Hier ist der Sommer zu Hause – im Norden Portugals

In Paris gibt es den Eiffelturm, und in Porto die Eiffelbrücke. Das Schöne an Porto ist, dass dort noch immer Sommer herrscht, auch wenn man hierzulande schon längst die dicken Pullis wieder herausholen muss.

Schlendert man in Porto durch das Gewirr an schmalen und engen Gassen, dann kann man schon einmal eine recht interessante Mischung an Düften erleben, Fisch, Knoblauch und Espresso, das ist schon eine ganz besondere Kombination. Hier gibt es schmale und recht bunte Häuser, und man blickt auf die eiserne Brücke. Die Fassaden von einigen Häusern werden hier von den portugiesischem Azulejos geschmückt, den blau-weißen Kachelbildern. An anderen Häusern blättert einfach nur der gelbe oder auch rote Putz ab. Das ist wohl genau das, was man unter einer Postkarten-Idylle versteht.

Auf jeden Fall gesehen haben sollte man die schönste Buchhandlung in ganz Portugal, die sich in der Rua das Carmelitas befindet. Hier gibt es ein Deckenfenster, das mit Malereien verziert ist, und auch tolle gewundene rote Treppen. Das „Lello“ hätte auch ohne Probleme als Kulisse für die Harry-Potter-Verfilmungen dienen können.

Abends sollte man sich auf jeden Fall einen Abstecher nach Villa Nova de Gaia gönnen, das ist das Zentrum der Portweinherstellung. Hier kann man an einer Führung durch das Weinlager teilnehmen, und natürlich auch den guten Tropfen kosten. Wenn die Abendsonne Porto leuchtend orange färbt, dann spiegeln sich auch bereits die ersten Lichter im Wasser. Das ist wirklich ein ganz wunderbarer Anblick.

Sehr schön ist auch eine Flussfahrt mit einem tollen historischen Kahn. Damit werden die Touristen zur Eiffelbrücke gefahren. Sie sieht richtig hübsch aus mit ihrem großen Bogen. Hier stellt man dann fest, dass es nicht immer unbedingt Paris sein muss.

Wer mag kann sich auch ein Auto mieten und nach Guimarães hinüberfahren, das ist eine Nachbarstadt, die im Jahre 2012 europäische Kulturhauptstadt sein wird. Man kann hier wunderbar mit dem Auto drei Stunden lang an der Küste entlangfahren bis hin nach Viana de Castelo, und dann über die künftige Kulturhauptstadt wieder zurück. Ein erster Stopp könnte hier das Kunstmuseum sein, das Serralves in Matosinhos. Das moderne Gebäude liegt genau an der Stadtgrenze zu Porto, und zwar wie ein weißes, eckiges Ufo mitten in einem alten Garten. Das ist wirklich ein sehr starker Kontrast zu dem eher pittoresken Porto. Hier in Matosinhos lockt aber auch das Meer zu einer Pause, und zwar direkt an der sehr mondänen Promenade.

Weiter an der Küste entlang geht es dann nach Vila do Conde. Hier kann man seine Füße in den warmen Sand stecken und ganz einfach den Blick auf die vielen sonnengebräunten Surfer im Atlantik richten.

In Viana do Castelo kann man mit einer Seilbahn auf den Berg fahren, direkt zur Kirche Santa Luzia. Hier bietet sich dem Besucher ein wunderbares Panorama. Auf der einen Seite die alte Basilika, auf der anderen Seite der Blick auf die Flussmündung und auch die vielen breiten, leeren Sandstrände. Von da aus geht es dann weiter nach Guimarães Diese Kleinstadt gilt in Portugal als Wiege der Nation. Im Jahre 1095 war sie erstmals Hauptstadt des Landes, und auch der erste König von Portugal, Alfons I, wurde hier geboren. Noch heute zeugt die alte Burg mit der prachtvollen Allee in der Stadt von der ehemaligen Größe.

Vergleicht man diese Stadt mit Porto, so ist Guimarães schon recht übersichtlich, und auch vor allen Dingen genauso malerisch.

Rund um den Marktplatz befinden sich Häuser mit einem tollen bunten Fachwerk und wunderbaren schmiedeeisernen Balkonen. Als Kulturhauptstadt hat sich Guimarães vorgenommen, zum Treffpunkt für Künstler aus aller Welt zu werden. Diese Künstler sollen dann alte Häuser umgestalten und auch Parks und Plätze mit Konzerten erfüllen.

Vor den Toren der Stadt befindet sich das alte Weingut Casa de Sezim. Dieses befindet sich hier wie ein Dornröschengutshaus gelegen, hier gibt es Zimmer wie aus einem Sultanspalast, natürlich mit dem obligatorischen Himmelbett und rosa gemusterten Tapeten.

Portugal hat nicht nur viel Sonne zu bieten, sondern auch sehr viel mehr.

Tags: , , , November 2nd, 2015 Posted in Portugal

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