Ein sehr beliebter Wirkstoff bei Beauty und Wellness – Kreide

Spontan fällt einem zum Wort Kreide hauptsächlich die eigene Schulzeit ein, wenn man an die Tafel musste, oder auch das berühmte Gemälde „Kreidefelsen auf Rügen“ von Caspar David Friedrich. Generell ist es so, dass die Eindrücke, die die Kreide hinterlässt, recht vielfältig und unterschiedlich sein können.

Heute besteht die gute alte Tafelkreide zwar aus Gips, aber die Erwachsenen werden noch wissen, dass es nicht gerade gut für die Stimme ist, wenn man Kreide frisst, und der Kreidefelsen auf dem berühmten Bild sieht auch längst nicht mehr so aus, wie er dort festgehalten wurde.

Dennoch ist es immer noch so, dass Kreide ein sehr faszinierender Stoff ist. Mehr als je zuvor spielt er auch in der Kosmetik eine sehr große Rolle. Es ist mehr als 80 Millionen Jahre her, dass sich die Erdatmosphäre so stark erwärmte, dass riesige Gletschermassen ganz einfach abschmolzen, und das Schmelzwasser überflutete den Norden von Europa. Dadurch entstand das sogenannte Schelfmeer, und darin lebten sehr viele Kleinlebewesen, und diese sanken bei ihrem Absterben auf den Meeresboden. So entstanden hier über Jahrmillionen hinweg aus deren kalkhaltigen Schalen recht gewaltige Kreidesegmente. Als sich dann schließlich das Meer zurückzog, entstand hier das kalkhaltige Festland. Es vergingen allerdings noch einige Jahrmillionen, bis die heute so imposante Küstenlandschaft vor Rügen entstand. Dies passierte, weil aufgrund von wechselnden Druckverhältnissen die Kreideschichten aufbrachen, und zwar in Schollen. Dafür, dass sich diese Teile emporhoben und dann die teilweise bizarr-schönen Formen entstanden zeichnen sich die Bewegungen in der Erdkruste verantwortlich.

Erstmals abgebaut wurde die Kreide Mitte des 19. Jahrhunderts. Zu der Zeit war das eine recht gefährliche Tätigkeit. Erst in den sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurden automatisierte Abbaumethoden entwickelt. Früher baute man die Kreide an den Felsen der Küste ab, heute macht man dies im Landesinneren. Das hat natürlich seinen Grund, will man doch die attraktive Gestalt der Küste Rügens nicht gefährden. Allein auf Rügen werden jedes Jahr rund 500.000 Tonnen Kreide produziert. Man setzt sie nicht nur in der Landwirtschaft ein, auch als Füllstoff für Lacke und Farben und auch als Material in der Kunststoff- und Papierindustrie wird die Kreide eingesetzt. In der professionellen Kosmetik gilt sie als absoluter Geheimtipp, sie wird auch für Heilbehandlungen eingesetzt und in Zahncremes verwendet.

Bereits die alten Römer wussten um die Wirkung der Kreide in Sachen Gesundheit und natürlich Schönheit. Unumstritten sind auch die Heilerfolge, die man mit der Rügener Kreide erzielen kann. Schon vor 100 Jahren gab es in den Heilbädern der ganzen Region Behandlungen mit dem sogenannten „Gold von Rügen“.

Diese Anwendungen galten damals als Extratipp bei dermatologischen und rheumatischen Erkrankungen. Hier lagen die Erfolge wirklich weit über dem Durchschnitt.

Als dann die Ära der DDR zu Ende ging, erblühte auch die alter Bäderarchitektur wieder. Damit wurde dann auch die Tradition der Kreideanwendungen wieder neu belebt. Sehr erfolgreich setzte man im medizinischen Bereich Heilkreide-Packungen ein, und zwar bei chronischen Leiden, wie beispielsweise Rheuma, Ischias, Gelenkentzündungen und auch Schleimbeutelentzündungen. Sogar bei Altersbeschwerden wie Osteoporose und auch verschiedenen Hauterkrankungen konnte man lindernde Effekte feststellen und auch nachweisen.

Ebenfalls eingesetzt wird die Heilkreide in der Homöopathie. Sie wird hier als Mittel zur Entstressung eingesetzt. Kein Wunder also, dass die Rügener Kreide bei all diesen beruhigenden und entspannenden Wirkungen sehr gerne auch für SPA-Anwendungen im Wellnessbereich eingesetzt wird. Als Inhaltsstoff von Kosmetika gilt die Kreide immer noch als Besonderheit, dennoch findet man gerade im SPA-Bereich immer mehr dieser hochwertigen Produkte. Gerade für alle Kosmetikerinnen bietet die Heilkreide eine sehr gute Grundlage für mehr Kreativität. Kunden der exklusiven Wellnesshotels und SPAs wollen immer neue Behandlungen und Wirkstoffe, und die Rügener Kreide bietet hier ungeahnte Möglichkeiten. Möchte man die Kreide beispielsweise bei einer fettigen Haut anwenden, dann kann man sie mit etwas Wasser zu einer tollen Maske anrühren. Ist die Haut eher trocken, dann ist eine Kombination mit hochwertigen pflanzlichen Ölen oder auch weiteren Inhaltsstoffen ganz einfach hergestellt.

Einen sehr bemerkenswerten Effekt haben die Behandlungen mit Heilkreide, denn sie trocknen die Haut gar nicht aus. Bereits kurz nach der Behandlung mit der Kreide setzt die hauteigene Regeneration ein, und somit wird für eine normalisierende Hautrückfettung gesorgt. Am Rande sei auch noch erwähnt, dass die Anwendung dieser Kreide sogar „ökologisch korrekt“ ist. Man kann sie nämlich nach der Anwendung der Natur wieder ganz problemlos anvertrauen. Dann kann sie beispielsweise zu einem mineralischen Düngemittel werden.

Die Rügener Kreide ist leicht basisch im pH-Wert, daher hilft sie dabei, überschüssige Säure abzupuffern, und auch Hautentzündungen werden reduziert. Diese Kreide, besser gesagt ihre feinen weißen Kristalle, haben eine poröse Eigenschaft die dafür sorgt, dass sogenannte „Schlacken“ und auch Fremdstoffe aufgenommen werden können. So wird die Haut dann davon befreit. Das ist der Grund, warum man diese Kreide auch sehr gern bei Bädern und auch vor allem in Packungen angewendet. So wird die Haut sanft gereinigt und auch gepflegt.

Es gibt aber noch eine weitere Eigenschaft der Rügener Heilkreide, und zwar kann sie Wärme sehr gut und vor allen Dingen auch langanhaltend zu speichern. Wenn die Heilkreide mit Wasser vermischt wird, dann erhöht sich diese Fähigkeit noch. Eine Körperpackung mit Heilkreide ist also richtig schön wohlig-warm.

Die Kunden der Wellnesshotels und Beauty-Farmen schätzen an diese Anwendungen mit Kreide vor allen Dingen die sichtbaren und spürbaren Ergebnisse. Mit der Klärung des Hautbilds gehen die zellerneuernden, entzündungshemmenden und auch abschwellenden Eigenschaften einher. Körperanwendungen festigen das Bindegewebe, vor allen Dingen in Verbindung mit entsprechenden Massagen. So können auch Cellulite-Erscheinungen gemildert werden. Die Haut fühlt sich nach einer Kreidepackung weitaus weicher und sanfter an.

Tags: , , , Oktober 31st, 2015 Posted in Wellness

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