Wellnesszentrum Steiermark in Österreich

Wie gänzlich unterschiedlich die Vorstellungen von der Steiermark sind zeigt sich schon nach einer kurzen anonymen Umfrage. Für die einen ist die Steiermark schlicht die Toskana Österreichs. Anderen wiederum kommen Berge in den Sinn. Und noch andere hatten unter „Steiermark“ hauptsächlich das schroffe Dachsteinmassiv und Skifahren abgespeichert. Aber alle kennen die Steiermark als Lieferanten von köstlichem Kürbiskernöl, mit dem sie ihren Salaten und den letzten Pfiff geben. Tja, – das alles ist die Steiermark. Und es lohnt sich, sie zu entdecken.

Bevor ich Sie auf eine Reise quer durch dieses schöne Land mitnehme, müssen ein paar harte Fakten sein. Die Steiermark ist das zweitgrößte, waldreichste Bundesland und größter Obstproduzent Österreichs. Sie hat das größte zusammenhängende Almengebiet Europas, ein mildes, mediterranes Klima und die Landeshauptstadt Graz ist mit 255 354 Einwohnern die drittgrößte Stadt der Alpenrepublik. Im Norden prägen Berge und Almen die Steiermark rund um den fast 3000er Dachstein, Alpenplantagen ziehen sich durch das Grün des Ostens. Im Südosten machen acht Thermen das Land zum Wellnesszentrum und ganz im Süden bringt die sonnige, teils ungemein steile Lage der Weinberge international bekannte Weine hervor. Aus dem Westen kommt das berühmte Kürbiskernöl, das „grüne Gold“ der Steiermark.

Aber nun kommen Sie mit, zum ersten Ziel unserer Reise, zur Teichalm oberhalb des Städtchens Fladnitz in der Oststeiermark. Eine liebliche Almlandschaft, sattgrünes Wanderparadies im Sommer und Loipen gespurt im Winter. Wahrzeichen dieser Region ist der Almo, der Alm-Ochse. Sein Fleisch ist eine kulinarische Spezialität und macht Johann Lafer, den steirischen Sterne-Koch, glücklich. Vom tiefblauen Teichalmsee aus lohnt sich eine Wanderung zum Hochlantsch, mit 1720 m der höchste Berg der Region. Stärken Sie sich auf halber Strecke im Wirtshaus „Steirischer Jockl“ bei einer Brettljause, damit Sie die 198 Stufen zur Wallfahrtskapelle Mariahilf schaffen. Von der Teichalm geht’s dann kurvenreich hinunter ins oststeirische Hügelland. Hügel rauf, Hügel runter, Obstbäume soweit das Auge reicht. Als fruchtiges Band durchzieht die 25 Kilometer lange Apfelstraße diese Region.

Eine halbe Million Obstbäume wachsen hier, vorwiegend Apfelbäume. Zehn Sorten! Vielleicht haben Sie gerade einen knackig-frischen steirischen Elster, Gala, Cox Orange oder Idared gebissen? Aber das oststeirische Hügelland hat noch etwas ganz Besonderes zu bieten. Heiße Quellen, die tief aus der Erde sprudeln, machen die Themenregion zu einem bei Österreichern und Italienern beliebten Erholungsziel. Fährt man von hier aus weiter in Richtung Südwesten bemerkt man es schon bald – das ist sie, die Toskana Österreichs. Die wild-romantische Südsteiermark mit der Weite ihrer Landschaft und dem ständigen Auf und Ab der Weinberge. Pappeln statt Zypressen recken sich auf ihren lang gezogenen Rücken dem Himmel entgegen, und der rhythmische Takt des Klapotetz, der imposanten Vogelscheuche mit Windrad, ist weithin hörbar.

Überall gibt es die typischen Buschenschanken, die hier auch Heurige genannt werden, wo Winzer ihren Weißwein ausschenken und dazu eine Suppe aus selbstgesammelten Pilzen, den „Eierschwammerln“, oder Gerichte aus Kürbis mit dem unvergleichlichen Kürbiskernöl zum rötlich schimmernden Schilcher-Wein servieren. Eine genüssliche, lustig-lockere Atmosphäre – da bestellt man gerne ein zweites Glaserl.

Unser letztes Ziel ist Bad Aussee im schönen Salzkammergut. Aber erst machen wir noch einen Abstecher zum Dachstein. Auf dem höchsten Punkt der Steiermark muss man einmal auf der Aussichtplattform des Sky gestanden sein – die Sicht ist einfach gigantisch! Auf der anderen Seite des Massivs liegt Bad Aussee, hübscher Hauptort des Ausseerlandes und schon im 19.Jahrhundert wegen der herrlichen Naturlandschaft mit Aussee, dem Grundlsee und dem weiten Hochplateau ein beliebtes VIP-Erholungsziel. Das Salz aus den Salinen in Altaussee machte das Städtchen reich. Allgegenwärtig sind hier der steirische Prinz, Erzherzog Johann, der Nationalheld, fesche Dirndl und Haferlschule, die jeder ganz selbstverständlich auch im Alltag trägt.

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