Polen mit dem Rad erkunden – Sternradeln im Radler-Resort „Masurische Seen“

Wir sind begeisterte Radfahrer und haben Deutschland schon recht gut vom Sattel aus erkundet. Für diesen Sommer hatten wir uns etwas ganz anderes überlegt. Wir wollten am Sternradeln teilnehmen. In einer Radfahrerzeitschrift hatten wir darüber gelesen und waren neugierig geworden.

Da das Wetter in Polen, vor allem in den Masuren, mild und nicht zu heiß ist, haben wir ohne Bedenken die Tour in den Sommer gelegt. Während der Planung wollten wir eigentlich noch unsere eigenen Räder mitnehmen, erfuhren dann aber vom Veranstalter, dass man uns vor Ort ausrüsten würde, und dass wir einfach billiger und bequemer und ohne zu viel Gepäck anreisen könnten. Wir sind dann auch entspannt in Warschau angekommen. Von dort ging es mit dem Bus weiter nach Piasken.

Mit den anderen Teilnehmern konnten wir dann im 3-Sterne-Radler-Resort einchecken. Im Laufe des Abends kamen noch weiterer Urlauber an. Einige waren mit dem Auto angereist und manche auch mit dem Zug. Insgesamt war es eine bunt gewürfelte Gruppe. Nach dem leckeren Abendessen bekamen wir die ersten Informationen über die Tour. Anschließend wurden die Fahrräder begutachtet und verteilt. Dann war alles bereit für das Sternradeln im Radler-Resort Masurische Seen.

Am Tag nach der Anreise war die Aufregung natürlich groß. Nach dem Frühstück haben wir unsere Fahrräder gepackt und sind aufgebrochen. Die erste Tagesetappe belief sich auf 45 km. Unser Ziel war der „Bärenwinkel“, das ist ein Aussichtsturm, von dem aus man einen atemberaubenden Blick auf die Insel Teufelswerder hat.

Wir sind dann weiter gefahren nach Johannisburg und haben dort eine Fachwerkkirche besucht. Zwischendurch haben wir natürlich auch immer Pausen eingelegt. Dabei saßen wir zusammen und haben gegessen und uns unterhalten. Am Abend waren wir wieder müde und glücklich im Resort. Egal wie müde wir alle waren, wir haben noch lange zusammen gesessen.

Tag drei hatte mir erst etwas Sorgen bereitet. Schließlich waren 60 km eingeplant. Wir sind früh gestartet. Das Wetter war perfekt, strahlend blauer Himmel aber nicht zu warm. Das lag auch daran, dass wir vor allem in den Wäldern der Johannisburger Heide unterwegs waren. Wir haben am Museum Seehorst eine große Pause eingelegt und später noch mal in Wiartel. Dort haben wir frischen Fisch gegessen. Wenn man eine solch große Etappe fährt, dann hat man Hunger.

Wird dann noch so ein gutes Essen angeboten, dann fühlt man sich in netter Runde unbeschreiblich wohl.

Am 4. Tag waren die 40 km der Tagestour dann gar nicht mehr beängstigend. Wir sind sogar mit einem alten Kahn gefahren. Die Ausblicke in die Landschaft waren absolut malerisch, und wir haben öfter angehalten und die Umgebung genossen.

Am sechsten Tag hatten wir nur eine sehr kleine Strecke zu fahren, 25 km. Wir waren so fit, dass wir viel nebeneinander gefahren sind und uns unterhalten haben. Unser Hauptziel war Popiellnen. Dort wird der Tarpan gezüchtet, bzw. erhalten, denn der direkte Vorfahre des heutigen Hauspferdes gilt eigentlich als ausgestorben. Am Tag 7 sind wir 45 km gefahren. Wir waren in Niedersee, haben ein Wiesentgehege gesehen und sind viel am Wasser entlang geradelt. Die Heimreise ist uns sehr schwer gefallen.

Tags: , , , , Oktober 12th, 2015 Posted in Masuren, Special-Reisen

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