Reinigen und entgiften mit der indischen Heilkunst Ayurveda

Die alte indische Heilkunst Ayurveda ist nicht mehr länger etwas, das nur in Indien angewandt wird. Auch hierzulande wird Ayurveda immer beliebter. Aber um in den Genuss davon zu kommen ist es nicht unbedingt nötig, ein Wellnesshotel aufzusuchen, einiges kann man auch zu Hause anwenden.

Egal ob für Güsse oder auch Massagen, aus der Ayurveda-Medizin sind Öle absolut nicht mehr wegzudenken. Für alle drei sogenannten Dosha-Typen eignet sich das kalt gepresste Sesamöl. Vor der ersten Anwendung sollte man das Öl ganz langsam auf 100 Grad erhitzen. Dann wieder auf Körpertemperatur abkühlen lassen. Diese ganze Prozedur nennt man dann „reifen“. Wem dies zu viel ist, der kann im Handel auch bereits einige fertig gereifte Öle bekommen.

Alle Ayurveda-Ärzte bauen auf Heilpflanzen und auch Heilkräuter, beispielsweise die Indische Stachelbeere. Diese gilt als Energiespender und ihr wird auch eine verjüngende Wirkung nachgesagt. Sie wirkt aber auch gegen Stress, Asthma und auch allgemeine Schwäche. In Bioläden kann man bereits fertige Präparate mit indischen Heilpflanzen kaufen.

Sind wir verspannt oder auch erschöpft, dann kann eine Fußreflexzonen-Massage wahre Wunder wirken. Sie ist sogar in der Lage, Impulse an ganz bestimmte Organe zu senden und somit hilft sie Krankheiten zu heilen. Zwar ist es nicht möglich, eine richtig gezielte Fußreflexzonen-Massage selbst durchzuführen, aber schon eine ganz vorsichtig durchgeführte Ölmassage an den Füßen ist in der Lage, einem eine sehr angenehmen und tiefe Entspannung zu bringen. Man reibt einfach den Fuß und die Wade mit dem Öl ein, und zwar unter einem leichten Druck. Sehr viele recht hartnäckige Verspannungen sitzen gerade unterhalb der Zehen, und das bis hin zur Ferse. Diese kann man mit einem vorsichtigen Reiben auch ganz einfach selbst beseitigen.

In der Ayurveda-Therapie spielen die Doshas eine sehr große Rolle, das sind Energiemuster. Je nachdem, welches dieser Energiemuster bei einer Person vorherrscht, ist derjenige ein Vata, Kapha oder auch Pitta. Der Vata-Typ hat für gewöhnlich eine trockene Haut, er friert meistens sehr schnell und die Menschen dieses Typs sind auch gerne recht mager und haben auch oft Verdauungsprobleme. Beim Pitta-Typen herrscht meistens eine unreine Haut vor. Zudem ist er von einem mittel bis schweren Körperbau. Die Kapha-Typen neigen sehr schnell zu Übergewicht, aber sie haben eine glatte Haut.

Im Ayurveda spielt das Essen eine absolut herausragende Rolle. Eine ganz besondere Bedeutung haben dabei die unterschiedlichen Gewürze. Beispielsweise gilt Kardamom als beruhigend, und die ätherischen Öle des Ingwers wirken entschlackend. Chili ist gut dazu geeignet, den Kreislauf anzuregen. Auch beim Essen wird Rücksicht genommen auf die verschiedenen Dosha-Typen. Vata-Typen sollten eher die Geschmacksrichtungen sauer, süß und salzig bevorzugen, und das Essen sollte auch auf jeden Fall gekocht sein. Die Pitta-Typen können sowohl warm als auch kalt essen, und zwar in den Richtungen süß, bitter und herb. Für die Kapha-Typen gilt, dass sie viel frisches Obst essen sollten, und auch Gemüse ist wichtig, und zwar in den Richtungen bitter, herb und scharf.

Ähnlich wie bei den Füßen ist es auch bei den Händen so, dass auch hier eine Massage Auswirkungen auf den ganzen Körper haben kann. Zudem erzeugt sie auch ein recht tiefes Wohlgefühl. Auch hier sollte man warmes Sesamöl nutzen. Beginnen sollte man die Massage an den Schultern, und dann arbeitet man sich in kleinen kreisenden Bewegungen bis hin zu den Händen vor. Natürlich mit der rechten Hand am linken Arm und umgekehrt. Man zeichnet dabei mit den Daumen kleine Kreise auf dem Handrücken und auch der Handfläche. Danach dann jeden Finger einzeln bis zur Spitze ausstreichen.

Ayurveda-Anwendungen sind grundsätzlich zu jeder Tageszeit möglich, aber dennoch wird jede Tageszeit den Eigenschaften eines Doshas zugeordnet. Vata-Zeit ist von 2 bis 6 Uhr und von 14 bis 18 Uhr. Diese ist gekennzeichnet von Wachheit und Klarheit. Also immer vor sechs Uhr aufstehen. Der Nachmittag gilt allgemein als kreative Zeit.

Die Kapha-Zeit ist von 6 bis 10 Uhr und von 18 bis 22 Uhr angesagt, und sie wird durch Trägheit und Schwere bestimmt. Daher sollte man wenn es geht vor 22 Uhr ins Bett gehen. Die Verdauung ist zu dieser Zeit recht träge, daher sollte man nur leichtes Essen zu sich nehmen.

Die Pitta-Zeit ist von 10 bis 14 Uhr und von 22 bis 2 Uhr. Diese steht für Energie und Hitze. Hier bietet sich ein üppiges Mittagessen an. In der Nacht werden zu dieser Zeit Träume verarbeitet. Abends sollte man keine Ölmassagen mehr anwenden, denn dann werden die so gelösten Giftstoffe nicht mehr abtransportiert.

Tags: , , , , August 19th, 2015 Posted in Ayurveda, Wellness

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