Eine Reise in die belgische Hauptstadt Brüssel

Mit der Stadt Brüssel wird oft nur die EU in Verbindung gebracht, Reporter auf den Plätzen Luxembourg und Schuman, die über politische Neuigkeiten berichten. Aber das Europaviertel ist nur ein kleiner Teil der wunderschönen Hauptstadt Belgiens, die im Jahre 2000 zur Kulturhauptstadt gekürt wurde.

Brüssel hat ein mittelalterliches Stadtzentrum mit Prachtalleen, prunkvollen Schlössern, Palästen und Kirchen und auch moderne Hochhäuser wie alle anderen Großstädte. Die Metrostationen sind von Künstlern gestaltet, Häuserwände mit Comics kunstvoll bemalt, und das nicht nur mit den berühmten Figuren der Stadt wie Tim und Struppi oder Lucky Luke. Und überall trifft man auf die herzlichen, überschäumend lebenslustigen Brüsseler mit ihrem niederländischen Dialekt und dem typischen Humor „Zwanze“, einer Mischung aus Selbstironie und Übertreibung.

Die Stadt Brüssel teilt sich genau genommen in 19 Städte, es gibt 19 Rathäuser mit 19 Bürgermeistern und 19 Stadtzentren. Die verschiedensten Bauwerke und Kunstobjekte reihen sich aneinander, unglaubliche Architekturschätze und prunkvolle alte Bauten neben modernen Hochhäusern. Viele Hotels wurden aus Jugendstilvillen errichtet, es gibt komfortable Luxushotels und auch Stadtwohnungen, in denen man Unterschlupf finden und mit den Eigentümern gemeinsam in der guten Stube frühstücken kann.

Die Stadt Brüssel wurde gebaut auf 7 Hügeln, was durch die Bebauung nicht unbedingt zu sehen aber beim Spazierengehen zu merken ist, der Höhenunterschied beträgt immerhin 85 m. Auf jeden Einwohner entfallen durchschnittlich 30 m² Grünfläche, die über die ganze Stadt in großen prunkvollen Parks und auch kleinen idyllischen Flecken verteilt sind. Durch den Canal Charleroi bzw. Canal de Willebroek ist die Hafenstadt mit dem Meer verbunden. Die Architektur der Stadt ist facettenreich wie kaum anderswo: ornamentreiche Fassaden, Schlösser, Paläste, große Boulevards und enge Gassen. Daneben moderne Büroviertel und Wohnhochhäuser, die im Rahmen der Bruxellisation, der Modernisierung, in den letzten 150 Jahren alte Bauten ersetzten. Brüssel gilt als das Zentrum der Jugendstilbewegung, von 1890 – 1910 wurden hier viele Gebäude erschaffen.

Auch ein Liniennetz und Bahnhöfe entstanden, heute gibt es Verbindungen von 4 internationalen Hochgeschwindigkeitslinien mit Brüssel und natürlich ein Metronetz. Für die EU wurden viele Häuser abgerissen und große Verwaltungsgebäude gebaut. Nach amerikanischem Vorbild erschuf man das Espace Nord mit Hochhäusern für Geschäftsleute.

Als berühmteste Sehenswürdigkeiten sollte man in Brüssel unbedingt den Königspalast, das Rathaus mit dem 96m hohen Turm, das Wahrzeichen Manneken Pis, den monströsen Justizpalast, Triumphbogen, Basilique du Sacre Coeur und Cathedrale Saint Michel besichtigen.

Kunstliebhaber dürfen sich auch das Viertel Saint-Gilles nicht entgehen lassen, in dem man alternative Geschäfte und viele Kunstgalerien findet.

So sehr die Bauten in Brüssel auch faszinieren, es ist nicht alles, was die Stadt ausmacht. Brüssel verfügt über ein riesiges Shoppingangebot im Hauptgeschäftszentrum, kleine Geschäfte, herrliche Galerien und ein ungeahntes vielfältiges Angebot hinter den Fassaden in jedem der 19 Stadtzentren. Und kulinarisch empfiehlt sich nicht nur die Fressmeile Rue des Bouchers, überall gibt es Köstlichkeiten und Pralinen und Bier.

Und nachts kann man Brüssel erst richtig erleben, traumhafte Beleuchtung, Opern, Theater, Kinos, kleine Bühnen und ungewöhnliche Clubs neben Discos und Undergroundveranstaltungen in den Bahnhöfen. Und in Brüssel kennt man keine Sperrstunde!

 

 

August 16th, 2015 | Leave a Comment

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