Einfache Verhaltensregeln helfen bei Schlafstörungen

Es ist eine Tatsache, jeder zweite Deutsche liegt regelmäßig wach, wenn er eigentlich seinen wohlverdienten Schlaf halten sollte. Das ist der Punkt, an dem die Krankenkassen Alarm schlagen. Bis zu vier Millionen Deutsche leiden sogar unter sehr schweren Schlafstörungen. Das ist der Grund, warum sie sich immer völlig übermüdet durch den Alltag quälen.

Die Hauptgründe hierfür sind, repräsentativen Umfragen zufolge, vor allem der Stress im Job und auch Sorgen und Ängste sowie auch unregelmäßige Arbeitszeiten.

Es ist aber so, dass ein erholsamer Schlaf sehr wichtig ist für die Gesundheit und auch die Lebensqualität. Eine chronische Übermüdung macht nicht nur antriebslos und unkonzentriert, sondern fördert zudem auch noch Arbeitsunfälle und Fehlentscheidungen. Dabei geht das Immunsystem in die Knie, und als Folge davon wird der Körper anfällig für alle Arten von Infekten. Zudem steigt auch noch das Risiko für Diabetes, Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen und auch Depressionen. Es ist natürlich klar, dass sich Stress und Jobprobleme nicht einfach wegzaubern lassen. In vielen Fällen ist es aber so, dass auch die Bedingungen rund um den Schlaf dafür verantwortlich sind, dass die Nacht nicht so ruhig ist, wie sie sein sollte. Hier kann man dann mit kleinen Veränderungen schon einiges erreichen. Hier gibt es einige Punkte, die man beachten sollte.

Im Schlafzimmer sollte es idealerweise leise sein, dunkel und auch nicht zu kalt. Eine gute Raumtemperatur liegt bei 18 Grad, ratsam sind auf jeden Fall auch lichtdichte Vorhänge oder auch Rollos, wenn man nicht unbedingt bei Sonnenaufgang aufstehen muss. Das Bett sollte sich immer im ruhigsten Zimmer der ganzen Wohnung befinden. Wer nicht in der Lage ist, den Lärm auszuschalten, sollte Ohrstöpsel anwenden.

Ein Schlafzimmer sollte immer Ruhe und auch Behaglichkeit ausstrahlen. Ein gutes Einschlafen beginnt immer bei der Entspannung, und dabei helfen sehr gut warme Farben, klare Strukturen und auch schöne Bilder. Wenn man den Schlafraum auch gleichzeitig als Arbeitsraum nutzt oder gar als Abstellkammer, der wird immer wieder von unerledigten Dingen verfolgt werden, und zwar bis hinein in den Schlaf. Alles was einen irgendwie aufregen kann sollte auf jeden Fall draußen bleiben, so auch ein Fernseher, das Handy oder auch der Computer.

Wichtig sind auch auf jeden Fall die Matratze und die Bettwäsche. Vor dem Kauf der Matratze sollte man auf jeden Fall erst einmal probeliegen. Dabei sollten das Becken und auch die Schultern in der Seitenlage immer ganz leicht einsinken. Dadurch liegt dann die Wirbelsäule möglichst gerade. Für ein gutes Schlafklima zu jeder Jahreszeit sorgen eine dünne Sommerdecke und eine dicke Winterdecke. Alle Allergiker sollten sich nur Matratzen besorgen, die einen waschbaren Überzug haben. Natürlich sollten auch die Bettdecken und die Kopfkissen waschbar sein.

Auch Essen und Trinken haben einen Einfluss auf die Schlafqualität. Es schläft sich hier sowohl mit leerem als auch mit vollem Magen denkbar schlecht. Die letzte Mahlzeit sollte etwa vier Stunden vor dem Schlafengehen eingenommen werden. Zudem sollte man darauf achten, dass sie leicht verdaulich ist, also beispielsweise mageres Fleisch, Reis, Nudeln oder auch gegartes Gemüse. Vermeiden sollte man fettes Fleisch oder auch Bratkartoffeln. Auch alles Blähende wie Kohl, Rohkost und auch hart gekochte Eier sollte man meiden, ebenso Vollkornbrot. Nach 15 Uhr sollte man auch auf koffeinhaltige Getränke verzichten.

Auch Alkohol und Nikotin sind echte Störfaktoren. Beim Einschlafen mag vielleicht ein Glas Wein oder auch ein Bierchen helfen, dafür bringen sie aber die Tiefschlaf- und auch Traumphasen total durcheinander. Dadurch ist der Schlaf weitaus weniger erholsam. Alkohol fördert auch das Schnarchen, denn durch ihn erschlaffen die Muskeln der Atemwege. Und das Nikotin wirkt anregend, ungefähr so wie Kaffee oder Schwarztee.

Schlafstörungen können auch Nebenwirkungen von Medikamenten sein, daher bei solchen Problemen unbedingt auf dem Beipackzettel nachlesen und den Arzt darauf ansprechen. Auf keinen Fall sollte man versuchen, das Problem mit Schlafmitteln zu lösen. Diese schaffen immer nur kurz Abhilfe, und sie können sehr schnell süchtig machen.

Auch gegen Stress und Sorgen sollte man vorgehen. Hier helfen Rituale, den Alltag auf der Arbeit auch innerlich zu beenden. Das kann beispielsweise eine kurze Dusche sein, der Wechsel von der Büro- in die Freizeitkleidung, oder auch ein kleiner Spaziergang von einer halben Stunde. Zudem sollte man eventuelle Gespräche über Probleme nicht erst am späten Abend erledigen. Ideal geeignet zum Abbau von Stress sind auch Entspannungsübungen wie Yoga oder auch Tai Chi.

So kann jeder selbst etwas dafür tun, dass man einen besseren Schlaf bekommt.

Tags: , , , Oktober 19th, 2015 Posted in Gesundheit

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