Löffelweise Harmonie – die ayurvedische Küche

Früher hat es dem Steinzeitmenschen das Leben gerettet, und für uns kann es heute dagegen recht gefährlich werden. Gemeint ist hier die Fähigkeit, innerhalb von wenigen Sekunden von null auf hundert durchzustarten. Früher war es so, dass man ein Notfallsystem benötigte, wenn man Mammuts jagen wollte. Auch heute profitieren wir durchaus davon, und zwar beispielsweise wenn wir noch auf den letzten Drücker für eine Prüfung lernen muss. Stehen wir unter Anspannung, dann können wir wirklich ungeahnte Kräfte mobilisieren.

Dennoch sind wir auch manchmal Herausforderungen ausgesetzt, die uns schlichtweg überfordern.

Dann reagiert der Körper so, dass der Hypothalamus im Zwischenhirn eine Hormonkaskade in Gang setzt. Durch diese wird dann die Nebennierenrinde dazu veranlasst, Noradrenalin, Adrenalin und auch Cortisol auszuschütten. Dann werden Atem und auch Herzschlag beschleunigt, gleichzeitig steigt der Blutdruck, und auch die Muskulatur spannt sich an. Dann werden auch die Sinne geschärft, und wiederum auch die Verdauung und der Geschlechtstrieb gedämpft. Erst wenn die riskante Situation vorbei ist machen wir uns dann wieder locker. Problematisch ist Stress eigentlich immer, und wenn er chronisch ist, dann schwächt er sowohl das Immunsystem als auch das Gefäßsystem.

Vor 6000 Jahren kannte man das Wort Stress im Ayurveda noch gar nicht. Aber dennoch kannte man dort bereits die Symptome wie Nervosität, Gelenkschmerzen, gestörter Schlaf, Geräuschempfindlichkeit und auch trockene Haut und Gelenkschmerzen. Das alles weist auf eine sogenannte Vata-Störung hin. Nach der Ayurveda-Lehre ist es so, dass Vata, das Bewegungsprinzip, zusammen mit Pitta, Stoffwechsel, und Kapha, der Struktur, die drei Doshas bildet, die Lebenskräfte im Menschen. Eine dieser Kräfte herrscht in jedem einzelnen Menschen vor. Dadurch wird seine Konstitution bestimmt. Allerdings sollen davon ganz unabhängig die drei Doshas im Körper in Harmonie fließen. Nur dann geht es dem Menschen auch wirklich gut. Wenn diese Doshas gestört sind, kann es zu Krankheiten kommen. Daher ist es so, dass alle Maßnahmen darauf abzielen, das Gleichgewicht zu halten, und zwar durch einen regelmäßigen Lebensstil, Ökomassagen, Meditation, Bewegung und auch Ernährung.

Ayurveda sollte vor allen Dingen als eine vorbeugende Therapie gesehen werden. Eine eventuelle Störung können Ärzte beispielsweise am Puls erfühlen. Wenn Menschen gestresst sind, dann pulsiert er recht schnell und auch flach. Heute sind Vata-Störungen leider recht häufig anzutreffen.

Bei gestressten Patienten verordnen die Ayurveda-Ärzte als erstes Entspannung, Bewegung und auch eine gute Ernährung. Man muss bedenken, dass alles, was wir essen und trinken, unser Wohlbefinden beeinflusst. Idealerweise sollte das Essen immer ein Fest sein für die Sinne. Dabei sollte der Reis schön duften, das Gemüse sollte bunt und knackig sein, ein zerkochtes Einerlei kommt hier nicht in Frage. Auch ein Apfel sollte richtig schön knacken, wenn man hereinbeißt. Ein gesundes Essen macht immer Freude, und es ist aus Lebensmitteln zubereitet, die frisch sind und unbelastet. Auch alle Geschmacksempfindungen sollten in der ayurvedischen Küche enthalten sein. Das macht dann richtig schön satt und auch zufrieden. Wer unter Stresssymptomen leidet, also eine Vata-Störung hat, der bekommt für gewöhnlich zwei unterschiedliche Lebensmittellisten, auf einer steht, was er bevorzugen soll, auf der anderen, was er vermeiden soll.

Zurückhalten sollte man sich mit Nahrungsmitteln, die einen überwiegend scharfen, herben oder bitteren Geschmack haben, denn sie heizen Vata an. Günstig sind hier salzige, süße und auch saure Lebensmittel. Diese reduzieren das nervöse, überdrehte Vata. Die Speisen und die Getränke sollten warm sein, und im Winter auch ruhig etwas schwerer und fetter. So wird das System beruhigt und besänftigt. Jetzt mag man vielleicht meinen, dass man schon immer bei solchen Situationen instinktiv richtig gehandelt hat, wenn man zu Schokolade und Chips gegriffen hat, aber dem ist nicht so. Zwar stimmt hier die Richtung, also salzig und süß, aber dennoch gibt es im Ayurveda keine Zwischenmahlzeiten oder auch Snacks und schon gar kein Fast Food.

Wichtig ist im Ayurveda auch, dass man immer langsam und auch regelmäßig isst. Zwischen den Mahlzeiten sollten schon rund vier bis sechs Stunden liegen. Nur so kann der Körper richtig gut verdauen. Und die geregelten Essenszeiten sind deshalb sehr wichtig, weil sie den Tag strukturieren. Genau das ist in stressigen Zeiten sehr wichtig.

Die Hauptmahlzeit ist hier immer für den Mittag vorgesehen, und dann darf man sich auch so richtig satt essen. Wenn das Frühstück ausfällt, es dies auch nicht so ganz schlimm. Wichtig ist aber, dass das Essen abends immer leicht verdaulich ist. So kann man dann gut schlafen. Zudem sollte man in Ruhe essen und auch in einer schönen Umgebung und vor allen Dingen, ohne dass man nebenbei etwas erledigt.

Auch Disziplin hilft weiter, so schaufelt man nicht unkontrolliert etwas in sich hinein. Durch unregelmäßiges Essen wird die Vata-Energie angefeuert, und das ist dann ein Teufelskreis, der auch meist noch mit einem Bewegungsmangel einhergeht. Dann steigen der Stresspegel und auch das Gewicht.

Allerdings gibt es hier auch eine gute Nachricht, denn niemand muss sich die geliebten süßen Leckereien verkneifen. Ayurveda ist die Lehre, in der diese süße Lust noch durchaus ernst genommen wird. Es gibt sogar manche Kurkliniken, die die Nachspeise noch vor der Hauptmahlzeit servieren.

Dezember 7th, 2015 | Leave a Comment

Die ayurvedische Fußmassage Padabhyanga

Ayurveda ist ein altes indisches Heilverfahren. Die ältesten Hinweise auf diese Heilkunde sind 5000 Jahre alt. Die Heilkundigen haben es sich zum Ziel gemacht, die gesunden Menschen gesund zu erhalten, und die Kranken von ihrer Krankheit zu heilen.

Bei Ayurveda werden die wichtigsten Funktionen des Körpers in Gruppen unterteilt. All diese Gruppen oder Prinzipien zusammen nennt man „Doshas“.

Die „Doshas werden unterteilt in Vata (Atmung, Sinne, Ängste, Bewegung), Pitta (Energie, Stoffwechsel, Sehen) und Kapha (Erscheinungsbild des Körpers, Kraft, Zufriedenheit). Die drei müssen im Gleichgewicht sein, sonst wird man krank.

Die Behandlungen nach Ayurveda können das Gleichgewicht aber wieder herstellen. In Deutschland hat sich die indische Heilkunst in den naturheilkundlichen Praxen, Kurhäusern und Wellnesshotels etabliert. Ayurveda behandelt ganzheitlich. Die Ernährung und die Massagen sind genauso wichtig, wie die philosophischen Ansätze.

Eine besonders wohltuende Massage ist die Padabhyanga. Es handelt sich dabei um eine Ayurvedische Fußmassage, die etwa eine Stunde dauert. Dazu erwärmt der Therapeut das Ghee, ein reines Butterfett. Anschließend werden die Füße und Beine bis zu den Knien massiert. Die Behandlung hat eine sichtbare Wirkung auf die Haut, die auf diese Weise intensiv gepflegt wird. Sie soll außerdem Kraft geben.

Besonders wirkungsvoll ist diese Behandlung, wenn sie am Abend vor dem Schlafengehen durchgeführt wird, denn ihre starke Wirkung entfaltet sie vor allem bei Menschen mit Schlafstörungen. Durch die lange Behandlung werden auch nervöse Patienten deutlich ruhiger. Die Gedanken hören auf zu rasen und der Herzschlag beruhigt sich, der Blick wird klarer. Die Muskeln selbst werden deutlich beweglicher.

In der Schönheitsbehandlung wird Padabhyanga ebenfalls gern eingesetzt, denn durch die Behandlung wird die Hornhaut entfernt und so manche Hautirritation beruhigt. Padabhyanga ist eine sehr sanfte Massage. Sie ist für den Patienten sehr angenehm. Durch die feinstoffliche Verbindung hat die Behandlung auch Einflüsse auf verschiedene Körperfunktionen. So ist die positive Wirkung auf den Kreislauf schnell spürbar. Die Anwendung kann außerdem den Dickdarm anregen.

Ein wesentlicher Bestandteil von Padabhyanga ist die zusätzliche Behandlung der Druckpunkte, die Marma-Punkte. Marma-Punkte finden sich am ganzen Körper, auch an den Füßen, den Waden, den Kniekehlen und vorn auf dem Knie. Patienten, die Padabhyanga nutzen, um gesund zu werden, sollten sich auch zu ihrer Ernährung beraten lassen.

Die Einstellung zur Ernährung ist bei Ayurveda ganz anders, als man nach dem westlichen Verständnis kennt. Grundsätzlich isst man in Ruhe, ohne Hast und mit voller Konzentration.

Auch Unterhaltungen sollten unterlassen werden. Grundsätzlich soll zu festen Zeiten gegessen werden aber nur dann, wenn man auch tatsächlich Hunger hat. Ist der Hunger gestillt, soll die Mahlzeit beendet werden. Es wird auch nur gegessen, um gesund zu werden, bzw. zu bleiben. Deshalb ist die richtige Zusammenstellung der Speise von großer Bedeutung. Ayurveda propagiert die vegetarische Kost.

Vor der Zubereitung der Speisen soll die Qualität geprüft werden. Fast Food oder denaturierte Speisen sind nicht im Sinne von Ayurveda. Vor dem Essen empfehlen die Therapeuten, sich kurz zu sammeln um sich besser auf das Essen konzentrieren zu können. Dazu eignet sich zum Beispiel eine kurze Meditation.

Oktober 29th, 2015 | Leave a Comment

Ayurveda – auch zum Abnehmen eignet sich die alte indische Heillehre

Bis zum 30. Lebensjahr haben die meisten Menschen ihr Gewicht im Griff. Selbst wenn es mal um einige Pfunde in die Höhe schnellt ist es nur eine Frage von Tagen, bis das Gewicht sich wieder normalisiert hat. Die Voraussetzung ist, dass man energisch Diät hält.

In jungen Jahren das einfach. Der Stoffwechsel passt sich schnell an, wenn vorher das Gewicht normal war. Ab dem 30.Lebensjahr wird es jedoch schwieriger, und je älter man wird, desto langsamer nimmt man ab.

Ayurveda ist eine indische Heilmethode, mit der die Teilnehmer nicht nur abnehmen können, sondern auch etwas für ihr Aussehen und damit für ihre Gesundheit tun können. Ayurveda ist sehr komplex. Wer gesund ist und sein Gewicht reduzieren möchte, macht eigentlich nur einige Fehler in der Ernährung, die leicht mit Ayurveda ausgeglichen werden können. Wer sich nach Ayurveda ernähren möchte, der muss allerdings nicht nur auf die Uhrzeit, sondern auch auf den Fettanteil, die Menge, wie auch auf den richtige Zeitpunkt der Ernährung achten.

Wer Gewicht verlieren möchte, der muss darauf achten, in welchem Tempo er isst, denn man kann sowohl zu langsam als auch zu schnell essen. Bei Ayurveda ist sogar die Temperatur der Speise von Bedeutung. Das Essen soll in Ruhe und mit voller Konzentration eingenommen werden. Nach Ayurveda isst man, ohne sich zu unterhalten. Nach den Lehren von Ayurveda isst man außerdem, um gesund zu bleiben und ein langes Leben führen zu können. Dennoch gibt es keine genaue Zusammenstellung aller geeigneten Speisen, denn die sind abhängig vom jeweiligen Typ.

Für die genaue Analyse, zu welchem Typ man gehört, ist die Hilfe eines Experten nötig. Man kennt den Vata-, Pita-, und Kaphatyp. Vata steht für Luft, Pita für Feuer und Kapha für Erde. Die jeweilige Ernährung soll möglichst vielfältig sein, und diese Vielfältigkeit hat mit westlichem Verständnis wenig zu tun. Ist von süßen Speisen die Rede, so zählen Milch und Brot dazu. Als saure Nahrungsmittel bezeichnet man unter anderem Joghurts, während Spinat als bitter gilt. Der Ausgewogenheit spielt eine große Rolle. Nur wer ausgeglichen isst, wobei die vegetarische Küche klar bevorzugt wird, kann sein Gewicht reduzieren.

Auch die Qualität der Herkunft der Nahrungsmittel spielt eine sehr große Rolle. Ayurveda zielt darauf ab, dass man erkennt, was man braucht. Das setzt allerdings voraus, dass man gesund ist. Nur ein gesunder Körper sendet die richtigen Signale, so dass die meisten Menschen, die sich Ayurveda zuwenden, erst nach Plan essen müssen, bis sie sich weit genug von denaturierten Nahrungsmitteln entfernt haben.

In der Einführungsphase achtet man besonders darauf, dass Honig niemals erhitzt wird, dass man weder eisgekühlte Getränke noch Mahlzeiten zu sich nimmt, dass stets frisch gegessen wird und das nur von allerbester Qualität. Bevor man beginnt zu essen, sollte man sich sammeln. Das kann eine kurze Phase der Meditation oder auch ein Gebet sein. Man isst sich außerdem nur satt und niemals voll. Außerdem wird niemals etwas gegessen, ohne dass man hungrig ist. Mit Ayurveda abzunehmen, ist ganz einfach. Die Philosophie dahinter ist aber nicht an einem Tag zu erfassen.

Oktober 14th, 2015 | Leave a Comment

Ayurvedische Tees – bestens geeignet um die Sinne zu beleben

Eine chinesische Weisheit besagt, dass man Tee trinkt, um den Lärm der Welt zu vergessen. Wenn es sich um einen ayurvedischen Tee handelt, dann kann er aber noch sehr viel mehr. Er kann es schaffen, Körper und Geist und natürlich auch die Seele in das Gleichgewicht zurückzubringen. Sogar die Gesundheit kann er fördern. Wie so etwas möglich wird? Natürlich durch das jahrtausendealte Kräuterwissen,

das der ganzheitlichen Naturheilkunde Ayurveda zugrunde liegt.

Bei uns ist Tee eigentlich nicht mehr als ein Getränk, zumindest ist das für die meisten Menschen so. In anderen Ländern und Kulturen ist Tee eine Weltanschauung und eine Philosophie, die dabei ganz fest zur Kultur und dem Alltag der Menschen gehört. Genau so ist das in Indien der Fall. Aus Indien kommen einige der wohl bekanntesten Teesorten überhaupt, wie der Darjeeling und der Assam. Gleichzeitig ist dieser Subkontinent auch die Wiege des Ayurveda, der Wissenschaft vom Leben. In dieser alten Heilkunde ist eine gute Lebensführung sehr wichtig für die ganz individuelle Gesundheit. Damit sind ganz eng verbunden das Yoga und der Tee.

Yogi Bhajan – das ist ein wichtiger Name, denn ohne den Träger dieses Namens würde es heute keinen Yogi-Tee und auch das Kundalini-Yoga nicht geben. Bei jeder Yogastunde von Bhajan war es üblich, dass er seinen Schülern nach der Beendigung einen Gewürztee gab. Alle, die von den Übungen noch recht angestrengt waren, wurden beruhigt, und die Sinne aller, die noch mitten in der Tiefenentspannung waren, wurden so belebt.

Die Bestandteile dieses Tees waren Kardamom, Nelken, Ingwer, Zimt und schwarzer Pfeffer. Diese koffeinfreie Mischung, die so herrlich duftet, wurde dann später die Original-Rezeptur dieses ganz klassischen Yogi-Tees. Die Eingenschaften des ayurvedischen Kräutertees sind Beruhigung, Belebung und Stärkung. Vertrieben wird er hierzulande vom Golden Temple, die jetzt das Golden Temple Teehaus in Hamburg ins Leben gerufen haben. Dort gibt es einen Zen-Garten und einen Tee-Pavillon, die einen Raum für Ruhe, Gedankenaustausch und auch Gemeinschaft geben. Das ist wohl wirklich die passende Umgebung für eine schöne Tasse Tee.

Diesen Tee kann man auch wunderbar mit Milch aufgießen, oder auch mit Schwarz-, Grün- und Rooibostee verfeinern. Viele Gesichter hat der Yogi-Tee heute bekommen, allen gemein sind aber bei den Teemischungen der Bio-Hersteller die alten, auf der Ayurveda-Lehre basierenden Rezepturen.

Diese Rezepturen sind dabei mit den drei Doshas, den Lebensenergien verknüpft. Diese beeinflussen Gesundheit, Wohlbefinden und Konstitution. Wenn diese Energien aus dem Gleichgewicht geraten, dann drohen Krankheiten. In der Lehre des Ayurveda kann man durch eine individuelle Zusammenstellung von Gewürzen und Zutaten bestimmte Eigenschaften fördern oder auch verringern. Dabei hilft natürlich auch der passende Tee.

Alle Vata-Typen sind sehr aktive Menschen, die sich auch schon einmal körperlich etwas überanstrengen können. Sie brauchen dann einen Tee, der sie beruhigt. Wenn allerdings Pitta aus der Balance gerät, dann reagieren viele Menschen oft mit einer gewissen Rücksichtslosigkeit. Dann braucht man eine Gewürzmischung, die das innere Feuer etwas abschwächt. Kapha-Typen ruhen eher in sich, sie neigen auch schnell zu Trägheit. Sie brauchen etwas Belebendes, und dazu eignet sich am besten ein Kapha-Tee.

Wertvoll an einem solchen Tee ist nicht nur der Geschmack, sondern auch die gesundheitlichen Vorteile. Die Verantwortung dafür liegt bei den fünf besten Gewürzen des Ayurveda. Ingwer wärmt schön von innen, es ist auch verdauungsfördernd und wird zudem bei Migräne eingesetzt.

Der schwarze Pfeffer ist durchblutungsfördernd und auch entzündungshemmend. Nelken sind krampflösend und antibakteriell, und durch das Kardamom wird der Magensaft angeregt. Zimt schließlich regt den Kreislauf an. Nicht nur Yogi Bhajans Schüler können dies mit Sicherheit bestätigen.

Oktober 1st, 2015 | Leave a Comment

Ayurveda in allen Facetten im Hotel Drei Quellen in Bayern

Wenn man so richtig erschöpft ist, dann braucht man eine gute Kur. So waren jedenfalls meine Gedanken, als ich das Programm Ayurveda Spezial im Hotel Drei Quellen gebucht habe. Ich muss gestehen, ich habe es mir nicht mal richtig durchgelesen. Das war aber noch nicht alles. Ich habe eine Freundin gleich mit angemeldet, und die hat sich darauf verlassen, dass es eine tolle Kurreise wird.

Als wir dann abgefahren sind, wurde mir doch etwas mulmig. Vor allem, weil meine Freundin anfing, Fragen zu stellen. Sie wollte wissen, wo das Hotel genau steht, was wir den ganzen Tag geboten bekommen, ob es einen Pool mit Wiese gibt und so weiter. Sie liebt es nämlich, im Garten am Pool zu liegen. Das wusste ich aber alles gar nicht.

Das Hotel liegt in einer wunderschönen Landschaft. Es wirkte wie ein alter Gutshof mit einem riesigen Außenpool und einer großen Liegewiese. Ich war sehr erleichtert. Wir kamen passend zum Abendessen an. Serviert wurde im Wintergarten. Wir haben uns unsere Gerichte empfehlen lassen, denn schon beim Einchecken hat man uns erzählt, dass diese Küche schon mehrfach von Experten ausgezeichnet worden ist. Das Essen war wirklich phantastisch und allein schon eine Reise hierher wert.

Am nächsten Morgen ging es dann los mit unserem Programm Ayurveda-Spezial. Im Beratungsgespräch haben wir angegeben, dass wir beide häufig unter Kopfschmerzen leiden. Deshalb begannen wir unser Ayurveda Programm mit Shirodhara, das ist ein Stirnguss. Man liegt entspannt auf einer Bank, und die Fachkraft lässt Öl über die Stirn laufen. Das hört sich zuerst einmal eigenartig an. Durch das dickflüssige Öl fühlt es sich aber an, als würde jemand mit warmen Händen über die Stirn und die Schläfen streichen und jeder, der oft Kopfschmerzen hat, kann sich vorstellen, wie gut das tut.

Die zweihändige Massage nennt man auch Abhyanga. Ayurveda ist ja nicht nur Wohlfühlen, sondern auch ein altes Heilverfahren. Die Mitarbeiter, die im Hotel Drei Quellen arbeiten, verstehen ihr Handwerk. Man kann sich wirklich sofort entspannen.

Weitere Behandlungen waren die Pantai Luar, eine Beutelmassage und das Salzpeeling mit aromatischen Ölen. Die sieben Tage, die wir im Hotel waren, sind viel zu schnell vergangen. Neben den Anwendungen hat meine Freundin natürlich viel Zeit glücklich am Pool verbracht. Ich habe die Zeit genutzt, mir die Gegend anzusehen.

Bad Griesbach ist autofreie Zone. Für Menschen, die schon immer in der Großstadt gelebt haben, ist das unvorstellbar.

Stille hat für mich eine völlig neue Bedeutung gewonnen. Es gibt einfach keine Motorengeräusche und in Bad Griesbach habe ich gelernt, dass Stille nicht lautlos ist. Die Vögel haben gezwitschert, man hört Menschen lachen oder sich angeregt unterhalten. Ich konnte sogar Schritte auf dem Kies hören. Das alles sind Geräusche, die mal als Stadtmensch gar nicht kennt. Ich war absolut fasziniert. Übrigens habe ich das Internet-Café im Hotel genutzt und mich über Ayurveda eingelesen. Es waren zwar nur sieben Tage im Hotel Drei Quellen, aber die haben mein Leben verändert. Ich freue mich darauf, wieder nach Bad Griesbach zu fahren.

September 17th, 2015 | Leave a Comment

Eine Ayurveda-Kur auf Sri Lanka genießen

Gesund zu bleiben ist nicht einfach. Deshalb muss jeder selbst aktiv werden, um sich die Gesundheit zu erhalten. In jungen Jahren ist das noch ganz einfach, doch spätestens in den 30ern zeigen sich die ersten Alterserscheinungen.

Je größer der Stress ist, desto deutlicher die Zeichen. Wenn dann noch die Zeit für reine Entspannung fehlt, ist die Gewichtszunahme nur noch eine Frage der Zeit. Auch Falten scheinen von Tag zu Tag mehr zu werden. Gleichzeitig wird die seelische und körperliche Belastbarkeit von Tag zu Tag geringer. Ausgeklügelte Diäten und teure Cremes scheinen nur kurz zu helfen und dann werden die äußerlichen Anzeichen nur noch deutlicher.

Die Menschen aus Indien scheinen es da leichter zu haben. Sie altern ohne alt zu werden. Ihre Haut bleibt länger jung und viele von ihnen halten scheinbar problemlos ihr Gewicht. Dazu bewahren sie sich geradezu bemerkenswert ihr inneres Gleichgewicht. Der Schlüssel zu all dem liegt in Ayurveda, einem alten indischen Heilverfahren. Seit über 2000 Jahren nutzen die Inder ihre Kenntnisse und die beschränken sich nicht nur auf die Ernährung, sondern auch auf Entspannungstechniken, Massagen und vieles mehr. Allein ein Blick auf die Ernährung nach Ayurveda zeigt, wie sehr sich die Vorstellung einer ausgewogenen Ernährung von der im Westen unterscheidet.

Wer sich gründlich mit der ganzheitlichen Heilmethode befassen möchte, sollte nach Sri Lanka reisen und sich dort vor Ort von Fachkräften mit einer ausgiebigen Ayurveda-Kur behandeln lassen. Dann ist der ganze Tag von Ayurveda bestimmt. Viele Anwendungen wechseln einander ab, die Speisen sind karg und fleischlos, aber genau auf die gesundheitliche Situation abgestimmt. Gegessen wird nur so lange, bis der Hunger gestillt ist und nicht etwa, bis sich ein Gefühl der Sättigung eingestellt hat. Dabei werden die Speisen in aller Ruhe und immer zu einer bestimmten Zeit eingenommen. Auch die Temperatur ist wichtig. Je nach Konstitution sollen außerdem bestimmte Gemüse gemieden oder vermehrt gegessen werden.

Auf Sri Lanka werden die Urlauber zu ihren Symptomen befragt und anschließend einer bestimmten Konstitution zugeordnet. Nach Ayurveda kennt man Vata, Pita, Kapha und auch Mischtypen. Hier findet sich dann auch die Erklärung für bestimmte Verhaltensmuster. Ein aufbrausendes Wesen, die Unfähigkeit sich durchzusetzen, innere Unruhe, Kraftlosigkeit, Ängste oder andere auffällige Verhaltensweisen haben alle ihren Ursprung in einem Ungleichgewicht der Kräfte.

Die Fachkräfte wissen nach der Untersuchung, unter welchen Problemen der Einzelne leidet und wie ihm ausgleichend geholfen werden kann.

Abzunehmen ist während einer solchen Ayurveda-Kur nur einer der positiven Effekte, gleichzeitig sorgt aber intensives Yoga auch für ein Gleichgewicht zwischen Körper und Geist. Yoga lässt sich auf Sri Lanka wesentlich leichter genießen und erlernen und das liegt auch daran, dass die Kursteilnehmer dann täglich am Unterricht teilnehmen und ihr Wissen so viel schneller vertiefen können.

Zusammenfassend berichten Reisende, die eine solche Ayurveda-Kur in Sri-Lanka genossen haben, dass sie sich um Jahre verjüngt fühlen und wesentlich entspannter und hoffnungsvoller in die Zukunft sehen können. Dabei ist eine solche Kur so angelegt, dass die Teilnehmer auch Verhaltensweisen erlernen, die ihnen helfen, ihre Zukunft gesünder und vor allem zufriedener zu gestalten. Ayurveda steht allen Glaubensrichtungen offen.

September 15th, 2015 | Leave a Comment

Ayurveda in den eigenen vier Wänden

Der Urlaub ist vorbei, und der Stress geht wieder los. Und irgendwie hat man den Eindruck, dass die Erholung des Urlaubs schon längst wieder vorbei ist. Um dies zu vermeiden ist es wichtig, sich auch im normalen Alltag immer wieder kleine Erholungsinseln zu suchen. Sehr hilfreich dabei ist die alte indische Heilslehre Ayurveda.

Ayurveda zu Hause 2Wer nun glaubt, dass er jetzt jede Woche ein spezialisiertes Ayurveda-Studio aufsuchen muss, der liegt zum Glück falsch. Auch daheim ist es möglich, sich ein kleines bisschen Ayurveda zu gönnen. Vieles kann ganz einfach in den üblichen Tagesablauf integriert werden.

In der heutigen Zeit ist es durchaus üblich, dass man immer zu unterschiedlichen Zeiten schlafen geht. Durch solch unterschiedliche Schlafzeiten kommt es schnell dazu, dass man abends einfach nicht einschlafen kann. Hat man es dann doch geschafft, und der Morgen naht, dann hat man Probleme damit, wieder aus dem Bett herauszukommen. Abhilfe kann man hier schaffen, indem man sich angewöhnt, jeden Morgen in der Zeit zwischen sechs Uhr und acht Uhr aufzustehen. Dies sollte man wenn möglich auch am Wochenende so fortsetzen. Auch wenn dies vielleicht nicht sonderlich schön ist für all die Wochenend-Langschläfer, schon nach kurzer Zeit kann man feststellen, dass dieses geregelten Zeiten für das Aufstehen dafür sorgen, dass es dem Menschen wieder besser geht, und dass man auch viel mehr an Schwung und der nötigen Energie erhält.

Gerade am Morgen sollte man dafür sorgen, dass der Kreislauf und somit auch der Stoffwechsel ordentlich angeregt wird. Gleichzeitig kann man auch noch die Haut verbessern, allerdings nur dann, wenn man es sich angewöhnen kann, ein bestimmte Ritual für den Morgen in den Tag einzubauen. Man sollte gleich nach dem Aufstehen damit anfangen, die Kopfhaut zu massieren. Dies erfolgt mit Fingern und zwar in kreisenden Bewegungen. Anschließend ist dann der Körper dran. Dafür sollte man sich einen sogenannten Seidenhandschuh besorgen, der in der Lehre des Ayurveda sehr häufig zur Anwendung kommt. Mit diesem Seidenhandschuh massiert man dann auch den Rest des Körpers. Danach sollte man dem Körper noch etwas Gutes tun, indem man ihn mit einem schönen Sesamöl einreibt. Wichtig ist, dass man dieses Öl anschließend auch wieder abwäscht, einfach nur mit warmem Wasser. Für die Haut ist dies eine echte Wohltat.

Schon einmal etwas vom Ölziehen gehört? Mag sich vielleicht nicht gerade angenehm anhören, hat aber eine sagenhafte Wirkung. Durch dieses Ölziehen ist es möglich, das Kariesrisiko zu senken, auch Parodontose tritt weniger auf, und es kann auch bei Infekten wirken und zudem noch Gifte binden. Es ist auch ganz einfach, man muss lediglich vor dem Zähneputzen einen Esslöffel Sesamöl in den Mund nehmen und dieses Öl dann für ein paar Minuten hindurchziehen durch die Zähne. Dabei spült man es immer wieder von einer Mundhöhle hinein in die andere. Ayurveda zu Hause 1Anschließend wird das Öl ausgespuckt, und dann kann man wie gewohnt auch wieder die Zähne putzen. In diesem Fall ist es auch angebracht, die Zunge zu reinigen.

Wer den Stoffwechsel anregen möchte, der sollte dies tun mit Hilfe von Ingwer und dazu noch warmem Wasser. Diese Kombination regt allerdings nicht nur den Stoffwechsel an, sondern auch gleich die Verdauung. Alles, was man dafür benötigt, ist ein Stück Ingwer, ungefähr fingerbreit. Dieses übergießt man einfach mit heißem Wasser. Das Ganze lässt man für gute zehn Minuten ziehen. Anschließend kann die Mischen in eine Thermoskanne gefüllt werden, so kann man den ganzen Tag über immer wieder eine Tasse davon zu sich nehmen. Gut, nicht den ganzen Tag über, denn ab 15 Uhr sollte man diesen Ingwer-Tee nicht mehr trinken.

Richtig auf Hochtouren arbeitet um die Mittagszeit die Verdauung. Selbst all das, was sonst nur sehr schwer verdaulich ist, kann nun bestens verarbeitet werden. Eine Entlastung für den Körper kann man erreichen, indem man warme Speisen zu sich nimmt, die leicht bekömmlich sind. Diese können Reis, Gewürze und Gemüse enthalten.

Nicht vergessen wird aber auch in der Ayurveda-Lehre der Sport. Bewegung ist wichtig, und in dieser Lehre setzt man auf ganzheitliche Sportarten, so wie beispielsweise Tanzen, Yoga oder auch das beliebte Pilates. Wichtig ist allerdings immer, dass man sich nicht überanstrengt. Man muss sich nicht so stark bewegen, dass man die Grenzen der Leistungsfähigkeit erreicht, es ist vollkommen ausreichend, wenn fünfzig Prozent erreicht werden. Wichtig ist dabei, dass durch diesen Sport die Organe massiert werden, aber auch der Spaß daran ist sehr wichtig. Dadurch wird auch Stress abgebaut und gleichzeitig dafür gesorgt, dass sich kein neuer Stress ansammelt.

Statt des üblichen Schaumbades kann man sich auch ein wunderbares Entspannungsritual aus Indien gönnen. Dafür benötigt man eine Tasse Sesamöl und dazu noch zwei Tropfen von einem ätherischen Öl, so wie beispielsweise Süßholz, Ingwer oder auch Sesam. Zu beachten ist, dass man, auch wenn es noch so schön ist, nicht länger als 15 bis 20 Minuten in diesem Bad zubringt.

Ayurveda zu HauseSeitens der Experten dieser indischen Heilslehre ist es am besten, wenn man nicht noch nach 19 Uhr etwas isst. Zudem sollte man darauf achten, dass die letzte Mahlzeit möglichst recht gut verdaulich ist. Dafür bietet sich eine schöne Gemüsesuppe an. Wer einen kleinen Schlaftrunk benötigt, kann diesen ganz einfach herstellen aus heißer Milch mit Zimt und Kardamom. Diese Mischung hat eine sehr beruhigende Wirkung und ist zudem noch sehr gut für die Immunabwehr.

Wie man sieht ist es nicht immer unbedingt notwendig, sich einen Termin im Wellness-Studio zu holen, wenn man sich entspannen möchte, es ist auch durchaus ausreichend, jeden Tag ein paar kleine Entspannungsoasen zu schaffen, so baut sich Stress gar nicht erst auf.

September 6th, 2015 | Kommentare deaktiviert für Ayurveda in den eigenen vier Wänden

Reinigen und entgiften mit der indischen Heilkunst Ayurveda

Die alte indische Heilkunst Ayurveda ist nicht mehr länger etwas, das nur in Indien angewandt wird. Auch hierzulande wird Ayurveda immer beliebter. Aber um in den Genuss davon zu kommen ist es nicht unbedingt nötig, ein Wellnesshotel aufzusuchen, einiges kann man auch zu Hause anwenden.

Egal ob für Güsse oder auch Massagen, aus der Ayurveda-Medizin sind Öle absolut nicht mehr wegzudenken. Für alle drei sogenannten Dosha-Typen eignet sich das kalt gepresste Sesamöl. Vor der ersten Anwendung sollte man das Öl ganz langsam auf 100 Grad erhitzen. Dann wieder auf Körpertemperatur abkühlen lassen. Diese ganze Prozedur nennt man dann „reifen“. Wem dies zu viel ist, der kann im Handel auch bereits einige fertig gereifte Öle bekommen.

Alle Ayurveda-Ärzte bauen auf Heilpflanzen und auch Heilkräuter, beispielsweise die Indische Stachelbeere. Diese gilt als Energiespender und ihr wird auch eine verjüngende Wirkung nachgesagt. Sie wirkt aber auch gegen Stress, Asthma und auch allgemeine Schwäche. In Bioläden kann man bereits fertige Präparate mit indischen Heilpflanzen kaufen.

Sind wir verspannt oder auch erschöpft, dann kann eine Fußreflexzonen-Massage wahre Wunder wirken. Sie ist sogar in der Lage, Impulse an ganz bestimmte Organe zu senden und somit hilft sie Krankheiten zu heilen. Zwar ist es nicht möglich, eine richtig gezielte Fußreflexzonen-Massage selbst durchzuführen, aber schon eine ganz vorsichtig durchgeführte Ölmassage an den Füßen ist in der Lage, einem eine sehr angenehmen und tiefe Entspannung zu bringen. Man reibt einfach den Fuß und die Wade mit dem Öl ein, und zwar unter einem leichten Druck. Sehr viele recht hartnäckige Verspannungen sitzen gerade unterhalb der Zehen, und das bis hin zur Ferse. Diese kann man mit einem vorsichtigen Reiben auch ganz einfach selbst beseitigen.

In der Ayurveda-Therapie spielen die Doshas eine sehr große Rolle, das sind Energiemuster. Je nachdem, welches dieser Energiemuster bei einer Person vorherrscht, ist derjenige ein Vata, Kapha oder auch Pitta. Der Vata-Typ hat für gewöhnlich eine trockene Haut, er friert meistens sehr schnell und die Menschen dieses Typs sind auch gerne recht mager und haben auch oft Verdauungsprobleme. Beim Pitta-Typen herrscht meistens eine unreine Haut vor. Zudem ist er von einem mittel bis schweren Körperbau. Die Kapha-Typen neigen sehr schnell zu Übergewicht, aber sie haben eine glatte Haut.

Im Ayurveda spielt das Essen eine absolut herausragende Rolle. Eine ganz besondere Bedeutung haben dabei die unterschiedlichen Gewürze. Beispielsweise gilt Kardamom als beruhigend, und die ätherischen Öle des Ingwers wirken entschlackend. Chili ist gut dazu geeignet, den Kreislauf anzuregen. Auch beim Essen wird Rücksicht genommen auf die verschiedenen Dosha-Typen. Vata-Typen sollten eher die Geschmacksrichtungen sauer, süß und salzig bevorzugen, und das Essen sollte auch auf jeden Fall gekocht sein. Die Pitta-Typen können sowohl warm als auch kalt essen, und zwar in den Richtungen süß, bitter und herb. Für die Kapha-Typen gilt, dass sie viel frisches Obst essen sollten, und auch Gemüse ist wichtig, und zwar in den Richtungen bitter, herb und scharf.

Ähnlich wie bei den Füßen ist es auch bei den Händen so, dass auch hier eine Massage Auswirkungen auf den ganzen Körper haben kann. Zudem erzeugt sie auch ein recht tiefes Wohlgefühl. Auch hier sollte man warmes Sesamöl nutzen. Beginnen sollte man die Massage an den Schultern, und dann arbeitet man sich in kleinen kreisenden Bewegungen bis hin zu den Händen vor. Natürlich mit der rechten Hand am linken Arm und umgekehrt. Man zeichnet dabei mit den Daumen kleine Kreise auf dem Handrücken und auch der Handfläche. Danach dann jeden Finger einzeln bis zur Spitze ausstreichen.

Ayurveda-Anwendungen sind grundsätzlich zu jeder Tageszeit möglich, aber dennoch wird jede Tageszeit den Eigenschaften eines Doshas zugeordnet. Vata-Zeit ist von 2 bis 6 Uhr und von 14 bis 18 Uhr. Diese ist gekennzeichnet von Wachheit und Klarheit. Also immer vor sechs Uhr aufstehen. Der Nachmittag gilt allgemein als kreative Zeit.

Die Kapha-Zeit ist von 6 bis 10 Uhr und von 18 bis 22 Uhr angesagt, und sie wird durch Trägheit und Schwere bestimmt. Daher sollte man wenn es geht vor 22 Uhr ins Bett gehen. Die Verdauung ist zu dieser Zeit recht träge, daher sollte man nur leichtes Essen zu sich nehmen.

Die Pitta-Zeit ist von 10 bis 14 Uhr und von 22 bis 2 Uhr. Diese steht für Energie und Hitze. Hier bietet sich ein üppiges Mittagessen an. In der Nacht werden zu dieser Zeit Träume verarbeitet. Abends sollte man keine Ölmassagen mehr anwenden, denn dann werden die so gelösten Giftstoffe nicht mehr abtransportiert.

August 19th, 2015 | Leave a Comment

Ayurveda auch problemlos zu Hause einsetzen

Nur wer sich intensiv um sich kümmert, kann gesund bleiben. Solange man jung ist, darf man sich eine gewisse Nachlässigkeit erlauben, denn ein aktiver Stoffwechsel kompensiert bis zu einem gewissen Grad kleine Nachlässigkeiten.

Ab etwa dem 30. Lebensjahr ändert sich das jedoch. Nicht nur das Gewicht schnellt bei vielen Menschen in die Höhe während gleichzeitig die Fähigkeit abzunehmen sinkt, auch Erkrankungen heilen nicht mehr so einfach aus. Dabei gibt es viele Dinge, die man für sich tun kann.

Immer mehr Menschen interessieren sich für alternative Heilverfahren. Sie alle zu mischen, ist jedoch nicht sinnvoll. Nach Möglichkeit entscheidet man sich für ein Heilverfahren, zum Beispiel für Ayurveda. Ayurveda ist ein sehr altes Heilverfahren und stammt aus Indien. Bis heute wird es in Indien angewendet und hat weltweit einen sehr guten Ruf als ganzheitliches Heilverfahren. Wer sich damit befassen möchte, sollte sich darin einweisen lassen. Ist das nicht möglich, kann man sich jedoch auch Schritt für Schritt an die wohltuenden Anwendungen von Ayurveda herantasten.

Der große Vorteil ist, dass Ayurveda auch viele Aspekte moderner Wellnessbehandlungen enthält, so dass einiges täglich bei der Entspannung helfen kann. Ayurveda beinhaltet gesunde Speisen, Getränke, Bewegung und Massagen. Nach den Richtlinien von Ayurveda können Bäder vorbereitet, wie auch verschiedene Entspannungstechniken durchgeführt werden. Ayurveda in den Alltag einziehen zu lassen bedeutet, in Ruhe zu essen und dann auch nur so viel, bis kein Hunger mehr spürbar ist. Das Essen sollte störungsfrei und schweigend eingenommen werden.

Wer streng nach Ayurveda lebt, verzichtet auf Fleisch. Es ist jedoch nicht nötig, wirklich alle Richtlinien zu befolgen. Viele Dinge sind im Alltag auch nicht realisierbar, weshalb sich die meisten Menschen darauf beschränken, Ayurveda in der freien Zeit anzuwenden. Dazu gehören die Anwendungen mit Öl. Das Öl wird zum Beispiel bei Massagen verwendet. Einige davon kann man sogar selbst anwenden. Dazu legt man ein dickes Handtuch unter die Beine und massiert die Waden mit ruhigen langen Bewegungen, nachdem man das entsprechende Öl in die Hände gegeben hat.

Wohltuend wirkt auch der Tee am Abend. Der Teegenuss nach Ayurveda wird immer der jeweiligen Konstitution angepasst. Das bedeutet, dass die eigene Persönlichkeit und das Erscheinungsbild wie auch die aktuelle Verfassung nach den Theorien von Ayurveda den Konstitutionen Pitta, Kapha oder Vata und auch den jeweiligen Mischtypen zugeordnet wird.

Ein Pitta-Tee wirkt vor allem beruhigend. Er kann aber auch kühlend sein und ist damit optimal in der heißen Jahreszeit. Der Vata-Tee ist süß und soll vor allem verbrauchte Kraft zurückgeben. Er sollte vor allem am Abend getrunken werden, um zu vermeiden, dass man zu erschöpft einschläft. Der Kapha-Tee wirkt anregend. Er ist grundsätzlich für den Kapha-Typen geeignet, eignet sich aber auch für alle, die in einer Arbeitspause Kraft schöpfen möchten.

Natürlich sind die Kräuter für einen solchen Tee unbehandelt. Sie enthalten auch kein Koffein und wurden durch ökologischen Anbau gewonnen. Die Tees werden auch für Männer und Frauen unterschiedlich zusammengesetzt, da man bei Ayurveda von völlig unterschiedlichen Bedürfnissen ausgeht. Wer sich mit Ayurveda befasst, findet zu einem inneren Gleichgewicht und wird sensibler den eigenen Bedürfnissen gegenüber.

 

Mai 30th, 2015 | Leave a Comment

Ayurveda – weitaus mehr als nur ein paar wohltuende Massagen

Wenn man heute das Wort Ayurveda in einen Raum mit Menschen wirft, dann wird es einige geben, die gleich mit Stichwörtern wie wohltuende Massagen, Öl, Stirnguss und auch vielleicht noch Synchronmassage loslegen werden. Das ist gegenüber der Zeit von vor ein paar Jahren noch eine echte Errungenschaft, denn damals wusste niemand, was Ayurveda überhaupt ist. Mittlerweile findet man in vielen SPAS bereits entsprechende Rubriken auf der Angebotstafel, die ayurvedische Anwendungen anbieten. Dies sind meistens Massagen mit wunderbar wohlriechenden Ölen, die alle Muskeln schön lockern und dabei rundherum entspannen.

Dabei umgibt den Gast noch ein Hauch von Exotik, und das macht die Massage zusätzlich zu einem echten Erlebnis. Allerdings hat dies mit der ursprünglichen Lehre Ayurveda nicht wirklich mehr viel zu tun.

Ayurveda ist eine Heillehre aus Indien, die bereits uralt ist. Hierbei geht es wirklich um weitaus mehr, als um ein paar entspannende Massagen. Seit Jahrtausenden wird Ayurveda bereits in Indien praktiziert. Die Ärzte, die sich zu Ayurveda-Ärzten ausbilden lassen, durchlaufen ein Studium, das mehrere Jahre dauert und auf den alten Heilkünsten beruht, die überliefert wurden.

Bei der Ayurveda-Lehre ist es so, dass grundsätzlich immer der Mensch aber nicht die Krankheit im Vordergrund steht. Dazu kommt noch ein sehr wichtiger Punkt, der diese einzigartige Lehre von unserer herkömmlichen Schulmedizin wesentlich unterscheidet, denn Ayurveda verbietet gar nicht erst, sondern bietet einfach nur. Hier gibt es mehr Gebote aber keinerlei Verbote. Allerdings wirkt Ayurveda nicht so schnell, aber dafür langsam und sicher.

Dazu kommt noch ein wichtiger Punkt, denn gerade in diesen Zeiten nimmt das Interesse an der eigenen spirituellen Weiterentwicklung immer mehr zu, und genau das kann man im Ayurveda finden. Ayurveda geht davon aus, dass man Leiden, Krankheiten und auch Disharmonien immer dort findet, wo das Gleichgewicht der Kräfte gestört ist. Das passiert im Körper, im Kopf, aber auch im engeren Umfeld und in zwischenmenschlichen Beziehungen. Aber auch das Verhältnis zwischen Mensch und Natur kann durchaus gestört sein.

Ayurveda hat ganz individuelle Ansätze, wie man das Gleichgewicht von Körper, Geist und auch Seele wiederherstellen kann. Und es sorgt dafür, dass man es ein leben lang behält. Allein die Übersetzung aus dem Sanskrit, der alten Hochsprache Indiens zeigt, worum es bei Ayurveda geht: „Wissenschaft vom langen Leben“.

Untrennbar mit Ayurveda sind die sogenannten Doshas verbunden. Gemeint sind damit die drei Konstitutionstypen, also Vata, Pitta und Kapha. Diese kann man mit Bioenergien gleichsetzen. Es gilt hier, diese drei Doshas in den Einklang zu bringen und auch zu halten.

Die Bestimmung der Doshas erfolgt immer durch einen Ayurveda-Arzt. Dieser wendet die bereits berühmt gewordene Pulsdiagnose an, aber er achtet auch auf die Beschaffenheit von Haut und Haar sowie dem Körperbau. Zudem fragt er nach der Ernährung und auch nach dem sozialen und emotionalen Umfeld. Wenn die Doshas dann schlussendlich korrekt bestimmt sind kann man wirklich feststellen, ob es hier vielleicht ein Missverständnis gibt, dem man dann mit ausgleichenden Maßnahmen entgegenwirken kann.

Sehr wichtige Komponenten bei der Wiederherstellung und auch beim Halten des wichtigen Dosha-Gleichgewichts sind unter anderem die Ernährung, Meditation, Yoga und auch spezielle Behandlungen, die der Reinigung dienen. Diese bestehen aus Ölmassagen, aber auch aus Güssen, Schwitzkuren, Bädern und Packungen.

Dabei gibt es eine kleine Königsdisziplin unter den Behandlungen, die sogenannte Panchakarma-Kur. Diese darf immer nur in Begleitung eines Arztes absolviert werden, und sie läuft auch nach einer ganz bestimmten Reihenfolge ab. Wer eine solche Panchakarma-Kur bucht, der sollte immer dafür mindestens vierzehn Tage, besser aber noch 21 bis 30 Tage einplanen.

Diese Kur ist eine sehr intensive Reinigung, sie ist ausgesprochen anstrengend und zudem fordert sie auch noch viel, sowohl mental als auch körperlich.

Wer eine solche Kur plant steht oft vor der Frage, wo soll man denn nun hingehen, um sich diesen Behandlungen zu unterziehen? Natürlich kann man in das Mutterland des Ayurveda, also Indien fahren, aber auch in Europa gibt es sehr viele authentische Behandlungen, die von den Zentren angeboten werden. Was nun für einen selbst besser ist, das muss jeder selbst entscheiden. Sicher ist es nicht jedermann´s Sache, bis nach Indien zu fliegen und sich dort behandeln zu lassen, auch wenn man das gerne einmal machen würde, allein schon der einzigartigen Erfahrung wegen. Oft spielt ja auch der Geldbeutel nicht immer so mit.

Aber es ist im Grunde genommen auch egal, ob man nach Indien fährt oder seine Kur in Europa absolviert, Ayurveda ist wirklich nur dann sinnvoll, wenn man es ernsthaft und auch regelmäßig in seinen Alltag integriert. So erhält man ein langes und gesundes und auch harmonisches Leben.

 

Mai 20th, 2015 | Leave a Comment

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