Die Costa Azahar – Urlaub an Spaniens Orangenküste

Wer die iberische Halbinsel einmal abseits der normalen Touristenpfade erleben möchte, der sollte die Costa del Azahar besuchen. Hier erstreckt sich bis zum Horizont landeinwärts das spektakulärste Merkmal von Spaniens Mandarinenküste – ein Meer aus orangen und grünen Farbtönen. Dieser Küstenabschnitt ist 112 Kilometer lang und befindet sich zwischen der Costa Brava und der Costa Blanca. Und das Schönste ist, dass diese Küste immernoch einen Geheimtipp darstellt. Dies ist der Bereich, wo Spanien wirklich noch spanisch ist. Deutsch hört man hier kaum irgendwo. Wer gerne einmal richtig einsam baden möchte, fernab von überfüllten Stränden, der kann zu den Buchten südlich von Peniscola fahren. Direkt beim alten Leuchtturm an der Steilküste kann man dann den tollen Weitblick genießen. Danach begibt man sich über holprige Schotterpisten hinunter zum Strand und kann ganz ungestört Sonne tanken.

Peniscola hat den Beinamen „Perle der Costa Azahar“ bekommen. In dieser Stadt hat sich seit dem Mittelalter fast gar nichts verändert. Die Altstadt, die sehr verwinkelt ist, lässt sich nur zu Fuß erkunden. Am Ende der Landzunge thront wie ein Adlerhorst die Burg, die man nur durch enge Kopfsteinpflaster-Gassen erreichen kann. Im Jahre 1411 diente diese Burg dem Papst Benedikt XIII als Sitz, in die er sich nach der Kirchenspaltung zurückgezogen hatte. So rebellierte er gegen das korrupte Rom. Er wurde vom Volk nur Papa Luna genannt, denn mit bürgerlichem Namen hieß er Pedro Martinez de Luna.

Auch für Feinschmecker gibt es hier viel zu entdecken. In Vinaros beispielsweise gibt es nicht nur die größte Stierkampfarena Spaniens, sondern gelebte Tradition, die in der Hafenstadt den Alltag bestimmt. Fischfang und Handwerk ist hier sehr oft zu finden. Im Hafen werden Langusten, Seezunge und Goldbrasse oder auch Tintenfisch immer frisch versteigert. Auch von der Portionsgröße her sind Vinaros, Peniscola und Alcossebre absolute Paradiese für Feinschmecker, denn hier gibt es noch recht große Portionen für kleines Geld.

Wer gerne einen Ausflug ins Gebirge unternehmen möchte, der kann das hier auch tun, denn nur etwa zehn Kilometer hinter der Küste und auch den Orangen-Plantagen beginnt bereits das Gebirge. Von Ort zu Ort kommt man am besten über schmale Pässe. Salbei- und Thymianduft liegen in der Luft. Ein herrliches Wanderrevier liegt am Stauwerk Ulldecona in 900 Meter Höhe. Fährt man von hier aus zurück, dann sollte man am besten die Route über Morella wählen, denn da gibt es noch schöne gotische Bauten zu sehen. Alte Adelshäuser säumen bei San Mateu mit ihren mächtigen Säulengängen die Straßen. Auch Kinder kommen hier nicht zu kurz. Die Entfernungen zwischen den Orten sind recht kurz, sie liegen circa jeweils fünf Kilometer auseinander. Und die flach abfallenden Strände die mit die sichersten am ganzen Mittelmeer.

Tags: , , Dezember 14th, 2015 Posted in Spanien

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