Die Pollen sind wieder unterwegs – schnelle Hilfe ist gefragt

Der Winter war ja dieses Jahr etwas länger als erwartet, und auch der Frühling kommt nicht so recht in Schwung. Solange es regnet, ist dies auch nicht so schlimm, zumindest für alle Pollenallergiker, aber wenn dann das Wetter doch schöner wird, kommt eine geballte Ladung an Pollen auf die geplagten Menschen zu.

Rund 15 Millionen Deutsche sind es, die jedes Jahr wieder unter dem Blütenstaub leiden müssen. Jetzt wird wieder der Atem knapp, die Augen jucken, und natürlich will auch die Nase nicht aufhören zu laufen. Zu den größten Auslösern gehören die Pollen von Ulme, Weide, Birke, Erle und Haselnuss. Für gewöhnlich ist es ja so, dass diese Pollen alle nacheinander fliegen, aber in diesem Jahr ist alles anders. Dadurch, dass der Winter so sehr lang gewesen ist, haben sie sich nun zusammengeschlossen und greifen die Allergiker gemeinsam an. Viele Betroffene haben gerade noch mit einer Erkältung zu kämpfen, so dass die Nasen sowieso bereits entsprechend geschwächt sind. Dazu kommt noch, dass die Pollen mittlerweile immer aggressiver werden. Gerade einmal zehn Jahre ist es her, dass pro Kubikmeter Luft fünf bis zehn Pollen der Haselnuss dafür zuständig waren, den Allergikern den Frühling zu vermiesen, heute reicht bereits ein einzelner dieser Pollen aus. Dies zeigt eine Studie von der Europäischen Stiftung für Allergieforschung mit Sitz in Berlin.

Natürlich gibt es einige Methoden, um die Allergien zu bekämpfen. Als absolut erfolgreichste Methode ist hier die Hyposensibilisierung zu nennen. Dies ist eine Immuntherapie, die durchgeführt wird mit Hilfe von Spritzen, Tabletten und auch Tropfen. Nach wie vor ist dies die einzige wirklich gesicherte Methode. Diese ermöglicht es, bei bis zu achtzig Prozent aller Pollenallergiker diese Erkrankung zu stoppen für rund acht Jahre, und zudem ist es damit möglich, das gefürchtete Asthma zu verhindern. Allerdings gibt es auch einen großen Nachteil bei dieser Behandlung, und das ist die Dauer. Bis zu fünf Jahre kann sie dauern, aber mittlerweile gibt es auch Verfahren, die ein klein wenig schneller sind. Dazu zählt die sogenannte Kurzzeit-Hyposensibilisierung. Dabei werden lediglich vier bis sieben der Injektionen nötig, und diese werden verabreicht über wenige Monate. Allerdings muss dabei gesagt werden, dass für diese Therapie nur eine recht dünne Studienlage vorhanden ist. Es ist noch nicht wirklich bekannt, wie lange man damit eine Allergie im Griff halten kann.

Die sanfte Medizin ist immer mehr im Kommen, und auch im Bereich der Allergien ist dies nicht anders. Mittlerweile versucht ein großer Teil der Allergiker, ihre Erkrankung in den Griff zu bekommen mit natürlichen Heilmethoden.

Zu den sehr beliebten Methoden in diesem Bereich zählt die Akupunktur. An deren Wirksamkeit gibt es keine Zweifel, denn sie ist bereits bestätigt worden durch die WHO, die Weltgesundheitsorganisation. Bei dieser Methode ist es wichtig darauf zu achten, dass sie mindestens fünf Wochen bevor der Pollenflug beginnt gestartet wird.

Bei Allergien gibt es immer das Problem der Atmung. Wer auch in der Hochzeit der Pollen richtig tief und gut durchatmen möchte, der sollte eine Atemtherapie durchführen. Dort können ganz spezielle Techniken erlernt werden, die das Durchatmen erheblich erleichtern.

Aus dem fernen Amerika kommt die sogenannte NAET-Technik zu uns. Diese Technik vereint unterschiedliche Heilmethoden, diese stammen aus der Kinesiologie, der Akupressur, der Ernährungslehre und der Chiropraktik.

Auch der gute alte Pfarrer Kneipp hat etwas erfunden, das gut wirkt bei Allergien, und das sind die Kneipp´schen Güsse. Diese habe eine regulierende Wirkung auf das Immunsystem, das bei Allergikern ja überschießt. Sehr gut sind hier kalte Kniegüsse geeignet und auch Oberkörperwaschungen.

Die beste Methode ist natürlich die Prophylaxe. Im Falle der Allergiker bedeutet dies, dass man möglichst den Kontakt vermeiden sollte zu den Pollen. Aus der Wohnung kann der Blütenstaub entfernt werden mit feuchten Tüchern und natürlich dem Staubsauger. Wer etwas weiter gehen möchte, der sollte sich vor den Fenstern spezielle Pollengitter anbringen, diese sind in der Lage, bis 85 Prozent der Pollen gleich draußen zu lassen. Kommen Allergiker nach Hause, sollte immer als erstes die Kleidung gewechselt werden. Natürlich sollte die getragene Kleidung nicht aufbewahrt werden im Schlafzimmer oder Wohnzimmer. Gegen die juckenden Augen gibt es ganz spezielle Brillen, diese sind rund um das Auge herum geschlossen und verhindern so, dass Pollen ins Auge kommen können.

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