Heilmethoden mit Wasser – die Kraft der Natur nutzen

Um gesund zu bleiben, müssen wir jeden Tag Wasser trinken. Aber auch äußerlich angewendet trägt es unserem Wohlbefinden bei – denken Sie nur an Kneipp-Kuren. Nach einem stressigen Tag ist ein warmes Bad die reine Wohltat, denn es entspannt uns auf der Stelle. Dafür gibt es eine einfache Erklärung. Durch das warme Wasser erweitern sich die Blutgefäße in den Muskeln. Das verbessert die Durchblutung, entspannt Muskeln und Psyche gleichermaßen.

Außerdem sinkt der Blutdruck und wir werden schön müde. Wer eine Badekur macht, „planscht“ meist in Wasser, das mit Naturstoffen wie Sole, Moor oder Schwefelverbindungen angereichert ist. Dies kann die Wirkungen verstärken. Eines sollten Sie unbedingt beachten – baden Sie nicht zu heiß. Denn das belastet den Kreislauf und hat einen gegenteiligen Effekt, nämlich Herzrasen.

Behandlungen mit Wasser gibt es schon seit Jahrtausenden. Die alten Griechen und Römer bauten öffentliche Bäder, in denen die Bevölkerung sich erholen und gesund werden konnte. In fast allen Kulturen setzten Heilkundige Wasser ein, und das innerlich wie äußerlich. Denn das Besondere an Wasser ist, dass es Wärme und Kälte bis zu 30-mal besser leitet als Luft. Die Temperatur des Wassers überträgt sich also schnell auf den Körper. Deswegen wirkt ein warmes Bad sofort. Auch wenn uns der Gedanke vielleicht schaudern lässt, auch kaltes Wasser hat eine große Heilwirkung. Damit wurde Pfarrer Sebastian Kneipp weltberühmt. Er erkrankte als Student sehr schwer an Tuberkulose. Die Ärzte hatten schon alle Hoffnungen aufgegeben. Da begann er, sein Immunsystem durch kalte Bäder, Waschungen, Güsse und Abreibungen zu aktivieren. Und tatsächlich, er wurde wieder gesund und entwickelte aus seinen Erfahrungen ein Heilkonzept. Dabei spielen die Armbäder eine wichtige Rolle. Und so geht´s: Legen Sie Ihre Arme in ein Becken mit kaltem Wasser. Wenn die Haut nach ein paar Minuten zu kribbeln beginnt, sollten Sie sie wieder herausnehmen. Reiben Sie die Arme mit einem Handtuch trocken. Eine Studie mit Kindern bestätigte: Ein oder zwei Armbäder am Tag, und man ist im Winter seltener erkältet.

Ihren Kreislauf können Sie am besten mit einem Kaltwasserguss trainieren. Versuchen Sie´s doch einmal selbst. Schrauben Sie den Duschkopf ab, damit Wasser ohne Druck aus dem Schlauch herausfließt. Fangen Sie mit der Behandlung an der herzfernen rechten Seite an, also am rechten Fuß. Gleiten Sie mit dem Wasserstrahl langsam an der Außenseite des Beines hoch, kreisen Sie über den Po und führen Sie den Strahl an der Innenseite des Beines wieder abwärts.

Wiederholen Sie das Gleiche am linken Bein. Für den Anfang reicht das schon aus. Wenn Sie bereits abgehärtet sind, führen Sie zusätzlich den Wasserstrahl von Ihrer rechten Hand an der Außenseite Ihres Armes nach oben und kreisen Sie einmal um die Schulter. Dann führen Sie den Wasserstrahl an der Innenseite des Armes wieder hinunter. Wiederholen Sie das am linken Arm. Die Blutgefäße reagieren auf den Kältereiz, indem sie sich zusammenziehen. Deshalb helfen die Güsse bei Krampfadern, Stauungen, niedrigem Blutdruck und Prellungen. Bei Spannungskopfschmerzen und Migräne können sie vorbeugend wirken.

Von kalten Güssen der unteren Körperhälfte sollten Sie bei einer Reizblase, Harnwegsinfekten, Ischias und während der Menstruation absehen. Eine sanftere Form der kalten Güsse sind die kalten Waschungen. Reiben Sie Ihren Oberkörper mit einem kalten Waschlappen kräftig ab.

Wasser hat aber noch eine weitere heilsame Eigenschaft. Aus physikalischen Gründen besitzt es eine starke Auftriebskraft. Deshalb fühlen wir uns im Wasser leichter als auf dem Land. Diesen Effekt machen wir uns bei Bewegungsbädern und Wassergymnastik zunutze. Menschen mit Gelenkverschleiß, verletzten Muskeln und Knochen oder mit Übergewicht profitieren davon besonders.

Tags: , , , November 24th, 2015 Posted in Naturheilmittel

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