Die acht besten Tourentipps zum Wandern in Deutschland

Die schönste Wanderzeit kommt in Deutschland im Herbst. Wiesen und Wälder ziehen sich nun ihr farbenprächtiges Kleid an. Blätter färben sich rot, braun und gelb-golden. Von den Bäumen fallen Kastanien, Bucheckern und Eicheln säumen die Wanderpfade.

Jetzt ist die Zeit gekommen, sich schnell auf den Weg zu machen, bevor der Winter die Landschaft mit Schnee bedeckt und die Zeit, die Stimmung in den bunten Wäldern, wenn das erste Laub zu Boden fällt, zu genießen. Die acht schönsten Herbst-Wanderregionen Deutschlands bieten unvergessliche Wandererlebnisse.

Der schönste Wanderweg im Harz durchquert das Gebirge von West nach Ost. Auf rund 100 Kilometern erstreckt sich der Harzer Hexenstieg vom niedersächsischen Osterode bis nach Thale in Sachsen-Anhalt. Insgesamt fünf Etappen zeigen die Vielfalt des waldreichen Mittelgebirges. Bunte Mischwälder, dicht stehende Nadelbäume und jahrtausendealte

Hochmoore findet man hier. Die Spitze des bekannten Brockens erreicht man bereits in drei Etappen, wenn man die Mehrtagestour von Osten her beginnt.

Das Dahner Felsenland in der Pfalz ist Deutschlands größtes zusammenhängendes Waldgebiet und bekannt für seine roten Sandsteingebilde, insbesondere rund um Dahn.

Riesige Felsen aus Buntsandstein und unzählige Burgruinen prägen das Dahner Felsenland im Wasgau. Der südliche Teil des Pfälzerwaldes zählt zu den eindrucksvollsten Landschaften Deutschlands. Das über 1000 Kilometer umfassende Wegenetz führt Wanderer zu den schönsten Plätzen der felsigen Landschaft, um die sich zahlreiche Sagen ranken.

In Berchtesgaden zählen nicht nur der Königssee und St.Bartholomä zu den Wahrzeichen des Landes. Leichte Hügel mit grünen Almwiesen im Norden, schroffe Felswände und tiefe Täler im Süden – das Berchtesgadener Land in Südosten Bayern besticht durch seine landschaftliche Vielfalt. Wanderern, die es im Herbst lieblich und zahm mögen, sei der Rupertiwinkel empfohlen. Alpinen Charakter hingegen besitzen die Touren in der Region Berchtesgaden-Königssee, die teils durch Naturparkgebiet führen.

Wandern im Land der Farben? Dann ist man im Allgäu genau richtig. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts färbte der blühende Flachs das Allgäu in den schönsten Blautönen. Mit der Weidewirtschaft ergrünte es. Weite, grasbewachsene Almen wechseln sich mit sanften Hügeln ab, und steile Bergspitzen thronen über tiefen Tälern. Tiefblaue Seen, rauschende Wasserfälle und glasklare Gebirgsbäche verfeinern das abwechslungsreiche Landschaftsbild, das im Herbst in einem leuchtenden Farbenmeer versinkt. Rot-golden leuchten die Allgäuer Mischwälder in der Herbstsonne und laden zu ausgedehnten Wanderungen ein. Doch auch eine Tour in höheren Gefilden lohnt sich, denn sobald der erste Frühnebel verzogen ist, genießt man von den Gipfeln der Allgäuer Alpen einen herrlichen Weitblick.

Die schönste Wanderung in der Schwäbischen Alb führt am Nordrand entlang. Bunte Wälder, karge Hochebenen und schroffe Steilhänge – die Schwäbische Alb erhebt sich wie eine Mauer vor den Toren Stuttgarts. Am Steilabbruch, dem Albtrauf, fällt das Gebirge bis zu 300 Meter nach Westen ab. Der 330 Kilometer lange Nordrandweg durchquert in 17 Etappen diese abwechslungsreiche Schichtstufenlandschaft. Wer nicht so viel Zeit hat, erlebt auf dem Teilstück Bad Urach-Raichberg bereits einige der vielen Alb-Höhepunkte.

Im Herbst entfaltet das Karwendelgebiet seine ganze Schönheit: Die Blätter der bis zu 600 Jahre alten Ahornbäume färben sich golden, und die Lärchen ziehen sich ihr Herbstkleid über. Zugegeben, das Naturdenkmal „Großer Ahornboden“ liegt nicht im deutschen Teil des Karwendels, aber der kurze Schritt hinüber nach Österreich lohnt gerade im Herbst: Dann erstrahlen vor der hellen Felskulisse der Hochebene uralte Ahornbäume. Auch der nahe gelegene Kleine Ahornboden lockt mit einer Farbenpracht. Und das dritte Topziel, die türkis funkelnden Soiernseen, liegt schon wieder in Deutschland.

Auch im Land der Felsen und Burgen, in der Fränkischen Schweiz, gibt es gute Wandertourtipps. So wuchtig wie die echte ist die Fränkische Schweiz nicht, aber mit ihren vielen Felsen, lieblichen Tälern und gemütlichen Gasthäusern ist sie ein großartiges Herbstziel.

Bei Sportkletterern genießen die Kalkfelsen der Fränkischen Schweiz weltweit einen guten Ruf. Wanderer, die in der lieblichen Mittelgebirgslandschaft zwischen Bamberg und Nürnberg unterwegs sind, werden immer wieder auf die Vertikalakrobaten stoßen. Außerdem auf zahlreiche Burgen, Ruinen und Höhlen. Für Abwechslung sorgt aber auch die höchste Brauereidichte der Welt.

Endlose Wälder, klare Seen und grüne Wiesen prägen das Landschaftsbild im Sauerland. Im Herbst enthüllt es seinen ganzen Charme. Wald bedeckt 60 Prozent des Sauerlandes. Auf der 240 Kilometer langen „Sauerland-Waldroute“, die durch den Naturpark Arnsberger Wald führt, zeigt er seine herbstliche Farbenpracht. Die Blätter der Buchen und Erlen schimmern nun rot-braun. Herbstfans mit knappem Zeitbudget wählen die drei besonders waldreichen Etappen zwischen Brilon und Möhnesee.

Tags: , , , November 2nd, 2015 Posted in Deutschland

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