Rope Skipping – weitaus mehr als nur Seilchenspringen

Immer mehr alte Sportarten tragen heute englische Bezeichnungen. Und das, obwohl sie unter ihrer deutschen Bezeichnung schon seit langer Zeit wirklich allen Menschen bekannt sind. Das sorgt manchmal für Ärger und Unverständnis. Dabei hat so eine Namensänderung einen ganz anderen Hintergrund.

Wenn sich ein Sport ändert, dann ist es sinnvoll, ihm eine neue Bezeichnung zu geben, denn so manche Sportart ist nach ihrer „Generalüberholung“ nicht mehr wiederzuerkennen. Sport ist heute keine Leibesertüchtigung mehr. Sport ist Lebensfreude und Ausdruck von Jugend, Kraft und Energie. Da passen alte staubige Bezeichnungen oft nicht.

So hat Mountainbiking mit normalem Radfahren so gut wie gar nichts gemeinsam. Und nichts ist weiter von einander entfernt, als Joggen und Parcours, bei dem es in haarsträubendem Tempo über, unter und durch Alltagshindernisse in den Städten geht.

Und hier reiht sich nun auch Rope Skipping ein. Übersetzt müsste es sich um das altbekannte Seilchenspringen handeln. Seilchenspringen kennt jeder vom Schulhof der Grundschule. Kleine Mädchen mit Zöpfen springen über ein Seil, das von zwei anderen Kindern im Kreis herumgewirbelt wird. Das gibt es auch heute noch.

Rope Skipping geht aber anders. Im Hintergrund läuft sehr schnelle Musik mit bis zu 160 bpm (beats per minute oder auf Deutsch: Schläge pro Minute). Während Kinder beim beliebten Seilchenspringen nach jedem Sprung nachfedern, ist das beim Rope Skipping schon wegen des Tempos gar nicht möglich. Es wird jedoch nicht nur gesprungen, auch verschiedene Übungen, Stunts genannt, gehören dazu. Das können akrobatische Einlagen sein, Springen in der Hocke über das schnelle Seil oder auch Tanzeinlagen, bei denen weitergesprungen wird.

Rope Skipping zählt ganz sicher zu den anspruchsvollen Trendsportarten. Und trotzdem kann jeder damit anfangen, der ein gesundes Herz und gesunde Beine und vor allem einen gesunden Rücken hat. Wer es ausprobieren möchte, der sollte darauf achten, dass der Untergrund eben ist. Optimal ist Tartanboden oder auch PVC, wie man ihn in Sporthallen findet. Außerdem braucht man stabile Sportschuhe und natürlich das Seil. Die Verletzungsgefahr beim Rope Skipping ist eher gering. Wer gesund ist und seine Kraftgrenze nicht überschreitet, der wird sich auch nicht überfordern.

Bis man die ersten Drehungen probiert, sollte man sich mit dem Rope vertraut gemacht haben und auch schnelle Sprünge über mehrere Minuten sicher bewältigen können. Rope Skipping ist ein rasanter Sport, der viel leichter aussieht, als er ist. Die Ansprüche an das Herz-Kreislaufsystem, die Lunge und alle Muskelgruppen sind enorm hoch. Dennoch eignet sich der sehr gesunde und vor allem preisgünstige Sport für alle Altersgruppen.

Höchstes Niveau erreichen die Sportler, die an Meisterschaften teilnehmen. Für sie ist der Full turn (eine 360° Drehung ohne aufzusetzen), der Bell (Schlusssprünge) oder Heel to Heel (ein Fuß nach vorn und mit der Ferse kurz aufsitzen) auch bei höchstem Tempo überhaupt kein Problem. Rope Skipping kann auch in der Gruppe betrieben werden. Mit einem oder zwei langen Seilen, die gegeneinander schwingen, können gleich mehrere Sportler gleichzeitig springen. Dem Einfallsreichtum sind dabei keine Grenzen gesetzt. Vor jeder Übungseinheit gilt: gründliches Aufwärmen ist Pflicht!

Tags: , , November 9th, 2015 Posted in sport

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