Heilung und Linderung ohne Medizin durch die Heilstollen-Therapie

Wer träumt nicht davon, seine gesundheitlichen Beschwerden im Schlaf zu verlieren, einfach ohne Medizin und weiteres Zutun eine Linderung zu verspüren? Es gibt Krankheiten, bei denen kann eine Besserung durch einen Aufenthalt in einem Stollen oder einer Höhle eintreten.

Ein täglicher Aufenthalt in einem Heilstollen, auf einer Liege in Decken gehüllt bei einem schönen Buch oder entspannender Musik, ist eine sehr angenehme Therapie, die trotzdem wirkungsvoll ist.

Die positive Wirkung der Untertage-Aufenthalte wurde auffällig im Zweiten Weltkrieg. In Ennepetal wurde die Kluterthöhle als Luftschutzbunker eingerichtet, und nach häufigen Aufenthalten bemerkten einige Asthmatiker unter den Schutzsuchenden eine Besserung ihrer Beschwerden. Der Arzt Dr. Spannagel baute daraufhin die Höhle zu einer Therapiestation aus und legte hiermit in Deutschland den Grundstein für die Untertage-Klimatherapie, auch Speläotherapie genannt.

Seit 1990 gibt es den deutschen Heilstollenverband, dem zur Zeit zehn Orte angehören, für die mit gleichen Standards die Wirksamkeit der Stollenluft durch klimatische Untersuchungen nachgewiesen werden soll. Auch andere Heilstollen führen wissenschaftliche Untersuchungen durch, um die positive Wirkung auf die verschiedenen Krankheiten festzustellen.

Eine große Studie wurde bei 4–10jährigen asthmakranken Kindern von der Uniklinik Ulm durchgeführt mit dem Ergebnis, dass u.a. eine Steigerung des Lungenvolumens und eine Reduzierung der Anfälle erreicht wurde.

Das Besondere an Heilstollen ist die reine Luft, frei von Pollen und Allergenen, Pilzen und Keimen. Die Temperatur in den meisten Heilstollen beträgt beständig 10-13 Grad bei einer sehr hohen Luftfeuchtigkeit von bis zu 100 %. Bereits das Einatmen wirkt in diesem Umfeld entspannend und beruhigend auf den Körper, besonders spürbar ist das für Menschen mit Atemwegerkrankungen. Empfohlen wird eine Heilstollentherapie besonders bei Atemwegerkrankungen wie Asthma bronchiale, chronischer Bronchitis, Pseudo-Krupp, Keuchhusten, Heuschnupfen sowie bei Sinusitis, Nasennebenhöhlenentzündungen, Schlafstörungen und zur Stärkung des Immunsystems. Sie sollte allerdings nicht durchgeführt werden bei akuten Infekten der Atemwege, schwerer Herzinsuffizienz, Lungenemphysem, Panikstörungen, Klaustrophobie und Mukoviszidose.

Eine Heilstollentherapie wird grundsätzlich in Form einer Kur empfohlen für die Dauer von 3 Wochen. Viele unterschiedliche Kurhotels und auch Wellness-Hotels haben besonders attraktive Angebote inklusive der Besuche in den Heilstollen, hier kann der Familienurlaub auch für die Therapie eines Kindes genutzt werden. Die Behandlung erfolgt durch den Aufenthalt, man hält sich 5 – 6 mal die Woche ca. 2 Stunden im Heilstollen auf. Vor dem ersten Besuch in einem Heilstollen ist eine Grunduntersuchung durch den Kurarzt erforderlich.

Der Transport in den Stollen oder die Höhle wird organisiert, in dem Stollen stehen Liegen und Decken oder Schlafsäcke bereit, damit ein entspannter Aufenthalt möglich ist. Vielfach werden dort auch atemgymnastische Übungen angeboten oder es können fachtherapeutische Gespräche geführt werden.

Während der Therapiezeit sollte sich fachkundiges Personal um die Gäste kümmern und auch für Beratungen zur Verfügung stehen. Die Luft in den Stollen wirkt entzündungshemmend, antiallergisch, schleim- und krampflösend sowie beruhigend. Es gibt eine Vielzahl an Studien, die die positive Wirkung belegen können, immer neue wissenschaftliche Erkenntnisse werden gewonnen.

Eine Anerkennung der Heilstollentherapie als Heilmittel ist bisher noch nicht erfolgt, so dass die Krankenkassen nur auf freiwilliger Basis die Kosten dieser Behandlung übernehmen, aber eine Anfrage kann sich lohnen.

Tags: , , , , Dezember 28th, 2015 Posted in Gesundheit, Kuranwendungen

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