Heilkräuter für das Wohlbefinden – die Naturapotheke für Frauen

Wer kennt es nicht, trockene Schleimhäute, nicht heilende Wunden und entzündete Partien. Aber zum Glück ist gegen diese Hautprobleme ein Kraut gewachsen, genauer gesagt ein Blümchen. Die Rede ist von der Ringelblume. Sie wirkt am besten als Balsam. Dafür kocht man 10 g Blütenblätter in 100 ml Olivenöl 15 Minuten lang.

Dann abseihen und mit 10 g Bienenwachs aus der Apotheke härten. Diesen Balsam dann dünn auf die entsprechenden Stellen auftragen. Die ätherischen Öle in dem Balsam hemmen die Entzündungen. Die beste Wirkung kann man erzielen, wenn man gleichzeitig auch von innen nachhilft mit einem Ringelblumentee.

Wenn mal wieder die Melancholie im Anmarsch ist oder auch ganz einfach einmal der Schwung fehlt, dann hilft die Minze. Im Minzöl gibt es Terpene und Menthol, sie verhelfen zu einem wachen Geist und starken Nerven. Dafür braucht man einfach nur ein paar Tropfen in die Duftlampe geben. Wenn man den Eindruck hat, dass eine Erkältung im Anmarsch ist, dann kann man auch zwei Minzblätter aufbrühen, dann ein Tuch damit tränken und wie ein Zelt über das Gesicht legen, so kann man am besten inhalieren.

Wenn einen die Grippe mal wieder voll im Griff hat, die Atemwege dicht sind und einen das Gefühl begleitet, der Kopf wäre aus Watte, dann kann man sich ganz einfach wehren – mit Waldkiefer. Sie wirkt am besten in einem Vollbad. In den Nadeln sind Terpene enthalten, die ein echtes Tonikum für die Atemwege sind, und das enthaltene Kiefernöl regt zum Entgiften und Durchbluten an. Für ein schönes Vollbad nimmt man einfach 2 EL getrocknete Nadeln und einen viertel Liter Wasser und bereitet daraus einen Sud zu, den man dann in das Badewasser gibt. Die Faustregel für ein solches Bad lautet, höchstens 20 Minuten bei 36 Grad in der Wanne bleiben.

Wer öfters Probleme mit kalten Händen oder auch Füßen hat, der sollte es einmal mit Rosmarin versuchen, denn dieses Kraut ist ein echter Spezialist und zwar in Bezug auf die Durchblutung. Am besten kann man sich hier ein Fußbad herstellen. Dazu befüllt man einfach eine Fußwanne mit kaltem Wasser und eine zweite mit warmem Wasser, in das man eine Tasse Rosmarinsud, hergestellt aus einem Teelöffel gebrühtem Kraut, hineingibt. Dann badet man die Füße zunächst zwanzig Minuten im warmen Kräuterbad, dann für circa 10 bis 20 Sekunden die Füße in das kalte Wasser geben. Diesen Vorgang wiederholt man zweimal und endet mit dem kalten Bad. Wer Rosmarin als Tee anwendet, der wärmt damit die Bauch- und auch Beckenorgane.

Wenn der Mund- und Rachenraum entzündet ist, ein schlimmer Husten einen plagt oder auch bei Bauchweh kann man sich für eine Besserung auf das Mittelmeerkraut Thymian verlassen. Thymian enthält antiseptische Substanzen, Thymol und Carvacrol. Thymian ist als Erkältungstee, Verdauungstee oder auch Gurgellösung einsetzbar. Dafür nimmt man einfach einen Teelöffel Grün und kocht es mit einer Tasse Wasser auf. Dann fünf Minuten ziehen lassen. Auch wenn man öfter das lästige Gefühl des Harndrangs hat, dann ist Thymian nützlich, denn regelmäßige Sitzbäder mit je 5 Tropfen ätherischem Thymianöl helfen hier bestens.

Unruhe, Schweißattacken in der Nacht und ein kühler Kopf ist nicht zu sehen? Dann hilft Salbei. Wenn man einen Tee aus Salbei zubereitet, dann enthält dieser ein östrogenartiges Hormon und auch ätherische Öle, die gegen diese Symptome helfen. Dafür einen Teelöffel Salbei mit einem viertel Liter Wasser aufbrühen und nach 10 Minuten abseihen. Davon mehrmals täglich eine Tasse trinken und auch zwei Stunden vor dem Schlafen gehen eine.

Schafgarbe hilft gut bei krampfartigen Schmerzen in den unteren Organen. Das Öl der Schafgarbe kann im Tee seine volle Wirkung entfalten. Es entkrampft den Verdauungstrakt und das wirkt sich zudem positiv auf Gebärmutter und Rückenmuskulatur aus. Auch hier einen Teelöffel voll mit einer Tasse Wasser aufgießen und nach 10 Minuten abseihen. Von diesem Tee kann man bis zu 5 Tassen täglich trinken.

Wenn irgendetwas aus dem Lot geraten ist, beispielsweise ein Durchfall ohne erkennbaren Grund auftritt, dann kann man sich mit einem Wunderkraut aus der Apotheke behelfen. Der Name – Frauenmantel. Auch dieses Kraut wirkt am besten als Tee. Die darin enthaltenen Flavonoide stabilisieren das Gefäßsystem, und sie regen zusammen mit den Gerbstoffen ein Ausschwemmen an. Für den Tee drei Teelöffel Kraut mit einer Tasse Wasser aufbrühen und zehn Minuten ziehen lassen. Davon kann man drei Tassen täglich zu sich nehmen.

Hildegard von Bingen nannte das Kraut Herztrost, uns ist das zitronige Duftkraut als Melisse bekannt. Es ist bestens in der Wirkung, wenn einem irgendwie alles über den Kopf wächst. Dafür nimmt man ein schönes Entspannungsbad am Abend. Eine Handvoll Blätter mit einem Liter heißem Wasser aufgießen, das dann nach zehn Minuten in das Badewasser geben. Am besten gibt man das Grün in einen verknoteten Filter und dann auch gleich mit in das Badewasser hinein. Die ätherischen Öle knipsen die Reizüberflutung aus. Wer keine Blätter zur Verfügung hat, der kann sich auch mit zehn Tropfen Melissenöl, das man mit Sahne verrührt, behelfen. So kann man vermeiden, dass das pure Öl auf der Haut brennt.

Und auch für die Augen gibt es ein Kraut, das bei Überanstrengung hilft – Augentrost. Er wirkt als Aufguss, man nimmt einen Teelöffel getrocknetes Kraut und eine Tasse Wasser, das lässt man fünf Minuten ziehen und seiht das ganze dann ab. Mit getränkten Wattebäuschen, die man auf die Augen auflegt, kann man diese kurieren, oder auch bis zu sechs Tassen täglich trinken, so kann man das durch die Überanstrengung oft auftretende Kopfweh wegspülen. Sebastian Kneipp, allen als Kräuterpfarrer bekannt, empfahl einen Tee aus Augentrost auch als magenstärkendes Mittel.

Tags: , , November 23rd, 2015 Posted in Naturheilmittel

Leave a Reply

*

XHTML: You can use these tags: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Powered by WordPress | Blue Weed by Blog Oh! Blog | Entries (RSS) and Comments (RSS). | Impressum