Viele tolle Strände, Mariachi-Musik und Maya-Tempel – Mexiko erleben

Atemberaubende Lichtspiele – während man über mehrere in den Fels gehauene Stufen hinab in den kleinen See steigt, fallen durch die Höhlendecke helle Sonnenstrahlen. Dadurch erstrahlt das 24 Grad warme Wasser in unterschiedlichen Grüntönen. Und die dicken Tropfsteine, die von der Decke hängen, leuchten dazu in satten schönen Ockerfarben.

Diese ganze Szenerie hat etwas sehr Unwirkliches, auch etwas Mystisches ist dabei, und alles erinnert einen irgendwie an die Kulisse aus einem großen Fantasy-Film. Wer als Urlauber in die zauberhafte Kolonialstadt Valladolid fährt, der sollte auf jeden Fall einen Abstecher zur Höhle Dzitnup machen, die gerade einmal sieben Kilometer entfernt liegt. Wo wir uns jetzt befinden? Auf der wunderschönen Halbinsel Yucatán in Mexiko.

Diese unterirdischen Süßwasserseen nennt man hier „Cenotes“, und einige laden auch zum unbeschwerten Schwimmen ein. Einige andere sind allerdings nur für Taucher mit der entsprechenden Ausrüstung zu erreichen.

Fährt man am späten Vormittag gemütlich zurück zur Karibik-Küste, so ist da das pralle Badeleben bereits richtig im Gang, und zwar an den schier endlosen Stränden der recht turbulenten Touristen-Hochburg Cancun, dem berühmten Ferienort Playa del Carmen oder auch in Tulum. Die weiße Traumbucht von Tulum wird sehr malerisch von einem Maya-Tempel überragt.

Der Urlaub in Yucatán wird durch den Kontrast zwischen dem unbeschwerten Strandspaß und der geheimnisvollen und längst untergegangenen Maya-Kultur erst so richtig spannend.

Ein absoluter Höhepunkt ist hier auf jeden Fall ein Besuch der alten Maya-Stadt Chichén Itzá. Es sind zwar 91 Stufen zu überbrücken, um auf die Pyramide des Schlangengottes Kukulkán zu steigen, aber der Blick über die riesige Anlage ist die Anstrengung auf jeden Fall wert. Hier kann man richtig erahnen, was sich gute 1000 Jahre vorher genau an dieser Stelle abgespielt haben muss, genau zu der Zeit, wo an dem Ort noch Tausende von Menschen lebten und den Göttern die blutigen Opfer darbrachten.

Wer noch weiter auf den Spuren der alten Mayas wandeln will, der kann einen Ausflug ganz in den Westen von Yucatán machen und die Tempel von Uxmal mit der „Pyramide des Zauberers“ besichtigen, die in der Nähe der Stadt Mérida im grünen Dschungel versteckt liegen.

Anschließend kann man sich auch wieder einmal etwas erholen. Eine Katamaran-Fahrt zu der nahe gelegenen Insel Cozumel von Playa del Carmen aus ist die passende Erholung. Die meisten Schiffe legen bei diesem Törn einen kleinen Zwischenstopp ein, und die Ausflügler erhalten die Möglichkeit, an einem der spektakulären Riffe von der Insel zu schnorcheln.

Mexiko ist aber nicht nur kulturell sehr interessant, sondern auch ein wunderbares Badeparadies. Von den deutschen Touristen werden heute eher die Strände von Yucatán bevorzugt, schon alleine wegen der kürzeren Flugzeit, bis Yucatán sind es gerade einmal zehn Stunden Flug.

Viel länger bekannt und beliebt ist allerdings ein anderes Reiseziel, das rund 15 Flugstunden entfernt liegt – Acapulco, auch die „Perle am Pazifik“ genannt. Bereits in den sechziger Jahren liebten und stritten sich hier Elizabeth Taylor und Richard Burton. Heute kann man hier im pudrig feinen Sand der Playa Condesa Prominente wie Madonna oder Rod Stewart treffen. Dieser Strand ist der Hauptstrand von „Aca“, so wird Acapulco auch genannt.

Auch andere Strände wie der romantische Caleta Beach oder auch die Playa Icacos stehen heute für das lässig-lockere Acapulco-Feeling, das man allgemein hin kennt. Acapulco wurde durch diese Strände berühmt.

Allerdings gibt es mittlerweile auch reichlich Konkurrenz für die Schöne am Pazifik, denn auch Badeorte wie Puerto Vallarta, Manzanillo oder auch Huatulco werden bei den Touristen immer beliebter. Aber auch zwei kleine und noch ziemlich ursprüngliche Städtchen ziehen nach, Puerto Angel und Puerto Escondido steigen auch in der Besuchergunst.

Aber auch koloniale Perlen hat Mexiko zu bieten, beispielsweise die brodelnde Millionen-Metropole Mexiko City. Der Hauptplatz, der Zocalo, ist so groß, dass hier rund eine Million Menschen Platz finden. Auch die denkmalgeschützte Silberstadt Taxco und das kolonial geprägte San Miguel de Allende mit seinen schönen gepflasterten Gassen ziehen die Besucher an. Wenn Urlauber sehr unternehmungslustig sind, können sie von allen Küstenorten aus zu ein- oder auch mehrtägigen Ausflügen aufbrechen, um die Attraktionen des Binnenlandes zu erkunden.

Sehr interessant ist aber auch die Küste der Wale. Die Baja California ist eine wüstenartige Halbinsel, die von der amerikanischen Grenze bei Tijuana aus bis weit in den Pazifik hineinreicht. Ganze 1300 Kilometer ist sie lang. Natürlich gibt es auch hier wunderbare Strände, und in der Zeit von Dezember bis März gibt es in der Gegend um Cabo San Lucas ein ganz besonderes Ereignis, das man sich nicht entgehen lassen sollte – „Whale Watching“. Hier kann man sehr gut Wale beobachten, und wenn man mit einem Boot hinausfährt kann man sehen, wie sich die riesigen Meeressäuger aus dem Wasser erheben und mit einem donnernden Klatschen wieder in das Wasser zurückkehren. In solchen Momenten kommt man sich wieder recht klein vor, und auch die Ehrfurcht vor der Natur ist plötzlich wieder da.

Tags: , , , , Oktober 22nd, 2015 Posted in Südamerika

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