Die Körpersprache – nun hat man sie entschlüsselt

Früher musste man beim Arzt als erstes einmal die Zunge herausstrecken und ein lautes „Aaahhh“ sagen. Heute sieht dies oft ganz anders aus, nun weiß man, dass Augen, Füße und Hände so einiges über die Gesundheit verraten, und daher braucht man sich nicht zu wundern, wenn einem der Arzt zunächst einmal tief in die Augen schaut oder auch die Hände und Füße betrachtet. Man weiß jetzt, dass dies genau die Körperteile sind, die der menschliche Organismus nutzt als Frühwarnsystem.

Hat man einen erfahrenen Mediziner vor sich, dann sollte es für ihn auf jeden Fall ein Leichtes sein, von solchen äußerlichen Anzeichen auf mögliche Risiken oder auch Erkrankungen zu schließen.

Dennoch ist es auch gut möglich, dass man selbst erkennt, welche der eigenen Organe vielleicht geschwächt sind und eventuell auch geschützt werden sollten. Hier ein paar Tipps, wie man die Sprache des Körpers besser verstehen kann.

Die Augen sind nicht nur der Spiegel der Seele, in Studien konnte nun belegt werden, dass die Beschaffenheit der Gewebe, die es im Auge gibt, repräsentativ ist für den ganzen Körper. Daher lassen sie auch Rückschlüsse zu auf den Zustand von unseren Organen. So gesehen sind die Augen wirklich ein Fenster in das Körperinnere. Heute gibt es neuartige Laser-Mikroskope, und mit denen kann man wirklich bis in die kleinsten Blutgefäße und auch Nervenzellen in der Netzhaut vordringen. So ist es dann möglich, Alarmsignale frühzeitig zu entdecken.

Ein gutes Beispiel dafür ist eine Arterienverengung. Findet man auf der Netzhaut feine Arterien, die sich vermehrt schlängeln und zudem auch noch extrem verengen, dann kann dies auf einen hohen Blutdruck hinweisen, aber auch ein Schlaganfall- oder Herzinfarktrisiko ist nicht ausgeschlossen.

Auch Arterienverschlüsse sind als Warnungen zu sehen. Wenn sich Arterien und Venen verschließen, dann kann dies ein Hinweis sein auf Herzerkrankungen, Blutgerinnungsstörungen und auch Fettstoffwechselstörungen.

Eine Gefäßaufweitung oder auch Gefäßverdichtung sind Warnzeichen. Treten Blutungen im Gewebe der Netzhaut auf, und gibt es kleine, geschwollene Bereich in den Blutgefäßen, die auch Mikroaneurysmen genannt werden, dann kann dies auf Diabetes hinweisen.

Findet man Knötchen und Entzündungen im Auge, dann kann dies auf Rheuma hindeuten. Verfärbt sich das Weiß in den Augen gelb, dann kann dies ein Zeichen sein für Gelbsucht, aber auch Leberschäden sowie Gallenprobleme sind möglich.

Wenn der Hornhautring gräulich ist, dann zeigt er Fettstoffwechselstörungen an, und zwar bei jüngeren und auch mittelalten Patienten. Hervortretende Augen sind dagegen oft ein Anzeichen für eine Schilddrüsenerkrankung.

Aber auch ohne die ganzen modernen Bildgebungsverfahren wird das Auge als Spiegel der Gesundheit betrachtet, das kann man schon daran erkennen, wenn man ein Blick auf die Alternativmedizin wirft.

Auch die Heilpraktiker analysieren die Iris, die auch unter Regenbogenhaut bekannt ist. Hier kann man Hinweise bekommen auf Risiken und Erkrankungen. Findet man hier vielleicht braune Flecken, dann weist dies auf eine Funktionsschwäche der Leber hin. Weiße Flecke zeigen rheumatoide und auch allergische Entwickelungen an. Gelbe Flecken geben Aufschluss über den Zustand der Nieren, und orangefarbene zeigen ein Manko der Bauchspeicheldrüse auf.

An den Händen gibt es ebenso Reflexzonen wie an den Füßen auch. Auch zwischen diesen Zonen und den Organen bestehen Nervenverbindungen. Daher sind auch die Hände sehr gute Hilfsmittel, wenn es um die Diagnose von Krankheiten geht.

Handrötungen sieht man vor allen Dingen bei dynamischen und auch hektischen Menschen, die sehr viel an innerer Hitze haben. Wer dann noch oft ein starkes Hitzeempfinden in den Händen hat und vielleicht des Nachts öfter die Hände aus dem Bett streckt, der kann damit rechnen, dass dies ein Zeichen ist für eine Schilddrüsenüberfunktion. Bei Frauen in den Wechseljahren können deutlich gerötete und auch heiße Hände eine Begleiterscheinung der Wechseljahre sein, und zwar von den gefürchteten Hitzewallungen. Hat man dazu aber noch eine Weißfärbung der Nägel zu verzeichnen, dann kann dies auch durchaus auf eine Leberzirrhose hindeuten.

Bei geschwollenen Fingergelenken kommt es darauf an, wo die Verdickungen denn genau sitzen. Verdickungen der Fingerendglieder sind meistens Abnutzungserscheinungen, die sogenannten Arthrosen. Sind andere Gelenke betroffen und immer wieder verschiedene, dann kann Rheuma dafür verantwortlich sein. Für diese Erkrankung sind auch starke Schmerzen beim Händedruck ein Indiz.

Wenn die Hände nachts im Schlaf kribbeln, dann ist dies meistens ein Kardinalsymptom für Verspannungen an der Halswirbelsäule. Wenn ein solches Kribbeln nur einseitig auftritt und nur die Finger betrifft, dann kommt auch das Karpaltunnelsyndrom in Betracht. Dies ist eine Verengung des Nervenkanals oberhalb des Handgelenks.

Eine bläuliche Verfärbung der Finger und der Nägel deutet darauf hin, dass das Blut nicht richtig fließt oder auch alternativ nicht genug Sauerstoff hat. Dies kann passieren, wenn es draußen kälter wird, aber es kann auch durchaus ein Zeichen sein für eine Herz-Lungen-Schwäche. Von Seiten der Mediziner ist es aber auch so, dass die Hände und die Fingernägel als eine Einheit gesehen werden. Löffelnägel, also Hohlnägel, können beispielsweise ein Zeichen sein für einen Vitaminmangel oder auch einen Eisenmangel. Auch brüchige Nägel sind ein Hinweis auf einen Vitaminmangel, hier fehlen dann insbesondere B-Vitamine, Biotin und auch Zink. Sind Nägel auffällig gewölbt, dann spricht man von Uhrglasnägeln. Daran kann man auch sehen, dass hier nicht genug Sauerstoff transportiert wird in die Blutbahnen der Finger. Hier können Lungenerkrankungen oder auch eine Herzinsuffizienz mögliche Ursachen sein.

Sehr oft unterschätzt man auch die Bedeutung der Füße. Sie sind nicht nur dazu da, dass man schöne Schuhe anziehen kann, sondern man kann auch an ihnen ablesen, ob irgendwelche Leiden vorliegen. Ist der Fuß beispielsweise kalt und weiß, dann kann dies ein eindeutiges Zeichen für eine Durchblutungsstörung sein. Ist damit auch ein Verschluss der Arterien verbunden, dann kann dies auch ein Hinweis sein auf eine Herzerkrankung.

Ist der große Zeh dick und rot und fühlt sich dann auch noch heiß an, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass es sich dabei um einen akuten Gichtanfall handelt. Eine Störung des Harnstoffwechsels kommt hier auf jeden Fall dafür in Frage.

Unter Fußschweiß leiden sehr viele Menschen, und schaut man sich einmal die naturheilkundliche Seite an, dann sind solche Schweißfüße auch ein Hinweis darauf, dass der Körper gerade dabei ist, sich über die Füße von Giftstoffen zu befreien. In der Alternativmedizin spricht man dann von einer sogenannten energetischen Entgleisung. Dies kann passieren durch Übergewicht und auch nach eine recht schweren Erkrankung.

Sind Fuß und auch der Unterschenkel stark geschwollen, und das an beiden Beinen, und verfärben sie sich dann noch bläulich, dann scheint das Blut wohl in den Beinen zu versacken. Dies ist auch eine recht schmerzhafte Angelegenheit. Hierbei ist es so, dass die Venen nicht in der Lage sind, das Blut schnell genug wieder zum Herz zu pressen. Eine mögliche Folge können hier Krampfadern sein. Hat man diese Beschwerden aber nur auf einer Seite, sollte man gleich den Arzt aufsuchen, denn hier kann dann eine akute Thrombose vorliegen.

Tags: , , , , Dezember 22nd, 2015 Posted in Gesundheit

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