Wie Senioren ihren Urlaub vorbereiten sollten

Auch Senioren und chronisch Kranke fahren gern in den Urlaub. Und das ist gut so, denn immer mehr Senioren und Menschen mit Vorerkrankungen werden im Urlaub auch körperlich aktiv. Doch oft gehen Senioren und chronisch Kranke unvorbereitet und allzu sorglos in die schönsten Wochen des Jahres.

Wer etwa mit geschädigter Niere in den Urlaub fährt, darf dort nicht an Mineralwasser sparen. Flüssigkeitsverlust bei Durchfall und Fieber, aber auch schon durch die ungewohnten Temperaturen könne zu akutem Nierenversagen führen und das Organ dauerhaft schädigen.

Von dieser Erkrankung betroffene Patienten müssen ihre Reisen genau planen.

So gibt es Kreuzfahrtschiffe mit einem dialyseerfahrenem Arzt an Bord.

Wenn Rheumatiker im Urlaub Sport treiben möchten, dann nur gelenkschonend. Wer trotz Beschwerden mit dem Rucksack die Berge hoch will, sollte es langsam angehen. Als ideale Sportart bietet sich Schwimmen an, auch Radfahren, sofern die Knie gesund sind.

Wegen der vielen Verlaufsformen kommt es mitunter zu heftigen Schüben, von denen die Gelenke, aber auch innere Organe oder die Augen betroffen sein können. Wer damit rechnen muss, sollte seine Kortison-Dosis mit im Reisegepäck haben, die er dann „feuerlöschermäßig“ einsetzt. Am besten man spricht mit einem Rheumatologen vor Reiseantritt, wie das Basistherapeutikum hochgefahren werden kann. Viele Rheumamittel machen die Haut sonnenempfindlicher, weshalb bei Verwendung der Mittel Vorsicht angesagt ist.

Diabetiker brauchen nicht nur viel Bewegung, zum Beispiel Wandern, Schwimmen, Radfahren oder Golf, sondern müssen auch bei ihrer Ernährung besonders aufpassen. In anderen Kulturkreisen kommen oft Speisen auf den Tisch, die man nicht kennt und vielleicht auch nicht verträgt. Im Zweifelsfall sollte ein Diabetiker auf den Genuss verzichten und den Blutzucker häufiger messen.

Patienten mit Schuppenflechte sind am Meer gut aufgehoben, weil sich die ultravioletten Strahlen der Sonne günstig auf die Hautentzündungen auswirken und Salzwasser den übertriebenen Zellumsatz verringert. Auf Sonnenschutz dürfen allerdings auch sie nicht verzichten.

Herzkranke sollten Rückzug vor zu großer Hitze nehmen, aber auch vor Überforderung. So könnten für sie etwa Druckunterschiede beim Tauchen gefährlich werden.

Bei Tumorkranken sollte die letzte Untersuchung kurz vor dem Reisebeginn liegen. Die Patienten sollten ihre Mittel gegen Übelkeit und Schmerzen stets griffbereit haben.

Als Alternativen bieten sich Flusskreuzfahrten und Aufenthalte in Wellnesshotels an. Gerade Bereich Wellness Beauty hat es in den vergangenen zehn Jahren große Altersverschiebungen gegeben. Innerhalb dieses Zeitraums stieg der Anteil der Generation 60 plus unter den Wellness-Urlaubern von 20 auf 30 Prozent. Die Kombination, sich zu entspannen und etwas Gutes für die Gesundheit zu tun, steht bei den reiferen Jahrgängen höher im Kurs denn je.

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