Die Vakuum-Therapie – auch im Kururlaub immer sehr beliebt

Die klassische Vakuum-Therapie in der Medizin wird vor allem für den Wundverschluss genutzt. Dazu wird die zu behandelnde Stelle unter Vakuum gesetzt. Unter dieser Versiegelung soll die Heilungszeit deutlich verkürzt werden. Durch das Vakuum werden Ablagerungen auf der Wunde abgesaugt, außerdem können sich keine

größeren Ödeme ablagern.

Eine Vakuum-Therapie kann über Tage hinweg oder auch über kurze Zeiträume eingesetzt werden. Ein sehr großer Vorteil ist, dass solche Wunden keinen Keimkontakt haben. Verbände werden dadurch unnötig. Es gibt jedoch auch die Möglichkeit, während unterschiedlicher Arten von Kuren in den Genuss der Vakuum-Therapie zu kommen, denn immer mehr Kurhäuser bieten ihren Gästen das Verfahren gegen verschiedene gesundheitliche Probleme an.

Meist wird dann mit Unterdruckkammern gearbeitet. Der Kopf ragt aus dem Behälter heraus, in dem der Kurgast bequem sitzen kann. Durch den Unterdruck wird die Durchblutung angeregt. Bei Entzündungen im Körperinnern kann so der Heilungsprozess beschleunigt werden. Außerdem wirkt die Therapie anregend auf den Stoffwechsel. Empfohlen wird eine solche Therapie vor allem bei Störungen des Lymphflusses und bei Venenerkrankungen.

In der Schönheitstherapie gewinnt die Vakuum-Therapie ebenfalls an Bedeutung bei der Behandlung von Cellulitis. Die Wirkung ist schnell sichtbar. Schon direkt nach Verlassen der Kabine sieht die Haut wesentlich jünger aus. Eine solche Behandlung ist im Beauty-Bereich auch beliebt als einleitendes Verfahren, denn nach der Vakuum-Behandlung nimmt die Haut Wirkstoffe wie Cremes leichter auf.

Die therapeutischen Maßnahmen mit Vakuum zählen zu den sehr alten Verfahren. Schon damals hat man mit der Hilfe von Feuer ein Vakuum in den Gläsern erzeugt und diese luftleeren Gefäße dann auf größere Hautflächen gesetzt. Das Verfahren ist bis heute als Schröpfen bekannt. Anwendung findet das Schröpfen in Naturheilpraxen und Kurkliniken. Die Verfahren sind leicht erlernbar und fast frei von Nebenwirkungen. Sie sind außerdem kostengünstig und deshalb auch für Kurgäste interessant, die die Kosten für alle Heilbehandlungen selbst tragen müssen.

Geschröpft wird bis heute mit Gläsern verschiedener Größen. Man unterscheidet das blutige und unblutige Schröpfen. Beim blutigen Schröpfen wird die Haut an der Oberfläche leicht verletzt. In das Schröpfglas gibt der Therapeut dann eine kleine Menge Watte, die er anzündet und dann das Schröpfglas umdreht und auf die gewünschte Stelle auf der Haut setzt. Durch das sofort entstehende Vakuum erlischt die Flamme sofort, der Patient wird von der Flamme nicht berührt. Das Vakuum zieht die weiche Haut weit in das Glas hinein. Dabei wird die Durchblutung stark angeregt.

Die Behandlung dauert etwa bis zu einer halben Stunde. Danach werden die Gläser ganz leicht durch Fingerdruck auf die umliegende Haut gelöst.

Das blutige Schröpfen wird vor allem bei Entgiftungen eingesetzt. Durch die verletzte Haut sollen Schadstoffe leichter austreten können. Das blutige Schröpfen gilt gemeinhin als nicht gefährlich, wird aber unter Naturheilkundlern auch diskutiert, da eine Verletzung der Haut zu Störfeldern führen kann, was weitere gesundheitliche Probleme verursachen könnte. Das unblutige Schröpfen wird genauso gehandhabt, nur ohne Verletzung der Haut. Diese Form der Behandlung ist schmerzfrei. Durch die gesteigerte Durchblutung werden die behandelten Hautstellen nach der Therapie sehr warm. Die Behandlung wird nicht auf infizierter Haut durchgeführt.

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