Günstige Aussichten in Tschechien – Urlaub für wenig Geld

So viel Urlaub für nur so wenig Geld – das bekommt man fast nirgendwo anders in Europa außer in Tschechien. Unbekannt ist es, die wenigsten wissen etwas über das Land jenseits des Bayerischen Waldes. Wenn man etwas über Tschechien weiß, dann ist es meistens nur, dass der Schriftsteller Franz Kafka und die goldene Stimme aus Prag, Karel Gott, von dort stammen. Aber es gibt in Tschechien noch weitaus mehr zu entdecken.

Hier wird Vielfalt auf kleinstem Raum geboten, und es gibt eine einzigartige Natur. Viele Traumziele für unterschiedliche Urlaubsarten werden hier zu absolut supergünstigen Preisen angeboten.

Wanderer beispielsweise können sich auf die Spuren von Rübezahl begeben. Im Riesengebirge, der Sage nach die Heimat Rübezahls, gibt es Gipfel, die bis zu 1600 Meter hoch sind. Langgezogene Kämme, Hochmoore und Bergseen sowie auch Felslabyrinthe gibt es hier zu finden. Auf den Bergen gibt es immergrüne Wälder, und die Täler bieten Wiesen im schönsten Hellgrün. Rund um die Spindlermühle, dem Luftkurort, der in 718 Metern Höhe liegt, gibt es 180 Kilometer Wege. Wer es spektakulärer liebt, der nimmt den Kammweg zum höchsten Berg Tschechiens, der Schneekoppe.

Auch für Wellnessfans hat Tschechien sehr viel zu bieten. Das zweitgrößte Heilbad Tschechiens, Marienbad in Westböhmen, ist das Heilbad, in dem schon Goethe kurte. Hier sprudeln über 100 Quellen aus der Erde hervor, und das wirkt wie ein wahrer Gesundbrunnen. Das Wasser lindert die unterschiedlichsten Erkrankungen, und die frische Luft bringt neue Energie. In den letzten beiden Jahren wurde in Marienbad viel saniert und restauriert, und nun strahlt die ganze Stadt wieder in neuem Glanz. Neben den Luxus-Wellnesshotels gibt es hier auch noch viele erschwingliche Unterkünfte mit günstigen Wellnessanwendungen. Das Wellnesshotel Villa Butterfly ist hier sehr zu empfehlen.

Auch für alle Radurlauber bietet Tschechien eine wunderbare Kulisse. In Südmähren kann man fernab der lauten Landstraßen ganz gemütlich mit dem Fahrrad durch fruchtbare Felder und sanfte Weinberge fahren. Und vorbei geht es dabei immer an jahrhundertealten Schlössern und urigen Vinotheken.

Insgesamt gibt es hier ein Netz von 1200 Kilometern Radwegen. Die Hauptstrecke wird hier vom mährischen Weinpfad gebildet. Mit einer Länge von 290 km führt er den Radurlauber von Znojmo zum Nationalpark Thayatal und zum UNESCO-Biosphärenreservat Pálava. Insgesamt 70 Winzerorte liegen auf dem Weg, wo jeder Radurlauber immer eine günstige Unterkunft finden wird.

Auch Badefans werden hier voll auf ihre Kosten kommen. Der Lipno-Stausee in Südböhmen wird auch als See wie ein Mini-Ozean bezeichnet. Hier gibt es sanfte Wogen, kleine Wellen und optimale Winde. Er ist über 40 km lang und bis zu 8 km breit. Er ist ein absolutes Paradies für alle Wassersportfans. Baden, Paddeln, Surfen, Tauchen oder Angeln, hier kann man die ganze Palette genießen. In der Umgebung des Sees gibt es Radwege, Berge und auch märchenhafte Schlösser. Direkt am See gibt es auch einen Ferienpark, den Landal Marina Lipno.

Und für alle Erlebnishungrigen gibt es Sonne und Sehenswürdigkeiten satt. Beispielsweise der Ferienort Doksy mit seinen schönen alten Häusern und dem weißen Strand am Mácha-See. Hier kann man Beachvolleyball spielen, Strandbars und tolle Wasserrutschen bieten eine große Abwechslung. In ganz Nordböhmen pulsiert im Sommer das Leben, hier kann man Inline-Skaten oder auch einen Bungee-Sprung wagen Gerade für Familien bietet sich hier ein günstiger Urlaub an. Tschechien ist immer eine Reise wert bei all diesen unterschiedlichen Reiseangeboten.

Dezember 9th, 2015 | 1 Comment

Früher alter Bäderkult in Karlsbad – heute ein aktueller Wellness-Trend

Karlsbad in Tschechien ist ein bekannter Kurort. Aber auch in Karlsbad folgt man dem Trend der Zeit und versucht, sich an die Wünsche der Urlauber anzupassen. Viele wollen nicht nur etwas für die Gesundheit tun, sondern auch gleichzeitig Wellness und Erholung erleben. Daher ist Karlsbad bemüht, sein Image zu ändern. Es möchte weg vom Heilbad hin zur Wohlfühloase. Dabei ist es mittlerweile gar nicht mehr notwendig, in eines der imperialen Kurhotels einzuchecken, um Wellness erleben zu können. Auch für Tagesbesucher gibt es viele Angebote. Ein Palais der Entspannung ist hier dass Schlossbad. Es liegt direkt im Zentrum an der gleichnamigen Schloss-Quelle. Das Schlossbad bedeutet für Karlsbad ungefähr das gleich wie die Augustus-Therme für Baden-Baden. Gegen einen Obulus erhält man im Schlossbad einen Bademantel und auch ein Handtuch, und dann ist man dort als Gast der König.

Die Anwendungen sind wie auf einer Speisekarte aufgelistet und man kann die gewünschten Wohlfühlanwendungen frei wählen. Darf es eine klassische Massage sein oder doch lieber eine unter Wasser? Wannenbäder mit sprudelndem Thermalwasser erwarten die Gäste, und die Inhalationsgrotte ermöglicht es bereits nach 15 Minuten, dass man wieder freier durchatmen kann. Auch eine Kneipp-Therapie gibt es im Angebot, oder auch eine Erlebnisdusche mit Tropenregen.

Wer sich für einen längeren Kuraufenthalt entscheidet, der hat den Vorteil, dass er von einem Kurarzt in die entsprechenden Therapiebereiche eingewiesen wird. Empfohlen wird Karlsbad für Beschwerden wie chronischen Schmerzen, Gelenkschmerzen und auch hartnäckigen Verdauungsbeschwerden. Auch für Diäten bieten sich hier die besten Gelegenheiten. Natürlich sollte es jedem Besucher klar sein, dass es für eine erfolgreiche Behandlung solcher Beschwerden nicht ausreicht, zwei Stunden im Schlossbad zu verbringen, dafür ist dann schon eine mindestens dreiwöchige Kur nötig, die man auch möglichst jeder Jahr wiederholen sollte.

Um dem neuen Trend gerecht zu werden und auch genug Platz für die erhofften Gäste zu schaffen, findet man nun hinter den Palasthotels recht einfallslose Standardbauten.

Ein Besuch im Schlossbad sollte man sich jedoch nicht entgehen lassen. Und nach zwei Stunden erholsamer Anwendungen ist man auch bereit, den Aufstieg auf Karlsbads bekanntesten Aussichtsturm Diana zu wagen, denn ein Blick von oben auf Karlsbad ist bei jedem Besuch Pflicht.

Dezember 3rd, 2015 | Leave a Comment

Prag zur Weihnachtszeit – viele Weihnachtsmärkte machen einen Besuch sehr reizvoll

Zu jeder Jahreszeit ist der Besuch der Stadt Prag etwas Besonderes. Nicht ohne Grund ist die gesamte Prager Altstadt 1992 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt worden. Die heutige Hauptstadt der Republik Tschechien mit aktuell rund 1.250.000 Einwohnern ist von jeher bekannt als die „Stadt der 100 Türme“ oder auch die „goldene Stadt“, und vor allem in der Advents- und Weihnachtszeit erreicht diese Umschreibung ganz neue Dimensionen.

In Prag finden gleich mehrere sehenswerte Weihnachtsmärkte statt und lassen die Gassen und Plätze in Tausenden von Lichtern erstrahlen, so dass man auf jeden Fall mehrere Tage hier verbringen sollte, um alles Sehenswerte zu bestaunen.

In vielen der pittoresken Hotels und Pensionen in der Altstadt finden sich komfortable Zimmer zu günstigen Preisen, denn Unterkünfte und Verpflegung in Tschechien sind allgemein sehr preiswert. Da die Stadt an der Moldau eines der besten Nahverkehrsnetze Europas hat, sind auch Unterkünfte etwas außerhalb des Stadtzentrums noch gut geeignet, wenn man in aller Ruhe die Advents- und Weihnachtsmärkte entdecken möchte.

Zu jeder Jahreszeit natürlich stößt man beim Spaziergang durch die Prager Altstadt überall auf ein bezauberndes altes Gebäude, viele steinerne Zeugen der Geschichte überragen das Stadtbild. Die Auswahl an zu besichtigenden architektonischen Sehenswürdigkeiten, Museen und Theatern ist ausreichend für kulturell Interessierte aller Genres.

Aber auch wer nur die Weihnachtsmärkte genießen möchte, wird sich ohne Probleme einige Tage beschäftigen können. In Prag finden in den vier Wochen vor Weihnachten sechs Märkte statt, die sich teils nach verschiedenen Interessen richten. Der größte dieser Weihnachtsmärkte ist ein ganz klassischer Markt auf dem Gelände des so genannten Altstädter Rings, auf dem schon im 12. Jahrhundert viele Händler ihre Waren anboten.

Hat sich die Zahl der Händler heute vor allem zum Adventsmarkt vervielfacht, ist die Qualität der angebotenen Waren skeptisch zu prüfen, um nicht einem der schwarzen Schafe auf den Leim zu gehen. Ebenso gilt in Prag immer, auf Wertsachen und Bargeld Acht zu geben – hier sind wie in allen touristischen Zentren Europas einige Taschendiebe unterwegs.

Das Vergnügen, über die Prager Weihnachtsmärkte zu schlendern, darf man aber von der nötigen Vorsicht nicht schmälern lassen. Auch der zweitgrößte Markt der Stadt, der sich auf dem Wenzelsplatz unmittelbar vor den Toren der Altstadt befindet, ist ein klassisch gestalteter Weihnachtsmarkt mit einigen Dutzend Händlern, die in ihren Holzbuden böhmisches Kunsthandwerk zum Kauf anbieten.

Der Markt am Havelska Platz ist ganzjährig Schauplatz von Handel und kostenlosen öffentlichen Veranstaltungen. Der Weihnachtsmarkt auf dem Namesti Republiky Platz befindet sich im moderneren Stadtzentrum Prags und ist in Gestaltung und Warenangebot auch etwas moderner ausgerichtet.

Während der Weihnachtsmarkt auf dem Namesti Miru Platz, der mit dem ÖPNV sehr gut zu erreichen ist, eher von den Einheimischen besucht wird und vielleicht genau deshalb zu den Geheimtipps unter den Prager Weihnachtsmärkten gehört, bietet der Markt auf dem Holesovice Messegelände viel Abwechslung. Hier, etwas außerhalb der Stadt dreht sich zwar alles um Advent und Weihnachten, Veranstaltungen verschiedenster Art rücken aber in den Mittelpunkt und drängen die Buden mit klassischem Weihnachtsmarktangebot eher in den Hintergrund des Interesses.

November 8th, 2015 | Leave a Comment

Romantikwochenende Tschechien

Ein Pferd, eine Kutsche – mehr bedarf es für Roma-Romantik nicht. Immer im Schritt geht es durch die böhmischen Dörfer östlich von Budweis, wo es vor allem von Ruhe genug gibt. Auf dem Hof sind schon fünf Planwagen zur ersten Kutschfahrt-Tour aufgebrochen. Es geht langsam voran, das Tempo ist tatsächlich so, dass man die Blumen am Wegesrand zählen kann und manchmal scheint es sogar, als trotte das Pferd im Schlaf. Südböhmen in Slow-Motion: Im Schritttempo werden Weizenfelder, Karpfenteiche und gruselig-schwarze Tümpel passiert. Durch dunkle Tannenwälder und über einsame Alleen, Zitronenfalter torkeln eine Weile der gelblichen Plane des Wagens hinterher.

Den Weg zu finden ist kinderleicht: Kleine Schilder an den Weggabelungen lassen kaum Zweifel aufkommen; wenn doch, weisen Pferdeäpfel den Weg. Durch dunkle Dörfer geht die Fahrt weiter. Man sieht noch die vergangene sozialistische Zeit, die gedruckten kleinen Häuschen mit dem graubraunen Putz und den vielen Anbauten hier und dort, Schuppen, wilde Halden aus Holz und verrostete Gerätschaften – und daneben frischer Putz und neue Mauern, gepflasterte Hofeinfahrten mit Automarken aus dem Westen und üppige Blumengärten.

Ereignislos ist das Kutscherleben in Tschechien aber keineswegs, schon gar nicht für Besucher, die zuvor noch nie auf einem Kutschbock saßen.

Schon dutzende Familien wurden mit diesen Kaltblütern sicher ans abendliche Lagerfeuer gebracht. Das Feuer im Camp prasselt und es wird viel gelacht und erzählt in gemütlicher Atmosphäre. Mit ein bisschen Glück kann man sogar Seeadler, Mufflons, Störche, Eisvögel und Fasane sehen. Südböhmen, das ist einfach Natur pur. Lang genug gewartet, im Feuer fällt die Asche zusammen, im Dunkel hört man die schnaubenden Pferde auf der Koppel.

Dann beginnt der nächste Tag, bei der die Gnädiger die Gäste zum Baden in einem nahen See einladen, natürlich mit den Pferden, aber diesmal ohne Sattel. Wer mag, geht so tief, bis die Pferde unter ihm schwimmen. In immer neuen Runden führen die Reiter die Tiere in den See, kehren zurück, preschen wieder ins Wasser, immer weiter hinein, immer mutiger. Das große aufregende Glück macht stolz, das Glück, das nach Pferd riecht und Natur, nach einem Stückchen Freiheit und nach frischer Luft.

August 28th, 2015 | Leave a Comment

Wellness Tschechien

Das gesunde Trio im Westen Tschechiens – Karlsbad, Marienbad und Franzensbad – trumpft nicht nur mit Nostalgie aus. Während in den alpinen Nachbarländern vielerorts schon auf jeder zweiten Saunatür das Schild „Wellness Oase“ hängt, liegt im Böhmischen die Betonung auf Gesundheit und Regeneration. Die Anwendungen verführen weniger durch wohlklingenden Namen, sind dafür aber umso wirkungsvoller. Man verwendet Mineralwasser, Heilschlamm und bewährte Heilkundemethode an. Es werden keine asiatischen Rezepte kopiert, vielmehr geht man für die Entspannung vom Alltagsstress zu den Wurzeln zurück. Der Kneipp-Hydrokult ist ein fester Bestandteil in allen tschechischen Spa-Einrichtungen.

Wasser in allen Formen: Treten in Becken mit steinigem Naturgrund wie in einem Flussbett, Spritzen unter Hochdruck, Wannenbad mit Sauerstoff angereichert, mancherorts auch mit schwefelhaltigen Gasmischungen kombiniert. Die prickelnden CO²-Bäder sind eine böhmische Spezialität. Man aalt sich förmlich in der Brause, die Kohlensäure bildet eine prickelnde Bläschenschicht auf der Haut. Es regt den Stoffwechsel an.

Bei den harmonisierenden Präparaten für Beauty-Spa greift man in den Salbenfundus der Großmutter. Der Kräutergarten dafür liegt vor der Haustür; man kann die Heilpflanzen bei Wanderungen selbst auf den Wiesen entdecken und beschnuppern. Und natürlich kommen die Wässerchen aus den vielen Heilquellen hinzu. Und statt japanischen Massagebetten, die man woanders anpreist, packen geschulte Hände an. Das klassische medizinische Muskelkneten hat schon so manchen krummen Rücken wieder gerade gebogen. Nach nur zwei Stunden Wellness in Tschechiens Wellnesshotels steigt man mit leichtem Schritt über die Treppen, über die einst große Geister gingen. Und auch weil das Preis-Leistungsverhältnis stimmt, steigen stetig die Gästezahlen. Für diese Gäste wachsen in Tschechien neuerdings Spahotels wie Pilze aus dem Boden.

August 24th, 2015 | Leave a Comment

Tschechische Geschichte, Kunst, Kultur und Lebensart

Die drei historischen Gebiete Tschechiens – Böhmen, Mähren und Schlesien – bergen kulturhistorische Schätze riesigen Ausmaßes. So verwundert es nicht, dass bereits zwölf Objekte von der UNESCO als Welterbe gewürdigt wurden. Es gibt zahlreiche pittoreske Kleinstädte mit Laubenhäusern, Kathedralen und Wachtürmen, es gibt unzählige imposante Schlösser und Burgen und es gibt vielerorts unberührte Natur. Das Wanderwegenetz im Riesengebirge ist vorzüglich, die Beschilderung ausgezeichnet. Vielleicht noch schöner ist der Böhmerwald, übrigens das größte Waldgebiet Europas. Das Gebiet an der Grenze zu Bayern gelegen ist eine Arche der Natur. Man bemüht sich hier um die ökologische Wiederherstellung dieser Heimat für Bären, Wölfe, Hirsche und Auerhähne. Wanderer stoßen immer wieder auf Menschenwerk – darunter auf merkwürdig mit Steinen befestigte Bäche.

Doch das Leben besteht nicht nur aus Natur, Kultur, die Tschechen verstehen es zu genießen und sind stolz auf ihr Nationalgetränk, das Bier, und ihre Küche. Zu den vielen kulinarischen Spezialitäten Tschechiens gehört auch der Karpfen, der hier in einer seenreichen Landschaft beste Lebensbedingungen vorfindet.

Prag ist die Metropole. Hier ist das Zentrum der Macht und hier spielt die Musik. Und hier werden seit jeher wirtschaftlich und kulturell Brücken zwischen Ost und West geschlagen.

Nicht nur in den Wäldern des Böhmerwalds behielt die Natur das Sagen. Auch Riesen- und Isergebirge bieten viel von jener Ursprünglichkeit, die sich besonders in der Böhmischen Schweiz und in den beiden Karstgebieten von einer bizarren Seite zeigt.

Der Norden Tschechiens ist bergig. An der Grenze nach Sachsen schwingt sich das Land zu einer eigenen Schweiz auf, weiter östlich überschreitet das Isergebirge die tausend Höhenmeter und das Riesengebirge ragt 1600 Meter auf.

Das Land zwischen Elbtal und Riesengebirge markieren Hopfenfelder, Obstgärten, Weinberge und bizarre Formationen aus Sandstein. In den Städten hat sich viel Industrie angesiedelt. Automobilbau, Chemie, Glashandwerk. Dennoch hat die Natur ihren Zauber behalten. Die Skigebiete gelten als besonders schneesicher. Und im Sommer scheinen die Wanderwege endlos. Dank der Freundlichkeit der Einheimischen und der günstigen Preise sind ideale Familienferien – per Schiff, Kanu, Fahrrad, mit Kletterhelm und Seil – möglich.

Wer etwas auf sich hielt fuhr in die böhmischen Bäder zur Kur. Schon Goethe fühlte sich von Marienbads Quellen so erfrischt. Karlsbad und die anderen böhmischen Traditionskurorte kämpfen um ein neues Image: weg vom billigen Rentnerparadies und Schnäppchenrevier, hin zum Urlaubsziel nach Maß mit Wander- und Radwegen im Meer der Wälder, Burgromantik und Golfplätzen – und mit mehr Anspruch auf individuellen Service.

August 24th, 2015 | 1 Comment

Golden und ehrwürdig – Prag, die Stadt an der Moldau

Prag – auf der einen Seite steht die jahrhundertelange Historie der Goldenen Stadt, doch auf der anderen Seite gibt es die Moderne, in die die Hauptstadt eintaucht. Geschichtlich gesehen blickt die Stadt auf eine lange Historie zurück, denn Prag wurde bereits im sechsten Jahrhundert besiedelt.

Doch an Bedeutung gewann die Moldau-Metropole erst, als der jüdische Kaufmann Ibrahim Ibn Jakub aus Turtusa in seinen arabischen Reisebeschreibungen Prag als einen ansehnlichen Fürstensitz und die Vorburg als eine wichtige Raststätte an den fernen Handelsstraßen bezeichnete. Die Geschichte, Kultur aber auch das Nachtleben bieten jung und alt imposante Eindrücke der tschechischen Stadt.

Der Prager Frühling findet jedes Jahr über mehrere Wochen statt und ist ein berühmtes Kultur- und Musikfestival, an dem internationale, bekannte Künstler in der Weltstadt auftreten.

Das Fest beginnt jährlich am 12. Mai, dem Todestag des bekannten Komponisten Bedrich Smetana aus dem  schönen Tschechien. Das ist nur eines von vielen kulturellen Events, die in Tschechiens Hauptstadt die Leute begeistern. Tagsüber können Gäste die vielen Ecken der Stadt besuchen und sich die Sehenswürdigkeiten und kleinen tschechischen Geheimtipps ansehen.

Unter anderem zieht die Karlsbrücke jährlich viele interessierte Besuchergruppen an. Die Straßenbrücke ist nur für Fußgänger geöffnet und verbindet die Altstadt mit der Kleinseite, die durch die Moldau getrennt sind. Die Kleinseite liegt unterhalb der Prager Burg und war früher eine eigenständige Stadt. Nach einigen Bränden wurde diese zum Stadtteil der Reichen und des Adels. Sie unterscheidet sich in ihrer Bauweise von der Prager Altstadt und ist ein beliebtes Ausflugsziel. Nicht zu vergessen ist auch das sogenannte goldene Gässchen. Es ist der meistbesuchte Ort auf der Prager Burg. Hier sollen unter der Leitung Kaiser Rudolfs II. Alchemisten gewirkt haben, um für diesen künstliches Gold zu erzeugen. Abends bieten die zahlreichen Kneipen, Bars, Clubs und Discos ein facettenreiches Nachtleben für Jedermann. Und wenn die Sonne an einem Morgen über Prag aufgeht, weiß jeder, warum Prag den Titel „Die goldene Stadt“ trägt.

März 3rd, 2015 | Leave a Comment

Kuren und Wellness in Karlsbad mit Zuschüssen der Krankenkasse

Im deutschen Gesundheitswesen herrscht das Chaos, keiner weiß mehr so genau, wer überhaupt noch welche Kosten für was übernimmt. Ist es da ein Wunder, dass viele Deutsche lieber Heilung im Ausland suchen? Bestimmt nicht. Polen ist in der letzten Zeit sehr beliebt geworden, aber auch Karlsbad in Tschechien ist ein Kurort, der bei den Deutschen sehr beliebt ist, und das schon seit sehr vielen Jahren. Sogar Goethe, der große Dichter, war zu Lebzeiten ein Anhänger von Karlsbad. Er war ganze 13 Mal dort.

Aber es gibt auch Deutsche, die es bereits zum dreißigsten Mal nach Karlsbad zieht. Der Hauptgrund ist meistens, wenn man die Kururlauber fragt, die um so vieles günstigeren Kuranwendungen in Tschechien. Noch dazu ist das Personal top geschult, so dass man sich dort wirklich noch vorkommt wie ein Patient erster Klasse. Dies ist ja in Deutschland leider nicht mehr so oft der Fall. Viele sind auch begeistert, dass alle Anwendungen im Hotel in der hauseigenen Kurabteilung stattfinden, was ja auch nicht immer so selbstverständlich ist. Oft muss man schon weite Wege bestreiten, um in den Genuss der Kuranwendungen zu kommen.

Eine Kur in Karlsbad, das hat schon absolut Tradition. Bereits Mitte des 14. Jahrhunderts wurde Karlsbad gegründet. Mittlerweile sind dort fünfzig Prozent der Gäste aus Deutschland. Und die Liste der Anwendungen, die angeboten werden, ist sehr lang. Von Physiotherapie über Lymphdrainage, Kohlensäurebad und Moorbad bis hin zum Schokoladenwickel kann man dort alles bekommen. Und das beste daran ist, dass die Kosten für die Anwendungen um 20 bis 50 Prozent unter den Preisen der deutschen Kurhotels liegen. Und wenn sie nicht günstiger sind, dann dauern sie oft doppelt so lang. Auch Wellness auf Krankenschein kann man in Karlsbad bekommen. Wer einfach ein paar Tage entspannen will, der ist hier ebenfalls richtig. Man kann ein Cleopatrabad genießen, einen Besuch in der Salzgrotte unternehmen oder einfach bei Massagen und Bädern entspannen. Sehr beliebt bei den Kurgästen ist hier das Spa Resort Sanssouci.

Auch außerhalb der Therapien und Anwendungen hat Karlsbad einiges zu bieten. Kurkonzerte, bummeln durch die Fußgängerzone, oder auch ein Cappuccino im berühmten Café Elefant, unternehmen kann man hier einiges. Eine Pflicht für jeden Kurgast ist es außerdem, das Karlsbader Quellwasser zu trinken, das gehört zu jedem Besuch dazu. Dieses Gemisch aus 12 Quellen steckt voller Mineralien und Spurenelementen. Es schießt in der Sprudelkolonnade direkt im Zentrum von Karlsbad aus 2000 Metern Tiefe in die Luft. Dabei ist es 72 Grad heiß. Und jeder Gast kann sich aus den unterschiedlichen Ausläufern bedienen. Viele Kurgäste berichten, dass das Wasser sehr bekömmlich ist und auch gut bei Verdauungsbeschwerden hilft. Getrunken wird das Wasser traditionell aus der berühmten Schnabeltasse. Was in Deutschland ein Coffee-to-go Becher ist, das ist in Karlsbad das gebogene Porzellantässchen, es gehört einfach zum Stadtbild dazu.

Auch wenn man sich abends auf den Weg macht, um etwas zu erleben, kann man immernoch etwas für die Gesundheit tun, indem man sich einen Becherovka bestellt, dies ist ein Kräuterbitterschnaps mit 38 Prozent Alkohol, den viele auch als Medizin ansehen.

Die Krankenkassen sind mittlerweile soweit, dass sie auch Kuren im EU-Ausland bezuschussen, denn auch ihnen sind die günstigeren Preise nur recht. Wer eine solche Kur machen möchte, der muss sie sich verschreiben lassen. Alle drei Jahre kann man eine Kur verschrieben bekommen. Zunächst muss der Arzt die Kur medizinisch begründen und natürlich auch befürworten. Das Attest reicht man dann bei der Krankenkasse ein. Wenn die Kasse die Kur dann bewilligt hat, dann kann man sich die Kureinrichtung aussuchen.

Die Krankenkasse erstattet grundsätzlich die Kosten bis zu der Höhe, wie sie auch in Deutschland anfallen würden. Das sind dann 100 Prozent der ärztlichen Leistungen für die medizinischen Anwendungen, also Untersuchungen. Dazu gibt es dann bis zu 85 Prozent der Kosten für die Heilmittel, also Bäder und Massagen. Und für die Übernachtung und Verpflegung werden pro Nacht bis zu 13 Euro gezahlt. Nur die Anreise und die Kurtaxe muss der Gast selbst bezahlen.

Wenn die Krankenkasse keine Verträge mit Kureinrichtungen in Osteuropa hat und somit die Abrechunng direkt erfolgen kann, dann zahlt man die Kosten vor Ort selber und bekommt von der Kureinrichtung die Rechnung und die Quittungen mit. Die muss man dann bei der Rückkehr nur noch bei der Krankenkasse einreichen, und bekommt den Betrag dann erstattet.

Aber viele Menschen, die für sich selbst den Wert einer Kur erkannt haben, warten nicht, bis sie wieder einen Kur verschrieben bekommen, sondern fahren auch aus eigener Tasche jedes Jahr weil sie gemerkt haben, dass diese Kuren wichtig für die Gesundheit sind. Und die Gesundheit ist nun einmal das Wichtigste, was man im Leben hat.

Januar 15th, 2015 | Leave a Comment

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