Erholsame Kuren für Diabetiker

Diabetiker werden nicht nur in Arztpraxen betreut. Für sie werden auch vermehrt Kuren empfohlen. Diabetes mellitus Typ 2 traf früher vor allem Menschen im höheren Alter, weshalb man damals vor allem vom Altersdiabetes sprach. Heute entwickelt sich diese Form zu einer Volkskrankheit, die sogar sehr junge Menschen treffen kann.

Im Gegensatz zum Diabetes mellitus Typ 1, bei dem nur junge Menschen erkranken, die zumeist sehr schlank sind und bei dem die insulinproduzierenden Zellen sich selbst zerstören, kommt es beim Typ 2 lediglich zu einer Einschränkung der Insulinproduktion. Bis zur Diagnose kann beim Typ 2 viel Zeit vergehen. Eine fatale Entwicklung, denn so entstehen Schäden an den Blutgefäßen, wie bespielsweise in den Nieren und den Augen.

Diabetes muss immer behandelt werden, und nicht in allen Fällen ist Insulin notwendig. Vor allem in der Anfangsphase genügt eine spezielle Diät. Diabetes Typ 2 Patienten sind fast immer übergewichtig und bewegen sich zu wenig. Das sind Gefahrenfaktoren, die die Erkrankung verschlimmern und deshalb auch verändert werden müssen. Für die Betroffenen bedeutet das, dass sie ihr Leben rigoros umstellen müssen.

Das funktioniert im Alltag nur sehr schwer. Während der wichtigen Kuraufenthalte bekommen die Diabetiker die Unterstützung, die sie brauchen. Je länger der Aufenthalt dauert, desto besser für die Kurgäste. Eine Umstellung der Lebensweise ist nie leicht. Junge Gäste haben es da oft besonders schwer. Ihnen hilft der Ortswechsel, sich leichter mit den neuen Umständen zu arrangieren. Dazu gehört auch, dass sie sich intensiv mit der Berechnung von Broteinheiten befassen.

Als Richtlinie für die Menge des Essens, das von Beginn der Diagnose an nur noch in Broteinheiten berechnet wird, dient die Mengenangabe des Arztes. Die meisten Diabetiker führen dafür ein Tagebuch, in das sie eintragen, was sie gegessen und welchen Blutzuckerwert sie gemessen haben. Nur so behalten sie die Kontrolle über ihre Werte.

In der Eingangsphase wird dann die Nahrungszufuhr deutlich verringert, um den Blutzucker zu normalisieren und vor allem das Gewicht zu reduzieren. Bewegung verbraucht Zucker. Wer viel Sport treibt, hat bessere Blutzuckerwerte. Deshalb müssen Diabetiker sich möglichst viel bewegen. Sind sehr junge Menschen betroffen, haben sie oft noch gar keine Sporterfahrung gemacht. Sie werden während der Kuren vorsichtig an das neue Leben herangeführt. Je schneller sie sich engagiert mit der neuen Lebenssituation auseinander setzen, desto schneller erholen sie sich, und mit viel Sport können sich die Werte soweit normalisieren, dass bei gleichzeitig gesunder und zuckerarmer Ernährung keine Einschränkung der Lebensqualität zu erwarten ist.

Ältere Diabetiker lernen während der Kuren, auf ungesunde Dinge wie süße Kuchen zu verzichten. Auch Knabbereien und sehr fetthaltige Speisen müssen von nun an gemieden werden. Alkoholische Getränke und Säfte sind für Diabetiker nicht geeignet.

Mit Aquagymnastik und Spaziergängen wird das Bewegungspensum langsam erhöht. Übergewicht, das über Jahrzehnte entstanden ist, ist nicht so leicht abzubauen. Das kann für die Betroffenen frustrierend sein. Während der Kuren bemüht man sich deshalb ,den Patienten den Mut zu vermitteln, nicht aufzugeben, und ihnen auf der anderen Seite auch die Folgeschäden vor Augen zu führen, die ihnen drohen, wenn sie ihr Leben nicht umstellen.

Leave a Reply

*

XHTML: You can use these tags: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Powered by WordPress | Blue Weed by Blog Oh! Blog | Entries (RSS) and Comments (RSS). | Impressum