Das Salzschlickbad – eine sehr effektvolle Kuranwendung

Wie schön ist es, dem Alltag einmal für ein paar Stunden oder Tage zu entfliehen und sich von fachkundigen Therapeuten verwöhnen zu lassen. Kur- und Wellnesshotels unterschiedlicher Ausrichtungen finden sich in ganz Deutschland und minimieren die Anreisedauer und –kosten.

Wer schon einmal auf Kurreisen in Deutschland gefahren ist oder sich ausführlicher informiert hat, ist wahrscheinlich auch auf die Anwendung des „Salzschlicks“ gestoßen. Oft werden dieser Naturstoff bzw. die Anwendungen damit auch in Sporthotels angeboten. Beim Salzschlick handelt es sich ursprünglich um einen Schlamm mit vielen Nähr- und Mineralstoffen, der einen besonders hohen Salzgehalt aufweist. Heute wird dieser entweder aus dem Toten Meer gewonnen, wo er als Sediment einfach vom Boden abgesaugt und in grob gereinigtem Zustand weiter verwendet werden kann, oder er wird aus Kammern in den Alpen gefördert, in denen er seit Jahrtausenden eingelagert ist.

Dieser alpine Soleschlick hat den Vorteil, dass sich in ihm keine Verunreinigungen der Moderne finden und der Schadstoff- und auch Schwermetallanteil deutlich geringer ist. Natürlich ist aber auch die Gewinnung aufwändiger. Wer Kurreisen in Deutschland unternimmt oder innerhalb des Heimatlandes ein paar Wellnesstage verbringen möchte, wird auf Anwendungen mit beiden Arten Salzschlick stoßen.

Die Anwendung des Salzschlickbades ist unter anderem für die immer größer werdende Zahl der Menschen vorteilhaft, die an rheumatischen Erkrankungen und ähnlichen Beschwerden des Bewegungsapparates leiden. Ein bequemes Wannenbad wird dabei mit einem großen Anteil Salzschlick versehen. Dieser sorgt für einen starken Auftrieb im Wasser und erzeugt damit ein angenehmes Gefühl der Leichtigkeit, ohne Belastung der Gelenke kann man in der Wanne „schweben“. Das Bad erzeugt eine spürbare Wärme, das Gewebe wird stärker durchblutet und der Lymphfluss und damit der Abtransport von Schlacken und Giftstoffen angeregt.

Die Wärmeentwicklung sorgt außerdem für eine Entspannung auch von verhärteter Muskulatur, so dass sich Schonhaltungen auflösen und das Bad zum Beispiel auch nach dem Sport als besonders angenehm empfunden wird. Die Badedauer ist mit 10 bis 30 Minuten dem Zustand der Haut angepasst. Da der Salzschlick immens viele Mineralstoffe und Spurenelemente enthält, versorgt er über die sich im Bad öffnenden Poren Haut und Unterhautgewebe mit zusätzlichen Vitalstoffen.

Unter anderem sind Magnesium, Kalium, Kalzium, Selen und Silizium (also Kieselerde) enthalten. Aber auch Anteile von Tonerden wie Kaolin und Bentonit finden sich und entfalten ihre heilende und reinigende Wirkung.

Schadstoffe werden ab- und Vitalstoffe zugeführt – aus diesem Grund eignet sich das Salzschlickbad auch bei Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder Psoriasis und beeinflusst deren Verlauf positiv. Das Kaolin hat außerdem eine Fett absorbierende Eigenschaft und schafft es so, kleine Dellen von Cellulitis abzuschmelzen und die Haut deutlich sichtbar zu straffen.

Wer plant, Deutschland in Bezug auf Kuren zu erkunden, wird vermutlich weniger die Schönheit im Blick haben, denn den gesundheitsfördernden Effekt der Fahrt. Wenn aber eine Anwendung beides kann, so wie das Salzschlickbad, ist sie durchaus verstärkt in Betracht zu ziehen.

Auch bei Sportlern ist das Salzschlickbad äußerst beliebt, nicht nur weil es muskuläre Verhärtungen löst sondern auch weil es auf entspannendem Wege Mineralstoffe in den Organismus leitet, die in so reicher Anzahl und Natürlichkeit in kaum einem Nahrungsmittel zur Verfügung stehen.

Tags: , , , Juli 28th, 2015 Posted in Kuranwendungen

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