Die Buchinger-Fasten-Kur am besten im Kur-Urlaub durchführen

Die Buchinger-Fasten-Kur ist eine auf Dr. Otto Buchinger zurückgehende Variante des Heilfastens, die neben der rein körperlichen Form des Fastens eine innere Reinigung beinhaltet und als eine ganzheitliche Lebensführung gewertet werden kann.

Fasten bedeutet grundsätzlich, für eine bestimmte Zeit auf feste Nahrung zu verzichten. In früheren Zeiten fasteten Menschen zwangsweise, weil entweder die Vorräte nicht ausreichten, um lange Winter zu überbrücken, oder weil Krieg oder Naturkatastrophen den Zugang zu Nahrungsmitteln behinderten. Aufgrund dieses Zwanges und des Aspekts des (Ver)Hungerns ist Fasten heute noch für viele Menschen negativ behaftet. Allerdings sind die medizinischen Ergebnisse des kontrollierten Heilfastens, welches heute praktiziert wird, durchaus überzeugend und durchweg positiv zu bewerten.

Dr. Otto Buchinger begann mit seinen Studien zum Heilfasten aufgrund einer eigenen Fastenkur, die er über 19 Tage unter Betreuung erlebte und die ihn von seiner äußerst schmerzhaften und ihn körperlich stark einschränkenden rheumatischen Arthritis heilte. Wie eingangs erwähnt, ergänzte er im Verlauf seiner Studien den reinen Verzicht auf feste Nahrungsmittel mit intensiver innerer Einkehr und dem daraus abzuleitenden spirituellen Aspekt, aber auch Physiotherapie und weitergehende ärztliche Betreuung gehören zu einer Buchinger Fastenkur.

Diese so genannte interdisziplinäre Zusammenarbeit von Therapeuten verschiedener medizinischer Richtungen war zu Zeiten von Buchingers erster Klinik in den 1930er Jahren eine kleine Revolution. Heute ist diese Art Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Therapeuten durchaus geläufig und wird durch immer mehr Ärzte-Zentren gefördert. Aus medizinischer Sicht wird durch den Verzicht auf feste Nahrung vor allem die Selbstheilungskraft des Körpers aktiviert. Der Körper kann sich aller eingelagerter Giftstoffe und Schlacken entledigen, da Fettdepots angegriffen werden, in denen viele Gifte gespeichert sind. Aufgrund dessen, dass keine Nahrung zu verarbeiten ist und damit keine neuen Gifte die Leber und die Nieren fordern, werden auch aus den Gelenken Schlacken gelöst und aus dem Körper transportiert. Deshalb ist es auch so wichtig, während des Fastens ausreichend viel zu trinken, denn nur so können Leber und Nieren ihre wichtige Tätigkeit in dieser Zeit erfüllen.

Wer als gesunder Mensch zum ersten Mal fastet, sollte sich unter ärztliche oder therapeutische Kontrolle begeben. Am besten unternimmt man einen reinen Kur-Urlaub, der sich intensiv mit dem Fasten beschäftigt. Durch das Lösen der Giftstoffe, aber auch durch das intensive geistige Erleben während der Fastenzeit können nämlich durchaus intensive Prozesse ausgelöst werden, seien es rein körperliche oder eben psychische. Auch aufgrund dessen wird, nicht nur von Buchinger, das Fasten in Gruppen empfohlen.

Erlebt man die Fastenkur mit anderen, lassen sich individuelle Erfahrungen austauschen und gegebenenfalls besser verarbeiten.

Wer aufgrund einer akuten oder chronischen Erkrankung fastet, sollte die Fastenkur natürlich erst recht unter ärztlicher oder therapeutischer Kontrolle durchführen. Stoffwechselerkrankungen wie Nahrungsmittelallergien, Diabetes, Adipositas mit all seinen Folgeerkrankungen das Herz- Kreislauf-System betreffend, und Erkrankungen des Bewegungs- und Verdauungsapparates werden durch eine Buchinger-Fasten-Kur positiv beeinflusst und verschwinden bei dauerhafter Umstellung der Lebensführung und Ernährung oft zur Gänze.

Durch den inneren Prozess, die Ruhe und die Konzentration auf sich selber werden durch Heilfastenkuren auch Stresssymptome und psychische Erschöpfungszustände angegangen und geheilt. Wichtig ist die Begleitung während des Fastens, dann sind wenige Tage im Jahr ein Garant für geistige und körperliche Gesundheit.

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