Das Urlaubsparadies Azoren

Auf der westlichsten Inselgruppe Europas finden Sie inmitten duftender Blumenmeere, tiefer Wälder, kantiger Felsenklippen und rauschender Wasserfälle ein kleines Paradies auf Erden. Die Azoren gelten als geheimes Eldorado für Natur- und Tierliebhaber fernab vom Massentourismus. Benannt wurden sie im 15. Jahrhundert durch die zahlreichen umherkreisenden Greifvögel, die die frühen portugiesischen Entdecker für Habichte hielten. Die Vögel, deren Name der „Arquipelago dos acores“ heute trägt, waren in Wirklichkeit allerdings die in der Region typischen Mäusebussarde, weshalb die Azoren eigentlich „Buetos“ heißen müssten.

Statt der Habichte, die auf der Inselgruppe noch immer nirgends zu finden sind, leben hier seit jeher jedoch einige andere seltene Tiere, die es vor allem in der Luft und im Wasser zu entdecken gilt.

Gerade die Unterwasserwelt vor den Küsten der Inseln erscheint wie ein riesiges Aquarium, in dem neben Hunderten von Fisch- und Muschelarten über 20 verschiedene Walarten beheimatet sind. Vor allem die Südküste Picos bietet als eines der besten Beobachtungsgebiete der Welt die Möglichkeit, beim „Whale-Watching“ die Schönheit der Baleias aus nächster Nähe zu entdecken. Neben Pott-, Blau-, Bart- und Buckelwalen begegnen Sie auf den begleiteten Bootstouren, die überall auf Pico angeboten werden, oftmals auch Delfinen und Schildkröten. Als frühere Hochburg des Walfangs wurde der Insel in „Moby Dick“ sogar ein literarisches Denkmal gesetzt. Heute veranschaulichen zwei Museen die geschichtliche Bedeutung des Walfangs und des so genannten „Scrimshaw“ – eine Kunstform, die filigrane Schnitzereien aus Walknochen und –zähnen umschreibt. Doch nicht nur die Riesen der Meere, sondern auch seltene Vögel können auf den Azoren beobachtet werden. Nur hier leben beispielsweise die Priôlos, deren Ruf man auf den Inseln vor allem nachts lauschen kann.

Als ultimatives Wanderparadies gilt das idyllische Flores mit seinen kontrastierenden Landschaftsabschnitten. Auf der Insel der Blumen verzaubern Sie fantastische Meere aus blauen und roséfarbenen Hortensien, eleganten Callas und filigranen Strelizien. Monatelang verbreiten die Blüten ihren betörenden Duft und säumen nahezu jeden der über die gesamte Insel verlaufenden Wanderwege. Doch Flores hat auch eine wildere Seite. Von felsigen Klippen, die steil zum Atlantik hin abfallen, und blau aufblitzenden Kraterseen stoßen Sie immer wieder auf zahlreiche tosende Wasserfälle. Vereinzelt betreiben diese sogar noch alte Mühlräder. In anderen Teilen der Insel durchqueren Sie dicht bewachsene Lorbeerwälder, die zu den über 50 endemischen Pflanzen der Azoren zählen. Ebenfalls einzigartig sind viele der über 400 verschiedenen Moose, die als weiches Polster die Böden der immergrünen Wälder ebenso wie die Ränder der tiefen Vulkankrater überziehen. Ein Großteil des Hochlandes mit seiner einmaligen, üppigen Pflanzenwelt wurde inzwischen sogar unter Naturschutz gestellt.

Heilende Kräfte und kulinarische Genüsse verspricht die Insel Sao Miguel. Im Tal von Furnas brodeln 22 heiße Quellen, die Besucher dazu einladen, umgeben von Eukalytpusbäumen und wildem Ingwer in Schwefelquellen und warmen Bächen zu baden. Die vulkanische Erde und das mineralhaltige Wasser gewannen in dem Kurort bereits vor vielen Jahrzehnten aufgrund ihrer heilenden Wirkung zunehmend an Bedeutung und locken heute zahlreiche Besucher an. Auch die Vegetation der Insel profitiert von der ausstrahlenden Wärme, so dass im Terra Nostra Park exotische Pflanzen wie Orchideen und Riesenfarne ganzjährig im Freien gedeihen. Die Erdwärme wird zudem für die Zubereitung der köstlichen lokalen Spezialität, das „Cozido“, genutzt. Hierfür werden verschiedene Fleisch- und Gemüsesorten in Töpfen in der Erde versenkt und nach einigen Stunden Garzeit in gemütlicher Runde verspeist.

Tags: , , , November 19th, 2015 Posted in Portugal

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