Unterwegs in Floridas Key West

Palmen am Strand, blühende Gärten mit Oleander und Hibiskus, dazu eine faszinierende Tierwelt mit Pelikanen und Delfinen – hier sind Naturfreunde am Ziel. Willkommen im Naturparadies Key West, dem südlichsten Punkt der USA!

Palmen, wohin man schaut. Unser Hotel liegt in der Altstadt „Old Town“, direkt am Strand mit Blick aufs Meer. Da, ein Pelikan. Majestätisch segelt er aufs Wasser hinaus. Schnell holen wir unsere Ferngläser aus der Reisetasche und beobachten den Vogel. Senkrecht stürzt er sich in die Fluten und taucht wenig später wieder auf mit einem Fisch im Beutel seines Schnabels.

Aber jetzt lockt uns erst einmal ein Stadtbummel. Key West ist etwa sieben Kilometer lang und drei Kilometer breit – das kann man zu Fuß gut schaffen. Oder man macht eine Besichtigungsfahrt mit dem Conch Train, einer Touristen-Bahn. Conch, so heißt hier eine besondere Muschelart. Wenn sie aufspringt, sieht es aus, als lächele sie.

In Key West ist alles ein bisschen anders als im Rest Amerikas. Das liegt vielleicht auch daran, dass die Stadt europäischen Ursprungs ist und näher an Kuba liegt als am amerikanischen Festland. Die Inselbewohner fallen jedenfalls durch freundliche Gelassenheit, große Pflanzenliebe und bemerkenswerte Tierverbundenheit auf. In den Hinterhöfen der meist bunt angestrichenen Holzhäuser grünt und blüht es üppig. Lila Bougainvillea, rosa Oleander, rot blühender Hibiskus – und dazwischen sausen kleine Vögel, eine Finkenart, hin und her. Wir bleiben immer wieder fasziniert stehen. Key West ist ein Ort zum Staunen, zum Beobachten und zum Entspannen.

Noch paradiesischer erleben wir die Natur unter Wasser. Auf einem Schnorchel-Ausflug gleiten wir mit dem Charterboot über Korallenriffe und Schwammgärten, die es im Meer und um die ganze Insel herum gibt. Das türkisblaue Wasser ist so klar, dass wir die Fischschwärme von Bord aus sehen können. Später erleben wir sie beim Schnorcheln hautnah. Das geschützte seichte Gewässer ist ideal für Anfänger. Wir haben großes Glück, und bewundern ein Manatee, eine Seekuh, die friedlich ihre Bahnen durchs Seegras zieht.

Was wäre Florida ohne Flipper? Wenn man weit genug in den Golf von Mexiko hinausfährt, sind sie plötzlich da: Drei, vier, fünf silbrig schimmernde Körper gleiten neben unserem Boot durchs Wasser. Und dann katapultieren sie sich mit elegantem Schwung in die Höhe, tauchen wieder ein – ein unvergessliches Erlebnis.

Das spektakuläre Naturschauspiel von Key West beobachtet man abends am Mallory Square. Wenn die Sonne ihren Auftritt hat, muss man klatschen – das macht man hier so. Typisch amerikanisch, denken wir. Später sitzen wir nach einem leckeren Scampi-Salat mit einem Glas Wein in der Hand auf der Restaurant-Terrasse, bestaunen das einzigartige Farbenspiel am Himmel. Und als die Sonne glutrot im Meer versinkt, können wir tatsächlich nicht anders. Begeistert klatschen wir mit.

Tags: , , , November 20th, 2015 Posted in Nordamerika

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