Wein, Wandern und absolutes Wohlgefühl im Rheingau

Der Rheingau ist ein kleines aber sehr feines hessisches Weinanbaugebiet. Hier kann man wunderbar beispielsweise vom Städtchen Lorch aus seinen Weg mitten durch die Weinreben nehmen, hier bietet sich dem Besucher ein wirklich atemberaubendes Panorama.

Hier findet man Weinberge soweit das Auge reicht. Dazwischen dann der majestätisch anmutende Rhein, der sich mittendurch schlängelt. Hier kann es schon einmal passieren, dass einem Menschen mit frisch gepresstem Federweißen entgegen kommen und einen dazu einladen, das ist die Mentalität der Menschen am Rhein.

Im Ort selbst kann man durch schmale Gassen bummeln, immer vorbei an den schönen weißen Fachwerkhäusern. Hier fühlt man sich wie mitten in einem Heimatfilm. Riesling, das ist hier die Traube der Region. Das ist der Tropfen, den bereits Goethe bei seinen Besuchen im Rheingau sehr geschätzt haben soll. Am liebsten tat er dies im Schloss Johannisberg, einem schönen sonnengelben Prachtbau. Hier wurde die Spätlese sozusagen erfunden. Die Mönche, die dort ansässig waren, ließen die Trauben so lange an den Reben, bis sie die nötige Süße hatten für den süffigen Tropfen. Die Ordensmänner erkannten, dass gut Ding immer Weile haben will.

Den schönsten Weinkeller der ganzen Region findet man aber wohl im Kloster Eberbach. Hier lagern wirklich uralte Eichenfässer in sehr tiefen Gewölben. Das ist eine ehrwürdige Szenerie, und daher wurde wohl auch dort der Film „Der Name der Rose“ gedreht. Bernd Eichinger war sehr angetan von dem fast 1000 Jahre alten Kloster, das wie eine Oase ganz abgeschieden im Wald liegt. Heute ist dort natürlich alles wieder ganz friedlich, und man kann die Stille genießen.

Der Rheingau ist zwar klein, aber durchaus fein. Er rangiert in Deutschland mit seinen 3100 Hektar nur an Platz sieben der Anbaugebiete. Das gleicht aber die Qualität der Weine wieder aus, die wirklich eine ganz besondere ist. Davon können sich die Gäste immer in den kleinen Schankwirtschaften oder auch an Ständen überzeugen. Zu dem edlen Tropfen bekommt man hier fast überall Wildschweinschinken gereicht.

Das ist natürlich auch in der berühmtesten Stadt des Rheingaus so, Rüdesheim. Hier glänzen in der schmalen Drosselgasse die grauen Schieferdächer im letzten Abendrot. Dann werden in den kleinen Wirtshäusern die Lichter angeknipst, und dann geht es dort noch einmal hoch her.

Man kann auch mit der Seilbahn über den Rebhügeln zum Erholungsgebiet Niederwald schweben. Die Adlerwarte dort sollte man auf jeden Fall besucht haben. Hier werden verletzte Greifvögel liebevoll wieder aufgepäppelt, bis sie dann wieder ausgewildert werden können.

Auch ein Sinnbild der deutschen Geschichte, und das schon seit 1871, ist dort zu finden, und zwar der Niederwalddenkmal mit seiner bronzenen Germania, das 36 Meter hoch ist. Etwas weiter findet man das Kloster Sankt Hildegard. Hier gibt es eine kleine Goldschmiede, in der die Nonnen Schmuckstücke fertigen. Auch das sollte man einmal gesehen haben im schönen Rheingau, denn hier gibt es nicht nur Wein, sondern auch jede Menge zu sehen.

Tags: , , , , Oktober 17th, 2015 Posted in Hessen

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