Kuransprüche auch für Rentner – eine Kur beantragen

Viele Menschen sind oft der Meinung, dass eine Kur nur jemandem zusteht, der auch noch im Arbeitsleben steht, denn nur dann könnte es gesundheitsfördernde Maßnahmen geben. Das ist allerdings nicht richtig, denn auch Rentner haben durchaus Ansprüche auf eine Kur. Aber man sollte ein paar Dinge beachten, wenn man eine Kur beantragen will.

Zum einen gibt es die gut bekannte, klassische „Kur“ an sich nicht mehr. Heute geht es dabei eher um Rehabilitation und auch Prävention oder auch Vorsorge. Bei den stationären Aufenthalten werden von den Kassen alle Kosten übernommen. Bei ambulanten Anwendungen jedoch zahlt die Kasse die täglichen Anwendungen, aber für die Unterkunft und die Verpflegung gibt es nur einen täglichen kleinen Zuschuss von circa 13 Euro.

Für Zuschüsse sollten sich Rentner an die Krankenkasse, die soziale Pflegeversicherung und auch die gesetzliche Rentenversicherung wenden, letztere wenn eine Erwerbsminderung vorliegt. Dort können Rentner finanzielle Hilfen für ihre geplanten Kurreisen beantragen.

Jeder Mensch, der nicht gerade eine schwere OP hinter sich hat, sondern eher „nur“ an Osteoporose oder Arthrose leidet, kann eine sogenannte Vorsorge-Kur in Anspruch nehmen, die dann dafür sorgen soll, dass eine OP oder auch Pflegebedürftigkeit vermieden wird.

Der erste Gang, der dafür nötig ist, ist der Besuch beim Hausarzt. Dieser stellt dann den Antrag bei der jeweiligen Krankenkasse. In den meisten Fällen ist es so, dass die Krankenkasse zunächst einmal den Antrag ablehnt, das scheint im Moment die gängige Praxis zu sein. Wichtig ist es dann, auf jeden Fall Widerspruch einzulegen. Meistens ist es dann so, dass die Kasse nachgibt. Noch weiter zu gehen und eine Klage einzureichen ist meistens nicht sehr empfehlenswert. Wenn der Antrag auch ein zweites Mal abgelehnt wurde lohnt es sich eher, ein paar Monate zu warten und es dann noch einmal mit einem neuen Gutachten zu versuchen.

Wer eine Erkrankung hat, bei der eine Pflegebedürftigkeit droht, ist die Pflegeversicherung auf jeden Fall ein guter Ansprechpartner. Der Weg ist auch hier fast der gleiche, zunächst geht man wieder zum Hausarzt, der gibt den Antrag an die Krankenkasse weiter und dann leitet diese ihn an die Pflegeversicherung weiter. Auch hier kann man bei einer Ablehnung innerhalb von zwei Wochen einen Widerspruch einlegen.

Vielleicht ist der Weg nicht einfach, aber auch Rentnern steht eine Kur zur Vorsorge zu, meistens muss man etwas beharrlicher sein und nicht gleich bei der ersten Ablehnung aufgeben, dann wird eine Kur auch genehmigt.

Tags: , , , , November 19th, 2015 Posted in Kurreisen

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