Das Urlaubsparadies Azoren

Auf der westlichsten Inselgruppe Europas finden Sie inmitten duftender Blumenmeere, tiefer Wälder, kantiger Felsenklippen und rauschender Wasserfälle ein kleines Paradies auf Erden. Die Azoren gelten als geheimes Eldorado für Natur- und Tierliebhaber fernab vom Massentourismus. Benannt wurden sie im 15. Jahrhundert durch die zahlreichen umherkreisenden Greifvögel, die die frühen portugiesischen Entdecker für Habichte hielten. Die Vögel, deren Name der „Arquipelago dos acores“ heute trägt, waren in Wirklichkeit allerdings die in der Region typischen Mäusebussarde, weshalb die Azoren eigentlich „Buetos“ heißen müssten.

Statt der Habichte, die auf der Inselgruppe noch immer nirgends zu finden sind, leben hier seit jeher jedoch einige andere seltene Tiere, die es vor allem in der Luft und im Wasser zu entdecken gilt.

Gerade die Unterwasserwelt vor den Küsten der Inseln erscheint wie ein riesiges Aquarium, in dem neben Hunderten von Fisch- und Muschelarten über 20 verschiedene Walarten beheimatet sind. Vor allem die Südküste Picos bietet als eines der besten Beobachtungsgebiete der Welt die Möglichkeit, beim „Whale-Watching“ die Schönheit der Baleias aus nächster Nähe zu entdecken. Neben Pott-, Blau-, Bart- und Buckelwalen begegnen Sie auf den begleiteten Bootstouren, die überall auf Pico angeboten werden, oftmals auch Delfinen und Schildkröten. Als frühere Hochburg des Walfangs wurde der Insel in „Moby Dick“ sogar ein literarisches Denkmal gesetzt. Heute veranschaulichen zwei Museen die geschichtliche Bedeutung des Walfangs und des so genannten „Scrimshaw“ – eine Kunstform, die filigrane Schnitzereien aus Walknochen und –zähnen umschreibt. Doch nicht nur die Riesen der Meere, sondern auch seltene Vögel können auf den Azoren beobachtet werden. Nur hier leben beispielsweise die Priôlos, deren Ruf man auf den Inseln vor allem nachts lauschen kann.

Als ultimatives Wanderparadies gilt das idyllische Flores mit seinen kontrastierenden Landschaftsabschnitten. Auf der Insel der Blumen verzaubern Sie fantastische Meere aus blauen und roséfarbenen Hortensien, eleganten Callas und filigranen Strelizien. Monatelang verbreiten die Blüten ihren betörenden Duft und säumen nahezu jeden der über die gesamte Insel verlaufenden Wanderwege. Doch Flores hat auch eine wildere Seite. Von felsigen Klippen, die steil zum Atlantik hin abfallen, und blau aufblitzenden Kraterseen stoßen Sie immer wieder auf zahlreiche tosende Wasserfälle. Vereinzelt betreiben diese sogar noch alte Mühlräder. In anderen Teilen der Insel durchqueren Sie dicht bewachsene Lorbeerwälder, die zu den über 50 endemischen Pflanzen der Azoren zählen. Ebenfalls einzigartig sind viele der über 400 verschiedenen Moose, die als weiches Polster die Böden der immergrünen Wälder ebenso wie die Ränder der tiefen Vulkankrater überziehen. Ein Großteil des Hochlandes mit seiner einmaligen, üppigen Pflanzenwelt wurde inzwischen sogar unter Naturschutz gestellt.

Heilende Kräfte und kulinarische Genüsse verspricht die Insel Sao Miguel. Im Tal von Furnas brodeln 22 heiße Quellen, die Besucher dazu einladen, umgeben von Eukalytpusbäumen und wildem Ingwer in Schwefelquellen und warmen Bächen zu baden. Die vulkanische Erde und das mineralhaltige Wasser gewannen in dem Kurort bereits vor vielen Jahrzehnten aufgrund ihrer heilenden Wirkung zunehmend an Bedeutung und locken heute zahlreiche Besucher an. Auch die Vegetation der Insel profitiert von der ausstrahlenden Wärme, so dass im Terra Nostra Park exotische Pflanzen wie Orchideen und Riesenfarne ganzjährig im Freien gedeihen. Die Erdwärme wird zudem für die Zubereitung der köstlichen lokalen Spezialität, das „Cozido“, genutzt. Hierfür werden verschiedene Fleisch- und Gemüsesorten in Töpfen in der Erde versenkt und nach einigen Stunden Garzeit in gemütlicher Runde verspeist.

November 19th, 2015 | Leave a Comment

Hier ist der Sommer zu Hause – im Norden Portugals

In Paris gibt es den Eiffelturm, und in Porto die Eiffelbrücke. Das Schöne an Porto ist, dass dort noch immer Sommer herrscht, auch wenn man hierzulande schon längst die dicken Pullis wieder herausholen muss.

Schlendert man in Porto durch das Gewirr an schmalen und engen Gassen, dann kann man schon einmal eine recht interessante Mischung an Düften erleben, Fisch, Knoblauch und Espresso, das ist schon eine ganz besondere Kombination. Hier gibt es schmale und recht bunte Häuser, und man blickt auf die eiserne Brücke. Die Fassaden von einigen Häusern werden hier von den portugiesischem Azulejos geschmückt, den blau-weißen Kachelbildern. An anderen Häusern blättert einfach nur der gelbe oder auch rote Putz ab. Das ist wohl genau das, was man unter einer Postkarten-Idylle versteht.

Auf jeden Fall gesehen haben sollte man die schönste Buchhandlung in ganz Portugal, die sich in der Rua das Carmelitas befindet. Hier gibt es ein Deckenfenster, das mit Malereien verziert ist, und auch tolle gewundene rote Treppen. Das „Lello“ hätte auch ohne Probleme als Kulisse für die Harry-Potter-Verfilmungen dienen können.

Abends sollte man sich auf jeden Fall einen Abstecher nach Villa Nova de Gaia gönnen, das ist das Zentrum der Portweinherstellung. Hier kann man an einer Führung durch das Weinlager teilnehmen, und natürlich auch den guten Tropfen kosten. Wenn die Abendsonne Porto leuchtend orange färbt, dann spiegeln sich auch bereits die ersten Lichter im Wasser. Das ist wirklich ein ganz wunderbarer Anblick.

Sehr schön ist auch eine Flussfahrt mit einem tollen historischen Kahn. Damit werden die Touristen zur Eiffelbrücke gefahren. Sie sieht richtig hübsch aus mit ihrem großen Bogen. Hier stellt man dann fest, dass es nicht immer unbedingt Paris sein muss.

Wer mag kann sich auch ein Auto mieten und nach Guimarães hinüberfahren, das ist eine Nachbarstadt, die im Jahre 2012 europäische Kulturhauptstadt sein wird. Man kann hier wunderbar mit dem Auto drei Stunden lang an der Küste entlangfahren bis hin nach Viana de Castelo, und dann über die künftige Kulturhauptstadt wieder zurück. Ein erster Stopp könnte hier das Kunstmuseum sein, das Serralves in Matosinhos. Das moderne Gebäude liegt genau an der Stadtgrenze zu Porto, und zwar wie ein weißes, eckiges Ufo mitten in einem alten Garten. Das ist wirklich ein sehr starker Kontrast zu dem eher pittoresken Porto. Hier in Matosinhos lockt aber auch das Meer zu einer Pause, und zwar direkt an der sehr mondänen Promenade.

Weiter an der Küste entlang geht es dann nach Vila do Conde. Hier kann man seine Füße in den warmen Sand stecken und ganz einfach den Blick auf die vielen sonnengebräunten Surfer im Atlantik richten.

In Viana do Castelo kann man mit einer Seilbahn auf den Berg fahren, direkt zur Kirche Santa Luzia. Hier bietet sich dem Besucher ein wunderbares Panorama. Auf der einen Seite die alte Basilika, auf der anderen Seite der Blick auf die Flussmündung und auch die vielen breiten, leeren Sandstrände. Von da aus geht es dann weiter nach Guimarães Diese Kleinstadt gilt in Portugal als Wiege der Nation. Im Jahre 1095 war sie erstmals Hauptstadt des Landes, und auch der erste König von Portugal, Alfons I, wurde hier geboren. Noch heute zeugt die alte Burg mit der prachtvollen Allee in der Stadt von der ehemaligen Größe.

Vergleicht man diese Stadt mit Porto, so ist Guimarães schon recht übersichtlich, und auch vor allen Dingen genauso malerisch.

Rund um den Marktplatz befinden sich Häuser mit einem tollen bunten Fachwerk und wunderbaren schmiedeeisernen Balkonen. Als Kulturhauptstadt hat sich Guimarães vorgenommen, zum Treffpunkt für Künstler aus aller Welt zu werden. Diese Künstler sollen dann alte Häuser umgestalten und auch Parks und Plätze mit Konzerten erfüllen.

Vor den Toren der Stadt befindet sich das alte Weingut Casa de Sezim. Dieses befindet sich hier wie ein Dornröschengutshaus gelegen, hier gibt es Zimmer wie aus einem Sultanspalast, natürlich mit dem obligatorischen Himmelbett und rosa gemusterten Tapeten.

Portugal hat nicht nur viel Sonne zu bieten, sondern auch sehr viel mehr.

November 2nd, 2015 | Leave a Comment

Eine Reise auf die portugiesische Insel Madeira

Einmal Königin sein. Von der Sonne geweckt werden. Über taufeuchtes Gras laufen, auf den lila Blüten des Jacarandabaumes liegen, zur Frühstücksterrasse gehen. Durch einen Garten, in dem es wie ein Gewächshaus duftet und blüht – rosa Azaleen, rote Kamelien, blaue Hortensien, orange Papageienblumen, weiße Callas und gelbliche Agaven. Und hinter allem das Blau des Atlantiks, das mit dem strahlenden Himmel verschwimmt. Auf Madeira wird dieser Traum wahr.

Die Blumeninsel im Atlantik ist fast drei Flugstunden von Portugal entfernt, im Südosten liegt Afrika, im Westen ist das nächste Festland Amerika. Mein Hotel mitten in der Hauptstadt Funchal liegt in einem riesigen Garten, rundherum Bäume und eine Mauer. Die „Casa Branca“ ist ein altes Herrenhaus, eine Quinta. Früher mussten Pächter den fünften Teil, den „quinta parte“ ihrer Ernte an den Grundbesitzer entrichten. Davon bauten sich die feinen Herrschaften ihre Quintas – immer umgeben von schwelgerischen Gärten und einem hohen Wall. Man liebte es diskret. Und very british. Schließlich stammten viele Landeigentümer aus Großbritannien. Seit dem 18. Jahrhundert kamen die Engländer zuhauf nach Madeira. Hier gab es in ihren Augen alles, was man zum Leben brauchte. Madeira Wein und ein Wetter, in dem herrlich exotischen Pflanzen wuchsen. Und ein ordentliches Maß „splendid isolation“, das kannte man ja von daheim. Doch die Zeiten änderten sich, die Quintas verfielen. Erst seit wenigen Jahren werden sie renoviert und häufig zu Hotels der Luxusklasse umgebaut.

Ich mache mich auf den Weg in die Stadt, die sich wie eine in Schale geworfene Dame präsentiert, herausgeputzt und elegant. An der Hafenpromenade sehe ich den Schiffen beim Anlanden und Abfahren zu, schlendere durch die schwarzweiß gemusterten Kopfsteingassen, schaue in die Schaufenster von luxuriösen Boutiquen, bestaune auf dem Markt die exotischen Früchte und die glotzäugigen Fische. Und die Blumen. Edle Majestäten, denen nach einer Bühne zumute zu sein scheint. „Stolz von Madeira“ heißt eine besonders prachtvolle, pfahlartig aufragende blaue Blume.

Ich setze mich in das Art-déco-Café „Teatro“, in der Hand einen Bica, wie der portugiesische Kaffee heißt, und ein süßes Pastel de Nata, ein Sahnegebäck, das wie cremiges Glück schmeckt. Abends gibt es portugiesische Tapas, Venusmuscheln und ein Gläschen Madeira-Wein. Schwer und harzig liegt er auf der Zunge. Auch wenn das Glas leer ist spürt man noch lange seinen Nachhall.

Am nächsten Tag zieht es mich in den Norden. Ich fahre durch Lorbeerwälder, über Hügel und Berge, über das Hochmoor bei Paul da Serra. Dort steige ich aus und mache im Tal der 25 Quellen eine wunderschöne Wanderung zu einem Wasserfall. Weiter geht es durch Haarnadelkurven, an deren Rändern das Wasser in den „Levadas“, den kleinen Gräben, plätschert. Weiße, elegante Callas und üppige Hortensien wuchern so wild wie bei uns Sträucher und Büsche. Der Norden Madeiras ist eher rau, das Land ist grün und fruchtbar, denn es regnet hier öfter, da die Wolken an den steilen Bergen hängen bleiben. An den Steilhängen wachsen Wein, Bananen und Zuckerrohr.

Ich biege um eine letzte Kurve und habe die Nordküste erreicht. Wieder der Atlantik. Sein Blau, seine Unendlichkeit, seine Wucht. Auf der Via Antiga fahre ich gen Westen. Die alte Ringstraße, die um die ganze Insel führt, ist schmal. Sie windet sich durch kleine Tunnel, an bemoosten Felsen vorbei, auf denen Flechten, Farne, sogar Orchideen wachsen. Wasser fällt von den Steinen, im Dunst tanzen Regenbögen. Und rechter Hand, immer und ewig das Meer. Schäumend weiß bricht es sich in gurgelnden Strudeln. Graue Steine, mit Moos und Kakteen geschmückt, struppiges Blattwerk und borstige Dolden trotzen dem Meer. In Porto Moniz, einem Badeort, sind Bassins in die Felsen gehauen, die der Atlantik immer wieder mit frischem Wasser füllt. Ich faulenze den Rest des Tages, lasse mich vom rhythmischen Brausen der Wellen langsam in den Schlaf singen.

Zurück in den Funchal will ich an einem anderem Erbe der Engländer teilhaben – dem Five o´Clock Tea in „Reid´s Palace Hotel“. Wie einst Winston Churchill throne ich auf der Terrasse in einem Korbstuhl. Unter meinen Füßen Marmor in schwarzweißem Schachbrettmuster. Vor mir eine silberne Etagere, auf der sich Gurkensandwiches, Scones mit Marmelade und Canapé-Miniaturen mit Lachs, Dill und Kaviar stapeln. Dazu feinster indischer Tee, von Kellnern in weißen Dinnerjackets serviert. Im Hintergrund wieder das magische Blau des Meeres, das ein geradezu zauberhaftes Glücksgefühl in mir weckt. Hier bin ich wirklich Königin – wenn auch nur für kurze Zeit.

Oktober 26th, 2015 | Leave a Comment

Meine Erlebnisse mit der Vital-Wander-Woche in Portugal

Mein Mann und ich wurden uns bei der Planung zuerst nicht einig. Er wollte wandern, ich wollte Sonne, und zwar möglichst viel davon. Und dann sind wir auf dieses Angebot gekommen: Eine Vital-Wander-Woche in Portugal. Perfekt für uns.

Wir sind mit dem Flugzeug nach Portugal gereist.

Gebucht hatten wir Halbpension, schließlich wollten wir wandern. Nach unserer Ankunft zeigte man uns gleich unser schickes Studio. Anschließend wurden wir zum Empfangscocktail gebeten. Dabei gab es schon die ersten Informationen über die Wandermöglichkeiten vom Hotel aus und einen Vortrag über die Schönheiten der Landschaft.

Vom ersten Moment an war alles gut strukturiert und organisiert. Man merkte sofort, dass hier erfahrene Wanderer die Sache in die Hand genommen hatten. Als wir zurück in unser Studio kamen, stand dort ein großer Obstkorb als Begrüßungsgeschenk. Eine richtig nette Geste. Von unserem Zimmer hatten wir freie Sicht auf das Meer. Wir standen am Fenster, haben frisches Obst gegessen und haben uns richtig angekommen gefühlt. Zum Abendessen gab es ein großes Buffet.

Gesundes Essen ist uns sehr wichtig, und wir verstehen auch etwas davon. Umso erfreuter waren wir zu hören, dass die Produkte von den Höfen der Region stammen, und dass man sehr viel Wert auf Vollwertkost legt. Das Haus hat sogar einen eigenen Kräutergarten. So etwas erlebt man im Urlaub wirklich selten. Die Vital-Wander-Woche im Hotel Jardim Atlantico Madrid war wirklich die richtige Wahl für unseren Urlaub.

Nach dem Essen haben wir noch im Feng-Shui-Wintergarten gesessen und in Gedanken schon mal nach diesem Vorbild unseren eigenen Wintergarten zu Hause umdekoriert. Eigentlich wollten wir am nächsten Morgen gleich die erste Wanderung starten. Aber dann kamen uns die ersten Gäste mit entspannten Gesichtern aus dem Wellnessbereich entgegen, und was ist schon ein Urlaub, wenn man sich nicht spontan umentscheiden kann. Also sind wir erst ins Schwimmbad gegangen. Anschließend haben wir die Sauna ausprobiert. Überrascht waren wir, dass es im Haus nicht nur einen Fitnessraum, sondern auch ein Meditationszimmer gibt. Für die Benutzung des Barfußweges kamen wir gerade noch rechtzeitig. Das war eine interessante Erfahrung. Danach haben wir entgegen unserer Planung am Mittagessen teilgenommen und sind später zum Tennisplatz gegangen. Wir haben ewig kein Tennis mehr gespielt und haben viel Spaß gehabt. Unser Hotel hat eine Auszeichnung als Umwelthotel gewonnen, und das bemerkte man wirklich bei vielen Gelegenheiten.

Am zweiten Tag begann dann nach dem Frühstück endlich unsere erste Wanderung. Wir hatten uns für den Einstieg zu einer geführten Wanderung entschieden. Insgesamt waren wir gut drei Stunden unterwegs. Die Wege waren sehr gut zu begehen, und selbst für weniger erfahrene Wanderer kein Problem. Nach etwa drei Stunden waren wir wieder im Hotel, sind sofort in den Wellnessbereich gegangen und haben uns dort gründlich von der Anstrengung erholt. Später waren wir noch mal spazieren. Das Wetter war während des gesamten Aufenthaltes phantastisch.

Wir haben während unseres Urlaubs noch an der geführten Flora- und Fauna-Tour teilgenommen. Bei dieser Tour sollte man auf keinen Fall seinen Fotoapparat vergessen. Es gibt sehr viel Gelegenheit für wunderschöne Bilder und wer selbst etwas übersieht, wird mit Sicherheit von anderen Wandern darauf hingewiesen.

September 10th, 2015 | Leave a Comment

Portugal Urlaub auf Insel Madeira

Madeira lockt mit Lorbeerwäldern, exotischen Pflanzen und feinen Sandstränden. Obwohl immerhin rund 200 kleine Vogelarten auf Madeira gezählt werden, ist sie kein Vogelparadies. Dass die Mauersegler oberhalb von Rabacal ungehindert hin- und herfliegen und dabei ihre akrobatischen Flugkünste zeigen können, liegt am Naturschutz. Nur ein Kleinbus darf von der Hochebene Paul da Serra in die kleine Ortschaft verkehren, wo die Wanderung zu den 25 Quellen beginnt. Dabei kann fast jeder Wanderer das besondere Wetter auf der nur 60 Kilometer langen und 20 Kilometer breiten Atlantikinsel bereits hier erleben. Spätstens zur Mittagszeit hüllen den Wanderer ab 1000 Meter Höhe Wolken ein, die wie ein feiner Nebel von allen Seiten auf einen zuwabern. Man könnte meinen, man wäre an der Themse.

Tatsächlich ist auch Wasser zu hören, es gluckert und tropft. Leise, fast vorsichtig treten Quellen aus den Felswänden hervor und fließen sanft die Berghänge hinunter. Oft in einen der unzähligen Bewässerungskanäle, die das Wasser auf die landwirtschaftlichen Flächen in den niederschlagsarmen Süden transportieren.

Bevor wir die 25 Quellen erreichen, kommen wir vorbei an Bartflechten, Frauenhaarfarnen und diversen Moosen, Erdbeer- und Lorbeerbäumen. Der Wanderweg wird zusehends matschig, die Luft feuchter. Noch eine Schlucht gilt es zu überqueren und dann erreichen wir eine Art Blautopf, mit dem Unterschied, dass aus schier unendlichen Ritzen an den Felswänden kleine Wasserfälle strömen. Dabei entsteht ein Rauschen, das jegliche akustische Verständigung unmöglich macht.

Richtig ins Schwärmen kommen Wanderer und Hobby-Botaniker, wenn sie den subtropischen Lorbeerwald erleben. Das ist auch kein Wunder. Der Lorbeerwald, der vor der Eiszeit auch weite Teile Europas bedeckte, gehört seit 1999 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die Vegetation in den Lorbeerwäldern ist besonders vielfältig. Hier entdecken Besucher

Pflanzen, von denen sie gar nicht wussten, dass sie existieren. Der Tourismus ist der stärkste Impulsgeber und die größte Einnahmequelle, zumindest nach Angaben des Euopäischen Portals zur beruflichen Mobilität. In Zukunft will Madeira daher noch mehr auf den Tourismus setzen. Dazu sind an den Küsten lange Tunnel angelegt und Straßen erneuert worden. Ohne Auto ist das auf Madeira nicht möglich von A nach B zu gelangen. Viele tiefe und breite Schluchten prägen die Insel. Den perfekten Portugal Urlaub für jedermann gibt es auf der Insel Madeira.

August 14th, 2015 | Leave a Comment

Hier wohnt der Sommer – die Algarve

Auch wenn man es vielleicht einmal gehört hat, aber es stimmt nicht so wirklich, man muss keine Sardinen mögen, um die Algarve besuchen zu können. Neben den Sardinen findet man dort aber auch Barsch und Thunfisch. Allerdings ist es schon ein kleiner Vorteil, wenn man Sardinen mag, denn gerade an der Südküste von Portugal sind diese Fische wirklich allgegenwärtig.

In einem Ort, und zwar Portimao, findet man die Sardinen sogar im Wappen wieder.

Auch heute noch wird Fischfang an der Algarve betrieben, aber die Schönheit der ganzen Küste mit den bizarren Felsformationen und den feinen schönen Sandstränden hat diese ganze Region auch gleichzeitig zu einem Touristenzentrum gemacht.

Allerdings wird hier der Sardine als Symbol für die arme Fischerzunft noch immer gewürdigt. Das sieht man im August an den vielen Sardinenfestivals, den Sardinhadas, die dort allerorts stattfinden. Das größte davon dauert eine ganze Woche lang, das ist das Festival in Portimao. Hier krönt man dann durch ein Wettessen den Papa Sardinhas, also den Sardinenkönig. Dazu gibt es Live-Musik und, wen wundert es, Sardinen frisch vom Grill. Hier werden sie auch gerne mit der Hand verzehrt, ganz einfach auf einem Weißbrot.

Portimao ist aber nicht nur wegen der Sardinen bekannt, sondern auch für den Strand Praia da Rocha. Hier teilen Felsbrocken das Meer. Aber auch für den sommerlichen Trubel ist Portimao bekannt. Den gesamten Strand entlang, und zwar zwischen Faro und Lagos, liegt die gesamte Saison hindurch ein Summen in der Luft, das aus den Bars, den Diskos und den Läden kommt. Die Infrastruktur ist hier außerdem recht exzellent, hier gibt es etwas für gehobene Ansprüche wie Golfplätze und Luxusresorts, und auch für junge Leute mit einem recht kleinen Budget gibt es hier einiges zu finden.

Das Highlight bei den Familien ist eindeutig der Zoomarine-Park bei Albufeira. Dort ist das Schwimmen mit Delfinen möglich.

Und selbst im eigentlich so geschäftigen Faro kann man Entdeckungen machen. Eine davon ist sicherlich das Café Alianca, das bereits im Jahre 1908 gegründet worden ist. Es ist mit wunderbaren Holzpaneelen geschmückt.

Am Strand kann man die Portugiesen übrigens daran erkennen, dass sie nur ganz selten liegen. Meistens spielen sie Ball, oder wandern auch kilometerweit am Ufer herum. Allerdings ist es hier so, dass irgendwann einmal alle Strände menschenleer werden.

Sagres ist hier das Surferparadies, und dahinter kann man das südwestliche Ende Europas erwandern. Belohnen kann man sich dann mit der letzten Bratwurst vor Amerika, die am Stand in Cabo de Sao Vicente angeboten wird. Hier gibt es Thüringer und Nürnberger, und sie gelten als absoluter Kult sowohl bei den Urlaubern als auch den Portugiesen.

 

Juni 15th, 2015 | Leave a Comment

Das ursprüngliche Portugal entdecken mit Geheimtipps für die Algarve

Die Algarve – hier zeigt sich Portugal wirklich von seiner schönsten Seite. Bizarre Klippen wetteifern hier mit idyllischen Lagunen, Bergdörfer wechseln sich mit Fischerstädtchen ab. Die steilen Wände rings um die Badebucht der „Praia da Coelha“ glühen goldorange, der Sand glitzert und die Sonne hat es sehr eilig, den Atlantik und auch den Himmel in ein wunderschönes Blau zu tauchen.

Die 200 Kilometer lange Südküste Portugals ist bekannt für ihre traumhaften Buchten. Eine der schönsten Europas ist die „Praia de Sao Rafael“ bei Albufeira. Aber an der Algarve von Portugal kann man auch herrliche Wanderreviere, malerische Städtchen und Düneninseln finden.

Der Ort Tavira liegt im Osten und ist eigentlich Romantik pur. Schneeweiße Häuschen und enge Pflastergassen beherrschen hier das Bild. Fischerboote schaukeln im kleinen Hafen, und dahinter spannt sich eine alte römische Brücke, und zwar in sieben Bögen über den Fluss Gilao. Wer sich gerne an fast menschenleeren Stränden in der Sonne aalen will, der nimmt einfach die Fähre zu den vorgelagerten Inseln wie „Ilha da Tavira“ oder die „Ilha da Culatra“.

Die Stadt Loulé lockt mit einem wunderbaren Markttreiben, das hier im Hinterland zu finden ist. Hier bekommt man fangfrischen Fisch, hausgemachte Liköre und auch Korbwaren. Jeder Stand ist hier anders. Das Ursprüngliche kann man auch beim Wandern durch Orangenhaine und Korkeichenwälder , vorbei an Riesenkakteen und Feigenbäumen und auch pastellfarbenen Bauernhäusern, erleben. Gute 33 Wanderwege gibt es hier, der ideale Startpunkt ist das Bergdorf Alte.

Faro ist die Hauptstadt der Algarve, und sie ist ein Mix aus Gelassenheit und Temperament. Einheimische spielen lautstark Karten im „Jardim Emanuel Bivar“, und auf dem „Arco da Vila“, dem prächtigen Stadttor, nisten Störche. Abends ist hier dann Fado-Zeit: aus allen Restaurants klingt der wehmütig-heitere Gesang. Auch der Blick vom Glockenturm der Kathedrale ist einzigartig. Bis zum Meer und zu den Lagunen der Ria Formosa kann man hier schauen. Ein absolutes Muss ist auch das Einkaufsviertel beim Hafen. Wer danach müde ist, kann sich einen Galao, das ist ein Milchkaffee im Glas, trinken. Oder man genießt im „Clube Naval“ den Jachthafen-Blick und auch „Cataplana“, einen Eintopf mit Meeresfrüchten aus einem Kupferkessel.

Nördlich von Portimao in der Serra de Monchique duftet es wunderbar nach Rosmarin, Minze und Salbei. Eukalyptusbäume wachsen an den sanft geschwungenen Berghängen, und in den Tälern Bananenstauden, Rhododondren und Oleander. Auch die 30 Grad warmen Quellen der „Caldas de Monchique“, die bereits bei den Römern beliebt waren, sprudeln hier.

Sagres ist die Stadt mit Aussicht. Eine wuchtige Festung, goldgelbe Buchten und ein Traumblick über die Steilküste, das ist genau das, was Sagres ausmacht. Hier ist auch Europas südwestlichster Punkt, der „Cabo de Sao Vicente“. Hier gibt es Felsen, die sechzig Meter hoch über den Atlantik ragen.

An der wunderschönen Algarve kann man Portugal erleben, wie es ursprünglich ist.

April 22nd, 2015 | Leave a Comment

Lissabon – die Traumstadt direkt am Fluss Tejo

Wer Lissabon, die Stadt, die direkt am Fluss Tejo liegt, besucht, der kann seinen Tag am besten damit beginnen, dass er das Café „Pastéis de Belém“ aufsucht. Bereits morgens um acht öffnen sich unter den schönen blauen Markisen die Tore, und das zuckersüße Schlaraffenland ist eröffnet und bereit für den Ansturm der Besucher. Bereits seit dem Jahre 1837 kann man hier die wunderbaren „Pastéis de Nata“ gebacken, die man sich am besten als Eierpuddinggebäck vorstellen kann. Dazu genießt man in Lissabon einen heißen Galao, das ist ein ganz typisch portugiesischer Milchkaffee. So sieht in dieser wunderbaren Stadt der absolut ideale Start in den Tag aus.

Es gibt wohl kaum eine andere Metropole, die auch nur annähernd so romantisch ist wie diese Stadt. Die schmalen Gassen der Altstadtviertel Alfama und Bairro Alto schlängeln sich verwinkelt die Hügel der Stadt hinauf. Wer hier eine Entdeckungstour starten möchte, der nutzt dafür am besten einen Elevador, so werden die alten Seilbahnen genannt, die sich immer wieder tapfer nach oben kämpfen.

Man kann aber auch die Nostalgie-Straßenbahn-Linie 28 nutzen, wo die Gassen der Route teilweise so eng sind, dass man auch ganz einfach die Wäsche abhängen könnte, die die Einwohner an Leinen vor die Fenster gehangen haben.

Auch zum Bummeln lädt Lissabon seine Gäste ein. Besonders die Flaniermeilen des Shopping-Bezirkes Baixa sind dafür sehr gut geeignet. Die bekannteste Modedesignerin Portugals ist Ana Salazar. Selbstverständlich ist auch eine Boutique von ihr in Lissabon zu finden. Beim Bummeln sollte man an den Fenstern der Boutique nach Schildern Ausschau halten, auf denen „Rebaixas“ steht, denn in diesen Boutiquen kann man mit satten Rabatten sehr gut einkaufen.

Wenn man schon in Lissabon ist, sollte man sich natürlich nicht nur mit Shoppen vergnügen, auch viel anderes gibt es hier zu entdecken. Beispielsweise der Triumphbogen am königlichen Platz Praca de Comércio, oder die Aussicht, die man von der Plattform des alten Wachturmes Torre de Belém genießen kann. Auch das Hieronymuskloster mit seinem 55 Meter langen und auch doppelstöckigen Kreuzgang ist immer einen Besuch wert. Um einen wunderschönen Sonnenuntergang erleben zu können, sollte man sich am späten Nachmittag am Aussichtspunkt Miradouro de Santa Luzia aufhalten. Hier kann man zwar auch ganz schnell einmal einen ganzen Tag verträumen, aber wenn die Sonne dann das Viertel Alfalma mit der Kirche Igreja de Santo Estevao und auch den Tejo romantisch in Szene setzt, dann ist es in Lissabon wirklich zum Verlieben schön.

April 20th, 2015 | Leave a Comment

Die Blumeninsel Madeira zu Fuß erleben und genießen

Die Insel Madeira ist besonders bekannt für seine üppige Blumenpracht und das ganzjährige milde Klima. Viele nennen sie die Insel des ewigen Frühlings wegen der ausgeglichenen Jahrestemperaturen zwischen durchschnittlich 16° C bis 27° C.

Madeira ist durch vulkanische Aktivitäten entstanden, die letzte fand vor 6450 Jahren statt. Die Insel ist nur die Spitze eines Vulkans, der sich noch bis zu 4000 Meter unter der Wasseroberfläche befindet.

Man findet hier eine gebirgige Landschaft mit Felsen und Klippen, steilen Flussläufen mit Wasserfällen und an den Hängen fruchtbare „Fajas“, die für Ackerbau genutzt werden. Das milde Klima begünstigt natürlich auch die Vegetation auf der Insel. Da es nie eine Landverbindung gegeben hat, geht man davon aus, dass die Samen durch Wind, Meeresströmung z.B. auf Treibholz und durch den Kot von Vögeln und Fledermäusen auf die Insel gekommen sind. Es wird geschätzt, dass sich auf Madeira annähernd 800 höhere und 1.900 niedere Pflanzen sowie mehr als 3.300 Tierarten angesiedelt haben. Seit der Mensch auf der Insel lebt, hat sich die Pflanzenzahl erhöht aber der Tierbestand verringert. Trotzdem gibt es noch genügend Tierarten auf der Insel für die Touristen zu bewundern.

Um die Schönheit Madeiras genießen zu können, sollte man sie erwandern. Es gibt wunderschöne Wandertouren, die man allein oder in einer geführten Gruppe unternehmen kann. Hierbei kann man wunderbar in einem luxuriösen Wellnesshotel übernachten, Tageswanderungen in verschiedene Richtungen unternehmen und abends Wellness genießen.

Am Ostkap kann man z.B. die karge Vulkanlandschaft noch sehen, an der Südküste im größten Naturschutzgebiet der Insel auf Schäferwegen durch den Lorbeerwald wandern und baumhohe Erika und Blaubeeren sowie 25 Quellen bewundern.

Man kann auch Teilstrecken mit dem Linienbus zurücklegen und so das Hochmoor Paul da Serra durchqueren. Sehr beliebt sind auch die Wanderungen entlang der Levadas, der offenen Bewässerungskanäle Madeiras. Hier sind kaum Höhenunterschiede zu bewältigen und die Wege führen durch traumhafte Gegenden, durch lange Tunnel und Felsen.

Entlang des Levadas do Norte erreicht man auf der Südseite die Terrassenfelder mit den besten Weinen der Insel. Über 30 Rebsorten machen die Insel bekannt für beste Weinqualität. Im September gibt es auf Madeira ein großes Weinfest, das viele Touristen lockt. Unterwegs sollte man in Camacha die Korbflechtkunst bestaunen und sich auch die Kunstwerke in der Goldschmiedewerkstatt auf dem Weg nach Porto Moniz nicht entgehen lassen.

Vielleicht kann man hier passende Souvenirs einkaufen.

Auf Madeira gibt es viele sehr gute Hotels, nicht nur in der Hauptstadt Funchal. Auch hier wird das Angebot an Wellness verstärkt, ein SPA-Bereich mit Bädern, Massagen und Entspannungskursen wird von vielen Hotels angeboten und von den Touristen gerne genutzt nach langen Spaziergängen und Erkundungstouren.

In Funchal gibt es viel Geschichtliches zu entdecken, die Kirche Sé als ehemaliger Bischofssitz, natürlich eine Gedenkstätte an Sissy, eine Markthalle und einen Hafen, von dem aus man die liegenden Kreuzfahrtschiffe bestaunen kann. Madeira ist auch abends bei einem Glas Wein beim Rauschen des Meeres im Sonnenuntergang einfach traumhaft schön.

 

April 5th, 2015 | Leave a Comment

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