Das TCM Programm im Gesundheitszentrum Saarschleife

Seit 10 Jahren leide ich unter Migräne. Ich bin sehr früh erkrankt und man hat mir dann irgendwann erklärt, dass eine Migräne Schicksal ist, dass ich mich nicht zu sehr hineinsteigern soll, und dann hat man mir Schmerzmittel verschrieben. Die habe ich zwar nicht vertragen, aber der unerträgliche Schmerz in meinem Kopf hörte auf.

Nach jedem Migräneanfall war ich zwei Tage krank. Mindestens. Als mein Chef mir dann erklärte, dass er mich so nicht weiter beschäftigen könnte, wusste ich, dass ich etwas ändern muss. Da die Schulmedizin mir nicht helfen konnte kam ich zu dem Schluss, mir von Ärzten helfen zu lassen, die sich der TCM, der Traditionellen Chinesischen Medizin, verschrieben haben.

Nach einem intensiven Gespräch mit der Krankenkasse und meinem behandelnden Arzt wurde mir klar, dass mir nur eine entsprechende Kur helfen kann. Aus Kostengründen konnte ich nicht sehr weit fahren, deshalb war ich sehr erleichtert, als man mir das Gesundheitszentrum Saarschleife im Saar-Hunsrück empfahl. Bei mir kommt erschwerend hinzu, dass ich an Diabetes leide, und das seit meinem 12. Lebensjahr.

Die Heilfasten-Angebote, die mir sinnvoll erschienen, kamen für mich nicht in Frage. Im Gesundheits-Zentrum Saarschleife werden auch Diabetiker betreut. Für mich waren zwei Wochen Aufenthalt vorgesehen. Ich hatte natürlich Vollpension gebucht. Als insulinpflichtiger Diabetiker muss ich regelmäßig essen.

Ich muss ehrlich sagen, viel Hoffnung hatte ich nicht. Schon bei der Anreise ging es mir schlecht. Ich war überzuckert und habe viel Insulin gespritzt, ohne Wirkung. Dabei wusste ich genau, dass mein Blutzucker in einigen Stunden in den Keller rasen würde, die Diabetiker wissen, was ich meine. Ich war also gestresst, genervt, hatte Sirup im Gehirn und Hunger hatte ich auch.

Die Eingangsuntersuchung folgte gleich nach meiner Anreise. Der untersuchende Arzt empfahl mir sofort, mich auszuruhen. Er erklärte, dass er mir jemanden schicken würde, und wenige Minuten später bekam ich meine erste Akupunktur. Es hat etwas gedauert, aber dieses Mal hat sich mein Blutzucker normalisiert, ohne den Umweg über den Unterzucker zu nehmen. Nach zwei Stunden ging es mir richtig gut und ich konnte normal am Abendessen teilnehmen.

Das richtige Gespräch mit dem Arzt folgte am nächsten Tag. Dabei ging es um meine Konstitution. Als Diabetiker ist man in Bezug auf Arztgespräche ziemlich abgehärtet, denn man hat alles schon gehört und jede Frage schon zig Mal beantwortet. Das hier war anders. Ich fühlte mich aufgehoben und ernst genommen. Da war ich nicht ein Patient von vielen anderen, sondern eine Person. Das hat mir gut getan.

In den folgenden Tagen habe ich mich intensiv mit TCM beschäftigt und bekam auch einige Bücher in die Hand, die ich verschlungen habe. Natürlich kann TCM meinen Diabetes nicht heilen. Aber die Insulinresistenzen, mein persönlicher Stress und diese schrecklichen Kopfschmerzen…. da konnte man mir helfen. Und nicht nur das. Mit einer umfassenden Beratung hat man mir die Hilfestellung gegeben, mit der ich mir in Zukunft helfen kann. Ich habe außerdem jede Menge Info-Material für meinen sehr interessierten Hausarzt mitbekommen. Ich bin mit diesem Urlaub durch ein Tor gegangen.

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