Kontaktallergien – was tun wenn die Haut juckt und sich rötet

Monatelang, vielleicht sogar über Jahre hinweg hat es den Tag versüßt: Das Lieblingsparfüm. Doch wie aus dem Nichts tauchen plötzlich Hautrötungen auf, gefolgt von lästigen Niesanfällen. Auch die bunten Ohrstecker, die als modisches Accessoire für den Abend dienten, sind nicht mehr länger tragbar. Nicht, weil sie nicht mehr schön aussehen, sondern weil die Ohren stark röten und man sich ständig kratzen muss.

Spülmittel, das immer wieder gerne zur Reinigung des Geschirrs diente, hinterlässt auf einmal stark rötende und juckende Hände. Doch warum ist das so? Warum lösen Düfte, Kleidungs- und Schmuckstücke, die einem über Jahre ans Herz gewachsen sind, urplötzlich starke, negative Reaktionen aus?

Grund hierfür ist die sogenannte Kontaktallergie, deren Veranlagung in den Genen zu finden ist und von der bereits ca. 15 bis 20 % der deutschen Bevölkerung betroffen ist. Ist man zudem noch psychisch stark belastet, wird dieses Phänomen der Überempfindlichkeit zusätzlich gefördert. Manchmal reagiert der Körper sofort auf die allergische Reaktion, ein anderes Mal aber auch erst nach einigen Tagen. Tritt der letztere Fall ein, wird es schwierig für den Betroffenen nachzuvollziehen, was die Allergie ausgelöst hat.

Hierfür empfiehlt sich ein sogenannter Epikutantest, der vom Dermatologen oder Allergologen durchgeführt wird. Hier werden dem Patienten eventuelle allergische Substanzen in kleinsten Mengen zugefügt. Nach ca. 20 bis 30 Minuten Einwirkzeit kann der Arzt dann anhand der allergischen Reaktion schnell den Botenstoff ausfindig machen. Wenn die Sache sehr kompliziert ist, können auch gezielte Kuraufenthalte helfen genau herauszufinden, was die Reaktionen auslöst und auf welche Stoffe man noch reagiert.

Die einzige Lösung, dem lästigen Jucken ein Ende zu bereiten, ist das Meiden des Allergieauslösers. Interessant ist, dass deutlich mehr Frauen als Männer an einer Kontaktallergie leiden. Die Erklärung hierfür ist einfach: Frauen kommen mit mehr allergieauslösenden Stoffen in Berührung. Im Haushalt tummeln sich ganze Allergieherde. Putz-, Reinigungs- und Waschmittel enthalten viele künstlich hergestellte Duftstoffe und zusätzliche Chemikalien. Frauen benutzen außerdem Kosmetikartikel, die ebenso allergieauslösende Substanzen enthalten können.

Männer reagieren da wahrscheinlich eher auf Farben, Lacke oder Stoffe, die in Kleidungsstücken vorhanden sind. Es ist daher kaum verwunderlich, dass eine Kontaktallergie ein Phänomen der Neuzeit ist. Schließlich fanden Chemikalien und zusätzliche Duftstoffe in der Vergangenheit so gut wie keine Verwendung.

Die Rangliste der Kontaktallergien wird übrigens mit Nickel angeführt. Bei einer Kobalt-Nickel-Allergie empfiehlt es sich daher, nickelhaltigen Schmuck sowie Knöpfe und Gürtelschnallen zu meiden. Wer nicht gänzlich auf die Lieblingsjeans verzichten möchte, dem kann ein Shirt helfen, das zwischen Körper und Knopf liegt und somit für einen Schutz sorgt.

Man sollte sich generell bewusst machen, dass alles, was bunt und duftintensiv ist, die meisten allergieauslösenden Substanzen enthält. Daher empfiehlt es sich, ruhig einmal tiefer in die Tasche zu greifen, aber dafür natürliche Substanzen zu bekommen.

Auch beim Schmuck sollte man sich nicht von der Optik täuschen lassen. Bei einer Neigung zu Kontaktallergien gilt auch hier: Lieber mehr Geld ausgeben, als billigen Schmuck erwerben, den man am Ende doch niemals tragen kann. Um dem möglichen Stress zu entfliehen empfiehlt es sich, auch einmal eine erholsame Reisen Kur zu unternehmen. Einfach mal ein paar Tage wegfahren, die Seele baumeln lassen, pure Natur genießen und während der Kur so zu neuen Kräften kommen!

Leave a Reply

*

XHTML: You can use these tags: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Powered by WordPress | Blue Weed by Blog Oh! Blog | Entries (RSS) and Comments (RSS). | Impressum