Die besten Gründe um abzunehmen – es geht beim Übergewicht nicht nur um die Optik

Wenn man übergewichtige Menschen fragt, warum sie abnehmen wollen erhält man meistens zur Antwort, um besser auszusehen und sich schöne Kleidung kaufen zu können. Die meisten haben noch gar nicht erkannt, dass Übergewicht nicht nur unschön aussieht, sondern auch sehr ungesund ist. Dennoch ist es so, dass einfach überall die Verlockungen lauern, seien es duftende Backwaren, die leckere Schokolade oder das Stück Sahnetorte. Auch die ganzen versteckten Fette und der Zucker in den Wurstwaren oder Fertiggerichten machen es nicht gerade einfacher.

Kein Wunder also, dass mittlerweile rund 70 Prozent der Männer und 50 Prozent der Frauen in Deutschland einfach zu dick sind. Es ist sogar so, dass jeder fünfte Deutsche bereits adipös ist, also krankhaft fettsüchtig.

Dabei gibt es so viele weitere Gründe, warum sich jedes Kilo weniger auf der Waage auf jeden Fall lohnt. Ein wichtiger Grund ist sicherlich, dass man eine Diabetes verhindern sollte. Es gibt wohl kaum eine Krankheit, die so eng und direkt mit dem Übergewicht verknüpft ist wie der Diabetes Typ 2. In einer Studie konnte eindeutig nachgewiesen werden, dass Übergewichtige sehr viel öfter an Diabetes erkranken als Normalgewichtige. Aber es gibt auch eine gute Nachricht, denn jedes Kilo, das man verliert, senkt das Risiko zu erkranken. Besser noch, sogar eine bereits existierende Diabetes kann in zwei von drei Fällen wieder auf normale Werte gebracht werden, und zwar durch eine bessere Ernährung und mehr Bewegung. In einer weiteren Studie konnte gezeigt werden, dass jedes Kilo, das man weniger mit sich herumträgt, das Leben von Diabetikern um rund drei bis vier Monate verlängert.

Wer wirklich sinnvoll abnehmen möchte, der wird sich auch mehr bewegen, und damit kurbelt man seinen Stoffwechsel an. Hält man nur eine Diät, dann fährt der Körper seinen Energiebedarf herunter. Bewegung hilft dabei, den Grundumsatz des Körpers zu erhöhen und auch langfristig zu erhalten. Dabei bilden sich Muskelzellen, und diese verbrauchen auch mehr Energie. Daher sollte man auch nicht verzweifeln, wenn die Waage einmal einfach stehen bleibt und es nicht weiter abwärts geht.

Sehr gut ist abnehmen auch für den Puls. Wenn das Abnehmen mit Bewegung unterstützt wird, dann werden auch das Herz und der Kreislauf gestärkt. Gleichzeitig wird auch die Durchblutung verbessert und dazu der Ruhepuls gesenkt. Bei einem regelmäßigen Training hält dieser Effekt auch langfristig an. Für den Puls bei einem effektiven Training gilt folgende Faustformel: 180 Schläge minus Lebensalter. Bei einer 35-jährigen Person wäre das also 145.

Jedes Kilo, das man abnimmt, entlastet auch die Kniegelenke. Um einer fortschreitenden Arthrose entgegenzuwirken sind mehr Bewegung und auch weniger Last sehr gut geeignet. Gerade die Gelenke brauchen die Bewegung, denn nur so kann sich der Knorpel, der selbst keine Nährstoffversorgung hat, mit Gelenkflüssigkeit vollsaugen, die umliegend ist. Die Gelenke werden zusätzlich durch eine bessere Muskulatur gestützt. Und den Effekt kann man auch gleich sehr schnell spüren. Entzündungen und Schmerzen gehen zurück, Gelenke werden wieder geschmeidiger.

Auch der Rücken profitiert von jedem abgenommenen Pfund. Hier sollte man ebenfalls am besten die Ernährugsumstellung mit Bewegung kombinieren. Das gilt auch für Bandscheibenprobleme. In Studien konnte gezeigt werden, dass mehr Bewegungsfähigkeit und eine verbesserte Muskulatur, die durch weniger störendes Fett erreicht wurden, in manchen Fällen sogar Schmerzmittel unnötig machen können.

Übergewicht ist auch ein gravierender Faktor für das Brustkrebsrisiko. In Studien konnte hier ebenfalls die Verbindung von Übergewicht mit der Steigerung des Brustkrebsrisikos nachgewiesen werden.

Stress wird durch Übergewicht gefördert, und gleichzeitig fördert Übergewicht auch Stress. Das Problem ist hier allerdings, dass ein allzu rigider Diätplan noch zusätzlich dafür sorgen kann, dass Stress entsteht. Der beste Weg, um aus diesem Teufelskreis herauszukommen, ist wieder einmal Sport. Allein schon zwanzig Minuten Fitnesstraining in der Woche reichen aus, um den Spiegel des Stresshormons Kortisol um rund 40 Prozent zu senken. Bewegung hilft vor allen Dingen langfristig dabei, die Stressresistenz langsam zu erhöhen.

Durch das Abnehmen gelangt man auch zu viel mehr Selbstbewusstsein. Wenn man zu dick ist, dann sinkt das Selbstwertgefühl. Natürlich macht abnehmen nicht immer gleich glücklich, aber Psychologen konnten herausfinden, dass jedes einzelne abgenommene Kilo neue Möglichkeiten und auch Handlungsspielräume eröffnet, und die ließen das Selbstbewusstsein der Studienteilnehmer ansteigen.

Übergewicht stört auch die Atmung, es kann nachts zum Hyperventilieren oder auch zu Atemaussetzern kommen. Das führt zu einem schlechten Schlaf, und dann folgen Tagesmüdigkeit und Konzentrationsstörungen. Abnehmen hilft dagegen, und wer besser schläft, der kann sein Gewicht auch viel leichter halten.

Da beim Abnehmen auch das Zäpfchen im Rachen abnimmt, wird ein nächtliches Geschnarche weniger und die Nacht insgesamt ruhiger.

Auch der Fettstoffwechsel kommt beim Abnehmen ins Lot. Wer sich wirklich schlankheitsbewusst ernährt, der achtet darauf, dass man mehr gesunde Fette zu sich nimmt.

Zu einem Sodbrennen führt nicht nur eine Schwangerschaft, sondern auch Übergewicht. Das Gute ist aber, dass gleichzeitig mit den Kilos auch Schmerzen und Völlegefühl verschwinden.

In neuesten Studienergebnissen konnte man herausfinden, dass ein Zusammenhang zwischen Übergewicht, Schlafmangel und Depressionen sehr wahrscheinlich ist. Es sind bestimmte Botenstoffe, die sogenannten Zytokine, die sowohl bei Übergewichtigen als auch bei Depressiven im gleichen Maße erhöht sind. Schlafmangel lässt diesen Botenstoff noch ansteigen, daher scheint sich alles drei wirklich gegenseitig zu bedingen. Demnach könnte man mit weniger Gewicht auch das Depressions-Risiko reduzieren.

Körperliche Bewegung und auch eine vitaminreiche Ernährung pushen das Immunsystem sehr. Das beste Beispiel ist ein moderates Ausdauertraining. Bereits nach zehn bis zwölf Wochen steigt die Anzahl der Antikörper im Blut an, und somit sinkt dann auch die Anfälligkeit für Infekte.

Ein häufiges Problem von Übergewichtigen sind auch schwere Beine, Wassereinlagerungen und auch sehr schmerzhafte Krampfadern. Venen werden durch weniger Kilos entlastet, und Krampfadern schmerzen nicht mehr so. Die Venen-Waden-Pumpe wird durch jede einzelne Muskelfaser gekräftigt, daher gilt auch hier am besten abnehmen und mehr bewegen.

Natürlich bekommt man auch einen ständig erhöhten Blutdruck mit dem Abnehmen in den Griff, und das dann sogar ganz ohne Medikamente.

Durch die so entstehenden besseren Blutdruck- und Blutfettwerte wird auch das Risiko eines Schlaganfalls gesenkt. Auch das Herz wird durch Übergewicht geschädigt, und das auf recht vielseitige Weise. Auch das Herz kann verfetten, und dann kommt es dazu, dass es stolpert, und insgesamt hat es dann jede Menge zu tun. Jedes einzelne Kilo weniger ist eine echte Erleichterung, und zwar ganz besonders, wenn die Pfunde am Bauch schmelzen.

Es geht also nicht nur um die Optik, auch viele andere Gründe gibt es, um Gewicht zu verlieren.

Tags: , , , Oktober 28th, 2015 Posted in Diät

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