Die ayurvedische Fußmassage Padabhyanga

Ayurveda ist ein altes indisches Heilverfahren. Die ältesten Hinweise auf diese Heilkunde sind 5000 Jahre alt. Die Heilkundigen haben es sich zum Ziel gemacht, die gesunden Menschen gesund zu erhalten, und die Kranken von ihrer Krankheit zu heilen.

Bei Ayurveda werden die wichtigsten Funktionen des Körpers in Gruppen unterteilt. All diese Gruppen oder Prinzipien zusammen nennt man „Doshas“.

Die „Doshas werden unterteilt in Vata (Atmung, Sinne, Ängste, Bewegung), Pitta (Energie, Stoffwechsel, Sehen) und Kapha (Erscheinungsbild des Körpers, Kraft, Zufriedenheit). Die drei müssen im Gleichgewicht sein, sonst wird man krank.

Die Behandlungen nach Ayurveda können das Gleichgewicht aber wieder herstellen. In Deutschland hat sich die indische Heilkunst in den naturheilkundlichen Praxen, Kurhäusern und Wellnesshotels etabliert. Ayurveda behandelt ganzheitlich. Die Ernährung und die Massagen sind genauso wichtig, wie die philosophischen Ansätze.

Eine besonders wohltuende Massage ist die Padabhyanga. Es handelt sich dabei um eine Ayurvedische Fußmassage, die etwa eine Stunde dauert. Dazu erwärmt der Therapeut das Ghee, ein reines Butterfett. Anschließend werden die Füße und Beine bis zu den Knien massiert. Die Behandlung hat eine sichtbare Wirkung auf die Haut, die auf diese Weise intensiv gepflegt wird. Sie soll außerdem Kraft geben.

Besonders wirkungsvoll ist diese Behandlung, wenn sie am Abend vor dem Schlafengehen durchgeführt wird, denn ihre starke Wirkung entfaltet sie vor allem bei Menschen mit Schlafstörungen. Durch die lange Behandlung werden auch nervöse Patienten deutlich ruhiger. Die Gedanken hören auf zu rasen und der Herzschlag beruhigt sich, der Blick wird klarer. Die Muskeln selbst werden deutlich beweglicher.

In der Schönheitsbehandlung wird Padabhyanga ebenfalls gern eingesetzt, denn durch die Behandlung wird die Hornhaut entfernt und so manche Hautirritation beruhigt. Padabhyanga ist eine sehr sanfte Massage. Sie ist für den Patienten sehr angenehm. Durch die feinstoffliche Verbindung hat die Behandlung auch Einflüsse auf verschiedene Körperfunktionen. So ist die positive Wirkung auf den Kreislauf schnell spürbar. Die Anwendung kann außerdem den Dickdarm anregen.

Ein wesentlicher Bestandteil von Padabhyanga ist die zusätzliche Behandlung der Druckpunkte, die Marma-Punkte. Marma-Punkte finden sich am ganzen Körper, auch an den Füßen, den Waden, den Kniekehlen und vorn auf dem Knie. Patienten, die Padabhyanga nutzen, um gesund zu werden, sollten sich auch zu ihrer Ernährung beraten lassen.

Die Einstellung zur Ernährung ist bei Ayurveda ganz anders, als man nach dem westlichen Verständnis kennt. Grundsätzlich isst man in Ruhe, ohne Hast und mit voller Konzentration.

Auch Unterhaltungen sollten unterlassen werden. Grundsätzlich soll zu festen Zeiten gegessen werden aber nur dann, wenn man auch tatsächlich Hunger hat. Ist der Hunger gestillt, soll die Mahlzeit beendet werden. Es wird auch nur gegessen, um gesund zu werden, bzw. zu bleiben. Deshalb ist die richtige Zusammenstellung der Speise von großer Bedeutung. Ayurveda propagiert die vegetarische Kost.

Vor der Zubereitung der Speisen soll die Qualität geprüft werden. Fast Food oder denaturierte Speisen sind nicht im Sinne von Ayurveda. Vor dem Essen empfehlen die Therapeuten, sich kurz zu sammeln um sich besser auf das Essen konzentrieren zu können. Dazu eignet sich zum Beispiel eine kurze Meditation.

Tags: , , , Oktober 29th, 2015 Posted in Ayurveda

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