Hypnose – Heilung mit der sanften Behandlungsmethode

Einst wurde es als Hokuspokus oder Firlefanz abgetan, heute wird die sanfte Behandlungsmethode Hypnose immer beliebter. Natürlich lässt sich nicht alles in Trance therapieren, aber einige Krankheiten erfahren durch Hypnose eine deutliche Besserung. Mittlerweile ist Hypnose als Therapie offiziell anerkannt.

Das war auch schon längst überfällig, denn sie ist die älteste ganzheitliche Therapieform, und in den letzten Jahren gab es immer mehr klinische Studien, die die Wirksamkeit bei psychosomatischen Krankheiten nachweisen konnten. Gute Erfolge gibt es immer wieder bei Essstörungen und Angsterkrankungen, aber auch Erkrankungen wie Allergien, Tinnitus, Asthma und Migräne oder Depressionen können erfolgreich therapiert werden. Sogar Magengeschwüre oder chronische Dickdarmentzündungen gehören zu diesen Erkrankungen. Gemeinsam ist allen, dass bei ihnen auch psychische Faktoren eine Rolle spielen.

Bei der Hypnose wird der Patient in einen Trancezustand versetzt. So will man die innere Aufmerksamkeit erwecken, denn diese basiert im Gegensatz zur normalen Alltagsaufmerksamkeit nicht auf den Sinnen, sondern auf Gefühlen und Bildern. Im Gegensatz zur weit verbreiteten Meinung, dass man durch eine Hypnose in einen Tiefschlaf versetzt wird, ist dies in der Realität gar nicht so. Man wird in einen Trancezustand auf eine Ebene versetzt, die die meisten Menschen auch schon so mehrmals am Tag erreichen. Das passiert zum Beispiel, wenn man sich auf eine Sache konzentriert und die Umgebung nicht mehr wirklich mitbekommt, aber die innere Aufmerksamkeit ist aktiviert. Das Gehirn ist während dieser Zeit hellwach, das wurde durch Messungen erwiesen.

Diese innere Aufmerksamkeit kann man durch verschiedene Methoden aktivieren, die man mit dem Therapeuten abspricht. Anhand der tieferen Atmung, einer Veränderung der Hautfarbe und auch der Körperspannung kann der Therapeut erkennen, ob sich die Trance bereits eingestellt hat. Dadurch, dass der Patient hellwach ist, kann der Therapeut natürlich auch mit dem Patienten kommunizieren.

Das schöne ist, dass auch Personen, die der Methode skeptisch gegenüber stehen, geheilt werden können, denn ein Erfolg ist nicht von dem Glauben abhängig. Aber diese Menschen werden bald erkennen, dass die Behandlung ihnen gut tut, und dann wird es für den Therapeuten leichter. Der Ablauf und die Wirkungsweise lässt sich vielleicht am besten an einem Beispiel erklären.

Das Problem Übergewicht – sagt man dem Patienten, dass er abnehmen muss, weil er sonst einen Herzinfarkt bekommt, dann stimmt er zwar zu, aber nützen wird es nichts. So spricht man den Patienten über den Verstand an. So schaffen es nur die wenigsten. Aber über die Gefühlsebene erreicht man viel mehr. So kann man den Patienten fragen, wie er sich mit dem Gewicht fühlt, ob es nicht ärgerlich ist, dass man nie schicke Sachen tragen kann und so weiter. Dann stellt der Patient sich vor, wie er aussieht, wenn er abgenommen hat, und dann kann besprochen werden, mit welchen Mitteln man dieses Ziel erreicht.

Erstaunlich ist, dass die Therapie der Hypnose in 70 bis 80 Prozent der Fälle erfolgreich ist. Im Schnitt dauerst sie fünf oder sechs Wochen, jeden Tag eine Stunde. Leider werden die Kosten von 100 Euro pro Sitzung nur von den privaten Kassen übernommen, mit den gesetzlichen Kassen wird in diesem Bereich noch verhandelt.

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