Eine ganz besondere Art von Sauna – die Erdwallsauna

Ein ganz besonderes Erlebnis für alle erfahrenen Saunagänger ist sicherlich die so genannte Erdwallsauna. Diese ist in Art und Ablauf der finnischen Sauna zuzuordnen, es handelt sich also um eine klassisch trockene Sauna ohne Aufgüsse, die eine hohe Luftfeuchtigkeit erzeugen würden.

Dennoch muss man in der Erdwallsauna nicht auf Kräuterduft und dessen heilsame Wirkung verzichten – erzielt wird dieser Effekt hier einfach durch die unterirdische Lage des Saunaraumes und den Direkt-Kontakt mit der Erde, in die er eingelassen ist.

Die Erdwallsauna liegt nicht zwingend vollständig unter der Erde, allerdings sollte mindestens das untere Drittel wirklich nur aus festem Erdboden bestehen. Auch wenn die Sauna in eine steinerne Höhle eingelassen ist, sollte der Boden mit einer Erdschicht bedeckt sein. Diese ist wichtig, damit die sich niederschlagende Feuchtigkeit direkt aufgenommen werden und die Luftfeuchtigkeit von durchschnittlich nur 10% gehalten werden kann. Gerade dieser Direkt-Kontakt zur Erde ist es, der den Gang in die Erdwallsauna zu etwas so besonders Einzigartigem macht. Das Gefühl, „sich zu erden“ ist besonders ausgeprägt – um einmal mit dem Begriff an sich zu spielen. Der Kontakt mit der Natur ist für die Meisten auch einer der wichtigsten Aspekte an dieser besonderen Art Sauna.

Je nachdem, wo die Sauna liegt und welche Zusammensetzung die sie umgebende Erde hat, werden aber auch tatsächlich wichtige Mineralien und Spurenelemente gelöst und über die Haut der Füße aufgenommen. Einige Unterhalter von Erdwallsaunen bringen bewusst immer wieder besonders reichhaltige Erde ein, um diesen Effekt lang anhaltend zu gewährleisten.

Auch das Holz, aus dem die Sitz- und Liegebänke in der Erdwallsauna gefertigt sind, verströmt hier unverfälscht seinen natürlichen, harzigen Geruch und unterstützt damit die Naturverbundenheit. Da die Temperatur in der Erdwallsauna bei 90 bis 100 °C liegt, ist der Anspruch an Herz und Kreislauf nicht zu unterschätzen.

Für Einsteiger ist die trockene Sauna daher weniger geeignet, auch anfällige oder kranke Menschen und Kinder unter 14 Jahren sollten ihrem Körper diese Belastung nicht zumuten. Allen erfahrenen Saunagängern jedoch, die die Reaktionen ihres Körpers auf die Hitze gut kennen und über eine gewisse Gewöhnung verfügen, ist der Gang in die Erdwallsauna durchaus zu empfehlen.

Der gesundheitlich positive Effekt ist ähnlich dem der finnischen Sauna, es werden Schlacken und Ablagerungen aus dem Bindegewebe gelöst und über den Schweiß aus dem Körper transportiert. Dadurch verbessert sich nicht nur das Hautbild deutlich sichtbar, der positive Effekt auf Organe und Stoffwechsel ist lang anhaltend festzustellen.

Auch Atemprobleme und Beschwerden des Bewegungsapparates können, gegebenenfalls nach einer ersten Verschlimmerung, deutlich gelindert werden. In diesen Fällen sind die Rücksprache mit und Kontrolle und Begleitung durch einen Arzt aber zwingend notwendig.

Gerade für Menschen mit einem Beschwerdebild, aber auch für alle anderen Saunagänger ist die Ruhephase nach dem maximal 15 Minuten dauernden Gang in die Erdwallsauna wichtig. Mindestens genau so lang wie der Saunagang, besser aber rund 30 Minuten lang, sollte man sich ruhig und warm hinlegen, um dem Körper ausreichend Gelegenheit zu geben, Temperatur und Kreislauf wieder den normalen Außenbedingungen anzupassen. Ideal ist es, den Saunagang mit einer Massage abzuschließen.

Tags: , , September 7th, 2015 Posted in Sauna

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