Christstollen, Pflaumentoffeln und Romantik auf dem Dresdner Striezelmarkt

Der Dresdner Striezelmarkt gehört als einer der ältesten Weihnachtsmärkte Deutschlands auch zu den beliebtesten. Zum 577. Mal wird er am Tag vor dem ersten Advent auf dem Altmarkt in Dresden seine Pforten für Millionen von Besuchern öffnen.

Bereits seit Anfang November steht die mit 14 m Höhe größte Stufenpyramide der Welt mit 42 verschiedenen Holzfiguren, und auch die 80 Jahre alte Fichte mit einer Höhe von 24 m wurde bereits aufgestellt, zur Eröffnung wird sie im Glanz von 620 Glühlampen erstrahlen. Auch das 11. Dresdner Stollenmädchen 2011 wurde bereits gekürt und hatte schon ihren ersten öffentlichen Auftritt bei der Qualitätsprüfung der Dresdner Stollen.

Wer bei der Eröffnung des Striezelmarktes am 24.11. um 16.00 Uhr dabei sein möchte, kann tolle pauschale Reiseangebote nach Dresden buchen und hier ein stimmungsvolles Adventswochenende in einer mit atemberaubender weihnachtlicher Beleuchtung geschmückten Stadt erleben. Auf dem Striezelmarkt gibt es nicht nur eine Vielzahl an abwechslungsreichen Buden mit Handwerklichem und Kulinarischem, auch viele Programmhöhepunkte werden den Besuchern geboten.

Zum „Dresdner Pflaumentoffelfest“ am 26.11. kann jeder die Geschichte und die Bedeutung der Pflaumentoffel kennenlernen und viele Geschichten hierzu hören. Am 1. Adventssonntag wird beim „Dresdner Pfefferkuchenfest“ nicht nur die kleine Pfefferkuchen-Prinzessin auf der Geschichtenbühne gekürt, auch der „Oma & Opa-Orden“ wird von der Pfefferkuchen-Prinzessin verliehen.

Aber auch die anderen Wochenenden haben ihre Attraktionen. Am 2. Adventswochenende wird auf dem Stollenfest ein 4 Tonnen schwerer Christstollen in einem Festumzug vom Dresdner Zwinger zum Altmarkt gebracht und zerteilt mit einem 1,6 m langen Stollenmesser. Es gibt kaum Besucher, die nicht ein Stück dieses original Dresdner Stollens verkosten möchten.

Das 3. Adventswochenende ist Pyramidenfest, dann werden die Motive und Figuren auf den sechs Stufen der großen Pyramide lebendig. Beim „Sangeswettstreit um die Striezelmarkt-Pyramide“ können kleine Talente und junge Künstler antreten und der Prämierung am Nachmittag entgegenfiebern. Der 3. Advent ist auch das „Dresdner Schwibbogenfest“ mit der Ehrung des weltweit größten begehbaren Schwibbogens aus dem Erzgebirge. Viele Traditionen, Geschichten und Lieder werden hierzu präsentiert.

Besonders auch für Kinder bietet der Striezelmarkt viel Abwechslung. Auf der Bühne des Märchenschlosses gibt es viele Aufführungen, und ein Adventskalender wird täglich geöffnet. Im Pfefferkuchenhaus können Kinder Pfefferkuchen nach ihren Vorstellungen verzieren, im Weihnachtsmannhaus Geschichten hören, in der Kinderbackstube Kekse backen, im Pflaumtoffelhaus Geschenke basteln und malen, und im Wichtelhaus werden auch kleinere Kinder fachkundig betreut, während die Eltern einen Bummel über den Markt genießen.

Der mittelalterliche Weihnachtsmarkt im Stallhof lockt mit historischen Buden und Gaumenfreuden wie selbst gemachtem Apfelsaft und Met oder am offenen Feuer gebratenem Fleisch. Hier kann man dem Parfümeur, Laternenbauer, Filzer, Kerzenzieher, Silberschmied. Steinschleifer u.v.m. bei ihrem Handwerk über die Schulter schauen und ganz besondere Weihnachtsgeschenke finden.

Der Stallhofmarkt gehört zu den beliebtesten und gemütlichsten Weihnachtsmärkten mit einem sehr guten Preis-/Leistungsverhältnis, auf dem nach einer Umfrage aus 2007 die zufriedensten Besucher aller deutscher Weihnachtsmärkte zu finden sind. Und immer mehr Menschen sind begeistert vom Dresdner Striezelmarkt, auf dem nach dem Werbeslogan der Organisatoren der Weihnachtsmann zu Hause ist.

November 16th, 2015 | Leave a Comment

Wo Weihnachten das ganze Jahr über stattfindet – Seiffen im Erzgebirge

Wer kennt sie nicht, die ganzen wunderschönen Weihnachtskreationen aus dem Erzgebirge. Erzgebirgsengel, Räuchermännchen, Schwibbogen und Weihnachtspyramiden, und natürlich nicht zu vergessen die Nussknacker. Alles erdenkliche aus Holz gefertigt gibt es im Spielzeugdorf in Seiffen zu bekommen. Aber nicht nur schöne Sachen für Weihnachten gibt es hier das ganze Jahr über zu kaufen, auch Osterhasen und weitere Holzfiguren für alle Gelegenheiten findet man hier im Angebot.

Es gibt im Spielzeugdorf auch eine Schauwerkstatt, wo man gegen eine geringe Gebühr der Schnitzern und Drechslern über die Schulter schauen kann. Seinen Namen verdankt die Stadt Seiffen eigentlich dem Bergbau. Durch die Technik des „Ausseifens“ wurde hier vom 14. bis ins 19. Jahrhundert hinein Zinn gewonnen.

Zusätzlich dazu entwickelte sich bereits im 17. Jahrhundert ein neuer Broterwerb, die Kunst des Holzdrechselns. Angefangen hat man damals mit Spindeln, Tellern oder auch Knöpfen. Und im Laufe der Jahre entstand die umfassende Spielwarenmanufaktur, die man heute kennt.

Ganze drei Schauwerkstätten und über 100 private Handwerksbetriebe gibt es mittlerweile im Spielzeugdorf in Seiffen. Natürlich dürfen bei einer solchen Geschichte Museen nicht fehlen. Das Freilichtmuseum zeigt historische Wohngebäude und auch Produktionsstätten. Im Jahre 1953 wurde das Spielzeugmuseum eröffnet, das mittlerweile über 5000 Exponate beherbergt, die alle im Laufe von 300 Jahren Geschichte hergestellt wurden. Auch wenn es in Seiffen das ganze Jahr über Weihnachten ist, die richtige Stimmung kommt jedoch immer erst in der Vorweihnachtszeit auf. Nach Einbruch der Dunkelheit wird es dann märchenhaft im Dorf, denn aus den Fenstern leuchten die traumhaften Schwibbögen. Es gibt schwarze Laternen, die mit aufgedruckten Seiffener Figuren allen Menschen den Weg weisen.

Ende November wird dann wie jedes Jahr der Weihnachtsmarkt eröffnet. Weit über 60 geschmückte Buden verteilen sich dann über das Ortszentrum des Dorfes. Wer dem großen Andrang entgehen will, und vielleicht auch auf der Suche nach einem Schnäppchen ist, der kann auch zu einer anderen Zeit als der Weihnachtszeit nach Seiffen zum Einkaufen fahren. Vielen macht ein solcher Einkauf bei hohen Temperaturen allerdings gar keinen Spaß. Irgendwie kommt dabei nicht die richtige Weihnachtsstimmung auf. Dann doch lieber Ende November das Spielzeugdorf besuchen, gemütlich den Weihnachtsmarkt besuchen, einen schönen Glühwein trinken und stilecht die passenden Weihnachtskreationen aus dem Erzgebirge auswählen.

November 10th, 2015 | Leave a Comment

Lange dauert es nicht mehr – den Zauber des Advents im Erzgebirge erleben

Das Jahr ist sehr schnell vergangen, und schon bald ist sie wieder da, die Weihnachtszeit. Die Städte in ganz Deutschland werden wieder im Lichterglanz erscheinen, die Weihnachtsmärkte eröffnen, und in der Luft liegt wieder der Duft von leckerem Glühwein. Aber es gibt hierzulande auch ganz besondere Orte, an denen der Zauber der Weihnacht noch wirklich allgegenwärtig ist, so wie beispielsweise im Erzgebirge.

Weihnachten im Erzgebirge 1Jahrhundertelang haben die Bewohner des Erzgebirges vom Bergbau gelebt. Ein alter Brauch, den es zu der Zeit gegeben hat, spiegelt sich heute wieder in den wunderschönen Schwibbögen, die man aus dem Erzgebirge kennt. Zu früheren Zeiten war es üblich, dass die Weihnachtsglocken in der Stadt läuteten hinüber zum Bergwerk, und sodann trat ein Arbeiter nach dem anderen heraus aus dem Stollen. Nacheinander hingen sie dann ihre Grubenlampen herum um den Eingang und gingen ins Dorf zur Christmette, wo bereits die Familien warteten. Übrig blieb ein schöner leuchtender Torbogen. Die versierten Holzkünstler des Erzgebirges verarbeiten diesen Brauch immer wieder in den tollen Schwibbögen, die sich in so vielen Wohnzimmern hierzulande wiederfinden.

Berühmt wurde das Erzgebirge vor allen Dingen durch den Holzschmuck und auch das Spielzeug, das dort hergestellt wird. Viele sind der Meinung, dass Weihnachten eigentlich genau dort erfunden worden sein muss. Die zauberhaften Nussknacker, Bergmänner, Lichtengel und vieles mehr, die man im Erzgebirge herstellt, finden nicht nur ihren Weg in die heimischen Wohnungen, auch im Ausland sind diese Produkte sehr beliebt, ganz zu schweigen von den vielen Sammlern, die gar nicht genug bekommen können und immer wieder neue Dinge aus dem Erzgebirge haben möchten.

Unter allen Städten des Erzgebirges hebt sich vor allen Dingen das Örtchen Seiffen hervor. Hier ist das Kunsthandwerk zu Hause der Spielzeugmacher und Holzschnitzer. Dieses hat sich in Seiffen etabliert im 17. Jahrhundert, und zwar aufgrund einer Erzknappheit, die allerdings nur zeitweise auftrat. In Seiffen können die Besucher in etlichen Schauwerkstätten daran teilhaben, wie die Figuren und Bögen hergestellt werden, und das mit jeder Menge Hingabe. Selbstverständlich können die Produkte auch dort gleich erstanden werden.

Weniger wegen des Kunsthandwerks sondern eher wegen der Weihnachtsmärkte sind die größeren Orte des Erzgebirges beliebt, dazu zählen Aue, Annaberg-Buchholz, Freiberg oder auch Schneeberg. Die Weihnachtsmärkte im Erzgebirge werden jedes Jahr verziert mit einer Lichtpyramide, die meterhoch ist. Diese wird zu Beginn des Marktes festlich angeschoben. Später gibt es dann noch große Bergparaden, die zu den Märkten führen, und auch Umzüge von Männern, die gekleidet sind in traditionellem Habit. Natürlich dürfen dabei Fackeln nicht fehlen, Kinder nehmen verkleidet als Spielzeug teil, und das mit der passenden musikalischen Untermalung. Es ist aber auch möglich, einmal ganz tief unter die Erde zu gehen, denn es werden auch sogenannte Mettenschichten angeboten unter Tage. In der gesamten Gegend gibt es Schaubergwerke, die in den Stollen dann wunderbare Lichter- und Liederzeremonien abhalten. Anschließend kann der Gast dann noch eine fröhliche Vesper miterleben, die nicht nur leckeres Bergbrot beinhaltet, sondern natürlich auch den wärmenden Glühwein.

Weihnachten im ErzgebirgeAuch sehr interessant und beliebt ist ein sogenannter Hutznohmd, auf Hochdeutsch bekannt als Hutzenabend. Während der Advents- und Weihnachtszeit lädt man im gesamten Erzgebirge dazu ein, und zwar in die Hutzenstub. Dort sitzt man dann gemütlich beisammen, lustige Geschichten werden erzählt, und man kann erzgebirgische Speisen genießen. Noch dazu ist es möglich, sein handwerkliches Geschick zu testen, denn man kann dort einer professionellen Klöpplerin zusehen, dies ist meistens eher etwas für die Damen, oder auch einem Holzschnitzer, hier fühlen sich die Herren meistens gut aufgehoben. Dazu ist es auch möglich, sich selbst einmal in dieser Kunst zu versuchen.

Ein Besuch im Erzgebirge ist sicherlich immer ein Erlebnis, aber gerade in der Weihnachtszeit wird eine Reise dorthin zu einem echten Ereignis.

Oktober 29th, 2015 | Kommentare deaktiviert für Lange dauert es nicht mehr – den Zauber des Advents im Erzgebirge erleben

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