Etwas ganz Besonderes für die Gesundheit – die Fango Kur

Kuren können verschiedene Heilmethoden beinhalten. Es gibt jedoch auch die Möglichkeit, sie unter ein einzelnes Motto zu stellen. Eine dieser Möglichkeiten ist eine spezielle Fango Kur. Dabei werden Urlauber mit einer ganz besonderen Heilmethode verwöhnt, die schon zur Zeit der Römer einen besonders guten

Ruf hatte.

Fango kommt aus der italienischen Sprache. Fango steht für Schlamm, aber auch für heilenden Schlamm. Bei der heilenden Anwendung von Schlamm werden zwei verschiedene Sorten von Schlamm benutzt. Unterschieden wird grundsätzlich zwischen anorganischem und organischem Schlamm.

Organischer Fango besteht aus Thermalwasser, Algen und diversen Mikroorganismen. Durch sie reift der Fango und ist nach etwa zwei Monaten fertig für den Einsatz. Der anorganische Fango kommt ohne die Reifung aus. Dieser Fango zeichnet sich durch seine besonderen Inhaltsstoffe aus. Gewonnen wird er aus vulkanischem Gestein.

Fango wird in vielen Kurhäusern frisch angerührt und alternativ als Masse verwendet, die nur noch erwärmt werden muss. Die gewünschte Temperatur liegt bei etwa 45° C oder etwas darüber. Die Masse wird dann auf die gewünschten Körperstellen aufgebracht, dabei sollte die Schicht etwa 3 cm dick sein.

In den meisten Kurhäusern wird der Kurgast anschließend eine wärmeisolierende Decke eingewickelt. Auch Folien sind möglich. Für etwa eine halbe Stunde bleibt der Kurgast dann ruhig liegen. Die Wärme dringt tief in die Haut ein und entfaltet dort ihre Wirkung. Ist die Zeit um, so ist ein Teil des Schlamms bereits eingetrocknet. Er wird dann mit warmem Wasser schonend und angenehm abgespült. Eine Fangobehandlung hinterlässt aufgrund diverser Zusatzstoffe einen sehr angenehmen Duft. Die Fango Kur kann bei verschiedenen Vorerkrankungen ihre Wirkung entfalten.

Neben den verschiedenen Formen von Rheuma hilft die Fangobehandlung auch gegen Zyklusbeschwerden der Frau und diverse Hauterkrankungen. Aus der Sportmedizin sind Fangobehandlungen ebenfalls nicht mehr wegzudenken. So sind Muskelverletzungen ausgesprochen schmerzhaft. Sie behindern lange in der Bewegung und brauchen viel Zeit für die Heilung. Fango ist immer auch eine Wärmebehandlung. Fango ist außerdem ein natürliches Heilverfahren und ist in seiner Wirksamkeit nachgewiesen.

Heute weiß man, dass der Stoffwechsel angeregt wird und damit Heilprozesse beschleunigt werden können. Eine besondere Wirkung entfaltet Fango nach Unfällen. Ein Punkt ist dabei, dass die Narbenbildung positiv beeinflusst wird. Narben sind nicht nur unschön, sie können schmerzhaft sein und stellen im Sinne der Naturheilkunde auch Störfelder dar. Sie können mit Fango erfolgreich behandelt werden. Das gilt auch dann, wenn die Narben in Gelenknähe sind und dann die Beweglichkeit der Gelenke besonders beeinträchtigen.

Je weniger Gelenke bewegt werden können, desto steifer werden sie. Daher ist es wichtig, dass die therapeutischen Möglichkeiten so früh wie möglich ergriffen werden. Dabei kann Fango auch eine vorbereitende Behandlung für eine Massage sein.

Massagen sind mehr als nur eine Behandlung für mehr Wohlgefühl. Wurde nach der Fangobehandlung die Durchblutung gefördert, so sind die Muskelgruppen auch beweglicher und können schonender massiert werden. Während der Kuren werden Massagen gründlich vorbereitet, damit es nicht zu weiteren Muskelproblemen kommt.

Die Fangopackungen können regelmäßig wiederholt werden. Ihr Vorteil liegt auch darin, dass sie auch von Laien angewendet werden können. Es gibt Fertigpackungen, die auch für Laien zu Hause geeignet sind.

Dezember 23rd, 2015 | Leave a Comment

Erholsame Kuren für Diabetiker

Diabetiker werden nicht nur in Arztpraxen betreut. Für sie werden auch vermehrt Kuren empfohlen. Diabetes mellitus Typ 2 traf früher vor allem Menschen im höheren Alter, weshalb man damals vor allem vom Altersdiabetes sprach. Heute entwickelt sich diese Form zu einer Volkskrankheit, die sogar sehr junge Menschen treffen kann.

Im Gegensatz zum Diabetes mellitus Typ 1, bei dem nur junge Menschen erkranken, die zumeist sehr schlank sind und bei dem die insulinproduzierenden Zellen sich selbst zerstören, kommt es beim Typ 2 lediglich zu einer Einschränkung der Insulinproduktion. Bis zur Diagnose kann beim Typ 2 viel Zeit vergehen. Eine fatale Entwicklung, denn so entstehen Schäden an den Blutgefäßen, wie bespielsweise in den Nieren und den Augen.

Diabetes muss immer behandelt werden, und nicht in allen Fällen ist Insulin notwendig. Vor allem in der Anfangsphase genügt eine spezielle Diät. Diabetes Typ 2 Patienten sind fast immer übergewichtig und bewegen sich zu wenig. Das sind Gefahrenfaktoren, die die Erkrankung verschlimmern und deshalb auch verändert werden müssen. Für die Betroffenen bedeutet das, dass sie ihr Leben rigoros umstellen müssen.

Das funktioniert im Alltag nur sehr schwer. Während der wichtigen Kuraufenthalte bekommen die Diabetiker die Unterstützung, die sie brauchen. Je länger der Aufenthalt dauert, desto besser für die Kurgäste. Eine Umstellung der Lebensweise ist nie leicht. Junge Gäste haben es da oft besonders schwer. Ihnen hilft der Ortswechsel, sich leichter mit den neuen Umständen zu arrangieren. Dazu gehört auch, dass sie sich intensiv mit der Berechnung von Broteinheiten befassen.

Als Richtlinie für die Menge des Essens, das von Beginn der Diagnose an nur noch in Broteinheiten berechnet wird, dient die Mengenangabe des Arztes. Die meisten Diabetiker führen dafür ein Tagebuch, in das sie eintragen, was sie gegessen und welchen Blutzuckerwert sie gemessen haben. Nur so behalten sie die Kontrolle über ihre Werte.

In der Eingangsphase wird dann die Nahrungszufuhr deutlich verringert, um den Blutzucker zu normalisieren und vor allem das Gewicht zu reduzieren. Bewegung verbraucht Zucker. Wer viel Sport treibt, hat bessere Blutzuckerwerte. Deshalb müssen Diabetiker sich möglichst viel bewegen. Sind sehr junge Menschen betroffen, haben sie oft noch gar keine Sporterfahrung gemacht. Sie werden während der Kuren vorsichtig an das neue Leben herangeführt. Je schneller sie sich engagiert mit der neuen Lebenssituation auseinander setzen, desto schneller erholen sie sich, und mit viel Sport können sich die Werte soweit normalisieren, dass bei gleichzeitig gesunder und zuckerarmer Ernährung keine Einschränkung der Lebensqualität zu erwarten ist.

Ältere Diabetiker lernen während der Kuren, auf ungesunde Dinge wie süße Kuchen zu verzichten. Auch Knabbereien und sehr fetthaltige Speisen müssen von nun an gemieden werden. Alkoholische Getränke und Säfte sind für Diabetiker nicht geeignet.

Mit Aquagymnastik und Spaziergängen wird das Bewegungspensum langsam erhöht. Übergewicht, das über Jahrzehnte entstanden ist, ist nicht so leicht abzubauen. Das kann für die Betroffenen frustrierend sein. Während der Kuren bemüht man sich deshalb ,den Patienten den Mut zu vermitteln, nicht aufzugeben, und ihnen auf der anderen Seite auch die Folgeschäden vor Augen zu führen, die ihnen drohen, wenn sie ihr Leben nicht umstellen.

Dezember 15th, 2015 | Leave a Comment

Kuren bei Atemwegserkrankungen am besten an der polnischen Ostseeküste verbringen

Wer ständig hustet, sich immer wieder erkältet, der könnte chronisch krank sein. Die Chronisch Obstruktive Bronchitis (COB) wird zunehmend diagnostiziert. Chronisch ist eine Erkrankung grundsätzlich dann, wenn sie an den meisten Tagen und mindestens drei Monate, und das über zwei Jahre besteht. So hat die WHO, die Weltgesundheitsorganisation es formuliert.

Bei der COB muss demnach Husten und Auswurf über den genannten Zeitraum vorliegen. Von COB sind vor allem Raucher betroffen. Es sind jedoch auch viele Menschen erkrankt, die in Großstädten mit viel Industrie leben. Auch Menschen, die viel Dämpfen und Staub ausgesetzt sind, sind besonders gefährdet, wie auch die, die immer wieder erkältet sind und sich nicht richtig davon erholen.

Das Problem an der COB ist, dass die Zellen, die in den Bronchien für die Bildung des wichtigen Schleims zuständig sind, zunehmen. Dadurch steigt auch die Schleimproduktion. Gleichzeitig reduziert sich die Zahl der Flimmerhärchen. Die, die noch vorhanden sind, werden unbeweglicher. Schleim wird nicht mehr im ausreichenden Maß nach außen befördert. Gleichzeitig nimmt der Husten zu, der unproduktiv ist.

Wer an COB leidet ist gefährdet, weitere Infektionen zu erleiden, die dann oft mit Komplikationen einher gehen. Das sind zum Beispiel Lungenentzündungen. Wer an COB leidet, wird häufig in die Situation kommen, Antibiotika nehmen zu müssen, die oft auch dringend angezeigt sind, die aber auch weitere Probleme verursachen können, wie beispielsweise Erkrankungen des Darms.

Die COB ist auf dem besten Wege, sich zu einer Volkskrankheit zu entwickeln. Inzwischen sind 10-15% der Bevölkerung betroffen. Viele Betroffene warten viel zu lange, bis sie ernsthaft gegensteuern. Eine Chronisch Obstruktive Bronchitis kann die Lunge schädigen, und viele Symptome sind nicht mehr heilbar. COB-Patienten werden grundsätzlich Kuren empfohlen. Besonders sinnvoll sind Kuren an der polnischen Ostsee. Die Patienten profitieren bei einer erholsamen Kurreise nach Polen von dem gesunden Klima und können in vielen Fällen, in Absprache mit den Ärzten, die Medikamente reduzieren.

In den Kurhäusern an der polnischen Ostsee nutzt man die Zeit, die Patienten ganzheitlich zu therapieren, und das ist unabhängig vom Alter der Betroffenen. Sehr wichtig ist eine gesunde Ernährung. Vor allem nach häufigen Antibiotikagaben kann es notwendig sein, den Darm zu sanieren. In der Naturheilkunde geht man davon aus, dass der Darm für das Immunsystem eine große Rolle spielt, so dass sich die Patienten oft in einem Teufelskreis befinden. Hilfreich sind, während des Kuraufenthaltes, auch die Kurse in der Atemtherapie.

Wer viel hustet und oft nach Atem ringt, der atmet unter Stress. Mit den Kursen in der Atemtherapie lernen die Teilnehmer, wie sie sich manchmal mit einfachen Übungen helfen können.

Raucher werden bei der Entwöhnung unterstützt. Ihnen stehen während des Aufenthaltes jede Menge ablenkende und erholsame Programme zur Verfügung. Kinder, die an COB leiden und regelmäßig an der polnischen Ostsee ihren Urlaub verbringen, können sich soweit erholen, dass sie ein normales Leben führen können. In allen Fällen ist der Austausch mit den Fachkräften wichtig.

Allergien müssen abgeklärt werden. Es ist außerdem sinnvoll, die Ernährung umzustellen, falls zu viel denaturierte Nahrung gegessen wird. Sport muss den tatsächlichen Möglichkeiten angepasst werden, da sonst das Herz überlastet wird. Zu wenig Bewegung ist ebenfalls ungesund.

Dezember 14th, 2015 | Leave a Comment

Effektive Kuren bei Rheuma – die Beweglichkeit erhalten

Rheuma ist keine eigenständige Erkrankung. Stattdessen handelt es sich um einen Oberbegriff über bestimmte Symptome. Rheuma betrifft meist den Bewegungsapparat, kann aber auch einzelne Organe befallen. Damit es keine Missverständnisse gibt, fasst man alle Erkrankungen unter dem „Rheumatischen Formenkreis“ zusammen, und das sind mehrere hundert einzelne Erkrankungen.

Rheuma ist keine Erkrankung der älteren Generation. Tatsächlich sind sehr viele Kinder betroffen. Rheuma kann als Komplikation nach Kinderkrankheiten, aber auch nach Magen- Darminfekten und einigen anderen Krankheiten auftreten und belastet den Patienten dann ein Leben lang. Bei Erkrankungen des Rheumatischen Formenkreises kommt es immer zu einer Störung bei der körpereigenen Abwehr. Sind Gelenke betroffen, so greift das Immunsystem zum Beispiel die Gelenke an und zerstört sie.

Rheuma verläuft in Schüben, die können sich verschlimmern, wird jedoch medikamentös und mit physikalischen Therapien gegengesteuert, kann der Verlauf verlangsamt werden. Je früher behandelt wird, desto besser. Das setzt eine frühe Diagnose voraus. Rheuma wird heute verhältnismäßig schnell diagnostiziert, wie man auch heute in der Lage ist, die Gelenke durch künstliche zu ersetzen.

Rheuma ist in den jeweiligen Schüben sehr schmerzhaft. Die Patienten schonen die betroffenen Stellen, soweit das möglich ist. Rheuma wird schulmedizinisch und naturheilkundlich behandelt. Die Schulmedizin unterstützt vor allem mit Schmerzmitteln und Medikamenten, die Entzündungen aufhalten, die letztendlich die Zerstörung der Gelenke vorantreiben. Auch die Akupunktur, die zur Schulmedizin gehört, kann den Verlauf aufhalten und Schmerzen lindern.

In der Naturheilkunde hilft man den Patienten je nach Verfassung. Befinden sich die Betroffenen in einem Schub, ist Vorsicht mit den Thermalbehandlungen angesagt. Rheuma darf deshalb nur von Fachleuten behandelt werden. Während der intensiven Kuren hilft man den Patienten mit Enzymtherapien, die die Entzündungen stoppen sollen, außerdem zeigt die Neuraltherapie große Erfolge.

Rheumapatienten sollten nichts unversucht lassen, sich helfen zu lassen, und damit das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen, wo immer das möglich ist. Einen großen Schwerpunkt der Rheumabehandlung in den Kurhäusern macht die Ernährungsumstellung aus, denn man geht von einer Übersäuerung aus, die die rheumatischen Beschwerden deutlich verschärfen können. Es gibt sogar Theorien, nach denen Gelenkrheuma durch das Heilfasten geheilt werden kann, wenn es unter ärztlicher Kontrolle durchgeführt wird, denn der Begründer des Buchinger-Fastens litt selbst unter schmerzhaftem Rheuma und war als Arzt nicht bereit, sich damit abzufinden, dass sich die Erkrankung zunehmend verschlimmerte.

Das Heilfasten allein genügt jedoch nicht. Auch danach muss eine strenge Diät gehalten werden. Abstinenz von Alkohol und Nikotin, wie eine Ernährung mit möglichst wenig Fleisch, viel Rohkost und ohne denaturierte Nahrungsmittel, soll das Rheuma zum Stillstand bringen.

Durch die basische Ernährung wird der Stoffwechsel angeregt, die Ablagerungen, die bei Rheuma ein großes Problem sind, sollen ausgeschieden werden. Helfend werden dann auch bestimmte Tees gereicht.

Natürlich kann ein Tee keine Form von Rheuma heilen. Es ist vielmehr die Kombination einer erprobten und entlastenden Ernährung, die den Patienten gesund machen soll. Aus der Phytotherapie werden vor allem die Weidenrinde und die Brennnessel genannt. Die Weidenrinde wirkt wie Aspirin, hat aber keine Nebenwirkungen, wenn sie fachgerecht eingesetzt wird. Die Weidenrinde kann das Schmerzmittel meist nicht ersetzen, aber sie kann eine niedrigere Dosis möglich machen.

Dezember 10th, 2015 | Leave a Comment

Spezialisierte Kurhotels helfen bei Herz-Kreislauferkrankungen

Erkrankt an Herz und Kreislauf, das ist keine schöne Diagnose, aber sie ist auch nicht mehr als eine Aussage über den aktuellen Gesundheitszustand, und den kann man oft ändern. Unter den Herz-Kreislauferkrankungen wird viel zusammengefasst. In einigen Fällen sind schon Schäden nachweisbar, in anderen besteht noch die Möglichkeit einer vollständigen Wiederherstellung.

Wichtig ist, dass man bereit ist, etwas zu tun.

Auch Ärzte empfehlen in solchen Fällen eine Kur. Sie kann auf einen Krankenhausaufenthalt folgen, wenn es sich um schwere Erkrankungen handelt. In leichten Fällen sollten die Betroffenen solange warten, bis die Diagnose gesichert, die Medikamente verordnet und er selbst gut eingestellt ist. Das Warten ist wichtig, denn so haben die Fachkräfte in den spezialisierten Kurhotels die kompletten Arztberichte vorliegen und können den Patienten wesentlich leichter behandeln.

Sorgen um den Gesundheitszustand muss man sich als Patient in den Kurhäusern nicht machen. Überall arbeitet medizinisches Fachpersonal. In vielen dieser Häuser gibt es außerdem einen 24Stunden-Notfalldienst und immer einen Arzt in Rufbereitschaft. Da Kurhäuser regelmäßig von Patienten mit solchen Erkrankungen gebucht werden, kennt man sich vor Ort aus. Für die Gäste ist das wichtig. Besonders die, die einen Herzinfarkt erlitten haben, brauchen Zeit für sich, um die Sicherheit für den Alltag wieder zu gewinnen.

Man bietet ihnen aber auch die Umgebung, um sich seelisch zu erholen, denn für viele kam die Erkrankung aus heiterem Himmel. Sie haben das Vertrauen in die eigenen Kräfte verloren und brauchen Zeit für sich. Für Patienten mit Herz-Kreislauferkrankungen sind deshalb Aufenthalte über mehrere Wochen besonders sinnvoll. Das gibt auch den Mitarbeitern die Möglichkeit, die Patienten besser kennen zu lernen und ihnen noch gezielter zu helfen.

Unterstützend werden viele therapeutische Maßnahmen angeboten. Das sind nicht nur die verschiedenen Bäder und Massagen. Wer an Herz und Kreislauf erkrankt ist, der hat eine Vorgeschichte, nämlich die, die die Krankheit ausgelöst hat. Die gilt es zu enttarnen, falls das noch nicht geschehen ist. Und auch dabei helfen die Fachkräfte vor Ort. Leider ist oft Übergewicht und das Rauchen daran beteiligt und nicht jeder schafft es, sofort nach der Diagnose etwas daran zu ändern.

In den Kurhäusern treffen die Patienten auf andere Betroffene. Der Erfahrungsaustausch ist ihnen eine große Hilfe. Gemeinsam kann man viel erreichen. Übergewicht lässt sich zwar nicht während der Kur komplett beseitigen, das ist aber auch gar nicht nötig. Es genügt, wenn die Betroffenen den neuen, richtigen Weg eingeschlagen haben und sich auch nicht mehr davon abbringen lassen.

Etwas Bewegung, mit der man langsam beginnt, und gesundes Essen gehören dazu.

Wer zuvor gern schwere Speisen zu sich genommen hat, muss erst seinen Geschmackssinn umtrainieren. Mit der guten Küche in den Kurhäusern geht es leichter als zu Hause. Wer möchte, kann sich während des Aufenthaltes Tipps geben lassen, welche Nahrungsmittel besonders geeignet sind, welche man ab und zu essen darf und welche ganz gemieden werden müssen. Beim Rauchen ist es häufig leichter, auch wenn sich das so mancher Patient erst gar nicht vorstellen kann. In jedem Fall reisen die Patienten zufrieden und gesünder ab und die meisten kommen gern wieder.

Dezember 9th, 2015 | Leave a Comment

Wie kommt man an eine Kur – Tipps für die Gesundheit

Wer möchte es nicht, der Gesundheit einmal wieder etwas auf die Sprünge helfen? Wohl die meisten. Eine Kur ist hier immer eine gute Möglichkeit. Und wenn noch dazu eine Kur wirklich medizinisch notwendig ist, dann kann man davon ausgehen, dass die Voraussetzungen für eine Genehmigung sehr gut sind. Es gibt zwei unterschiedliche Arten von Kuren, zum einen die Vorsorge und zum anderen die Reha. Die Vorsorge-Variante soll Beschwerden lindern und eine drohende Krankheit rechtzeitig verhindern helfen. Spezielle Reha-Maßnahmen stehen auf dem Programm nach schweren Erkrankungen oder auch nach einem Herzinfarkt oder Operation. Und auch diese Varianten werden noch einmal gegliedert.

Zum einen gibt es ambulante Kuren, die meistens für die Vorsorge genutzt werden. Dabei wohnt man in einem staatlich anerkannten Kurort und wird im örtlichen Kur- oder auch Gesundheitszentrum behandelt. Bei dieser Art von Kur übernimmt die Krankenkasse in der Regel die Behandlungen und auch Heilmittel, der Rest muss vom Kurgast selbst bezahlt werden. Wichtig ist hier zu beachten, dass Arbeitnehmer für eine solche ambulante Kur meistens Urlaub nehmen müssen.

Die nächste Variante ist die ambulante Rehabilitation. Diese kommt in Frage, wenn man in der Nähe eines Reha-Zentrums wohnt und zur Behandlung dorthin fahren kann.

Dann gibt es noch stationäre Kuren, dies sind meistens Rehabilitations-Kuren. Bei dieser Art von Kur werden von der Kasse die Unterbringung, die Behandlung und je nach Kasse auch schon einmal die Fahrtkosten übernommen.

Zusätzlich gibt es noch eine spezielle Form der Kur für Eltern im Angebot. Für alle Elternteile, die sich durch den ganz alltäglichen Familienalltag zu sehr belastet fühlen und zudem noch eine gesundheitliche Beeinträchtigung aufweisen, empfiehlt sich eine Mutter/Vater-Kind-Kur.

Die Chancen auf eine Vorsorge oder Reha stehen nicht schlecht, wenn bereits alle therapeutischen Maßnahmen vor Ort bereits ausgeschöpft wurden. Allerdings wird eine stationäre Reha nur genehmigt, wenn die ambulante nicht ausreichend ist. Allgemein ist es so, dass man alle vier Jahre eine Kur beantragen kann.

Den nötigen Antrag für eine Kur füllt der behandelnde Arzt aus, und er reicht ihn auch bei der Krankenkasse ein. Wenn eine Kur nach einer Operation oder nach einem Krankenhausaufenthalt notwendig ist, dann hilft auch der Sozialdienst des Krankenhauses bei dem Antrag.

Ein Tipp noch – mittlerweile genehmigen immer mehr Krankenkassen eine Kur im EU-Ausland. Das ist so, weil diese Kuren in der Regel weitaus günstiger sind als in Deutschland. Ein Kururlaub Polen ist sehr beliebt geworden in der letzten Zeit, und das liegt nicht nur an den günstigen Preisen. Auch die Kurorte, viele liegen direkt an der polnischen Ostsee, sind bestens für eine solche Kurreise geeignet. Hier hat man neben den Kuranwendungen auch noch die Möglichkeit, sich am Strand zu vergnügen oder einen langen Strandspaziergang zu machen.

Die besten Ansprechpartner für weitere Infos zu dem Thema sind immer der Arzt, die Krankenkasse oder auch die Rentenversicherung.

Dezember 9th, 2015 | Leave a Comment

Kuren bei Asthma – am wirksamsten an der deutschen Ostsee

Immer mehr Menschen erkranken an den Atemwegen, und oft ist die Ursache eine Allergie. In vielen Fällen beginnt die Erkrankung schleichend. Die Patienten husten, erholen sich oft auch schlecht von Erkältungen, bis es zu Anfällen von Atemnot kommt.

Die Erkrankung kann aber auch plötzlich auftreten.

Sind Kinder betroffen, sind die Folgen besonders weitreichend. Ein Asthmaanfall ist für den Betroffenen sehr belastend. Je nach Schwere kann die Angst zu ersticken dazu kommen. Steht die Diagnose, so bemühen sich die Ärzte, die Auslöser zu finden.

Allergien sind Reaktionen des Immunsystems, das den auslösenden Stoff nicht als das erkennt, was er eigentlich ist, nämlich harmlos. Stattdessen fährt der eigene Organismus Abwehrmaßnahmen auf, um den vermeintlichen gefährlichen Stoff loszuwerden. Besonders häufig sind ausgerechnet die Stoffe Auslöser, denen die Betroffenen im Alltag überhaupt nicht ausweichen können. Das kann der Hausstaub sein, Schimmelsporen, die überall vorkommen können, und Tierhaare. Bei Tierhaaren handelt es sich oft um eine Reaktion auf die Substanzen, die sich auf den Haaren der Tiere ablagern. Selbst hochallergische Menschen reagieren allerdings kaum oder gar nicht auf Tiere mit gelockten Haaren.

Allergiker sind durch ihre Krankheitsgeschichte gefährdet, an Depressionen zu erkranken. Das gilt ganz besonders für Kinder. Müssen Kinder, die sich besonders für Tiere interessieren, dann auf ein eigenes Haustier verzichten, so stellt das eine enorme psychische Belastung dar. Dabei gibt es Meerschweinchen mit rauhaarigem Fell, Rexmeerschweine genannt, Hunde mit besonderer Fellstruktur wie der Pudel, und Pferde, die ebenfalls für Allergiker geeignet sind, die so genannten Curly Horses. Bevor jedoch darüber nachgedacht werden kann, ein solches Tier anzuschaffen, brauchen die Betroffenen Abstand von zu Hause und eine Therapie.

Die bekommen sie bei längeren Kuren an der Ostsee. Die sehr salzhaltige Luft beruhigt die Atemwege. Trotzdem kann es in der ersten Zeit zu einer Erstverschlimmerung kommen. Asthmatiker bekommen eine Vielzahl von Medikamenten, die sie auch dringend brauchen. Immer dabei ist dann vor allem das Asthmaspray. Zwei bis drei Sprühstöße genügen und danach muss jeweils tief inhaliert werden. Die Asthmatiker spüren die Wirkung sofort. Vielleicht kommt es noch zu einem kurzen Hustenanfall, dann verbessert sich die Atmung deutlich. Den Umgang mit dem Asthmaspray lernen schon Schulkinder.

Doch es geht dauerhaft darum, den Bedarf deutlich zu senken und dabei hilft der Aufenthalt an der Ostsee, der möglichst mehrere Wochen dauern sollte. In dieser Zeit zeigt sich die Notwendigkeit eines gesunden Klimas für Asthmatiker. In schweren Fällen lohnt es sich bei denen, die in Großstädten wohnen, ernsthaft über einen Umzug in eine weniger belastete Umgebung umzuziehen, da Großstadtluft die Symptome meist verschlimmert.

Die Kur an der Ostsee hat aber noch einen anderen Effekt. Neben dem gesunden Klima bekommen die Kurgäste beste Speisen geboten. Frisches Gemüse aus der Region, wenig Fleisch, keine Fertiggerichte und gesundes Wasser. Es ist heute bekannt, dass die Ernährung einen Einfluss auf alle Formen von Allergien hat. Bis sich die ersten Erfolge zeigen, können allerdings einige Wochen vergehen, dafür sind die Verbesserungen der Symptome noch lange spürbar. Asthma ist nicht heilbar. Asthmatische Symptome können sich aber in der gesunden Umgebung deutlich verbessern.

Dezember 8th, 2015 | Leave a Comment

Kuransprüche auch für Rentner – eine Kur beantragen

Viele Menschen sind oft der Meinung, dass eine Kur nur jemandem zusteht, der auch noch im Arbeitsleben steht, denn nur dann könnte es gesundheitsfördernde Maßnahmen geben. Das ist allerdings nicht richtig, denn auch Rentner haben durchaus Ansprüche auf eine Kur. Aber man sollte ein paar Dinge beachten, wenn man eine Kur beantragen will.

Zum einen gibt es die gut bekannte, klassische „Kur“ an sich nicht mehr. Heute geht es dabei eher um Rehabilitation und auch Prävention oder auch Vorsorge. Bei den stationären Aufenthalten werden von den Kassen alle Kosten übernommen. Bei ambulanten Anwendungen jedoch zahlt die Kasse die täglichen Anwendungen, aber für die Unterkunft und die Verpflegung gibt es nur einen täglichen kleinen Zuschuss von circa 13 Euro.

Für Zuschüsse sollten sich Rentner an die Krankenkasse, die soziale Pflegeversicherung und auch die gesetzliche Rentenversicherung wenden, letztere wenn eine Erwerbsminderung vorliegt. Dort können Rentner finanzielle Hilfen für ihre geplanten Kurreisen beantragen.

Jeder Mensch, der nicht gerade eine schwere OP hinter sich hat, sondern eher „nur“ an Osteoporose oder Arthrose leidet, kann eine sogenannte Vorsorge-Kur in Anspruch nehmen, die dann dafür sorgen soll, dass eine OP oder auch Pflegebedürftigkeit vermieden wird.

Der erste Gang, der dafür nötig ist, ist der Besuch beim Hausarzt. Dieser stellt dann den Antrag bei der jeweiligen Krankenkasse. In den meisten Fällen ist es so, dass die Krankenkasse zunächst einmal den Antrag ablehnt, das scheint im Moment die gängige Praxis zu sein. Wichtig ist es dann, auf jeden Fall Widerspruch einzulegen. Meistens ist es dann so, dass die Kasse nachgibt. Noch weiter zu gehen und eine Klage einzureichen ist meistens nicht sehr empfehlenswert. Wenn der Antrag auch ein zweites Mal abgelehnt wurde lohnt es sich eher, ein paar Monate zu warten und es dann noch einmal mit einem neuen Gutachten zu versuchen.

Wer eine Erkrankung hat, bei der eine Pflegebedürftigkeit droht, ist die Pflegeversicherung auf jeden Fall ein guter Ansprechpartner. Der Weg ist auch hier fast der gleiche, zunächst geht man wieder zum Hausarzt, der gibt den Antrag an die Krankenkasse weiter und dann leitet diese ihn an die Pflegeversicherung weiter. Auch hier kann man bei einer Ablehnung innerhalb von zwei Wochen einen Widerspruch einlegen.

Vielleicht ist der Weg nicht einfach, aber auch Rentnern steht eine Kur zur Vorsorge zu, meistens muss man etwas beharrlicher sein und nicht gleich bei der ersten Ablehnung aufgeben, dann wird eine Kur auch genehmigt.

November 19th, 2015 | Leave a Comment

Ein altes Heilverfahren wird wieder beliebt – Blutegelbehandlung

Die Behandlung mit Blutegeln ist ein sehr altes Heilverfahren. Schon etwa 470 vor Christus wurde von Therapieversuchen mit Blutegeln berichtet. Die Erfolge wurden lange Zeit mündlich überliefert, so dass bis heute nicht alles gesichert ist. Alle Erkenntnisse, die jedoch aus der damaligen Zeit stammen, haben bis heute Gültigkeit.

Dennoch hatte die Blutegeltherapie im 19. Jahrhundert eine Krise. Das lag auch daran, dass man die Blutegeltherapie in Europa völlig übertrieb und viel zu viele Tiere einsetzte, was in Extremfällen sogar zum Tod der Patienten geführt hat.

Als dann die Kenntnisse über Hygiene zunahmen, begann man den Einsatz von Blutegeln erneut kritischer zu sehen. Das lag nicht daran, dass die Tiere aus unsauberen Gewässern stammten, sondern dass es Tiere waren, wobei man prinzipiell davon ausging, dass Tiere unhygienisch sind, ohne zu berücksichtigen, dass Menschen auch nicht keimfrei sind. So vermutete man, dass Blutegel mit dem Biss gefährliche Bakterien übertragen. Das ist heute widerlegt. Eine Übertragung von Krankheiten kann so gut wie ausgeschlossen werden.

Heute stammen die verwendeten Blutegel aus speziellen Zuchten. Blutegel sind in der Haltung sehr anspruchsvoll, und sie können nur in sehr sauberen Gewässern überleben. Solche Gewässer gibt es nur noch sehr wenige, weshalb man dazu übergegangen ist, die Blutegel in Aquarien zu züchten.

Problematisch ist der Umgang mit den Tieren, die einmal in der Medizin eingesetzt werden. Sie müssen nach der Behandlung getötet werden, bzw. dürfen nicht ein zweites Mal verwendet oder in der Natur ausgesetzt werden. Es gibt aber inzwischen therapeutische Einrichtungen, die tiergerechte Lösungen gefunden haben und die ausgemusterten Blutegel in hauseigenen Teichen ein tiergerechtes Dasein ermöglichen.

Blutegel haben verschiedene Einsatzgebiete. Sie helfen besonders dort, wo eine Erkrankung zum Stillstand gekommen ist. Dazu gehören zum Beispiel Krampfadern und auch Venenentzündungen. Bei einem ausgiebigen Kur-Urlaub setzt man in den Kurhäusern Blutegel unterstützend bei Arthrosen, Bluthochdruck, Rheuma, Muskelverspannungen ein. In den meisten Fällen wird vorher eine naturheilkundliche Behandlung vorangestellt. Die Blutegel werden direkt an den schmerzenden Stellen angesetzt.

Blutegel beißen nicht immer sofort. Sie sind wählerisch und bei Rauchern kann es passieren, dass sie gar nicht beißen wollen. Blutegel mögen außerdem keine Luftdruckschwankungen und keinen hektischen Umgang.

Der Therapeut nimmt sie vorsichtig und langsam aus dem Becken und legt sie dort an, wo sie beißen sollen. Normalerweise wird ein Glas darüber gehalten, damit das Blutegel nicht weiter wandert. Der Biss ist nicht schmerzhaft, aber fühlbar. Manche Patienten spüren ein leichtes Brennen. In einigen Fällen muss die Haut kurz angeritzt werden, damit das Tier angeregt wird. Haben die Blutegel sich vollgesaugt, so fallen sie von allein ab.

Das dauert zwischen einer halben Stunde und eineinhalb Stunden. Zeitdruck ist bei einer Blutegelbehandlung immer falsch. Das Blutegel saugt gut zehn Milliliter. Da der Biss Einfluss auf die Blutgerinnung hat, blutet die Bissstelle noch einige Zeit weiter. Die nachblutende Menge von etwa 40 Millilitern ist nicht unerheblich, weshalb auch nicht mehr als acht Blutegel zu therapeutischen Zwecken eingesetzt werden. Das Nachbluten ist wichtig und gehört zur Behandlung dazu. In den meisten Fällen genügt eine einzige Behandlung um einen Heilerfolg über längere Zeit zu erzielen.

Oktober 21st, 2015 | Leave a Comment

Welche Voraussetzungen müssen für die Genehmigung von Kuren erfüllt sein?

Theoretisch ist es heute so, dass jeder gesetzlich Versicherte einen Anspruch auf eine Kur hat. Dennoch ist es so, dass viele diese beantragte Kur nicht bewilligt bekommen. Das kann daran liegen, dass einfach nicht die nötigen Bedingungen erfüllt wurden.

Eine Kur hat so gar nichts gemeinsam mit einem Wellness-Urlaub, auch wenn viele dies gerne denken. Ein medizinischer Hintergrund muss hier immer gegeben sein. Eine Kur ist dafür da, die Gesundheit zu stärken, und natürlich auch eine Genesung zu unterstützen. Zudem soll die Arbeitskraft erhalten oder auch wiederhergestellt werden.

Wenn Menschen nicht mehr in einem Arbeitsprozess sind, dann sind die solche Kuren dafür gedacht zu verhindern, dass diese Menschen in das Krankenhaus müssen. Zudem soll sie dafür sorgen, dass sie weiterhin mobil bleiben und auch nicht unter Schmerzen leiden müssen.

Der Begriff Kur an sich umfasst ganz verschiedene Krankheitsbehandlungen und auch Vorsorgemaßnahmen. Der Begriff selbst wird im Sozialgesetzbuch, dem SGB V, nicht mehr verwendet. Dort findet man eher den Begriff „medizinische Vorsorge- oder Rehabilitationsleistungen“. Dabei unterscheidet man noch in ambulante und stationäre Leistungen.

Wenn man sich einmal die Statistik des Bundesministeriums für Gesundheit anschaut, dann stehen hier rund 168.000 ambulante Leistungen in etwa 21.000 stationären Vorsorgeleistungen entgegen.

Bei einer ambulanten Kur kann der Patient selbst, natürlich in Einvernehmen mit dem Arzt und dem zuständigen Kostenträger, also der gesetzlichen Krankenversicherung, der Rentenversicherung oder auch der Beihilfestelle, den Ort und auch die Unterkunft frei wählen. Aussuchen kann sich der Patient auch den Termin für die Anreise, und auch den Arzt sowie die passende Einrichtung vor Ort ist frei wählbar. Die nötigen Anwendungen finden dann entweder direkt in der Unterkunft statt, oder auch in einem zentralen Kurmittelhaus. Die meisten Kurhotels sind heute bereits mit einer eigenen Kurabteilung im Hause ausgerüstet, um es den Patienten so einfach wie möglich zu machen.

In ganz Deutschland gibt es rund 350 Gemeinden und auch Gemeindeteile, die sich für eine medizinische Therapie anerkannterweise eignen, und zwar aufgrund der gesunden Luft, des gesunden Wassers oder auch des Bodens. Die Zusatzbezeichnungen bilden hier ein sehr breites Spektrum, vom „Heilbad“ über das „Seebad“ bis hin zum „Heilklimatischen Kurort“ gibt es fast alles. Dies alles umfasst Mineral-, Schroth-, Sole-, Peloid und Kneippkuren, und noch sehr viele mehr.

Eine solche ambulante Kur in einem solchen Ort hat für gewöhnlich eine Dauer von drei Wochen. Aus medizinischen Gründen kann sie aber auch verlängert werden. Zudem kann sie normalerweise frühestens nach drei Jahren wiederholt werden. Beim Kostenträger schlägt diese Kur im Durchschnitt mit rund 530 Euro für die ärztliche Versorgung und auch die Heilbehandlung zu Buche. Eine ambulante Kur ist eine sogenannte „wohnortfremde“ Maßnahme deren Grundidee es ist, dass der Patient auch wirklich einmal für eine längere Zeit aus seinem Alltag herauskommt. Dabei soll er seinen Lebensstil ändern. Hierfür nimmt der Patient in der Regel Urlaub, und er muss auch die Kosten tragen für die Anreise und die Abreise, und auch Unterkunft sowie Verpflegung müssen selbst gezahlt werden. Die Kassen versuchen so, auf die Eigenverantwortung der Patienten zu setzen. Aber dennoch gibt es von den Krankenkassen einen kleinen Anreiz, viele zahlen bis zu 13 Euro am Tag dazu, bei chronisch kranken Kleinkindern kann dies sogar bis zu 21 Euro am Tag gehen.

Bekommt man eine stationäre Vorsorgeleistung dann bedeutet das, dass man in einer zentralen Kureinrichtung wohnt, die von dem Kostenträger vorgeschlagen wird. Das sind meistens Kliniken und auch Sanatorien, mit denen von dem Kostenträger Sonderkonditionen ausgehandelt wurden. Hier kommen auf den Patienten nur die Selbstbeteiligung von zehn Euro am Tag zu, den Rest übernimmt der zuständige Träger. Wurde der Patient für die Dauer der Kur vom Arzt krankgeschrieben, dann muss der Arbeitgeber auch den Lohn fortzahlen, und zwar für die gesamte Zeit des stationären Aufenthalts.

Der Paragraph 23 SGB V besagt, dass jeder Versicherte den Anspruch auf diese Leistungen hat. Allerdings ist das nur der Fall, wenn die medizinischen Voraussetzungen erfüllt sind. Teilweise ist es heute auch so, dass die Kassen ihre Mitglieder schon gar nicht mehr darüber informieren, dass es diese Kuren überhaupt noch gibt. Daher lohnt es sich immer, bei der zuständigen Geschäftsstelle einmal nachzufragen.

Für eine Genehmigung ist immer die Vorgeschichte sehr wichtig mit dem krankheitstypischen Verlauf. Hat ein Patient beispielsweise Rückenschmerzen sollte er auf jeden Fall schon einmal bei einem Orthopäden gewesen sein und auch Krankengymnastik verschrieben bekommen haben. Wenn man Beschwerden hat sollte man auf jeden Fall zum Arzt gehen, denn so kann man erreichen, dass man später auch einmal in den Genuss einer solchen medizinischen Vorsorgeleistung kommt.

Wenn der Arzt die Notwendigkeit einer Kur festgestellt hat, dann füllt er für gewöhnlich zusammen mit dem Patienten den nötigen Antrag aus, und dann reicht er ihn zusammen mit einer Begründung, die sehr umfassend sein sollte, bei der Rentenversicherung, der Krankenkasse oder auch bei der Beihilfestelle ein. Diese wird dann den Kurantrag durch den Medizinischen Dienst prüfen lassen, oder auch durch einen Vertragsarzt oder Amtsarzt, und dann wird sie den Kuraufenthalt genehmigen oder auch nicht.

In der letzten Zeit ist es leider so, dass sich die Ablehnungen häufen und es sieht so aus, als ob dies reine Spargründe sind. Diese Rechnung der Kostenträger scheint auch wirklich aufzugehen, denn rund zwei Drittel der betroffenen Patienten und auch der behandelnden Ärzte reichen hier keinen Widerspruch ein. Dabei sollte man auf jeden Fall einen Widerspruch einreichen, denn in sehr vielen Fällen wird die Kur im zweiten Anlauf auch genehmigt. Wer hier etwas Hilfe braucht kann sich bei den verschiedenen Heilbäderverbänden erkundigen, die es in jedem Bundesland zu finden gibt. Hier wird den Patienten sehr gerne geholfen, die benötigte Kur zu erhalten.

Oktober 18th, 2015 | Leave a Comment

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