Masuren – eine Reise durch das ehemalige Ostpreußen im Land der tausend Seen

Im Nordosten Polens, dem ehemaligen Ostpreußen, liegen die Masuren. Eigentlich weiß keiner so ganz genau, wo Masuren beginnt oder auch aufhört. Es ist bekannt als „Land der tausend Seen“ oder auch als „Grüne Lunge Europas“. Die meisten Seen sind hier untereinander verbunden durch Flüsse und Kanäle. Es ist ideal geeignet für alle Arten von Wassersport. Die masurische Seenplatte ist das Herzstück im Nordosten Polens. Weit über 3000 Seen gibt es hier, dabei sind die kleinen nicht einmal mitgezählt. Eine der schönsten Paddelstrecken im Norden Europas führt entlang der Krutinna. Dieser Fluss wird auch als „Perle Masurens“ bezeichnet. In einem gewundenen Lauf durchquert der Fluss 18 größere und kleinere Seen auf etwa 100 Kilometern Länge. Gesäumt wird der Verlauf von dichtem Mischwald an beiden Ufern. Bevor er in den Beldahnsee mündet schlängelt er sich noch an Kornfeldern und satten Wiesen vorbei. Hier gibt es ganze Kolonien von Störchen, die sich auf der Suche nach Fröschen befinden.

Wer nicht gerade ein begeisterter Wassersportler ist, der findet auch in den Wäldern Masurens viele Möglichkeiten für Radtouren oder auch Wanderungen. Hierfür bietet sich beispielsweise die zwischen Russland und Polen geteilte Rominter Heide an. Im Süden Masurens gibt es noch viele weitere Wälder, wie zum Beispiel die Johannisburger Heide. Sie alle erscheinen nicht nur am frühen Morgen bei Nebel wie geheimnisvolle Märchenwälder.

Weltruhm erlangte Masuren in den letzten Jahrhunderten allerdings weniger durch seine Seen und Flüsse als durch seine Pferde. Die berühmten Trakehner, bekannte, sehr edle Pferde, haben ihre Heimat in Trakehnen. Dieses kleine Dorf gehört heute zu Russland, aber einige Liebhaber züchten noch heute die Nachfahren dieser Pferde. Das gibt natürlich auch Gelegenheit dazu, Reiterferien und Kutschfahrten anzubieten.

Noch bis vor wenigen Jahren wurde Masuren hauptsächlich von den Touristen besucht, deren Heimat einst Ostpreußen war. Heute hat sich das geändert, auch viele Touristen, die zu diesem Stück Erde keinerlei Beziehung haben, verbringen einen Urlaub in den Masuren. Natürlich werden auch diese Touristen herzlich aufgenommen.

In den Dörfern kann man schöne Zimmer bekommen, wer etwas mehr Komfort sucht, für den gibt es natürlich auch Hotels und auch edlere Unterkünfte. In einer traumhaften Lage befindet sich beispielsweise das Wellnesshotel Anders Spa. Hier kann man mit wunderbaren Wellnessbehandlungen einmal richtig ausspannen.

Auch Sprachbarrieren gibt es kaum in Polen. Die meisten jüngeren Menschen sprechen Deutsch und Englisch.

Neben der grandiosen Natur kann man sich hier auch für die Spuren der deutschen Geschichte interessieren. Hier gibt es immernoch Reste der alten Soldatenfriedhöfe, teils verfallene aber auch restaurierte Adelsschlösser und viele weitere beeindruckende Monumente. Masuren ist immer eine Reise wert, schon allein, weil hier noch nichts so überlaufen ist, wie man es in vielen anderen Touristenorten vorfinden kann.

Dezember 3rd, 2015 | Leave a Comment

Polen mit dem Rad erkunden – Sternradeln im Radler-Resort „Masurische Seen“

Wir sind begeisterte Radfahrer und haben Deutschland schon recht gut vom Sattel aus erkundet. Für diesen Sommer hatten wir uns etwas ganz anderes überlegt. Wir wollten am Sternradeln teilnehmen. In einer Radfahrerzeitschrift hatten wir darüber gelesen und waren neugierig geworden.

Da das Wetter in Polen, vor allem in den Masuren, mild und nicht zu heiß ist, haben wir ohne Bedenken die Tour in den Sommer gelegt. Während der Planung wollten wir eigentlich noch unsere eigenen Räder mitnehmen, erfuhren dann aber vom Veranstalter, dass man uns vor Ort ausrüsten würde, und dass wir einfach billiger und bequemer und ohne zu viel Gepäck anreisen könnten. Wir sind dann auch entspannt in Warschau angekommen. Von dort ging es mit dem Bus weiter nach Piasken.

Mit den anderen Teilnehmern konnten wir dann im 3-Sterne-Radler-Resort einchecken. Im Laufe des Abends kamen noch weiterer Urlauber an. Einige waren mit dem Auto angereist und manche auch mit dem Zug. Insgesamt war es eine bunt gewürfelte Gruppe. Nach dem leckeren Abendessen bekamen wir die ersten Informationen über die Tour. Anschließend wurden die Fahrräder begutachtet und verteilt. Dann war alles bereit für das Sternradeln im Radler-Resort Masurische Seen.

Am Tag nach der Anreise war die Aufregung natürlich groß. Nach dem Frühstück haben wir unsere Fahrräder gepackt und sind aufgebrochen. Die erste Tagesetappe belief sich auf 45 km. Unser Ziel war der „Bärenwinkel“, das ist ein Aussichtsturm, von dem aus man einen atemberaubenden Blick auf die Insel Teufelswerder hat.

Wir sind dann weiter gefahren nach Johannisburg und haben dort eine Fachwerkkirche besucht. Zwischendurch haben wir natürlich auch immer Pausen eingelegt. Dabei saßen wir zusammen und haben gegessen und uns unterhalten. Am Abend waren wir wieder müde und glücklich im Resort. Egal wie müde wir alle waren, wir haben noch lange zusammen gesessen.

Tag drei hatte mir erst etwas Sorgen bereitet. Schließlich waren 60 km eingeplant. Wir sind früh gestartet. Das Wetter war perfekt, strahlend blauer Himmel aber nicht zu warm. Das lag auch daran, dass wir vor allem in den Wäldern der Johannisburger Heide unterwegs waren. Wir haben am Museum Seehorst eine große Pause eingelegt und später noch mal in Wiartel. Dort haben wir frischen Fisch gegessen. Wenn man eine solch große Etappe fährt, dann hat man Hunger.

Wird dann noch so ein gutes Essen angeboten, dann fühlt man sich in netter Runde unbeschreiblich wohl.

Am 4. Tag waren die 40 km der Tagestour dann gar nicht mehr beängstigend. Wir sind sogar mit einem alten Kahn gefahren. Die Ausblicke in die Landschaft waren absolut malerisch, und wir haben öfter angehalten und die Umgebung genossen.

Am sechsten Tag hatten wir nur eine sehr kleine Strecke zu fahren, 25 km. Wir waren so fit, dass wir viel nebeneinander gefahren sind und uns unterhalten haben. Unser Hauptziel war Popiellnen. Dort wird der Tarpan gezüchtet, bzw. erhalten, denn der direkte Vorfahre des heutigen Hauspferdes gilt eigentlich als ausgestorben. Am Tag 7 sind wir 45 km gefahren. Wir waren in Niedersee, haben ein Wiesentgehege gesehen und sind viel am Wasser entlang geradelt. Die Heimreise ist uns sehr schwer gefallen.

Oktober 12th, 2015 | Leave a Comment

Die Masuren in Polen das ideale Reiseziel für alle Aktiv-Urlauber

Masuren Polen – das ist das ideale Reiseziel für Aktiv-Urlauber. Wanderer, Radfahrer, Reiter und Wassersportbegeisterte kommen im Polen Urlaub ebenso auf ihre Kosten wie Hobbyjäger und Angelsportler.

Ein wahres Paradies für Angler sind die Masurische Seenplatte und die zahlreichen klaren, sauberen Flüsse. Die beeindruckende Naturkulisse macht das Angeln zu einem einmaligen Erlebnis. Die größeren Hotels vor Ort, die örtlichen Reisebüros sowie der polnische Anglerverband in Warschau vergeben Angelscheine und weisen auf die zu beachtenden Schonzeiten hin.

Die herrlichen Seengebiete Masurens lassen sich bestens per Ruder-, Paddel- oder Segelboot erkunden. Dank der Schleusen und Kanäle, die die größten Seen zwischen Wegorzewo (Angerburg) im Norden und Ruciane (Rudschanny) im Süden verbinden, kann man mit dem eigenen oder einem geliehenen Boot in Masuren Polen weite Strecken auf dem Wasser zurücklegen. Für die Erkundung der Flüsse Czarna Hancza östlich von Masuren, Radunia (Radaune) in der Kaschubei, und Paseta (Persante) und Drawa (Drage) in Pommern bietet sich das Kanu an. In allen größeren Ferienorten gibt es Ausrüstungsverleihe für Wassersportgeräte.

Wer die wunderbaren Landschaften lieber per Pedes erkundet, der findet im Polen Urlaub einige der schönsten Wandergebiete Europas. Etliche deutsche Reiseveranstalter bieten organisierte Wander- und Studienreisen an. Aber auch Individualreisende kommen in Masuren und in den polnischen Nationalparks auf ihre Kosten. Am Rande der Parks kann man auf Zeltplätzen oder in Wanderheimen übernachten.

Masuren mit seiner vielfältigen, leicht hügeligen Landschaft ohne große Anstiege ist auch für Radfahrer ein lohnenswertes Reiseziel. Auf den wenig befahrenen Asphaltstraßen sind Radtouren ein echter Genuss. Allerdings sollte man als Radtourist die Schnellstraßen unbedingt meiden, um sich nicht unnötig Gefahren auszusetzen. Fahrradverleihe gibt es in einigen großen Hotels in Masuren.

In den zahlreichen Reitzentren und Gestüten, von denen manche auch Übernachtungsmöglichkeiten für Pferdefreunde anbieten, kommen Reiter auf ihre Kosten.

Hobbyjäger können über offizielle Veranstalter eine Jagdreise buchen. Besonders im Herbst ist diese Reiseform sehr beliebt. Aber die Masuren sind ganzjährig eine Reise wert.

Januar 7th, 2015 | Leave a Comment

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