Heilung und Linderung ohne Medizin durch die Heilstollen-Therapie

Wer träumt nicht davon, seine gesundheitlichen Beschwerden im Schlaf zu verlieren, einfach ohne Medizin und weiteres Zutun eine Linderung zu verspüren? Es gibt Krankheiten, bei denen kann eine Besserung durch einen Aufenthalt in einem Stollen oder einer Höhle eintreten.

Ein täglicher Aufenthalt in einem Heilstollen, auf einer Liege in Decken gehüllt bei einem schönen Buch oder entspannender Musik, ist eine sehr angenehme Therapie, die trotzdem wirkungsvoll ist.

Die positive Wirkung der Untertage-Aufenthalte wurde auffällig im Zweiten Weltkrieg. In Ennepetal wurde die Kluterthöhle als Luftschutzbunker eingerichtet, und nach häufigen Aufenthalten bemerkten einige Asthmatiker unter den Schutzsuchenden eine Besserung ihrer Beschwerden. Der Arzt Dr. Spannagel baute daraufhin die Höhle zu einer Therapiestation aus und legte hiermit in Deutschland den Grundstein für die Untertage-Klimatherapie, auch Speläotherapie genannt.

Seit 1990 gibt es den deutschen Heilstollenverband, dem zur Zeit zehn Orte angehören, für die mit gleichen Standards die Wirksamkeit der Stollenluft durch klimatische Untersuchungen nachgewiesen werden soll. Auch andere Heilstollen führen wissenschaftliche Untersuchungen durch, um die positive Wirkung auf die verschiedenen Krankheiten festzustellen.

Eine große Studie wurde bei 4–10jährigen asthmakranken Kindern von der Uniklinik Ulm durchgeführt mit dem Ergebnis, dass u.a. eine Steigerung des Lungenvolumens und eine Reduzierung der Anfälle erreicht wurde.

Das Besondere an Heilstollen ist die reine Luft, frei von Pollen und Allergenen, Pilzen und Keimen. Die Temperatur in den meisten Heilstollen beträgt beständig 10-13 Grad bei einer sehr hohen Luftfeuchtigkeit von bis zu 100 %. Bereits das Einatmen wirkt in diesem Umfeld entspannend und beruhigend auf den Körper, besonders spürbar ist das für Menschen mit Atemwegerkrankungen. Empfohlen wird eine Heilstollentherapie besonders bei Atemwegerkrankungen wie Asthma bronchiale, chronischer Bronchitis, Pseudo-Krupp, Keuchhusten, Heuschnupfen sowie bei Sinusitis, Nasennebenhöhlenentzündungen, Schlafstörungen und zur Stärkung des Immunsystems. Sie sollte allerdings nicht durchgeführt werden bei akuten Infekten der Atemwege, schwerer Herzinsuffizienz, Lungenemphysem, Panikstörungen, Klaustrophobie und Mukoviszidose.

Eine Heilstollentherapie wird grundsätzlich in Form einer Kur empfohlen für die Dauer von 3 Wochen. Viele unterschiedliche Kurhotels und auch Wellness-Hotels haben besonders attraktive Angebote inklusive der Besuche in den Heilstollen, hier kann der Familienurlaub auch für die Therapie eines Kindes genutzt werden. Die Behandlung erfolgt durch den Aufenthalt, man hält sich 5 – 6 mal die Woche ca. 2 Stunden im Heilstollen auf. Vor dem ersten Besuch in einem Heilstollen ist eine Grunduntersuchung durch den Kurarzt erforderlich.

Der Transport in den Stollen oder die Höhle wird organisiert, in dem Stollen stehen Liegen und Decken oder Schlafsäcke bereit, damit ein entspannter Aufenthalt möglich ist. Vielfach werden dort auch atemgymnastische Übungen angeboten oder es können fachtherapeutische Gespräche geführt werden.

Während der Therapiezeit sollte sich fachkundiges Personal um die Gäste kümmern und auch für Beratungen zur Verfügung stehen. Die Luft in den Stollen wirkt entzündungshemmend, antiallergisch, schleim- und krampflösend sowie beruhigend. Es gibt eine Vielzahl an Studien, die die positive Wirkung belegen können, immer neue wissenschaftliche Erkenntnisse werden gewonnen.

Eine Anerkennung der Heilstollentherapie als Heilmittel ist bisher noch nicht erfolgt, so dass die Krankenkassen nur auf freiwilliger Basis die Kosten dieser Behandlung übernehmen, aber eine Anfrage kann sich lohnen.

Dezember 28th, 2015 | Leave a Comment

Die Vakuum-Therapie – auch im Kururlaub immer sehr beliebt

Die klassische Vakuum-Therapie in der Medizin wird vor allem für den Wundverschluss genutzt. Dazu wird die zu behandelnde Stelle unter Vakuum gesetzt. Unter dieser Versiegelung soll die Heilungszeit deutlich verkürzt werden. Durch das Vakuum werden Ablagerungen auf der Wunde abgesaugt, außerdem können sich keine

größeren Ödeme ablagern.

Eine Vakuum-Therapie kann über Tage hinweg oder auch über kurze Zeiträume eingesetzt werden. Ein sehr großer Vorteil ist, dass solche Wunden keinen Keimkontakt haben. Verbände werden dadurch unnötig. Es gibt jedoch auch die Möglichkeit, während unterschiedlicher Arten von Kuren in den Genuss der Vakuum-Therapie zu kommen, denn immer mehr Kurhäuser bieten ihren Gästen das Verfahren gegen verschiedene gesundheitliche Probleme an.

Meist wird dann mit Unterdruckkammern gearbeitet. Der Kopf ragt aus dem Behälter heraus, in dem der Kurgast bequem sitzen kann. Durch den Unterdruck wird die Durchblutung angeregt. Bei Entzündungen im Körperinnern kann so der Heilungsprozess beschleunigt werden. Außerdem wirkt die Therapie anregend auf den Stoffwechsel. Empfohlen wird eine solche Therapie vor allem bei Störungen des Lymphflusses und bei Venenerkrankungen.

In der Schönheitstherapie gewinnt die Vakuum-Therapie ebenfalls an Bedeutung bei der Behandlung von Cellulitis. Die Wirkung ist schnell sichtbar. Schon direkt nach Verlassen der Kabine sieht die Haut wesentlich jünger aus. Eine solche Behandlung ist im Beauty-Bereich auch beliebt als einleitendes Verfahren, denn nach der Vakuum-Behandlung nimmt die Haut Wirkstoffe wie Cremes leichter auf.

Die therapeutischen Maßnahmen mit Vakuum zählen zu den sehr alten Verfahren. Schon damals hat man mit der Hilfe von Feuer ein Vakuum in den Gläsern erzeugt und diese luftleeren Gefäße dann auf größere Hautflächen gesetzt. Das Verfahren ist bis heute als Schröpfen bekannt. Anwendung findet das Schröpfen in Naturheilpraxen und Kurkliniken. Die Verfahren sind leicht erlernbar und fast frei von Nebenwirkungen. Sie sind außerdem kostengünstig und deshalb auch für Kurgäste interessant, die die Kosten für alle Heilbehandlungen selbst tragen müssen.

Geschröpft wird bis heute mit Gläsern verschiedener Größen. Man unterscheidet das blutige und unblutige Schröpfen. Beim blutigen Schröpfen wird die Haut an der Oberfläche leicht verletzt. In das Schröpfglas gibt der Therapeut dann eine kleine Menge Watte, die er anzündet und dann das Schröpfglas umdreht und auf die gewünschte Stelle auf der Haut setzt. Durch das sofort entstehende Vakuum erlischt die Flamme sofort, der Patient wird von der Flamme nicht berührt. Das Vakuum zieht die weiche Haut weit in das Glas hinein. Dabei wird die Durchblutung stark angeregt.

Die Behandlung dauert etwa bis zu einer halben Stunde. Danach werden die Gläser ganz leicht durch Fingerdruck auf die umliegende Haut gelöst.

Das blutige Schröpfen wird vor allem bei Entgiftungen eingesetzt. Durch die verletzte Haut sollen Schadstoffe leichter austreten können. Das blutige Schröpfen gilt gemeinhin als nicht gefährlich, wird aber unter Naturheilkundlern auch diskutiert, da eine Verletzung der Haut zu Störfeldern führen kann, was weitere gesundheitliche Probleme verursachen könnte. Das unblutige Schröpfen wird genauso gehandhabt, nur ohne Verletzung der Haut. Diese Form der Behandlung ist schmerzfrei. Durch die gesteigerte Durchblutung werden die behandelten Hautstellen nach der Therapie sehr warm. Die Behandlung wird nicht auf infizierter Haut durchgeführt.

Oktober 8th, 2015 | Leave a Comment

Die Thermotherapie – nicht nur gut einsetzbar gegen Erkrankungen

Die Thermotherapie ist eines der ganz alten Heilverfahren. Sie kommt bei verschiedenen Erkrankungen aber auch für die Wellness zum Einsatz, vor allem wird sie aber bei Schmerzen eingesetzt.

Thermotherapie kann die Behandlung mit Wärme und auch mit Kälte sein. Die Thermotherapie umfasst damit alle Heilverfahren, die mit Temperaturreizen arbeiten. Eines der bekanntesten Verfahren ist die Kneipp-Therapie, die von Pfarrer Kneipp (1821- 1897) bekannt gemacht wurde. Kneipp war Theologe. Er erkrankte an Tuberkulose und probierte ein damals schon propagiertes kurzes Bad in kaltem Wasser aus. Nachdem er sich von seiner Krankheit erholt hatte, weitete er seine Behandlungsmethode mit großem Erfolg aus.

Kneipp behandelte vor allem Menschen, die einen Arzt nicht hätten bezahlen können oder die von Ärzten aufgegeben worden waren. Trotz seiner Erfolge wurde er mehrfach verklagt und verurteilt und dazu verpflichtet, nicht mehr zu behandeln. Erst während einer großen Epidemie setzte sich Kneipp erneut über das Therapieverbot hinweg und rettete vielen Menschen mit seinen Erkenntnissen das Leben.

Kneipp hatte die Unterstützung der Kirche, während die meisten Ärzte sein Leben lang gegen seine Methoden wetterten. Erst im hohen Alter wandten sich ihm die ersten Ärzte zu, um mehr über seine Behandlungen zu erfahren. Heute wird über den Sinn der Kneipp-Therapie nicht mehr diskutiert. Viele Menschen behandeln ihre Symptome erfolgreich mit warmen und kalten Güssen.

Heute gibt es noch viel mehr Verfahren aus dem Bereich der Thermotherapie. Nicht jede dieser Behandlungsmethoden wird mit Wasser kombiniert. Wie auch schon Kneipp festgestellt hat, sprechen zwar alle Menschen auf die Behandlung mit Temperaturreizen an, jedoch nicht jeder auf Wasser. Aus diesem Grund wird zum Beispiel auch mit Heißluft gearbeitet.

Kurhäuser arbeiten auch mit kräftig ausgewrungenen heißen Tüchern, die in Sole getränkt wurden. Fango und Moorbäder sind weitere Möglichkeiten der Wärmetherapie. Die meisten Menschen wünschen sich eine Wärmebehandlung. Es gibt jedoch Erkrankungen, die auf Kälte besser reagieren, was sich manchmal erst nach der Behandlung zeigt.

Bei der Kältetherapie wird zum Beispiel mit Eis gearbeitet. Tücher werden mit Eis gefüllt und kurz auf die erkrankten Stellen gehalten. Die Behandlung ist für die Durchführung von Laien nicht geeignet, denn die Haut kann Schaden nehmen, wenn sie zu sehr auskühlt.

In der Sportmedizin wird heute viel mit Vereisungssprays gearbeitet, die auch aus dem Bereich der Thermotherapie stammen. Zur Kältetherapie gehört auch das Eisbad nach der Sauna. Menschen, die unter Kreislaufproblemen leiden, sollten solche Bäder allerdings meiden und sich stattdessen von den Füßen aufwärts kalt oder lauwarm abduschen. Kaltes Wasser kann eine sehr gute Wirkung auf verkrampfte Muskeln haben. Durch die plötzliche Kälte ziehen sich die Muskeln zwar zuerst noch mehr zusammen, anschließend nimmt jedoch die Durchblutung zu. Während der Kältebehandlung sind die schmerzenden Stellen betäubt. Welche Behandlung im Einzelfall die die beste ist, müssen jedoch immer Fachleute entscheiden. Das gilt besonders für Erkrankungen, die in Schüben verlaufen, wie Rheuma.

Auch wenn die Patienten symptomfrei sind, kann durch die falsche Therapiewahl ein neuer Schub ausgelöst werden. Bei fachlicher Betreuung besteht diese Gefahr allerdings nicht. Die Thermotherapie wird in modernen Kurhäusern auch erfolgreich gegen psychische Symptome, Erschöpfung und Schlafstörungen eingesetzt. Einige Behandlungen sollten lebenslang fortgesetzt werden.

Oktober 6th, 2015 | Leave a Comment

Die Buchinger-Fasten-Kur am besten im Kur-Urlaub durchführen

Die Buchinger-Fasten-Kur ist eine auf Dr. Otto Buchinger zurückgehende Variante des Heilfastens, die neben der rein körperlichen Form des Fastens eine innere Reinigung beinhaltet und als eine ganzheitliche Lebensführung gewertet werden kann.

Fasten bedeutet grundsätzlich, für eine bestimmte Zeit auf feste Nahrung zu verzichten. In früheren Zeiten fasteten Menschen zwangsweise, weil entweder die Vorräte nicht ausreichten, um lange Winter zu überbrücken, oder weil Krieg oder Naturkatastrophen den Zugang zu Nahrungsmitteln behinderten. Aufgrund dieses Zwanges und des Aspekts des (Ver)Hungerns ist Fasten heute noch für viele Menschen negativ behaftet. Allerdings sind die medizinischen Ergebnisse des kontrollierten Heilfastens, welches heute praktiziert wird, durchaus überzeugend und durchweg positiv zu bewerten.

Dr. Otto Buchinger begann mit seinen Studien zum Heilfasten aufgrund einer eigenen Fastenkur, die er über 19 Tage unter Betreuung erlebte und die ihn von seiner äußerst schmerzhaften und ihn körperlich stark einschränkenden rheumatischen Arthritis heilte. Wie eingangs erwähnt, ergänzte er im Verlauf seiner Studien den reinen Verzicht auf feste Nahrungsmittel mit intensiver innerer Einkehr und dem daraus abzuleitenden spirituellen Aspekt, aber auch Physiotherapie und weitergehende ärztliche Betreuung gehören zu einer Buchinger Fastenkur.

Diese so genannte interdisziplinäre Zusammenarbeit von Therapeuten verschiedener medizinischer Richtungen war zu Zeiten von Buchingers erster Klinik in den 1930er Jahren eine kleine Revolution. Heute ist diese Art Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Therapeuten durchaus geläufig und wird durch immer mehr Ärzte-Zentren gefördert. Aus medizinischer Sicht wird durch den Verzicht auf feste Nahrung vor allem die Selbstheilungskraft des Körpers aktiviert. Der Körper kann sich aller eingelagerter Giftstoffe und Schlacken entledigen, da Fettdepots angegriffen werden, in denen viele Gifte gespeichert sind. Aufgrund dessen, dass keine Nahrung zu verarbeiten ist und damit keine neuen Gifte die Leber und die Nieren fordern, werden auch aus den Gelenken Schlacken gelöst und aus dem Körper transportiert. Deshalb ist es auch so wichtig, während des Fastens ausreichend viel zu trinken, denn nur so können Leber und Nieren ihre wichtige Tätigkeit in dieser Zeit erfüllen.

Wer als gesunder Mensch zum ersten Mal fastet, sollte sich unter ärztliche oder therapeutische Kontrolle begeben. Am besten unternimmt man einen reinen Kur-Urlaub, der sich intensiv mit dem Fasten beschäftigt. Durch das Lösen der Giftstoffe, aber auch durch das intensive geistige Erleben während der Fastenzeit können nämlich durchaus intensive Prozesse ausgelöst werden, seien es rein körperliche oder eben psychische. Auch aufgrund dessen wird, nicht nur von Buchinger, das Fasten in Gruppen empfohlen.

Erlebt man die Fastenkur mit anderen, lassen sich individuelle Erfahrungen austauschen und gegebenenfalls besser verarbeiten.

Wer aufgrund einer akuten oder chronischen Erkrankung fastet, sollte die Fastenkur natürlich erst recht unter ärztlicher oder therapeutischer Kontrolle durchführen. Stoffwechselerkrankungen wie Nahrungsmittelallergien, Diabetes, Adipositas mit all seinen Folgeerkrankungen das Herz- Kreislauf-System betreffend, und Erkrankungen des Bewegungs- und Verdauungsapparates werden durch eine Buchinger-Fasten-Kur positiv beeinflusst und verschwinden bei dauerhafter Umstellung der Lebensführung und Ernährung oft zur Gänze.

Durch den inneren Prozess, die Ruhe und die Konzentration auf sich selber werden durch Heilfastenkuren auch Stresssymptome und psychische Erschöpfungszustände angegangen und geheilt. Wichtig ist die Begleitung während des Fastens, dann sind wenige Tage im Jahr ein Garant für geistige und körperliche Gesundheit.

August 26th, 2015 | Leave a Comment

Die Heilerdetherapie ist vielseitig einsetzbar im Bereich Kuren und Wellness

Kuren, Wellness, Erholung: Wer sich einmal wirklich tiefenwirksam entspannen möchte, bucht heutzutage einen Urlaub, welcher gänzlich auf die Erholung des eigenen Körpers ausgerichtet ist. Der Wellnesstourismus boomt, und viele Einrichtungen werden zu wahren Erholungstempeln ausgebaut, um ihre Gäste mit Massagen und Therapien gegen den alltäglichen Stress zu wappnen.

Wirksame Therapien gibt es zwar heutzutage viele, auch wenn einige von ihnen eher weniger bekannt sind. Eines haben sie jedoch alle gemeinsam, nämlich dass sie verschiedenste Symptome zum Teil erfolgreich bekämpfen oder den Patienten zumindest eine gewisse langfristige Linderung verschaffen.

Zahlreiche Kur- und Wellnesshotels bieten dabei modernste Therapiearten an, welche oftmals den neusten Stand der Technik nutzen. Licht- und Farbtherapien beispielsweise wissen alltäglichem Stress entgegenzuwirken, während Magnetfeld- oder Lasertherapien das körperliche Wohlbefinden steigern. Immer mehr Menschen nutzen daher diverse Therapiemöglichkeiten, sei es während einer Wellnessreise oder im häuslichen Gebrauch.

Eine der wenigen eher traditionelleren Therapien, welche dabei sowohl äußerlich als auch innerlich anwendbar ist, ist die Heilerdetherapie. Diese kann nicht nur in den verschiedensten Wellnesseinrichtungen in Anspruch genommen werden, sondern ebenfalls direkt zu Hause angewendet werden. Den dafür notwendigen Lehm in pulverisierter Form erhält man dabei oftmals in der Apotheke. Dennoch ist eine Behandlung im Rahmen einer Kurreise oder auch entspannenden Wellnessreise eher zu empfehlen, um dem Körper ein intensives Entspannungserlebnis zu ermöglichen.

Für die äußerliche Anwendung der Heilerde wird üblicherweise spezieller Lehm mit Wasser vermischt und dick auf zu behandelnde Hautpartien aufgetragen. Nach einer kurzen Einwirkzeit kann der nun gehärtete Lehm abgenommen werden, wobei schwer zu entfernende Reste mit Wasser abgewaschen werden sollten. Besonders schlaffer Haut wird nicht selten mithilfe der Heilerdetherapie entgegengewirkt, wobei die Anwendung zusätzlich eine entschlackende Wirkung hat. Selbst Ausschläge, Wunden und Verbrennungen können mit einer Heilerdetherapie auf äußerliche Weise behandelt werden.

Zur innerlichen Anwendung von Heilerde vermischt man den Lehm ebenfalls mit einer gewissen Menge Wasser oder Saft und nimmt ihn zwischen den Mahlzeiten zu sich. Insbesondere gegen Erkrankungen der Mundschleimhäute und des Zahnfleisches kann die Therapie Linderung verschaffen. Doch auch Magenbeschwerden wie Sodbrennen kann durch die Heilerdetherapie behandelt werden.

Der Ursprung dieser Therapie liegt übrigens bereits rund 1000 Jahre vor Christus in Griechenland, wo der heilende Lehm schon immer bei den verschiedensten Beschwerden angewendet wurde.

Heutzutage gilt die Heilerde bei vielen als vollkommen natürliche Möglichkeit, um dem Alterungsprozess entgegenzuwirken. Neben der Straffung von Gewebe kann die Therapie nämlich auch zur Zellerneuerung dienen.

Jüngere Anwender dahingegen können mithilfe der heilsamen Erde währenddessen Hautunreinheiten bekämpfen oder diesen vorbeugen. Man sieht also, dass die Heilerdetherapie durchaus vielseitige Anwendungsmöglichkeiten für Jung und Alt bietet und bei den verschiedensten Beschwerden eine Linderung bewirken kann.

Die meisten Kur- und Wellnesseinrichtungen bieten übrigens schon seit langer Zeit die vielseitig einsetzbare Therapie ein und vermerken bei ihren Patienten vornehmlich positive Resultate. Deshalb entscheiden sich immer mehr Kur- und Wellnessurlauber für die Heilerdetherapie und nehmen sie zwischen anderen Therapien oder Massagen in Anspruch.

Juli 28th, 2015 | 1 Comment

Das Salzschlickbad – eine sehr effektvolle Kuranwendung

Wie schön ist es, dem Alltag einmal für ein paar Stunden oder Tage zu entfliehen und sich von fachkundigen Therapeuten verwöhnen zu lassen. Kur- und Wellnesshotels unterschiedlicher Ausrichtungen finden sich in ganz Deutschland und minimieren die Anreisedauer und –kosten.

Wer schon einmal auf Kurreisen in Deutschland gefahren ist oder sich ausführlicher informiert hat, ist wahrscheinlich auch auf die Anwendung des „Salzschlicks“ gestoßen. Oft werden dieser Naturstoff bzw. die Anwendungen damit auch in Sporthotels angeboten. Beim Salzschlick handelt es sich ursprünglich um einen Schlamm mit vielen Nähr- und Mineralstoffen, der einen besonders hohen Salzgehalt aufweist. Heute wird dieser entweder aus dem Toten Meer gewonnen, wo er als Sediment einfach vom Boden abgesaugt und in grob gereinigtem Zustand weiter verwendet werden kann, oder er wird aus Kammern in den Alpen gefördert, in denen er seit Jahrtausenden eingelagert ist.

Dieser alpine Soleschlick hat den Vorteil, dass sich in ihm keine Verunreinigungen der Moderne finden und der Schadstoff- und auch Schwermetallanteil deutlich geringer ist. Natürlich ist aber auch die Gewinnung aufwändiger. Wer Kurreisen in Deutschland unternimmt oder innerhalb des Heimatlandes ein paar Wellnesstage verbringen möchte, wird auf Anwendungen mit beiden Arten Salzschlick stoßen.

Die Anwendung des Salzschlickbades ist unter anderem für die immer größer werdende Zahl der Menschen vorteilhaft, die an rheumatischen Erkrankungen und ähnlichen Beschwerden des Bewegungsapparates leiden. Ein bequemes Wannenbad wird dabei mit einem großen Anteil Salzschlick versehen. Dieser sorgt für einen starken Auftrieb im Wasser und erzeugt damit ein angenehmes Gefühl der Leichtigkeit, ohne Belastung der Gelenke kann man in der Wanne „schweben“. Das Bad erzeugt eine spürbare Wärme, das Gewebe wird stärker durchblutet und der Lymphfluss und damit der Abtransport von Schlacken und Giftstoffen angeregt.

Die Wärmeentwicklung sorgt außerdem für eine Entspannung auch von verhärteter Muskulatur, so dass sich Schonhaltungen auflösen und das Bad zum Beispiel auch nach dem Sport als besonders angenehm empfunden wird. Die Badedauer ist mit 10 bis 30 Minuten dem Zustand der Haut angepasst. Da der Salzschlick immens viele Mineralstoffe und Spurenelemente enthält, versorgt er über die sich im Bad öffnenden Poren Haut und Unterhautgewebe mit zusätzlichen Vitalstoffen.

Unter anderem sind Magnesium, Kalium, Kalzium, Selen und Silizium (also Kieselerde) enthalten. Aber auch Anteile von Tonerden wie Kaolin und Bentonit finden sich und entfalten ihre heilende und reinigende Wirkung.

Schadstoffe werden ab- und Vitalstoffe zugeführt – aus diesem Grund eignet sich das Salzschlickbad auch bei Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder Psoriasis und beeinflusst deren Verlauf positiv. Das Kaolin hat außerdem eine Fett absorbierende Eigenschaft und schafft es so, kleine Dellen von Cellulitis abzuschmelzen und die Haut deutlich sichtbar zu straffen.

Wer plant, Deutschland in Bezug auf Kuren zu erkunden, wird vermutlich weniger die Schönheit im Blick haben, denn den gesundheitsfördernden Effekt der Fahrt. Wenn aber eine Anwendung beides kann, so wie das Salzschlickbad, ist sie durchaus verstärkt in Betracht zu ziehen.

Auch bei Sportlern ist das Salzschlickbad äußerst beliebt, nicht nur weil es muskuläre Verhärtungen löst sondern auch weil es auf entspannendem Wege Mineralstoffe in den Organismus leitet, die in so reicher Anzahl und Natürlichkeit in kaum einem Nahrungsmittel zur Verfügung stehen.

Juli 28th, 2015 | Leave a Comment

Die Blutegelbehandlung – heute sehr oft im Einsatz bei einer Kur in Swinemünde

Blutegel werden in der Naturheilkunde eingesetzt. Sie helfen dabei, für den Menschen schädliche Stoffe auszuscheiden. Das Verfahren ist sehr alt und wird erst seit einigen Jahren wieder angewendet. Grund ist weniger die Neugier der Menschen, sondern die Tatsache, dass man in den letzten Jahren bei vielen Erkrankungen an die Grenzen der Schulmedizin stößt und immer mehr realisiert, dass viele Medikamente Nebenwirkungen haben.

Die Blutegel, wie sie beispielsweise bei einer Kur in Swinemünde zum Einsatz kommen, stammen nicht etwa aus irgendwelchen wilden Teichen, sie werden tatsächlich in Aquarien gezüchtet, denn es ist wichtig, dass sie bis dahin mit keinen für den Menschen schädlichen Keimen in Berührung kommen.

Schmerzhaft ist eine solche Behandlung nicht. Der Biss des Egels ist fühlbar, allerdings nur vergleichbar mit einem Stich. Das ist im Sinne des Blutegels, das in der freien Natur normalerweise Säugetiere befällt und nicht abgestreift werden möchte. Blutegel sind dunkel und etwas über 10 cm lang. Äußerlich erinnern sie an einen quirligen Regenwurm.

Wenn die Blutegel in der Medizin eingesetzt werden, saugen sie das erste Mal Blut. Die Menge beträgt höchstens 100 ml. Ist der Egel satt, lässt er sich fallen. Die Wunde blutet noch eine Zeit leicht nach, weil die Blutegel mit dem Biss einen Stoff abgeben, der die Gerinnung hemmt.

Während einer Kur in Swinemünde werden mehrere Blutegel gleichzeitig eingesetzt. Über die tatsächliche Menge entscheiden die Fachkräfte. Werden die Blutegel bei der Entgiftung eingesetzt, so werden meist vorher schon ausleitende homöopathische Mittel gegeben, so dass sich die auszuscheidenden Stoffe sammeln. Die Blutegel sollen dann die Schlackenstoffe mit aufnehmen.

Blutegel sind allerdings sehr wählerisch und ausgesprochen empfindlich, bei Rauchern beißen sie meist gar nicht. Durch ihren Einsatz wird der Lymphfluss angeregt, außerdem wirkt die Behandlung mit Blutegeln entkrampfend und verändert insgesamt die Blutgerinnung.

Sehr große Erfolge sind beim Einsatz gegen Thrombosen und auch Krampfadern zu erwarten. In der Schulmedizin werden Blutegel vor allem eingesetzt, um den venösen Blutfluss zu fördern. Und zwar besonders dann, wenn Gliedmaßen, zum Beispiel nach Unfällen, wieder angenäht werden konnten. Gerade kleine Gefäße können in der Chirurgie nicht komplett wieder miteinander verbunden werden. Zwar wachsen sie von allein nach, jedoch dauert dieser Vorgang einige Tage. In der Zwischenzeit bluten die offenen Gefäße in das Gewebe, wo sich das Blut dann staut, weil es noch nicht abtransportiert werden kann. Das kann dazu führen, dass das gesamte Gewebe abstirbt.

Die Blutegel, wie sie während der Kur in Swinemünde eingesetzt werden, saugen das überflüssige Blut ab. Der Heilungsprozess kann ungehindert fortschreiten, was beschleunigt wird, weil der Biss der Egel auch entzündungshemmend wirkt. Die vielseitigen Möglichkeiten der Blutegel haben auch dazu geführt, dass sie inzwischen in der plastischen Chirurgie eingesetzt werden. Das sind nicht nur reine Schönheitsoperationen, sondern auch Maßnahmen, die bei abstehenden Ohren ergriffen werden oder Nasenkorrekturen, um die Atmung zu erleichtern, wie auch Brustverkleinerungen, um Rückenbeschwerden einzudämmen.

Blutegel können schon bei Kindern eingesetzt werden. Allerdings setzt man dann höchstens 1-2 Egel ein, da zum Beispiel 200 ml Blut für ein Kleinkind schon sehr viel ist. Allerdings dürfen die Kinder nicht versuchen, die Egel abzureißen.

Juli 22nd, 2015 | Leave a Comment

Körper Wickel – unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten auch im Bereich Wellness

Die Behandlung mit Wickeln zählt zu den ältesten Behandlungsverfahren überhaupt. Sie ist ein Teil der üblichen Hausmittel und kann sehr viel mehr, als die meisten Menschen glauben. Man unterscheidet zwischen Wickeln für den ganzen Körper und Wickel, wie sie zum Beispiel um den Hals, Arme oder Beine angewendet werden. Wickel werden nicht nur in der Alternativmedizin, sondern auch in der Schulmedizin und natürlich auch im Wellnessbereich eingesetzt.

Wickel wie die, die einst als Hausmittel eingesetzt wurden, werden auch in den Wellnesshotels Ostsee eingesetzt und eignen sich für fast alle Menschen. So sind sie für Kinder geeignet, normal aktive Erwachsene, Sportler und Senioren, vor allem dann, wenn sie bettlägerig sind. Deshalb werden sie in der heutigen Zeit wieder intensiv in der Seniorenbetreuung eingesetzt.

Wickel sind nie unmodern geworden. Sie sind einfach und schnell einsetzbar und unterstützen Heilungsprozesse. Je nach Erkrankung entfalten sie eine außerordentlich schnelle Wirkung und können in manchen Fällen sogar eine medikamentöse Behandlung unnötig machen.

Man unterscheidet verschiedene Arten von Wickeln. Die Wickel, die Wärme aus dem Körper ziehen, durchblutungsfördernde Wickel, krampflösende Wickel und erhitzende Wickel. In den hierfür geeigneten Wellnesshotels an der Ostsee kommen alle Formen zum Einsatz. Die Wickel, die Wärme aus dem Körper ziehen, werden bei Entzündungsprozessen eingesetzt. Die Wickel, die aus verschiedenen Lagen von Tüchern bestehen, werden durch kaltes Wasser gekühlt und dann auf die entzündete Stelle gelegt.

Durchgeführt hat das praktisch jeder schon einmal, zum Beispiel nach einem Insektenstich, oder an einem verletzten Gelenk. Die Wickel werden wieder abgekühlt, wenn sie Körpertemperatur haben. Solche Wickel werden auch eingesetzt, um Fieber abzusenken. Dann sind sie bekannt als Wadenwickel. Eis ist bei solchen Wickeln fehl am Platz, weil es so zum Absterben der oberen Hautschichten kommen kann.

Zu den kalten Wickeln zählen auch die durchblutungsfördernden Wickel. Sie werden zum Beispiel bei der schmerzhaften Arthrose eingesetzt. Genau genommen sind die Wickel sind nicht sehr kalt, sondern eher feuchtwarm. Die Wickelbehandlung wirkt vor allem gegen Schmerzen und kann so bei richtiger Anwendung den Einsatz von Schmerzmitteln deutlich reduzieren.

Allerdings gibt es Einschränkungen bei den feucht-warmen Wickeln. Sie dürfen nicht bei Entzündungen zum Einsatz kommen. Schwellungen und Wärme können ein erstes Anzeichen einer solchen Entzündung sein. Deshalb sind diese Wickel auch bei rheumatischen Erkrankungen mit Vorsicht zu genießen, da sie bei falscher Anwendung einen Schub auslösen können.

Die Fachkräfte, die die Gäste in den Wellnesshotels Ostsee betreuen, finden auch bei Rheuma die richtigen Wickel, um die Symptome zu lindern. Wer feucht-warme Wickel anwendet sollte darauf achten, dass die Tücher so gut wie möglich ausgewrungen wurden. Der Wickel wird zusätzlich mit Leinen abgedeckt und anschließend mit einer Wolldecke, allerdings so, dass der Patient nicht anfängt zu schwitzen.

Durchblutungsfördernde Wickel sollten immer nur einmal angewendet werden. Sie lösen eine intensive Reaktion des ganzen Körpers aus und können den Kreislauf belasten.

Erhitzende Wickel sollen im Gegenteil Schweißausbrüche auslösen. In manchen Fällen kann es nötig werden, die Körpertemperatur anzuheben. Die Behandlung darf nur angewendet werden, wenn die Patienten nicht geschwächt sind oder unter sehr hohem Fieber leiden. Auch für kleine Kinder oder Patienten mit Herz-Kreislaufproblemen ist die Behandlung nicht geeignet.

Juli 20th, 2015 | Leave a Comment

Das Schwefelbad – bei Kuren an der Ostsee auch heute eine sehr beliebte Anwendung

Schwefelbäder haben sich über eine lange Zeit derart bewährt, dass sie auch heute noch empfohlen werden. Lediglich der Luxus rund um das Bad hat zugenommen. Die Möglichkeiten rund um die Bädertherapien werden in einer Zeit, in der naturheilkundliche Verfahren wieder modern geworden sind, wieder berechtigt und vermehrt angeboten.

Das Schwefelbad kennen viele für die Behandlung von Hauterkrankungen. Dabei gibt es weit mehr Symptome, die mit dieser Therapie erfolgreich behandelt werden können. Verschiedene Kuren an der Ostsee sind eine gute Möglichkeit, das Schwefelbad auszuprobieren. Das Wasser wird bei einem solchen Bad gut erwärmt, zumeist auf bis zu 39°C, und wird dann mit Schwefel versetzt.

Alternativ gibt es allerdings auch Schwefelbäder, die aus natürlichem Schwefelwasser bestehen. Solche Anwendungen werden zumeist nur dort angeboten, wo es natürliche Quellen mit Schwefelwasser gibt. Solche Bädertherapien gibt es schon seit der Antike. In früherer Zeit hatte die Anwendung nicht nur das Ziel zu heilen, sondern vor allem zu entspannen. Die Dauer des Schwefelbades wird für gewöhnlich auf 20 Minuten begrenzt.

Wie bei allen stark wirksamen Verfahren gibt es auch hier Patienten, für die das Schwefelbad nicht geeignet ist, so zum Beispiel für Kinder. Auch wenn das Schwefelbad für Patienten mit Hauterkrankungen grundsätzlich hilfreich ist, so sind Urlauber mit Verletzungen der Haut von einer solchen Behandlung ausgeschlossen, zumindest bis es bis zur Abheilung gekommen ist. Patienten mit Erkrankungen von Herz- und Kreislauf sind weniger belastbar. Auch für sie ist das Schwefelbad nicht geeignet.

Alle anderen werden während der schönen und erholsamen Kuren an der Ostsee das Bad uneingeschränkt genießen können. Die Einrichtungen für solche Bäder schwanken je nach Anbieter. Angeboten werden sie von Kurhäusern, aber auch in Verbindung mit anderen Wellness- Einrichtungen. Bei akuten Problemen kann das Schwefelbad auch in Absprache mit den medizinischen Fachkräften öfter als zweimal pro Woche zur Anwendung kommen. Die Haut reagiert schnell auf den Schwefel, der Badende fühlt dabei nur ein Kribbeln, das daher rührt, dass die Durchblutung verstärkt wird. Trotz der guten Wirkung des Schwefels sollte nach dem Bad ausgiebig geduscht werden.

Wie nach allen Bäderbehandlungen gilt auch nach dem Schwefelbad die Notwendigkeit einer Ruhepause von möglichst einer Stunde. Die meisten Teilnehmer sind zu diesem Zeitpunkt schon so entspannt, dass sie einschlafen. Während der Kuren an der Ostsee können sich die Urlauber bei den Fachkräften über die Wirkung des Schwefelbads informieren.

Schwefel kommt in der Natur vor, zum Beispiel kann er in einigen Steinen nachgewiesen werden. Zum Einsatz gegen entzündliche Prozesse kam er, als man herausfand, dass er entzündungshemmend wirkt. Schwefel kann auch innerlich angewendet werden. Allerdings gibt es bisher nicht allzu viele Erkenntnisse über die Wirkung auf bestimmte Erkrankungen.

Schwefel ist in der Homöopathie eines der Hauptmittel. Als Sulfur wird er in verschiedenen Potenzen als Konstitutionsmittel eingesetzt. Voraussetzung ist allerdings eine therapeutische Betreuung.

Kurgäste, die ein Schwefelbad genießen möchten, müssen auch heute nicht die entsprechenden Indikationen vorweisen. Auch gesunde Urlauber profitieren von dem sehr entspannenden Bad.

Bei Vorerkrankungen lohnt sich der Austausch mit den Mitarbeitern im Kurhaus. Tritt die heilende Wirkung nur zögerlich ein, oder ist es das einzige Mittel das zur Heilung beiträgt, sollten die Gäste das Schwefelbad zu Hause weiterführen.

Juli 20th, 2015 | Leave a Comment

Der Einsatz von Kälte bei einer Kur in Deutschland – Kryotherapie und Hydrotherapie

Wissenschaftliche Untersuchen konnten belegen, dass etwa 0,5 – 3 Minuten extremer Kälteeinfluss ausreichend ist, um Schmerzen zu erleichtern, Entzündungen zu verhindern bzw. einzudämmen, die Muskulatur aufzulockern und das Immunsystem zu kräftigen.

Bei der Kryotherapie wird Kälte eingesetzt, um eine therapeutische Wirkung zu erzielen. Hierbei werden allerdings Gefriertechniken mit lokaler Anwendung von der Kältebehandlung des ganzen Körpers differenziert.

Die Kryochirurgie bezeichnet das lokale Verfahren. Hierbei werden spezielle Techniken unter Einsatz von Kälte angewandt, um krankhaft verändertes Gewebe zu zerstören. Hier wird sich entweder eines geschlossenen Verfahrens bedient, bei dem äußerlich eine Kältesonde mit dem Gewebe in Verbindung gebracht wird, oder eine offene Behandlungsweise, bei der z.B. flüssiger Stickstoff direkt in das Gewebe eingebracht wird.

In diesem Arbeitsbereich reichen die Temperaturen von -70 °C bis -200 °C. Solche Verfahren werden angewandt, um überschießendes Narbengewebe, Warzen, Tumore und andere Erkrankungen des Gewebes zu entfernen. Sie findet aber auch bei andere Therapieverfahren Anwendung, zum Beispiel bei Lebermetastasen oder bei Lungen- und Prostatatumoren.

In sogenannten Kältekammern werden Patienten, bei der generalisierten Anwendung der Kälte, für kurze Zeit einer Temperatur von ungefähr -110 °C ausgesetzt. Dies hat zur Folge, dass Stoffwechselvorgänge auf Zellebene angeregt werden. Dieses Verfahren wird besonders bei rheumatischen Erkrankungen, aber auch im psychiatrischen Bereich angewandt.

Dieses Verfahren ist sehr weit verbreitet, und auch bei einer entspannenden Kur in Deutschland wird es sehr oft angewandt. Eine weitere Methode des Einsatzes von Kälte bei einer Kur ist die Hydrotherapie.

Die Kneipp´schen Güsse sind wohl eine der bekanntesten Anwendungsformen in der Hydrotherapie. Die Anwendung erfolgt nach dem einfachem Warm-Kalt-Warm Prinzip, welches eine große Wirkung zur Folge hat.
Bei Kneipp´schen Güssen wird mit einem Schlauch und einem nahezu drucklosen Wasserstrahl genau nach diesem Prinzip vorgegangen. Anfangs wird warmes Wasser über Arme und Beine und zuletzt über den Rumpf in Richtung Herz gegossen.

Dieser Vorgang wird im Wechsel mit kalten und warmen Wasser wiederholt, ein kalter Guss bildet den Abschluss.

Dieses Verfahren ist aber nicht nur für eine Kur geeignet, auch zu Hause kann man diese Güsse wunderbar durchführen. Für die Anwendung daheim empfiehlt sich ein spezielles Gießhandstück.

Diese Güsse, wirken nicht nur auf die Haut, sondern auf den gesamten Organismus, hier unter anderem auf das Gehirn, die Blutgefäße, die Muskeln und die Lunge sowie auch Herz und Nebenniere.
Eine regelmäßige Anwendung kräftigt das Immunsystem und härtet den menschlichen Körper ab.

Mai 3rd, 2015 | Leave a Comment

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