Ein absoluter Rausch der Farben – der Indian Summer in Neuengland

Mitte September geht es bereits los, das sowohl von den Einheimischen als auch von den Touristen heiß ersehnte Naturschauspiel des Indian Summer. An den zahlreichen Laubbäumen der Wälder in Neuengland, an der Nordostküste der USA, beginnen sich die Blätter zu verfärben. Sie tauchen einen gesamten Landstrich in einen Farbenrausch, der seinesgleichen sucht.

Indian Summer wird hier auch die Zeit der bunten Wälder genannt.

Der Name stammt wahrscheinlich aus einer indianischen Sage, nach der es so ist, dass das Blut eines erlegten Bären die Blätter rot färbt. Im Jahre 1620 kamen dann die ersten Pilgerväter aus England in das Land, und zwar mit der berühmten Mayflower. Sie fanden an dieser wunderbaren Küste ihre neue Heimat und nannten das Gebiet daraufhin Neuengland.

Das Freilichtmuseum von Plymouth, das „Plimouth Plantation“, bietet den Besuchern ein Bild der Siedler von vor 350 Jahren. Die Region Neuengland wird heute durch sechs Bundesstaaten gebildet. Diese sind Connecticut, New Hampshire, Maine, Massachusetts, Rhode Island und auch Vermont.

Die weiten Waldflächen, die bis zum Horizont reichen, sind die absolute Hauptattraktion der Gegend. Im Herbst zeigen sie sich in allen möglichen Farbschattierungen, die von Gelb bis Feuerrot reichen. Bis Ende Oktober sind die Touristen dann unterwegs, um den wirklich perfekt gefärbten Wald zu finden. Zusammen mit der klaren Herbstluft und dem blauen Himmel wirkt die ganze Szenerie schon fast unwirklich. Es gibt sogar Seiten im Internet, die jeden Tag auf Karten die momentane Färbung des Laubes angeben. So ist es dann möglich, seine Reise ganz genau zu planen.

In Neuengland ist die Vielfalt der Laubbäume sehr viel größer als hierzulande, und natürlich ist dadurch auch das Farbspiel sehr viel beeindruckender. Die großen Metropolen wie Boston oder Portland sind von Deutschland aus sehr einfach zu erreichen. Von der Küste aus kann man dann den Indian Summer am besten per Mietwagen erkunden. Wer dann einen Wald in der passenden Färbung gefunden hat, der sollte diesen dann auch ruhig mit einer Wanderung erkunden.

Eine weitere Option ist die Möglichkeit, mit der historischen Zahnradbahn auf den höchsten Berg Neuenglands, den 1917 Meter hohen Mount Washington in New Hampshire, zu fahren. Vor dort aus kann man auf das benachbarte Vermont schauen, hier kann man endlose Ahornwälder finden. Diese werden auch zur Produktion des sehr beliebten Ahornsirups genutzt.

Aber auch das schöne Maine mit seinen Wäldern und Seen sollte man nicht auslassen. Es gibt dort nur sehr wenige Städte, die das Naturerlebnis stören. Wenn man dann zurückkehrt an die Küste, sollte man auf jeden Fall noch den supergünstigen frischen Hummer probieren, denn so macht Schlemmen wirklich richtig viel Spaß.

Tags: , , , November 2nd, 2015 Posted in Nordamerika

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