohl mental als auch körperlich.

Wer eine solche Kur plant steht oft vor der Frage, wo soll man denn nun hingehen, um sich diesen Behandlungen zu unterziehen? Natürlich kann man in das Mutterland des Ayurveda, also Indien fahren, aber auch in Europa gibt es sehr viele authentische Behandlungen, die von den Zentren angeboten werden. Was nun für einen selbst besser ist, das muss jeder selbst entscheiden. Sicher ist es nicht jedermann´s Sache, bis nach Indien zu fliegen und sich dort behandeln zu lassen, auch wenn man das gerne einmal machen würde, allein schon der einzigartigen Erfahrung wegen. Oft spielt ja auch der Geldbeutel nicht immer so mit.

Aber es ist im Grunde genommen auch egal, ob man nach Indien fährt oder seine Kur in Europa absolviert, Ayurveda ist wirklich nur dann sinnvoll, wenn man es ernsthaft und auch regelmäßig in seinen Alltag integriert. So erhält man ein langes und gesundes und auch harmonisches Leben.

 

Mai 20th, 2015 | Leave a Comment

Ayurveda auch für zu Hause – Wellness in den eigenen vier Wänden

Ayurveda ist ein alte indische Heillehre. Es klingt sehr geheimnisvoll und auch exotisch und wird in Deutschland hauptsächlich mit Beauty- und Wellnessbehandlungen in Verbindung gebracht. Aber Ayurveda ist noch weitaus mehr als etwas Entspannung, es ist ein hochkomplexes Heilsystem. Dieses System gibt es bereits seit mehreren Jahrtausenden und wird seitdem hauptsächlich in Sri Lanka, Indien und Nepal praktiziert. Auch hierzulande gewinnt Ayurveda immer mehr Anhänger, und jedes Jahr sind es ungefähr 100.000 Deutsche, die nach Indien fliegen, um dann dort eine ausgiebige Kur zu machen.

Aber auch innerhalb von Deutschland gibt es viele Wellnesshotels, die auf Ayurveda-Behandlungen spezialisiert sind. Für manche ist es allerdings nicht möglich, eine solch kosten- und auch zeitintensive Kur zu machen.

Aber auch zu Hause kann man unterschiedliche ayurvedische Anwendungen machen und sich selbst und seiner Gesundheit etwas Gutes tun. Wichtig ist es hier allerdings, dass man sich zuerst mit der Grundidee auseinandersetzt. Aus ayurvedischer Sicht besteht das Universum aus fünf Elementen, das sind Raum, Luft, Feuer, Wasser und Erde. Und auch der Körper setzt sich aus diesen Elementen zusammen. Diese Elemente setzen sich in jedem Menschen nach einem ganz individuellen Energiemuster zusammen. Das wird Dosha genannt. Derer gibt es im Ayurveda drei, Vata, Pitta und Kapha. In jedem Menschen existieren alle drei, aber meistens ist ein Dosha sehr dominant. Wenn das Mischungsverhältnis aus dem Gleichgewicht kommt, dann können Krankheiten entstehen. Die Anwendungen im Ayurveda sind immer auf die unterschiedlichen Dosha-Typen zugeschnitten.

Menschen des Vata-Typus sind eher schlank bis mager und nehmen nur sehr selten einmal zu. Die Haut ist trocken und rau und aufgrund mangelnder Durchblutung kommt es oft zu kalten Händen oder Füßen. Sie mögen kein kühles Wetter und sind ständig in Eile, still sitzen können sie gar nicht. Sie wachen nachts öfter auf und brauchen auch weniger Schlaf. Geistig sind sie sehr beweglich und haben viele kreative Ideen, sie sind immer bereit für Veränderungen und handeln sehr schnell. Unregelmäßiges Essen und die Neigung zu Verstopfung gehört ebenso zu diesem Typ.

Der Pitta-Typ ist eher mittelgroß und Ab- und Zunahme halten sich hier die Waage. Die Haare sind eher fein und ergrauen auch schneller. Die Haut hat oft Sommersprossen und ist ölig, man muss sie vor der Sonne schützen. Er verträgt eigentlich gar keine Hitze, schwitzt schnell und friert meistens auch nicht, wenn es richtig kalt ist. Er isst sehr gern, und Verdauung und Stoffwechsel funktionieren bestens. Der Schlaf ist immer erholsam, er hat einen scharfen und logischen Verstand und auch ein großes Talent für Führungsaufgaben. Allerdings ist er nicht sonderlich geduldig.

Der Kapha-Typ zeichnet sich durch einen wohlproportionierten Körper aus. Er nimmt schnell zu, aber nicht so leicht wieder ab. Er hat meistens dunkles Haar, das aber auch sehr voll ist. Der Typ mag gar kein nasskaltes Wetter, der Stoffwechsel ist sehr langsam, genauso wie die Verdauung. Gemächlich und ruhig ist dieser Typ, so schnell bringt ihn nichts aus der Ruhe. Es kann schon einmal etwas dauern, bis Sachverhalte erfasst werden, aber dann ist das Wissen im Langzeitgedächtnis gespeichert.

Für Ayurveda zu Hause kann man bestens Selbstmassagen mit Öl anwenden. Besonders ist an ihnen, dass man sie vor dem Duschen anwendet. So zieht das Öl die Giftstoffe aus der Haut und wird dann anschließend gleich abgeduscht. Man sollte sich ruhig einmal zwanzig Minuten dafür Zeit lassen, und so wird eine solche Ölmassage auch schnell zu einem festen Ritual im Leben. Diese Art der Massage entspannt und regt auch den Lymphfluss und den Kreislauf an. So werden Stoffwechselprodukte schneller abtransportiert.

Dafür muss man zunächst ein Basisöl wählen, das sich für den eigenen Dosha-Typ am besten eignet. Zu beachten ist allerdings, dass der berühmte Stirnölguss nicht für zu Hause angewandt werden kann. Wer dies gerne möchte, sollte sich nach den passenden Wellness Hotels in Deutschland umsehen, die das anbieten.

Der Vata-Typ nimmt am besten als Basisöl Sesam-, Mandel oder auch Jojobaöl. Wer gerne etwas Aromaöl dazumischen möchte, der kann wärmende Öle wie Jasmin, Zimt, Nelke oder Orange nehmen.

Für den Pitta-Typ empfiehlt sich als Grundlage Kokos- oder Sonnenblumenöl, als Aromaöle dazu eignen sich Sandelholz, Koriander, Minze, Rose, Myrrhe oder auch Weihrauch.

Perfekt für den Kapha-Typ ist Sesamöl. Ingwer, Rosmarin oder auch Eukalyptus sind die besten Aromaöle.

Bevor man es anwendet, wird das Öl erst einmal vorbereitet. Dazu sollte man es ganz langsam auf 110 Grad erhitzen. Um zu sehen, ob die richtige Temperatur erreicht ist, spritzt man etwas Wasser auf das Öl, und wenn diese Tropfen platzen, hat man die richtige Temperatur erreicht. Dieses Öl wird dann als „gereift“ bezeichnet und kann in einer Glasflasche abgefüllt aufbewahrt werden, wenn es abgekühlt ist. Für eine Ganzkörpermassage wird circa 40ml Öl benötigt, das Körpertemperatur hat.

Dann erfolgt die Massage, am besten setzt man sich auf einen Hocker und ölt sich vom Scheitel bis zur Sohle ein. Man beginnt dabei am Kopf und massiert dabei Haare und Kopfhaut so, wie man es mit einem Shampoo tun würde. Dann sind Ohrläppchen, Kinn, Stirn, Hals und auch Nacken dran. Arme und Hände werden sanft geknetet, und Brust und Bauch kreisend massiert. Dann folgen der untere Rücken und der Po. Zuletzt sind die Beine und die Füße dran. Am besten ist es, danach noch etwas in einem Handtuch eingehüllt zu ruhen. So zieht das Öl am besten ein. Danach dann heiß duschen und die Ölreste mit einer pH-neutralen Waschlotion entfernen.

Wichtig im Ayurveda ist auch die Ernährung. Fertiggerichte und Fast Food ist garantiert nicht das richtige für den Körper. Aber schon eine typgerechte Ernährung kann hier einiges bewirken.

Der Vata-Typ sollte warme und nur mild gewürzte Suppen oder auch Eintöpfe und Aufläufe zu sich nehmen. Ausgleichend wirken Nudeln, Reis, Sahne und Brot. Harmonisierend sind hier Fenchel, Zimt, Ingwer und Anis. Die bevorzugten Geschmacksrichtungen dieses Typs sind salzig, sauer und süß. Nicht zu empfehlen sind hier schwer verdauliches Gemüse wie Kohl oder auch Hülsenfrüchte und rohe Zwiebeln.

Der Pitta-Typ bevorzugt kühlende Nahrungsmittel. Brokkoli, Spinat, Bohnen und Zucchini sind ideal. Auf dem Speiseplan sollten zudem noch Gartenkräuter, Blattsalate und rohe süße Früchte stehen wie Aprikosen oder Mangos. Saure Früchte sind für diesen Typ nicht geeignet. Bittere und herbe Aromen helfen bei diesem Typ, dass die Leber ihre Entgiftungsarbeit leisten kann. Stark gewürzte oder auch fette Speisen sind hier nicht sehr gut.

Fettarme und leichte Mahlzeiten sind das beste für den Kapha-Typ. So wird die etwas träge Lebensenergie wieder in Schwung gebracht. Alle scharfen bis bitteren Gemüsesorten gehören dazu, Lauch, Kohl und Auberginen sind ideal. Alle nicht süßen Obstsorten wie Äpfel und Beeren bekommen diesem Typ ebenfalls gut. Scharfe Gewürze tun gut, und allzu Süßes oder Salziges ist eher unbekömmlich.

Wenn man sich an diese paar simplen Regeln hält, kann man sich schon jede Menge Ayurveda nach Hause holen.

April 14th, 2015 | Leave a Comment

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