Spaß im Frühling trotz Heuschnupfen

Für alle Allergiker war der lange Winter eine echte Wohltat, denn dies war eine absolute Schonzeit für die von Heuschnupfen geplagten. Aber jetzt ist es wieder soweit, die Nasen laufen wieder. Und das sogar recht heftig, denn dieses Jahr fliegen die Pollen von Birke, Erle und Hasel fast gleichzeitig. Auch bei den Menschen, die eigentlich noch keine Allergie haben, aber wo vielleicht bereits die genetische Veranlagung gegeben ist, kann durch diese geballte Ladung an Pollen das Fass zum Überlaufen gebracht werden, und der Heuschnupfen bricht aus.

Dann kann man eigentlich nur noch das Ganze etwas in Grenzen halten. Zum Glück gibt es da sehr probate Mittel.

Wirklich helfen kann bei Heuschnupfen die spezifische Immuntherapie, kurz SIT. Dies ist eine Hyposensibilisierung, die das Übel direkt an der Wurzel bekämpft. So kann der Heuschnupfen sogar geheilt werden. Zier dieser Therapie ist es, eine Toleranz zu erzeugen, die der Körper gegen den Auslöser braucht. Dabei werden die Allergene in einer immer mehr steigenden Dosierung dem Körper zugeführt. Der Erfolg dieser Methode, die allerdings eine Langzeit-Methode ist, ist durch Studien belegt und liegt sogar bei 70 bis 80 Prozent. Langzeit-Methode bedeutet in diesem Fall Injektionen über drei Jahre, zunächst werden diese im Wochenrhythmus gegeben, danach dann monatlich. Erste Erfolge in Form einer Besserung der Beschwerden können bereits nach einem Jahr bezeichnet werden. Das lässt sich dadurch erkennen, dass der Patient weitaus weniger Medikamente benötigt, und zudem kann das Auftreten weiterer Allergien verhindert werden.

Auch eine Kurzzeit-SIT kann Erfolge bringen. Diese Methode startet man sechs Wochen, bevor die Pollensaison beginnt. Dann gibt es noch etwas für die ganz Bequemen, die SLIT. Hierbei werden die Allergene per Lösung unter die Zunge geträufelt. Auch eine neuartige Gräsertablette gibt es nun im Angebot.

Sind die Symptome erst einmal da, schaffen Antihistaminika Abhilfe. Nasenspray, Augentropfen und Tabletten gibt es in den Apotheken im Angebot. Und die modernen Präparate machen auch nicht mehr müde, so wie das früher einmal der Fall war. Wenn die Wirkung dieser Präparate nicht ausreicht, sollte man sich zusätzlich beim Arzt Kortisontropfen oder -sprays verschreiben lassen.

Natürlich gibt es auch noch einige alternative Methoden, auf die zwar viele Betroffene schwören, deren Wirksamkeit aber nicht wissenschaftlich bewiesen ist.

In der Homöopathie werden Mittel wie Calcium carbonicum und auch Apis D12 angeboten. Auch Rhus toxicodendron D30 sowie das indische Lungenkraut sollen helfen, die Symptome des Heuschnupfens zu lindern.

Auch Erfolge in der Reizstrom-Akupunktur sind zu verzeichnen. Dazu werden zwei Punkte des Blasenmeridians einmalig behandelt. Zwei Drittel der behandelten Betroffenen berichteten danach über zum Teil deutliche Linderungen der Beschwerden.

Außerdem gibt es auch Anzeichen, dass auch die Psyche einen großen Einfluss auf allergische Reaktionen haben kann. Um dem vorzubeugen, sollen die Patienten lernen, die allergischen Reaktionen einfach „wegzudenken“.

Viele Sportler fragen sich, ob Allergie und Sport auch wirklich zusammen passen. Schließlich atmen gerade Sportler ja durch die körperliche Belastung tiefer ein und auch noch häufiger. Daher sind gerade Sportler der Pollenbelastung besonders stark ausgesetzt. Aber keine Angst, mit dem Sport aufhören müssen sie deswegen nicht.

Man sollte nur in Absprache mit dem Arzt die Symptome bekämpfen, und gerade hier ist es ratsam, über eine Hyposensibilisierung nachzudenken. Wer allerdings unter Heuschnupfen leidet sollte in Zeiten erhöhter Pollenbelastung vielleicht lieber auf Schwimmen ausweichen oder auch Sport in der Halle vorziehen.

Eine gute Nachricht gibt es aber, denn Freizeitsportler haben kein erhöhtes Risiko, dass sich aus dem Heuschnupfen ein allergisches Asthma entwickeln kann wie etwas ein Nicht-Sportler.

Alle Allergiker mussten zur Feststellung der Allergie beim Arzt den klassischen Pricktest über sich ergehen lassen, wobei der Arzt die Haut anritzt und dann verschiedene Allergene aufträgt. So kann man feststellen, ob die Haut mit Quaddeln oder Juckreiz und ähnlichem reagiert. Wenn man aber über einen längeren Zeitraum mit allergischen Symptomen reagiert und sich vielleicht sogar Allergien mischen, gibt es einen neuen Check, der für mehr Klarheit sorgt, der ImmunoCAP ISAC. Die Betroffenen müssen dafür Blut abgeben und dieses wird dann auf einen Mikrochip aufgetragen. So kann man sehr präzise die Empfindlichkeit auf verschiedene Allergenbestandteile nachweisen. Wer mit diesem Test allerdings Klarheit bekommen möchte, der wird die Kosten von rund 150 Euro selbst tragen müssen, denn die Krankenkasse übernimmt die Kosten nicht.

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