Die Blutegelbehandlung – heute sehr oft im Einsatz bei einer Kur in Swinemünde

Blutegel werden in der Naturheilkunde eingesetzt. Sie helfen dabei, für den Menschen schädliche Stoffe auszuscheiden. Das Verfahren ist sehr alt und wird erst seit einigen Jahren wieder angewendet. Grund ist weniger die Neugier der Menschen, sondern die Tatsache, dass man in den letzten Jahren bei vielen Erkrankungen an die Grenzen der Schulmedizin stößt und immer mehr realisiert, dass viele Medikamente Nebenwirkungen haben.

Die Blutegel, wie sie beispielsweise bei einer Kur in Swinemünde zum Einsatz kommen, stammen nicht etwa aus irgendwelchen wilden Teichen, sie werden tatsächlich in Aquarien gezüchtet, denn es ist wichtig, dass sie bis dahin mit keinen für den Menschen schädlichen Keimen in Berührung kommen.

Schmerzhaft ist eine solche Behandlung nicht. Der Biss des Egels ist fühlbar, allerdings nur vergleichbar mit einem Stich. Das ist im Sinne des Blutegels, das in der freien Natur normalerweise Säugetiere befällt und nicht abgestreift werden möchte. Blutegel sind dunkel und etwas über 10 cm lang. Äußerlich erinnern sie an einen quirligen Regenwurm.

Wenn die Blutegel in der Medizin eingesetzt werden, saugen sie das erste Mal Blut. Die Menge beträgt höchstens 100 ml. Ist der Egel satt, lässt er sich fallen. Die Wunde blutet noch eine Zeit leicht nach, weil die Blutegel mit dem Biss einen Stoff abgeben, der die Gerinnung hemmt.

Während einer Kur in Swinemünde werden mehrere Blutegel gleichzeitig eingesetzt. Über die tatsächliche Menge entscheiden die Fachkräfte. Werden die Blutegel bei der Entgiftung eingesetzt, so werden meist vorher schon ausleitende homöopathische Mittel gegeben, so dass sich die auszuscheidenden Stoffe sammeln. Die Blutegel sollen dann die Schlackenstoffe mit aufnehmen.

Blutegel sind allerdings sehr wählerisch und ausgesprochen empfindlich, bei Rauchern beißen sie meist gar nicht. Durch ihren Einsatz wird der Lymphfluss angeregt, außerdem wirkt die Behandlung mit Blutegeln entkrampfend und verändert insgesamt die Blutgerinnung.

Sehr große Erfolge sind beim Einsatz gegen Thrombosen und auch Krampfadern zu erwarten. In der Schulmedizin werden Blutegel vor allem eingesetzt, um den venösen Blutfluss zu fördern. Und zwar besonders dann, wenn Gliedmaßen, zum Beispiel nach Unfällen, wieder angenäht werden konnten. Gerade kleine Gefäße können in der Chirurgie nicht komplett wieder miteinander verbunden werden. Zwar wachsen sie von allein nach, jedoch dauert dieser Vorgang einige Tage. In der Zwischenzeit bluten die offenen Gefäße in das Gewebe, wo sich das Blut dann staut, weil es noch nicht abtransportiert werden kann. Das kann dazu führen, dass das gesamte Gewebe abstirbt.

Die Blutegel, wie sie während der Kur in Swinemünde eingesetzt werden, saugen das überflüssige Blut ab. Der Heilungsprozess kann ungehindert fortschreiten, was beschleunigt wird, weil der Biss der Egel auch entzündungshemmend wirkt. Die vielseitigen Möglichkeiten der Blutegel haben auch dazu geführt, dass sie inzwischen in der plastischen Chirurgie eingesetzt werden. Das sind nicht nur reine Schönheitsoperationen, sondern auch Maßnahmen, die bei abstehenden Ohren ergriffen werden oder Nasenkorrekturen, um die Atmung zu erleichtern, wie auch Brustverkleinerungen, um Rückenbeschwerden einzudämmen.

Blutegel können schon bei Kindern eingesetzt werden. Allerdings setzt man dann höchstens 1-2 Egel ein, da zum Beispiel 200 ml Blut für ein Kleinkind schon sehr viel ist. Allerdings dürfen die Kinder nicht versuchen, die Egel abzureißen.

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