Urlaub und Erholung in Istanbul

Unzählige Male bin ich schon in Istanbul gelandet, trotzdem bekomme ich immer noch Gänsehaut, wenn ich die vielen Kuppeln aus dem Flugzeugfenster erspähe. Bis zu meinem fünften Lebensjahr bin ich hier aufgewachsen, dann mit Mutter und Schwester nach München gezogen – aber immer wieder nach Istanbul zurückgekehrt.

Jetzt verrate ich, welche Orte man unbedingt besuchen sollte.

Das Wasser glitzert im Sonnenlicht. Am Hafenkai Karaköy legt das Schiff ab, das ins Viertel Kadiköy fährt, quer über die Meerenge des Bosporus. Herrlich, wie Istanbul sich vor mir ausbreitet! Wie ein goldenes Schmuckstück. Schimmernd, leuchtend. Ich genieße diesen Blick, der Wind fährt mir durchs Haar, ich atme die salzige Luft ein. Jetzt spüre ich, dass ich da bin. In der Stadt meiner Geburt, meines Ursprungs. An Bord lenkt mich nichts von ihrer Schönheit ab – keine brummenden Autos, keine drängelnde Menschen, keine schrille Musik. Was kann es Besseres geben, als die Stadt vom Wasser aus zu begrüßen? Ich suche mir einen Platz direkt an der Reling. Wenn ich Zeit habe, fahre ich gern ein paar Mal hin und her. Zwischen Europa und Asien. Istanbul ist die einzige Stadt der Welt, die auf zwei Kontinenten liegt. Aber das ist nur eine von vielen Besonderheiten.

Hier begegnen sich viele Kulturen, Tradition trifft auf Moderne, Bauchtanz auf Club-Kultur, Basar auf Shoppingmall. Um in diese einzigartige Atmosphäre einzutauchen, muss man natürlich das Schiff verlassen.

Ich stürze mich mitten ins Leben auf der quirligen Einkaufsstraße Istiklal Caddesi, die zum bekannten Taksim-Platz führt. Jedes Mal wenn ich hier bin fühlt es sich an, als hätten zwölf Millionen zeitgleich dieselbe Idee gehabt. Es ist so voll. Aber alle haben Platz. Ob arm oder reich, jung oder alt, muslimisch oder christlich.

Beim Flanieren lohnt es sich, rechts und links der großen Einkaufsstraße Istiklal Caddesi in die kleinen Gassen abzubiegen. Dort liegt etwa das westlich geprägte Künstler- und Studentenviertel Beyoglu mit seinen Jugendstilhäusern, vielen Kneipen und Cafés. An einem Laden kann ich nie vorbeigehen, an der besten Patisserie Istanbuls, dem „Inci“. Es ist berühmt für seine Profiteroles, kleine Windbeutel, die hier mit frischer Schokolade übergossen und ofenfrisch serviert werden. Wie das duftet!

Der Mix der Gerüche ist in Istanbul sowieso einmalig. Man kann die Augen schließen und nur seiner Nase folgen.

Ich lasse mich in der Menschenmenge treiben und lande im Basarviertel. Wer Einheimische sucht, findet sie hier auf den vielen kleinen Märkten. Ein Paradies für Schnäppchenfreunde ist der „Kapali Carsi“, der „Große Basar“, eine von Kuppeln bedeckte kleine Stadt mit Straßen, 22 Toren, mehreren Moscheen und 3000 Läden.

Der Duft von Curry, Safran und Basilikum liegt in der Luft. Ich bekomme Hunger und freue mich auf meine Köfte, kleine Hackfleischbällchen. Um den Genuss zu krönen, esse ich sie an meinem Lieblingsplatz vor der Blauen Moschee. Hier ist es noch urig, richtig türkisch. Istanbul ist faszinierend, es verliert die schönen, alten Dinge nicht aus dem Blick und schaut trotzdem in die Zukunft.

Tags: , , November 17th, 2015 Posted in Türkei

Leave a Reply

*

XHTML: You can use these tags: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Powered by WordPress | Blue Weed by Blog Oh! Blog | Entries (RSS) and Comments (RSS). | Impressum